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Freitag, 12. September 2008

Panasonic Lumix G1 - die weltweit erste Micro Four Thirds Kamera

Der Preis für das Gehäuse + Kit-Linse (14-45) wird bei 750 € liegen.


Erfreulich: die G1 verfügt über einen schwenk- und drehbaren Monitor.

Man kann jetzt schon sagen, dass die Lumix G1 in zwei getrennten Bereichen wildern wird:
zum Einen wird der Markt der Bridge-Kameras mit festverbauter Zoomoptik aufgemischt, zum Andern werden Micro-Four-Thirds mit Sicherheit eine große Konkurrenz im Segment der "Einsteiger"-DSLR's werden.

Panasonic wird den Ansprüchen der allgemeinen Fotografie mit zwei "klassischen" Zoombrennweiten gerecht, einem 3.5-5.6/14-45er (equiv. 28-90mm) und einem 4.0-5.6/45-200er (eqiv. 90-400(!)mm).

Für 2009 ist ein Weitwinkelzoom 7-14mm (equiv. 14-28), ein Universalzoom 14-150mm (equiv. 28-300), sowie eine lichtstarke Festbrennweite 1.7/20 (equiv. 40mm) angekündigt.

Da das Bajonett ein "offener Standard" ist, werden auch andere Hersteller Linsen für das Micro-Four-Thirds-Bajonett anbieten, nicht zuletzt Olympus, wahrscheinlich auch Leitz.

Objektive der bisher erhältlichen Four-Thirds-Kameras lassen sich via Adapter ansetzen, werden aber nicht alle neuen Funktionen unterstützten können, da sie über weniger elektrische Kontakte verfügen.

Von der Ankündigung des neuen Kamerastandards Anfang August bis zur Vorstellung eines ersten Modells ist gerade mal ein Monat vergangen.

Von anderen Verkündigungen - man denke nur an die endlose Geschichte der unglücklichen Sigma DP1 - sind wir da nicht sehr verwöhnt.

Ich bin auf erste Erfahrungsberichte mit der neuen Kamera gespannt.


siehe auch hier, hier und hier


…and there will be also a worldsensation from Leica in the megapixel sector, and some interessting new items from novoflex.....

Dienstag, 25. November 2008

Panasonic G1 - eine Zusammenfassung

Im "Netz" finden sich in der Zwischenzeit eine so große Anzahl von Besprechungen und Tests der G1, dass man sicher sein kann, dass ein Querschnitt der Erkenntnisse dieser ersten Micro-Four-Thirds Kamera durchaus gerecht wird.

Bemerkenswert: viel Überraschendes und Neues findet man nicht.
Die Kamera bewegt sich, was die Bildqualität angeht im Rahmen ihrer Four-Thirds-Brüder und Schwestern, bleibt aber, vor allem in den Empfindlichkeiten ab 800 ISO deutlich unter dem Niveau der billigeren und nahezu gleich großen Einsteiger-DSLR's wie z. B. der Canon 1000D.

Hervorgehoben wird immer wieder der elektronische Sucher (EVF), der beste der je gebaut wurde - aber eben trotzdem nicht so scharf und klar wie ein konventioneller DSLR-Sucher.
Hervorgehoben wird, das der weggefallene Schwingspiegel Vibrationen und Geräuschpegel beim Auslösen senkt.

Hervorgehoben wird ein Feature, das man bisher bei DSLR's leider allzu selten sieht, ein schwenkbarer LCD-Monitor, der komfortables fotografieren aus nahezu allen Winkel gestattet.

Ein Rätsel bleibt, in welchem Kamerasegment sich die "Pana" auch preislich einordnen will, zumal beim dem vorläufig stark eingeschränkten Angebot an Objektiven.

Unverständlich bleibt auch, warum Panasonic um ihre erste Micro-Four-Third ein konventionelles (Spiegelreflex)Gehäuse gebaut hat.

Und völlig Unverständlich bleibt, wie ein richtiges System enstehen soll, wenn ein Hersteller - Panasonic - seine Stabilisierung (Mega O.I.S.) in die Linsen baut, der andere aber - Olympus - den Verwacklungsschutz in das Gehäuse integriert. Was nützt da noch ein kompatibles Bajonett?

Vielleicht ist aber gerade das wirklich irritierende an der ersten Vertreterin eines neuen Standards: letztendlich hat doch der Mut gefehlt, einen Neubeginn zu wagen, einen neuen Formfaktor, eine neue Kameraspezifikation zu entwickeln und zu wagen.

Solange die noch offensichtlichen Schwächen der Four-Thirds-Sensoren durch keine überzeugende neue Kamera-/Objektivtechnik kompensiert werden, solange wird das System ein Außenseiterdasein fristen.

Jetzt ist es an Olympus zu zeigen, was möglich ist.

Dienstag, 5. August 2008

Micro Four Thirds - ein Standard mit Zukunft?


Olympus/Panasonic kündigen einen neuen Standard für Kameras und Objektive an: das Micro Four Thirds System.

Die Bedeutung dieser Meldung für die Zukunft der Fotografie kann man nicht hoch genug einschätzen.

Bei gleich bleibender 4/3-Sensorgröße werden wir nicht nur kleinere Kameragehäuse und Objektive sehen, der verkürzte Abstand von Objektiv und Sensor (von ca. 40mm auf ca. 20mm, Leica M hat ca. 28mm) lässt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch einfachere und bessere (weil symetrische) optische Konstruktion zu, ähnlich denen, die wir aus Messsucherkameras kennen.

Vielleicht sehen wir sogar eine neuen Generation von Sucherkameras mit austauschbaren Objektiven.

In meinem kleinen Erfahrungsbericht über die Olympus E-3 habe ich geschrieben:
"Eine Frage an Olympus kann ich mir nicht verkneifen:
wenn man mit dem Four-Thirds-System schon das "originäre digitale Filmformat" für sich reklamiert, warum muss man dann durch und durch konventionelle Kameras um den Sensor herum bauen?
Warum sich wie ein Lamm in einer Herde von Büffeln behaupten wollen?
Warum nicht gleich die ganze Kamera neu denken?"
Liegt in dieser Pressemeldung womöglich eine Antwort auf meine Frage?
Ist das die Geburtsstunde der "digitalen Barnack-Kamera"?


Nachtrag:

siehe auch Artikel in imaging-resource

und ein Post von Michael Johnston, T.O.P.

Montag, 15. Juni 2009

Vielversprechend? - Olympus E-P1 Micro-Four-Thirds


Sieht auf den ersten Blick ganz vielversprechend aus.
Morgen werden wir angeblich schlauer sein.

Auch Panasonic arbeitet an einer Micro-Four-Thirds im sog. Rangefinder- oder auch Retrolook:
blödsinnige Bezeichnungen, denn Messsucher ist mit Sicherheit nicht und wo ist Retro?

Aber wahrscheinlich wird Panasonic einen aufsteckbaren elektronischen Sucher anbieten, der das das Bild via Hotshoe abgreift und es ermöglicht, ihn mit allen angebotenen Brennweiten zu nutzen.
Wenn der Sucher dann noch die gleiche Qualität wie in der G1 hat, wäre das prima.

Wirklich interessant ist allerdings die Kombination aus großem Chip, Wechseloptiken und relativ kleinem Gehäuse.

Auch wenn ich in meine kleine Ricoh immer noch ganz verliebt bin - nichts hält ewig.

Schaun mer mal …


Update vom 16.06.:

Preview auf dpreview und anderen Seiten

Samstag, 26. Juni 2010

The "Luna"tic Lens Test

Panasonic G1 mit Lumix G Vario 45-200mm, 200mm (eqiv. 400mm), Bl. 8, 1/25 sec., 100 ISO


Der "verrückte Mondtest" ist natürlich kein aussagekräftiger Test.
Aber immerhin… soll noch einer sagen, dass man mit den Micro-Four-Thirds nicht mithalten könnte.

The "lunatic moon test" is obviously not a meaningful test.
But still ... no one should say that you can not keep up with the Micro Four Thirds.

Chapeau!

Montag, 9. November 2009

Ricoh GXR mit auswechselbarer Objektiv/Sensoreinheit




Endlich wagt jemand - natürlich Ricoh! - einen großen Schritt in die Zukunft!

Genau vor 2 Jahren habe ich hier geschrieben:
"Mittelfristig kann es aber richtig spannend werden!
Vielleicht wird sich dann auch die Frage nach Vollformat, APS oder Four/Thirds-Sensor erledigen.
Denn modulare Kameras mit austauschbaren Sensoren sind bereits in Planung!
Neue Bajonette werde alle Objektive von Vollformat über APS bis hin zu Four/Thirds aufnehmen.
Sensoren werden austauschbar sein wie früher Filme:
20MP Vollformat-Sensoren für das Studio gegen monochrome 6MP-Sensoren mit Anfangsempfindlichkeiten von mehrere tausend ISO für Available-Light-Fotografie.
APS-Sensoren für schnellste Bildfolgen in der Sportfotografie, Four/Thirds-Sensoren für kleine aber lichtstarke Objektive wie z. B. heute schon das Zuiko 2.0/35-150mm (eqiv. 70-200mm)."


Schaun mer mal …


update: das Video wurde offensichtlich entfernt!

Darauf zu sehen waren zwei auswechselbare Objektiv/Sensoreinheiten, die seitlich in das Kameragehäuse eingeschoben werden konnten.
Es handelte sich um eine 24-70mm Optik mit einem 10MP 1/1.7''-CCD-Sensor und um eine 50mm Makro-Festbrennweite, die mit einem 12 MP-APS-C-CMOS-Sensor kombiniert war.
Objektiv und Sensoreinheit waren staubdicht verschlossen und kommunizieren via elektrischer Kontakte mit dem Prozessor und der Steuerung in der Kamera.
Die Kamera selbst soll kleiner sein als die jetzt erhältlichen Micro-Four-Thirds.
Preise wurden genannt, kann ich aber leider nicht mehr wiedergeben.

update 2: Video läuft wieder
weiter Infos zur Kamera hier und hier

Sonntag, 28. September 2008

Photokina 2008 - ein kleiner Nachruf

"Eigentlich ist der ahnungsvolle, gerüchteschwangere Zustand in den Wochen vor der Verkündigung doch die schönste Zeit."

Erst ist man gespannt, was sich wohl darunter verbirgt …


Diese Zeit ist jetzt vorbei und wenn es nicht vorher schon so war, so treten wir jetzt mit Sicherheit in den Zustand der "nüchternen Trunkenheit" ein - oder ist es womöglich ein Zustand vollkommener Ernüchterung?

Wir haben viel gesehen, zuviel für mich, um allem gerecht zu werden.

Herausgreifen möchte ich zwei bemerkenswerte Entwicklungen in der Kameratechnik.

Zum Ersten:
die Frage nach dem "digitalen Filmformat", also nach der Sensorgröße, hat sich spätestens jetzt erledigt.
Neben dem "wirklichen" Mittelformat gibt es jetzt "Mittelformat light", einen 30x45mm Sensor in einem großen "Kleinbild"-Gehäuse - die Leica S2.

Sie wird zum Preis eines Mittelklasse-PKW ihre Käufer finden und ich bin mehr denn je davon überzeugt, dass auch bei Canonikon schon entsprechende Pläne auf dem Tisch liegen.

So gibt es jetzt also die ganz Kleinen und die ziemlich Kleinen.
Dann kommen die 2/3", die Four/Thirds, die APS-Cs, die APS-Hs, die FF oder FX-Sensoren.
Danach fängt dann das Mittelformat an etc. pp. …?

Zum Zweiten:
Combo-Kameras kennen wir schon seit langem.
Bei den sog. Point&Shoot-Kameras findet sich kaum eine ohne Videofunktion.

Nun ist die Konvergenz (oder ist es doch Konfusion?) zwischen Stil- und Videokamera auch bei den Profikameras angekommen.
Ob sie auch bei den Fotografen ankommt, wird sich erst noch zeigen.

Vorläufig müssen wir uns in Geduld üben und eine Flut von mehr oder weniger sehenswerten Videofilmchen über uns ergehen lassen.
Wenn sich die erste Begeisterung gelegt hat, sehen wir weiter.

Was war spannend?
Spannend finde ich das, was sich hinter dem Begriff "Micro Four Thirds" noch versteckt hält.

Was wir bis jetzt gesehen haben, wird eine ernsthafte Konkurrenz für sog.Bridgekameras, die kleinere Sensoren und eine Süperzoom haben.
(Eine Ausnahme bei der Sensorgröße war die Sony R1, wer erinnert sich noch?)

Ich wage jetzt schon zu behaupten, dass wir für diese Kamerasysteme bald auch die klassischen Festbrennweiten 28-40-90mm (bezogen auf den Sensor 14-20-45mm) sehen werden, als relativ lichtstarke und schnuckelig-kleine Optiken.

Wenn schon Leica nicht erkannt hat, welche Möglichkeiten in einer digitalen Leica CL/Minolta CLE liegen, wer weiß, vielleicht dann jemand anderes?

Nun ja, sie haben sich für den S2-Boliden entschieden und die M-Leica endgültig zur "Dentistenkamera" gemacht: wer bitte kann sonst so viel Geld in ein Kamerasystem stecken, das zu den richtigen Optiken die falsche Sensorgröße hat, den Kunden im nachhinein teure Upgrade-Programme zumutet und für 8000 € ein superlichtstarkes Objektiv, das Noctilux 1:0,95/50mm anbietet, das zwar Aufsehen erregt, dessen praktischer Nutzen aber mehr als fraglich ist?


… und dann ist doch nur anschauen erlaubt.
beide Fotos von Hartmut Möller fotografiert in Edinburg, Schottland

Das soll's mal gewesen sein.
Die Gerüchteküche bleibt jetzt für einige Zeit kalt.
Aber keine Sorge, die PMA findet bereits Anfang März 2009 in Las Vegas statt, auch hier im Blog wird der Herd wieder rechtzeitig angefeuert.

So ein bißchen "nüchterne Trunkenheit" hat doch noch niemand geschadet - oder?

Montag, 2. März 2009

Samsung NX Concept Camera


Samsung hat offiziell die Entwicklung einer hybriden Digitalkamera angekündigt.

Ähnlich wie beim Konzept der "Micro Four Thirds" soll die Samsung NX mit Wechseloptiken, und wegen Wegfalls des Spiegelkastens, mit einem elektronischen Sucher ausgestattet sein.

Allerdings, der Sensor soll APS-C Größe haben und damit deutlich größer sein, als ein Four-Thirds-Sensor.

Wie gesagt, dieses Kamerakonzept ist nur eine Ankündigung zur PMA, die morgen in Las Vegas beginnt, soll aber frühestens - wenn keine vaporware - in der zweiten Jahreshälfte 2009 auf den Markt kommen.

Immerhin, das Konzept der hybriden Digitalkameras wie der Panasonic G1 scheint auf dem Markt zu funktionieren.

Dienstag, 3. Februar 2009

Frühlingserwachen - Fuji Bessa III und Olympus Micro 4/3



Die ersten Neuigkeiten stecken ihr Köpfchen durch den frostigen Boden:

Die Fuji Bessa III - eine 6x7/6x6 Mittelformatkamera - wird im Frühjahr das Licht der Welt erblicken, wahrscheinlich in einer auf 5000 Exemplare limitierten Auflage.



Olympus
wird in den nächsten Tagen seine angekündigten Micro Four Thirds vorstellen.

Ich gehe davon aus, dass sie Wechseloptiken haben werden und besser aussehen werden als der Dummy in der Vitrine.

Dienstag, 26. Januar 2010

Gerüchteküche - EVIL is always and everywhere

Where is the EVIL? • © G. Klaut


Das Böse ist immer und überall … heißt es.

Ich denke, wenn Canon ein neues System EVIL nennt, denken die an etwas ganz anderes (z. B. Electronic Viewfinder and Interchangeble Lens system - oder so ähnlich?).
Womöglich wird Canon unter diesem Label bald (PMA? traditionell wird in den Wochen vor dieser Messe die Gerüchteküche eingeheizt) ein "böses" kleines Kameraystem - kleiner als der Micro-Four-Third-Standard - auf den Markt bringen.

  • es soll auf der Grundlage eines APS-C Sensors - angeblich aber dem gleichen Sensor wie dem der 7D, aber mit einem kleinen Bildkreis von nur 18mm - aufbauen
  • dazu drei neue Objektive: Zoom Kit EF-X 12-36mm, 36-166mm und 15mm f2.4 Pancake (sic!) (die Brennweiten - soweit sie stimmen - weisen auch auf einen kleineren Sensor als MFT hin
  • dazu einen Adapter für EF-und EF-S-Objektive (mit kompletter elektronischer Übertragung und AF-Funktion wäre das natürlich ein Schlager! Man denke vor allem an die langen Brennweiten.)
  • 720p 30fps Video (ist ja jetzt üblich, aber ich habe - trotz oder gerade weil ich erste Versuche mit der 7D unternommen habe - große Vorbehalte)
  • dreh- und schwenkbarer LCD (na hoffentlich!)

Schaun mer mal …

Freitag, 1. Mai 2009

Dr. Photo: neues aus dem Traumlabor

Diese Bild ist noch ein reines Fantasieprodukt …


… vielleicht wird es ja Wirklichkeit: eine konsequente Weiterentwicklung der klassischen KB-Messsucherkamera als Micro-Four-Thirds-Kamera (MFT).

Dazu zwei, drei lichtstarke, ultrakompakte sog. Pancake-Festbrennweiten (z. B. 14/20/40mm equiv. 28/40/80mm) und ein aufsteckbarer EVF-Sucher, der das Bild via Hotshoe vom Sensor abnimmt und fertig ist das SPD/DMD!

Die erste MFT-Kamera, die Panasonic G1, hat ja bekanntlich bereits die höchsten Weihen erhalten.
Auch wenn es Olympus/Panasonic bisher noch nicht gelungen ist, die Bildqualität gängiger DSLR-Kameras bei hohen Empfindlichkeiten zu erreichen - der Anschluss ist geschafft.
Im DxOMark-Ranking liegt die G1 noch vor der Nikon D70 und den Olympus 410/510, in Reichweite sogar einer Olympus E-3 oder der Leica M8.

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis auch 3200 ISO und mehr kein Thema mehr sein werden.

Muss man sich nicht eher fragen, ob die klassischen DSLR-Kameras als Maßstab für die MFT-Kameras überhaupt taugen, ob man nicht eher schauen muss, wieweit sich die G1 von ihrer vielgelobten Schwester LX3, der Canon G10 oder den vielen Bridgekameras absetzen kann.

Natürlich, Sensor so groß, Bildqualität so hoch wie es nur geht.
Aber auch Oskar Barnack hat letztendlich eine Entscheidung getroffen, die nur vordergründig ein Kompromiss war: die beste Kamera ist und bleibt halt immer die, die man auch dabei hat!

So einfach ist das!
meint euer Dr. Photo

Samstag, 29. November 2008

Michael's Goldlöckchen - Panasonic G1

Michael Reichmann schreibt über die Panasonic G1.
Wir erfahren nicht sehr viel Neues, seine Beurteilung der ersten Micro Four Thirds fällt durchaus positiv aus.

Allerdings geht er auch - bis auf die Probleme bei hohen Empfindlichkeiten - nicht explizit auf die Schwachstellen der Kamera ein, vielleicht weil z. B. der Sucher-Blackout bei Serienbelichtungen für ihn einfach keine Rolle spielt.

Er fasst zusammen:
"Die Panasonic G1 ist eine ansprechende Kamera.
Geringe Größe, geringes Gewicht und hohe Bildqualität kommen zusammen in einem etwas teueren, aber im Grunde erschwinglichen Paket.
Gott weiß, dass ich genug Kameras habe. Trotzdem war ich so angetan von der G1, von ihrer Kompaktheit, von ihrem wirklich sehr anständigen Standard-Objektiv und ihrer Bildqualität, dass ein Gehäuse und zwei Objektive jetzt Teil meines Reise-Kits sind, wenn eine normal große DSLR ein bisschen zu viel Gewicht und eine Pocket-Kamera nicht gut genug für höhere ISO-Empfindlichkeiten ist.
Es gibt halt immer noch Platz für ein Goldilocks."

Freitag, 4. September 2009

Gerüchte schießen ins Kraut …


… dass Ricoh noch im Herbst mit einer spiegellosen APS-C-Kamera mit K-Mount-Bajonett herauskommen will.
Und bei der oben zu sehenden Leica X1 wird ebenfalls vermutet, dass sie über einen APS-C-Sensor verfügt, die Elmarit-Optik hätte demnach den Bildwinkel eines 35ers.
(update: wird wohl doch eine Leica-Version der Panasonic GF1)
Die Herrschaften sind sich wohl zu fein für den Micro-Four-Third-Standard?
Übrigens: das runde Ding recht auf dem Gehäuse soll ein Blitz sein, doch wo ist der Sucher?
Was wirklich Sache ist und ob die M9-Leica mit FF-Sensor kommt, sehen und hören wir am 9. September.
Und bis es soweit ist, machen wir einen Denglisch-Kurs mit Leica :-)

Dienstag, 9. Juni 2009

Funkstille?

Funkstille bezeichnet im übertragenen Sinne den Zustand, in dem zwei oder mehrere Parteien nicht mehr miteinander reden und Kontakte vermeiden.

Tatsächlich bin ich aber wieder da - aber bald auch schon wieder weg.

Der letzte Blogeintrag stammt vom 31. Mai, das ist jetzt wirklich eine lange Pause.

Die Fotos wurden mehr und mehr zu Picture Postcards und ich fand an unseren Standorten auch keine Datenverbindungen mehr vor.
Allerdings ist mir aufgefallen, dass sich in Frankreich offene WiFi-Netze immer mehr verbreiten.
Es gibt sogar Gemeinden, die für ihre Bürger ein großflächiges offenes WLAN-Netz anbieten.
Eigentlich eine gute Idee.

Viel Neues hat sich nicht getan: eine Canon D60 wird für den September wohl immer wahrscheinlicher und Olympus tut alles dafür, das Interesse an einer neuen Micro-Four-Thirds mit Wechseloptiken wach zu halten.
Aber das war ja auch schon vor zwei Wochen der Fall.

Keine Sorge, die "Trockenzeit" geht vorüber.
Und vielleicht findet ja ein Leser ein Foto, das er schon immer hier im Blog präsentieren wollte?!

Montag, 28. September 2009

Form und Formfaktor

Canon S3 IS
Fruchtbildung an einer Magnolie: die Form ist außergewöhnlich.
Warum ich immer mal wieder zu einer Kamera greife, die so gar keine "professionellen Eigenschaften" hat?
Ich denke, weil der sog. "Formfaktor" stimmt: sie ist klein und leicht, liegt perfekt in (meiner) Hand, hat einen universellen, relativ lichtstarken und stabilisierten Brennweitenbereich, Schutz- und Polfilter mit 52er Gewinde sind einsetzbar, der Monitor ist dreh- und schwenkbar und sie wird von 4 AA-Zellen versorgt.
Aber - sie hat eben nur einen winzigen Sensor, der auch "nur" JPG's produziert.
Der elektronische Sucher reicht gerade so zur Motiverkennung, sie ist langsam beim fokussieren und in der Bildfolge und "plastikfantastik" (wenn auch robust).
Ob ich bei den Micro-Four-Thirds wohl ein stimmiges Gegenstück finde, das ich genauso gerne in die Hand nehme?

Donnerstag, 2. Juli 2009

Aus der Gerüchteküche - heiß serviert!

Kaum steht die Olympus Pen E-P1 im Schaufenster, da - hast Du's nicht gesehen - scheinen die ersten Strahlen einer digitale Leica mit Vollformatsensor über den Horizont.

Nicht nur von vielen lang ersehnt, sondern auch eine konsequente Fortsetzung der klassischen Messsucherkamera, der - das liegt in der Natur der Sache - die kurzen Brennweiten einfach besser liegen.
Nicht umsonst war und ist das 35er die wahrscheinlich meistverwandte Optik an der M-Leica.

Für viele war es doch sehr befremdlich, dass sich Leica enschieden hatte, für die digitale M8-Leica einen APS-H-Sensor zu verwenden, der die Brennweiten - gegen alle Vernunft - um den Faktor 1,3 verlängert.

Angeblich hat sich Leica zur Zusammenarbeit mit Canon entschlossen: der Sensor - man glaubt es kaum - soll der von der Canon 5D MK II sein!

Wenn nun ein Reihe spannender Micro-Four-Thirds-Konzepte Wirklichkeit werden, muss Leica dem etwas entgegensetzen, sich deutlich von den kleineren Sensoren abheben, bei der Bildqualität und Auflösung zulegen.

So wäre eine Leica M9 nur logisch und konsequent.


Schaun mer mal …


Mittwoch, 23. Juni 2010

Istanbul und Schnell noch Panasonic G1?

Freude findest Du in Istanbul • Panasonic G1 mit Lumix 14-45mm


Dies ist keine Werbung!

Trotzdem: wer immer schon mit einer Panasonic G1 geliebäugelt hat - jetzt ist die Zeit gekommen.
Für ca. 450 Euro ist sie jetzt - nach Einführung der G2/G10 - mit dem Kit-Zoom 14-45mm zu bekommen.

Warum eine "alte" Kamera kaufen, wo es doch mit der G2 schon eine Nachfolgerin gibt?


  • G1 und G2 sind bis auf den Bildprozessor praktisch identisch
  • die Bildqualität der G1 steht der der G2 trotz den neuen Bildprozessors  faktisch nicht nach
  • die G1 hat die kürzere Einschaltzeit und fokussiert fast doppelt so schnell wie die G2 (Kit-Optik?)
  • die Kit-Optik der G1 hat ein Metall-Bajonett, einen etwas größeren Brennweitenbereich, einen Schalter für die Stabilisierung und bietet eine eindeutig bessere optische Leistung als die neue Billigvariante


Meine ersten Erfahrungen mit der Kamera sind rundweg gut: sehr guter EVF-Sucher, mit schwenkbarem LCD in jeder "Lage" einzusetzen, voll schnappschusstauglich, flaniertaugliche Größe und Gewicht.

Wer auf Video und das Gimmik "Touchscreen" verzichten kann, macht jetzt ein richtiges Schnäppchen.


Yeni Cami, Neue Moschee • Panasonic G1 mit Lumix 1.7/20mm

und dpreview schreibt am 13.07.:
Finally, it's worth mentioning that the new cheaper kit lens is a step backwards compared to its predecessor. […] My only final comment would be that if you can live without the video mode, right now the G1 is an absolute bargain by comparison, so don't write it off just yet.




Haben Sie Interesse an dieser Kamera?
Wenn Sie über einen der Amazon-Links hier auf der Seite einkaufen, bekommt TPE eine kleine Provision und bedankt sich.
Der Preis für Sie bleibt unverändert!






zum Thema Micro-Four-Thirds bzw. MFT-Kameras hier weiterlesen

Dienstag, 23. September 2008

Photokina News - Sigma DP2


Sigma DP2 mit 2.8/24mm-Objektiv (2.8/40mm equiv. KB) und Foveon-APS-C-Sensor.

Dass es eine Ergänzung zur glücklosen DP1 geben wird, wurde erwartet.

Doch meiner Meinung nach wird der Micro-Four-Thirds-Standard den Sigma's das Wasser vollends abgraben, allein schon wegen der Wechselobjektive.

Dienstag, 18. Mai 2010

Kitchen Stories

Panasonic GF 1 mit Lumix 1.7/20mm, Bl. 1.7, 1/60 sec., 100 ISO,
entwickelt in ACR6, leichte lokale Kontrastanhebung in CS5

Kitchen Stories: wer hat sich bei diesem norwegischen Film nicht aufs Köstlichste amüsiert?

Manchmal komme ich mir auch vor wie ein Beobachter, der mit Hochsitz und Notizblock ausgestattet, in der Küche des Probanden platznimmt, um mit den Aufzeichnungen beginnen zu können…

Dienstag, 2. Dezember 2008

Dr. Photo's vorweihnachtliche Kamera-Sprechstunde

Nachdenken über Produktstaffeln diverser Kamerahersteller ist gerade angesagt - heute auch hier im Blog bei Dr. Photo's Kamera-Sprechstunde.


Fangen wir mal mit unserer Anamnese ganz oben an, sozusagen im Kamera-Olymp.

Für 6 bis 7000 Euronen bekommen ambitionierte Studio- und Landschaftfotografen die Flaggschiff-Kameras von Canon oder Nikon mit höchstauflösenden 24 MP-Sensoren aber relativ konservativer Technik über den Ladentisch gereicht.

Wem das zu teuer ist, oder wem die Gehäuse mit ihren integrierten Akkublöcken einfach zu groß oder zu schwer sind, der bekommt dieselbe Spitzenleistung mit der A900 von Sony bereits für sage und schreibe 2800 Euro oder - mit einer Hand voll Pixel weniger, dafür mit Video als Zugabe die Canon 5D MKII für 2500 Euro.

Für 200 Euro weniger bekommt man von Nikon die High-End-Vollformatkamera D700, zwar “nur” mit 12MP aber dafür mit höchsten ISO-Empfindlichkeiten. Hier lässt sich sogar der Batteriegriff abschrauben - sieht nicht nur ziviler aus, ist auch besser so zum Mitnehmen.

Bei Canon wiederum gibt es ähnliches, die 50D, nicht ganz so High-End, mit APS-C- 15 MP-Sensor, aber auch reaktionschnell und professionell ausgestattet bereits für knapp 1000 Euro.

Für 1000 Euro wiederum gibt Panasonic sein neuestes Produkt ab, die Micro-Four-Thirds-G1 ausgestattet mit einigen sehr interessanten und brauchbaren Features.
Dazu werden aber noch zwei stabilisierte Linsen gereicht, die die Brennweiten von 28 bis 400 mm abdecken.

Wer bietet mehr?
Hier! Es geht noch besser!

Gerade mal 350 schlappe Euro kostet die gar nicht schlappe Canon 1000D inklusive Kit-Linse, die mit nur 25% geringerer Sensorauflösung (10MP) aber sensationellen 5% (in Worten FÜNF) der Kosten unserer “Über-Kameras” beim DxOMark-Ranking exakt im Mittelfeld liegend, noch weit vor der 5000-Euro-Leica M 8.2 rangiert.
(Nicht vergessen sind natürlich auch die vielgelobten Kameras anderer Hersteller!)

Dr. Photo's Diagnose:
der Kameramarkt, die Produktaufstellung der Hersteller wurde in der letzten Zeit so durchgerüttelt, da sitzt kein Knochen mehr an der richtigen Stelle.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, der Konkurrenzdruck, die Jagd nach Extremen bei Auflösung und Empfindlichkeit, hat ein längeres Nachdenken bei so mancher Produktentwicklung verhindert.

Canon wird sich etwas zu Nikon's bestem Pferd im Stall, der D700 überlegen müssen (die EOS 3D?).

Nikon wird Probleme mit seinen D3's bekommen - billiger mit höherer Empfindlichkeit/Schnelligkeit?, teurer mit mehr Pixel? - bzw. eine D700x nachschieben müssen.

Mein Rezept: klar erkennbare Produktlinien, klare Preisgestaltung - gute Besserung.


Dr. Photo: Sprechstunde nur nach Vereinbarung!