Dienstag, 5. August 2008

Micro Four Thirds - ein Standard mit Zukunft?


Olympus/Panasonic kündigen einen neuen Standard für Kameras und Objektive an: das Micro Four Thirds System.

Die Bedeutung dieser Meldung für die Zukunft der Fotografie kann man nicht hoch genug einschätzen.

Bei gleich bleibender 4/3-Sensorgröße werden wir nicht nur kleinere Kameragehäuse und Objektive sehen, der verkürzte Abstand von Objektiv und Sensor (von ca. 40mm auf ca. 20mm, Leica M hat ca. 28mm) lässt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch einfachere und bessere (weil symetrische) optische Konstruktion zu, ähnlich denen, die wir aus Messsucherkameras kennen.

Vielleicht sehen wir sogar eine neuen Generation von Sucherkameras mit austauschbaren Objektiven.

In meinem kleinen Erfahrungsbericht über die Olympus E-3 habe ich geschrieben:
"Eine Frage an Olympus kann ich mir nicht verkneifen:
wenn man mit dem Four-Thirds-System schon das "originäre digitale Filmformat" für sich reklamiert, warum muss man dann durch und durch konventionelle Kameras um den Sensor herum bauen?
Warum sich wie ein Lamm in einer Herde von Büffeln behaupten wollen?
Warum nicht gleich die ganze Kamera neu denken?"
Liegt in dieser Pressemeldung womöglich eine Antwort auf meine Frage?
Ist das die Geburtsstunde der "digitalen Barnack-Kamera"?


Nachtrag:

siehe auch Artikel in imaging-resource

und ein Post von Michael Johnston, T.O.P.

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