Posts für Suchanfrage four/thirds werden nach Relevanz sortiert angezeigt. Nach Datum sortieren Alle Posts anzeigen
Posts für Suchanfrage four/thirds werden nach Relevanz sortiert angezeigt. Nach Datum sortieren Alle Posts anzeigen

Freitag, 12. September 2008

Panasonic Lumix G1 - die weltweit erste Micro Four Thirds Kamera

Der Preis für das Gehäuse + Kit-Linse (14-45) wird bei 750 € liegen.


Erfreulich: die G1 verfügt über einen schwenk- und drehbaren Monitor.

Man kann jetzt schon sagen, dass die Lumix G1 in zwei getrennten Bereichen wildern wird:
zum Einen wird der Markt der Bridge-Kameras mit festverbauter Zoomoptik aufgemischt, zum Andern werden Micro-Four-Thirds mit Sicherheit eine große Konkurrenz im Segment der "Einsteiger"-DSLR's werden.

Panasonic wird den Ansprüchen der allgemeinen Fotografie mit zwei "klassischen" Zoombrennweiten gerecht, einem 3.5-5.6/14-45er (equiv. 28-90mm) und einem 4.0-5.6/45-200er (eqiv. 90-400(!)mm).

Für 2009 ist ein Weitwinkelzoom 7-14mm (equiv. 14-28), ein Universalzoom 14-150mm (equiv. 28-300), sowie eine lichtstarke Festbrennweite 1.7/20 (equiv. 40mm) angekündigt.

Da das Bajonett ein "offener Standard" ist, werden auch andere Hersteller Linsen für das Micro-Four-Thirds-Bajonett anbieten, nicht zuletzt Olympus, wahrscheinlich auch Leitz.

Objektive der bisher erhältlichen Four-Thirds-Kameras lassen sich via Adapter ansetzen, werden aber nicht alle neuen Funktionen unterstützten können, da sie über weniger elektrische Kontakte verfügen.

Von der Ankündigung des neuen Kamerastandards Anfang August bis zur Vorstellung eines ersten Modells ist gerade mal ein Monat vergangen.

Von anderen Verkündigungen - man denke nur an die endlose Geschichte der unglücklichen Sigma DP1 - sind wir da nicht sehr verwöhnt.

Ich bin auf erste Erfahrungsberichte mit der neuen Kamera gespannt.


siehe auch hier, hier und hier


…and there will be also a worldsensation from Leica in the megapixel sector, and some interessting new items from novoflex.....

Mittwoch, 14. November 2007

Picksel-Pieper's Sterndeutereien - 2. Teil

Woher kommen wir, wo stehen wir, wohin geht die Reise - das sind die Grundfragen unseres kleinen Lebens.


Die ersten zwei Fragen habe ich bereits auf das Tiefschürfenste und hoffentlich auch erfüllend beantwortet.

Wohin geht aber die Reise?
Das ist mit Sicherheit die schwierigere Frage.

"The mega-pixel race is pretty over." sagt Chuck Westfall, Director of media and consumer relations bei Canon.

Was mich angeht, hat sich die Frage nach "mehr Pixel" schon lange erledigt.
Die theoretisch erreichbaren Auflösungen der Sensoren (8 bis 12 MP) werden weder durch die meisten der gebräuchlichen Optiken noch in der journalistischen Fotopraxis erreicht.
Und die Verarbeitung und das Versenden großer Datensätze ist heute schon material- und zeitaufwändig genug.

Es wird seinen Grund haben, warum Canon heute bereits (in der 40D) ein "kleines" RAW-Format anbietet.

Die gedruckten Ergebnisse lassen in den seltensten Fällen Rückschlüsse auf Sensorauflösung oder Datenformat (RAW vs. JPEG) zu.
Und außerdem fragt jeder anständige RAW-Konverter heute schon: wie groß hätten sie's denn gerne?

Wenn also der Wettbewerb um immer mehr Pixel obsolet wird, auf welchem Schlachtfeld wird dann der Kampf um die Kunden der Zukunft geschlagen?

Einiges kann man jetzt schon absehen.

Olympus wird mit der E-3 eine DSLR auf den Markt bringen, bei der "Live-View" wirklich Sinn macht.
Ein dreh- und schwenkbarer Monitor erlaubt kontrollierte Aufnahmen von Boden- bis Über-Kopf-Höhe. Mal sehen, ob es dazu auch einen vernünftigen "Live-View"-Autofokus gibt.

Besseres Rauschverhalten bei hohen Empfindlichkeiten, größerer Dynamikumfang, auch das sind noch Baustellen, an denen aber bereits gearbeitet wird.

Mittelfristig kann es aber richtig spannend werden!

Vielleicht wird sich dann auch die Frage nach Vollformat, APS oder Four/Thirds-Sensor erledigen.

Denn modulare Kameras mit austauschbaren Sensoren sind bereits in Planung!

Neue Bajonette werde alle Objektive von Vollformat über APS bis hin zu Four/Thirds aufnehmen.

Sensoren werden austauschbar sein wie früher Filme:
20MP Vollformat-Sensoren für das Studio gegen monochrome 6MP-Sensoren mit Anfangsempfindlichkeiten von mehrere tausend ISO für Available-Light-Fotografie.
APS-Sensoren für schnellste Bildfolgen in der Sportfotografie, Four/Thirds-Sensoren für kleine aber lichtstarke Objektive wie z. B. heute schon das Zuiko 2.0/35-150mm (eqiv. 70-200mm).

Es wird neue effektivere Sensoren ohne Bayer-Pattern geben, etc.pp. …

Die Sucher werden (wieder!) austauschbar sein, je nach Anforderung optische oder elektronische Sucher-Systeme.

Die ansetzbaren Kamerahandgriffe werden nicht nur WiFi, sondern auch zusätzliche Prozessoren enthalten, die u. a. die Bildfolgen der Kamera beschleunigen und bereits in der Kamera optische Fehler der angesetzten Linse wie Vignettierung, Verzeichnung, Kontrast- und Schärfeverlust durch vagabundierendes Licht etc. herausrechnen.

Die In-Kamera-Verarbeitung der Bilddaten wird vollständig benutzerkonfigurierbar sein,
so dass die Bilder keine qualitätsverbessernde Nachbearbeitung mehr brauchen.

Und wir werden immer häufiger bestätigt sehen: "Soft beats Hard".

Den größten Anteil am endgültigen Bild wird immer eine Software haben, die alle denk- und undenkbaren Parameter integrieren wird, um uns eine rattenscharfe, absolut farbtreue und hochauflösende Kopie dessen zu bescheren, was es uns wert war, auf den Auslöser zu drücken.

Und wenn wir uns das Bild dann anschauen, werden wir das wissen, was wir heute wissen und schon immer gewußt haben und was ein großer Dichter und Fotograf so treffend formuliert hat:

Fotos knipsen ist nicht schwer
Photographieren jedoch sehr

Dort die, die mit Entzücken auf ein Mäusekino blicken
mit weit ausgestreckten Armen - zum Erbarmen.

Hier wir, die mit krummem Rücken
Taschen schleppen, Bodies drücken
teure Linsen an den Armen - zum Erbarmen.

Klick macht's bei allen zum guten Schluß!
Hoffentlich ein guter Schuß?

Ein Foto wird dann ausgewählt
Alles scharf - Motiv verfehlt!



In einer weiteren Folge (und wenn ich vielleicht mal Antworten von Olympus bekomme?): Das "Leica-Paradoxon", oder sind Four/Thirds die "Barnack-Kameras" der Zukunft?

Montag, 9. November 2009

Ricoh GXR mit auswechselbarer Objektiv/Sensoreinheit




Endlich wagt jemand - natürlich Ricoh! - einen großen Schritt in die Zukunft!

Genau vor 2 Jahren habe ich hier geschrieben:
"Mittelfristig kann es aber richtig spannend werden!
Vielleicht wird sich dann auch die Frage nach Vollformat, APS oder Four/Thirds-Sensor erledigen.
Denn modulare Kameras mit austauschbaren Sensoren sind bereits in Planung!
Neue Bajonette werde alle Objektive von Vollformat über APS bis hin zu Four/Thirds aufnehmen.
Sensoren werden austauschbar sein wie früher Filme:
20MP Vollformat-Sensoren für das Studio gegen monochrome 6MP-Sensoren mit Anfangsempfindlichkeiten von mehrere tausend ISO für Available-Light-Fotografie.
APS-Sensoren für schnellste Bildfolgen in der Sportfotografie, Four/Thirds-Sensoren für kleine aber lichtstarke Objektive wie z. B. heute schon das Zuiko 2.0/35-150mm (eqiv. 70-200mm)."


Schaun mer mal …


update: das Video wurde offensichtlich entfernt!

Darauf zu sehen waren zwei auswechselbare Objektiv/Sensoreinheiten, die seitlich in das Kameragehäuse eingeschoben werden konnten.
Es handelte sich um eine 24-70mm Optik mit einem 10MP 1/1.7''-CCD-Sensor und um eine 50mm Makro-Festbrennweite, die mit einem 12 MP-APS-C-CMOS-Sensor kombiniert war.
Objektiv und Sensoreinheit waren staubdicht verschlossen und kommunizieren via elektrischer Kontakte mit dem Prozessor und der Steuerung in der Kamera.
Die Kamera selbst soll kleiner sein als die jetzt erhältlichen Micro-Four-Thirds.
Preise wurden genannt, kann ich aber leider nicht mehr wiedergeben.

update 2: Video läuft wieder
weiter Infos zur Kamera hier und hier

Dienstag, 25. November 2008

Panasonic G1 - eine Zusammenfassung

Im "Netz" finden sich in der Zwischenzeit eine so große Anzahl von Besprechungen und Tests der G1, dass man sicher sein kann, dass ein Querschnitt der Erkenntnisse dieser ersten Micro-Four-Thirds Kamera durchaus gerecht wird.

Bemerkenswert: viel Überraschendes und Neues findet man nicht.
Die Kamera bewegt sich, was die Bildqualität angeht im Rahmen ihrer Four-Thirds-Brüder und Schwestern, bleibt aber, vor allem in den Empfindlichkeiten ab 800 ISO deutlich unter dem Niveau der billigeren und nahezu gleich großen Einsteiger-DSLR's wie z. B. der Canon 1000D.

Hervorgehoben wird immer wieder der elektronische Sucher (EVF), der beste der je gebaut wurde - aber eben trotzdem nicht so scharf und klar wie ein konventioneller DSLR-Sucher.
Hervorgehoben wird, das der weggefallene Schwingspiegel Vibrationen und Geräuschpegel beim Auslösen senkt.

Hervorgehoben wird ein Feature, das man bisher bei DSLR's leider allzu selten sieht, ein schwenkbarer LCD-Monitor, der komfortables fotografieren aus nahezu allen Winkel gestattet.

Ein Rätsel bleibt, in welchem Kamerasegment sich die "Pana" auch preislich einordnen will, zumal beim dem vorläufig stark eingeschränkten Angebot an Objektiven.

Unverständlich bleibt auch, warum Panasonic um ihre erste Micro-Four-Third ein konventionelles (Spiegelreflex)Gehäuse gebaut hat.

Und völlig Unverständlich bleibt, wie ein richtiges System enstehen soll, wenn ein Hersteller - Panasonic - seine Stabilisierung (Mega O.I.S.) in die Linsen baut, der andere aber - Olympus - den Verwacklungsschutz in das Gehäuse integriert. Was nützt da noch ein kompatibles Bajonett?

Vielleicht ist aber gerade das wirklich irritierende an der ersten Vertreterin eines neuen Standards: letztendlich hat doch der Mut gefehlt, einen Neubeginn zu wagen, einen neuen Formfaktor, eine neue Kameraspezifikation zu entwickeln und zu wagen.

Solange die noch offensichtlichen Schwächen der Four-Thirds-Sensoren durch keine überzeugende neue Kamera-/Objektivtechnik kompensiert werden, solange wird das System ein Außenseiterdasein fristen.

Jetzt ist es an Olympus zu zeigen, was möglich ist.

Dienstag, 5. August 2008

Micro Four Thirds - ein Standard mit Zukunft?


Olympus/Panasonic kündigen einen neuen Standard für Kameras und Objektive an: das Micro Four Thirds System.

Die Bedeutung dieser Meldung für die Zukunft der Fotografie kann man nicht hoch genug einschätzen.

Bei gleich bleibender 4/3-Sensorgröße werden wir nicht nur kleinere Kameragehäuse und Objektive sehen, der verkürzte Abstand von Objektiv und Sensor (von ca. 40mm auf ca. 20mm, Leica M hat ca. 28mm) lässt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch einfachere und bessere (weil symetrische) optische Konstruktion zu, ähnlich denen, die wir aus Messsucherkameras kennen.

Vielleicht sehen wir sogar eine neuen Generation von Sucherkameras mit austauschbaren Objektiven.

In meinem kleinen Erfahrungsbericht über die Olympus E-3 habe ich geschrieben:
"Eine Frage an Olympus kann ich mir nicht verkneifen:
wenn man mit dem Four-Thirds-System schon das "originäre digitale Filmformat" für sich reklamiert, warum muss man dann durch und durch konventionelle Kameras um den Sensor herum bauen?
Warum sich wie ein Lamm in einer Herde von Büffeln behaupten wollen?
Warum nicht gleich die ganze Kamera neu denken?"
Liegt in dieser Pressemeldung womöglich eine Antwort auf meine Frage?
Ist das die Geburtsstunde der "digitalen Barnack-Kamera"?


Nachtrag:

siehe auch Artikel in imaging-resource

und ein Post von Michael Johnston, T.O.P.

Freitag, 27. Juni 2008

Kleiner Erfahrungsbericht: Olympus E-3 mit Zuiko 12-60mm

oder

"A camera is a camera is a camera!"

Gewitter über Stuttgart • Brennweite 60 mm (eqiv. 120 mm), Bl. 4, 1/125 sec., 800 ISO

Dieser Satz ging mir (in Abwandlung von Gertrude Stein's "A rose is a rose is a rose") schon nach kurzer Zeit im Kopf herum, kaum hatte ich das Paket von Olympus ausgepackt und die ersten Fotos mit der E-3 und dem Zuiko 2.8-4/12-60mm gemacht hatte.

Warum ich ausgerechnet über eine Olympus-Kamera schreibe?
Wahrscheinlich ist es meinen sentimentalen Gefühlen gegenüber dem Olympus-OM-System geschuldet (meiner ersten Profiausrüstung), dass ich auf die Erwähnung dieser Kameramarke immer noch mit Aufmerksamkeit reagiere …

Montag, 15. Juni 2009

Vielversprechend? - Olympus E-P1 Micro-Four-Thirds


Sieht auf den ersten Blick ganz vielversprechend aus.
Morgen werden wir angeblich schlauer sein.

Auch Panasonic arbeitet an einer Micro-Four-Thirds im sog. Rangefinder- oder auch Retrolook:
blödsinnige Bezeichnungen, denn Messsucher ist mit Sicherheit nicht und wo ist Retro?

Aber wahrscheinlich wird Panasonic einen aufsteckbaren elektronischen Sucher anbieten, der das das Bild via Hotshoe abgreift und es ermöglicht, ihn mit allen angebotenen Brennweiten zu nutzen.
Wenn der Sucher dann noch die gleiche Qualität wie in der G1 hat, wäre das prima.

Wirklich interessant ist allerdings die Kombination aus großem Chip, Wechseloptiken und relativ kleinem Gehäuse.

Auch wenn ich in meine kleine Ricoh immer noch ganz verliebt bin - nichts hält ewig.

Schaun mer mal …


Update vom 16.06.:

Preview auf dpreview und anderen Seiten

Mittwoch, 28. November 2007

Formatfragen

- oder ist GRÖSSER wirklich BESSER?

Kaum hat Nikon mit der D3 seine erste Vollformatkamera, hört man auch schon die ersten kritischen Kommentare über die Leistungen "analoger" Nikkor-Weitwinkelobjektive an der D3.

Ähnlich wie bei der populären Canon 5D und analogen EF-Objektiven, fallen vor allem die starke Vignettierung, aber auch Farbsäume (purple fringing) und Verzeichnung auf.

Lösen lässt sich dieses Problem nur mit neugerechneten sog. "digitalen" Objektiven, die einen parallelen Strahlenausgang über das ganze Sensor-Format haben.

Oder -hilfweise (siehe Leica) - über wabenartige Linsensysteme auf dem Sensor, die schräg einfallendes Licht besser einfangen können.

Und prompt kommen mit der D3 zwei Optiken (12-24, 24-70), die ganz offensichtlich speziell für die neue Kamera konstruiert wurden, die "Schwächen" analoger Objektive nicht aufweisen sollen und die, ob man will oder nicht, wohl ein "Muss" für die Käufer der D3 werden.


Formate, Formate …

Es stellt sich immer wieder von Neuem die Frage: gibt es eigentlich ein digitales Format?

Oder anders gefragt: wurde beim Übergang vom Film zum Sensor das Pferd von hinten aufgezäumt?

Jeder, der schon vor der Jahrtausendwende fotografiert hat weiß: "das" Filmformat existierte nie.

Von der Bedeutung her hatte das Kleinbildformat 24x36 zwar klar die Nase vorn.
Aber es gab alles: von Minox 8x11 über Halbformat (Olympus/Yashica) 18x24, die schnelle Robot mit 24x24, bis hin zu diversen Kassettenfilmen und endlich APS mit dem Format 16,7x30,2.
Von den unterschiedlichen Rollfilmformaten (4x4, 4,5x6, 6x6, 6x7, 6x9) ganz zu schweigen.

Warum wurde wohl ausgerechnet das APS-Format zum ersten Sensorformat?
Waren wirklich anfängliche technische Probleme bei der Wafer-Produktion der Grund?

Oder könnte nicht auch ein Grund gewesen sein, dass ein Sensor andere Ansprüche an Objektive stellt, als ein vergleichbares Filmformat?
Dass man Enttäuschungen und kritische Reaktionen über die Qualität des digitalen Films vermeiden wollte, indem man die Sensorgröße auf ein unkritisches Maß reduzierte?


Gibt es ein digitales Film-Format?

Das einzige, von Anfang an als reines digitales Format entwickelte System, ist der sog. Four/Thirds-Standard .

Die für dieses Format
(13,5x18) neu entwickelten Objektive waren von vorn herein auf den digitalen Sensor zugeschnitten.

Nicht nur, das die optische Qualität dieser Linsen quer durch alle Lager Anerkennung gefunden hat, der kleinere Sensor lässt auch Linsenkonstruktionen wie z. B. 2.0/14-35 (equiv.28-70), 2.0/35-100 (equiv. 70-200, 2.0/150 (equiv. 300) zu, auf die wir - auch wegen ihrer "kleinen Größe" - nur mit Neid schauen können.

Der einzige Schwachpunkt dieses, im übrigen "offenen", also markenübergreifenden Standards (Olympus, Panasonic, Leica, Sigma) war bisher die Sensortechnologie.

Die kleiner Sensorfläche erforder dichter gepackte Transistoren, ein Nachtteil beim "digitalen Rauschen". Aber das könnte sich mit der Olympus E-3 ändern.

Es sieht jetzt so aus, als ob Canon, Nikon und Olympus
zeitgleich ihre neuen Kamera-Flaggschiffe auf den Markt bringen.

In einigen Wochen werden wir sehen, ob der Vollformatsensor
nur eines unter anderen gleichwertigen digitalen Formaten bleiben wird.

Wir werden sehen, ob der Four/Thirds-Standard den hohen Ansprüchen gerecht wird, mit denen er 1999 angetreten ist: die Barnack-Kamera (Leica) des digitale Zeitalters zu werden.

Sonntag, 28. September 2008

Photokina 2008 - ein kleiner Nachruf

"Eigentlich ist der ahnungsvolle, gerüchteschwangere Zustand in den Wochen vor der Verkündigung doch die schönste Zeit."

Erst ist man gespannt, was sich wohl darunter verbirgt …


Diese Zeit ist jetzt vorbei und wenn es nicht vorher schon so war, so treten wir jetzt mit Sicherheit in den Zustand der "nüchternen Trunkenheit" ein - oder ist es womöglich ein Zustand vollkommener Ernüchterung?

Wir haben viel gesehen, zuviel für mich, um allem gerecht zu werden.

Herausgreifen möchte ich zwei bemerkenswerte Entwicklungen in der Kameratechnik.

Zum Ersten:
die Frage nach dem "digitalen Filmformat", also nach der Sensorgröße, hat sich spätestens jetzt erledigt.
Neben dem "wirklichen" Mittelformat gibt es jetzt "Mittelformat light", einen 30x45mm Sensor in einem großen "Kleinbild"-Gehäuse - die Leica S2.

Sie wird zum Preis eines Mittelklasse-PKW ihre Käufer finden und ich bin mehr denn je davon überzeugt, dass auch bei Canonikon schon entsprechende Pläne auf dem Tisch liegen.

So gibt es jetzt also die ganz Kleinen und die ziemlich Kleinen.
Dann kommen die 2/3", die Four/Thirds, die APS-Cs, die APS-Hs, die FF oder FX-Sensoren.
Danach fängt dann das Mittelformat an etc. pp. …?

Zum Zweiten:
Combo-Kameras kennen wir schon seit langem.
Bei den sog. Point&Shoot-Kameras findet sich kaum eine ohne Videofunktion.

Nun ist die Konvergenz (oder ist es doch Konfusion?) zwischen Stil- und Videokamera auch bei den Profikameras angekommen.
Ob sie auch bei den Fotografen ankommt, wird sich erst noch zeigen.

Vorläufig müssen wir uns in Geduld üben und eine Flut von mehr oder weniger sehenswerten Videofilmchen über uns ergehen lassen.
Wenn sich die erste Begeisterung gelegt hat, sehen wir weiter.

Was war spannend?
Spannend finde ich das, was sich hinter dem Begriff "Micro Four Thirds" noch versteckt hält.

Was wir bis jetzt gesehen haben, wird eine ernsthafte Konkurrenz für sog.Bridgekameras, die kleinere Sensoren und eine Süperzoom haben.
(Eine Ausnahme bei der Sensorgröße war die Sony R1, wer erinnert sich noch?)

Ich wage jetzt schon zu behaupten, dass wir für diese Kamerasysteme bald auch die klassischen Festbrennweiten 28-40-90mm (bezogen auf den Sensor 14-20-45mm) sehen werden, als relativ lichtstarke und schnuckelig-kleine Optiken.

Wenn schon Leica nicht erkannt hat, welche Möglichkeiten in einer digitalen Leica CL/Minolta CLE liegen, wer weiß, vielleicht dann jemand anderes?

Nun ja, sie haben sich für den S2-Boliden entschieden und die M-Leica endgültig zur "Dentistenkamera" gemacht: wer bitte kann sonst so viel Geld in ein Kamerasystem stecken, das zu den richtigen Optiken die falsche Sensorgröße hat, den Kunden im nachhinein teure Upgrade-Programme zumutet und für 8000 € ein superlichtstarkes Objektiv, das Noctilux 1:0,95/50mm anbietet, das zwar Aufsehen erregt, dessen praktischer Nutzen aber mehr als fraglich ist?


… und dann ist doch nur anschauen erlaubt.
beide Fotos von Hartmut Möller fotografiert in Edinburg, Schottland

Das soll's mal gewesen sein.
Die Gerüchteküche bleibt jetzt für einige Zeit kalt.
Aber keine Sorge, die PMA findet bereits Anfang März 2009 in Las Vegas statt, auch hier im Blog wird der Herd wieder rechtzeitig angefeuert.

So ein bißchen "nüchterne Trunkenheit" hat doch noch niemand geschadet - oder?

Samstag, 26. Juni 2010

The "Luna"tic Lens Test

Panasonic G1 mit Lumix G Vario 45-200mm, 200mm (eqiv. 400mm), Bl. 8, 1/25 sec., 100 ISO


Der "verrückte Mondtest" ist natürlich kein aussagekräftiger Test.
Aber immerhin… soll noch einer sagen, dass man mit den Micro-Four-Thirds nicht mithalten könnte.

The "lunatic moon test" is obviously not a meaningful test.
But still ... no one should say that you can not keep up with the Micro Four Thirds.

Chapeau!

Montag, 2. März 2009

Samsung NX Concept Camera


Samsung hat offiziell die Entwicklung einer hybriden Digitalkamera angekündigt.

Ähnlich wie beim Konzept der "Micro Four Thirds" soll die Samsung NX mit Wechseloptiken, und wegen Wegfalls des Spiegelkastens, mit einem elektronischen Sucher ausgestattet sein.

Allerdings, der Sensor soll APS-C Größe haben und damit deutlich größer sein, als ein Four-Thirds-Sensor.

Wie gesagt, dieses Kamerakonzept ist nur eine Ankündigung zur PMA, die morgen in Las Vegas beginnt, soll aber frühestens - wenn keine vaporware - in der zweiten Jahreshälfte 2009 auf den Markt kommen.

Immerhin, das Konzept der hybriden Digitalkameras wie der Panasonic G1 scheint auf dem Markt zu funktionieren.

Dienstag, 23. Oktober 2007

In eigener Sache

Erstaunlich ist (für mich) die Tatsache, dass Olympus nach langer Denkpause im Profi-Segment mit der E-3 wieder nachlegt.

Und das zudem noch in dem bis heute noch exotischen Segment der Four/Thirds-Kameras.

Dieser Kameratyp (oder sagt man besser sagen dieser Sensortyp?) konnte bisher noch nicht den Beweis erbringen, er sei, wie Erwin Puts schrieb: "die Barnack-Kamera [Leica] des Digitalen Zeitalters."

Ich arbeite gerade an einem Artikel (oder zwei) zu diesem Thema.

Und frage - mal wieder - hoffnungsfroh in die Runde:

kann/möchte jemand da draußen in the outer space etwas dazu beitragen?
Praktische Erfahrungen, theoretische Hintergründe, geheimes Insiderwissen?

Wenn ja, bitte Email an martin.storz AT gmail.com

Mittwoch, 29. August 2007

Zur Kenntnisnahme - Olympus E-3

Achtung! Neuer Artikel gibt es hier und hier!


Vielleicht erscheint der Verweis auf die PDF-Präsentation von Olympus für ihr neues Flaggschiff E-3 hier in THE PUBLIC EYE BLOG etwas abwegig.

[Zumal nicht ganz sicher ist, ob es sich dabei um einen (aufwändigen) Fake, oder tatsächlich um eine "echte" interne Marketing-Präsentation handelt.] Hat sich erledigt!

Wahrscheinlich ist es meinen sentimentalen Gefühlen gegenüber dem Olympus-OM-System geschuldet (meiner ersten! Profiausrüstung), dass ich immer noch auf die Erwähnung dieser Kameramarke mit Aufmerksamkeit reagiere.

Allerdings finde ich die in der Präsentation enthaltenen technischen Details viel weniger spannend, als die Art und Weise, wie die Präsentation aufgemacht ist.

Geplante Verkaufsziele, Stärke- und Schwächen-Vergleiche mit konkurrierenden Kameras von Nikon und Canon, Kundenzufriedenheit und Erwartungen bezogen auf Kamerafeatures - man kann schon mal einen Blick darauf werfen.

Und natürlich die Argumentation für das Four-Thirds-System, über das sogar der Leica-Kenner und "Reviewer" ERWIN PUTS einmal schrieb: Olympus E-1 - the Barnack camera for the digital aera?


Nachtrag:
sie heißt Olympus E-3 und hat das Feature, das Live-View erst richtig sinnvoll macht, nämlich einen schwenkbaren! Monitor.

Freitag, 1. Mai 2009

Dr. Photo: neues aus dem Traumlabor

Diese Bild ist noch ein reines Fantasieprodukt …


… vielleicht wird es ja Wirklichkeit: eine konsequente Weiterentwicklung der klassischen KB-Messsucherkamera als Micro-Four-Thirds-Kamera (MFT).

Dazu zwei, drei lichtstarke, ultrakompakte sog. Pancake-Festbrennweiten (z. B. 14/20/40mm equiv. 28/40/80mm) und ein aufsteckbarer EVF-Sucher, der das Bild via Hotshoe vom Sensor abnimmt und fertig ist das SPD/DMD!

Die erste MFT-Kamera, die Panasonic G1, hat ja bekanntlich bereits die höchsten Weihen erhalten.
Auch wenn es Olympus/Panasonic bisher noch nicht gelungen ist, die Bildqualität gängiger DSLR-Kameras bei hohen Empfindlichkeiten zu erreichen - der Anschluss ist geschafft.
Im DxOMark-Ranking liegt die G1 noch vor der Nikon D70 und den Olympus 410/510, in Reichweite sogar einer Olympus E-3 oder der Leica M8.

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis auch 3200 ISO und mehr kein Thema mehr sein werden.

Muss man sich nicht eher fragen, ob die klassischen DSLR-Kameras als Maßstab für die MFT-Kameras überhaupt taugen, ob man nicht eher schauen muss, wieweit sich die G1 von ihrer vielgelobten Schwester LX3, der Canon G10 oder den vielen Bridgekameras absetzen kann.

Natürlich, Sensor so groß, Bildqualität so hoch wie es nur geht.
Aber auch Oskar Barnack hat letztendlich eine Entscheidung getroffen, die nur vordergründig ein Kompromiss war: die beste Kamera ist und bleibt halt immer die, die man auch dabei hat!

So einfach ist das!
meint euer Dr. Photo

Samstag, 29. November 2008

Michael's Goldlöckchen - Panasonic G1

Michael Reichmann schreibt über die Panasonic G1.
Wir erfahren nicht sehr viel Neues, seine Beurteilung der ersten Micro Four Thirds fällt durchaus positiv aus.

Allerdings geht er auch - bis auf die Probleme bei hohen Empfindlichkeiten - nicht explizit auf die Schwachstellen der Kamera ein, vielleicht weil z. B. der Sucher-Blackout bei Serienbelichtungen für ihn einfach keine Rolle spielt.

Er fasst zusammen:
"Die Panasonic G1 ist eine ansprechende Kamera.
Geringe Größe, geringes Gewicht und hohe Bildqualität kommen zusammen in einem etwas teueren, aber im Grunde erschwinglichen Paket.
Gott weiß, dass ich genug Kameras habe. Trotzdem war ich so angetan von der G1, von ihrer Kompaktheit, von ihrem wirklich sehr anständigen Standard-Objektiv und ihrer Bildqualität, dass ein Gehäuse und zwei Objektive jetzt Teil meines Reise-Kits sind, wenn eine normal große DSLR ein bisschen zu viel Gewicht und eine Pocket-Kamera nicht gut genug für höhere ISO-Empfindlichkeiten ist.
Es gibt halt immer noch Platz für ein Goldilocks."

Freitag, 4. Januar 2008

Gerüchteküche

Technikbegeisterte Kamerafreunde bekommen die ersten Frühlingsgefühle im Vorfeld der PMA.

Und so kommt auch die Gerüchteküche in die Gänge.
Da kann der Public Eye Blog sich doch nicht raushalten?


Also merket auf und höret:

Wahrscheinlich kommt eine Sony A200, eine Pentax K20D mit 14MP-Sensor, eine K200D.

Und Canon wird die EOS 400D durch eine 450D mit Live View, Movie Mode und 3200 ISO ersetzen.


Möglich
ist ein Nachfolger für die Canon 5D, eine 5D MKII oder EOS 6D.
16MP, bis 6400 ISO, highlight priority, AF wie 40D mit 9 Kreuz-Sensoren, Live-View, Staubschüttler, 4 Bilder/sec., abgedichtet.

Andere reden von einer 7D, 12MP, bis 25600 ISO, Staubschüttler, Live View, 5 Bilder/sec. zum Preis von ca. $1900.

Es gibt aber auch Gerüchte, dass Canon die 1D MKIII-Schlappe mit einer 1D MK IV kontern wird, die die Serie der 1,3crop-Sensoren beenden wird.

16MP FF-Sensor, 12800 ISO, HD-Video mit 2MP, mit einem 1,3 crop-Modus mit reduzierter RAW-Größe für schneller Bildfolgen.

Eine Nikon D60 wird die D40x ersetzen.
Neue Nikon-Produkte mit FX-Sensor sind zu erwarten


Und
- die Leica M9 - mit dem panchromatischen Sensor von Kodak - ergänzt die M8.
Das macht aber meiner Meinung nach nur Sinn, wenn die M9 einen FF-Sensor bekommt.

Andere sprechen wiederum von einer digitalen Leica CL. Die dann hoffentlich und vernünftigerweise einen Four/Thirds-Sensor hat.
(ich weiß, mein Artikel über das Leica-Paradoxon ist überfällig!)


Außerdem
kann es sein, dass Leica eine eigene Variante der Olympus E-3, eine Leica R-3 herausbringt, zusammen mit einer Reihe 4/3rds-Optiken.

Um weiter zu spinnen: Canon steigt in den Mittelformat-Markt ein mit einer Kamera, neuen Linsen und einem auch mit anderen Kameras kompatiblen Rückteil.


Wie immer - ohne Gewähr!

Dienstag, 10. Juni 2008

Sind Sensoren besser als Objektive?

Do Sensors "outresolve" Lenses? fragen sich Rubén Osuna and Efraín García, und fassen nach tiefschürfenden Untersuchungen zusammen:
"Bestenfalls [damit sind ideale Aufnahmebedingungen gemeint] ist [beim KB-Sensor] eine maximale Auflösung von 16 MP möglich, auch wenn die Kamera über einen 22 oder 25 MP-Sensor verfügt.
Im Falle eines APS-C-basiertes System liegt die Systemgrenze bei 7 MP, beim Four-Thirds-System bei 4 MP.

Beim Abblenden auf Blende 22 liegt der Grenzwert der effektiven Auflösung eines 35-mm-basierten Systems bei 4 MP!

und

"Der Preis
[für immer mehr Mega-Pixel] sind immer größere Dateien und ein vergleichsweise niedrigen Signal-Rausch-Verhältnis, was zu mehr Rauschen, kleinerem Dynamikumfang und schlechteren Tonwertabstufungen führt."

Dienstag, 9. Juni 2009

Funkstille?

Funkstille bezeichnet im übertragenen Sinne den Zustand, in dem zwei oder mehrere Parteien nicht mehr miteinander reden und Kontakte vermeiden.

Tatsächlich bin ich aber wieder da - aber bald auch schon wieder weg.

Der letzte Blogeintrag stammt vom 31. Mai, das ist jetzt wirklich eine lange Pause.

Die Fotos wurden mehr und mehr zu Picture Postcards und ich fand an unseren Standorten auch keine Datenverbindungen mehr vor.
Allerdings ist mir aufgefallen, dass sich in Frankreich offene WiFi-Netze immer mehr verbreiten.
Es gibt sogar Gemeinden, die für ihre Bürger ein großflächiges offenes WLAN-Netz anbieten.
Eigentlich eine gute Idee.

Viel Neues hat sich nicht getan: eine Canon D60 wird für den September wohl immer wahrscheinlicher und Olympus tut alles dafür, das Interesse an einer neuen Micro-Four-Thirds mit Wechseloptiken wach zu halten.
Aber das war ja auch schon vor zwei Wochen der Fall.

Keine Sorge, die "Trockenzeit" geht vorüber.
Und vielleicht findet ja ein Leser ein Foto, das er schon immer hier im Blog präsentieren wollte?!

Dienstag, 3. Februar 2009

Frühlingserwachen - Fuji Bessa III und Olympus Micro 4/3



Die ersten Neuigkeiten stecken ihr Köpfchen durch den frostigen Boden:

Die Fuji Bessa III - eine 6x7/6x6 Mittelformatkamera - wird im Frühjahr das Licht der Welt erblicken, wahrscheinlich in einer auf 5000 Exemplare limitierten Auflage.



Olympus
wird in den nächsten Tagen seine angekündigten Micro Four Thirds vorstellen.

Ich gehe davon aus, dass sie Wechseloptiken haben werden und besser aussehen werden als der Dummy in der Vitrine.

Montag, 28. September 2009

Form und Formfaktor

Canon S3 IS
Fruchtbildung an einer Magnolie: die Form ist außergewöhnlich.
Warum ich immer mal wieder zu einer Kamera greife, die so gar keine "professionellen Eigenschaften" hat?
Ich denke, weil der sog. "Formfaktor" stimmt: sie ist klein und leicht, liegt perfekt in (meiner) Hand, hat einen universellen, relativ lichtstarken und stabilisierten Brennweitenbereich, Schutz- und Polfilter mit 52er Gewinde sind einsetzbar, der Monitor ist dreh- und schwenkbar und sie wird von 4 AA-Zellen versorgt.
Aber - sie hat eben nur einen winzigen Sensor, der auch "nur" JPG's produziert.
Der elektronische Sucher reicht gerade so zur Motiverkennung, sie ist langsam beim fokussieren und in der Bildfolge und "plastikfantastik" (wenn auch robust).
Ob ich bei den Micro-Four-Thirds wohl ein stimmiges Gegenstück finde, das ich genauso gerne in die Hand nehme?