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Freitag, 27. Juni 2008

Kleiner Erfahrungsbericht: Olympus E-3 mit Zuiko 12-60mm

oder

"A camera is a camera is a camera!"

Gewitter über Stuttgart • Brennweite 60 mm (eqiv. 120 mm), Bl. 4, 1/125 sec., 800 ISO

Dieser Satz ging mir (in Abwandlung von Gertrude Stein's "A rose is a rose is a rose") schon nach kurzer Zeit im Kopf herum, kaum hatte ich das Paket von Olympus ausgepackt und die ersten Fotos mit der E-3 und dem Zuiko 2.8-4/12-60mm gemacht hatte.

Warum ich ausgerechnet über eine Olympus-Kamera schreibe?
Wahrscheinlich ist es meinen sentimentalen Gefühlen gegenüber dem Olympus-OM-System geschuldet (meiner ersten Profiausrüstung), dass ich auf die Erwähnung dieser Kameramarke immer noch mit Aufmerksamkeit reagiere …

Samstag, 19. Januar 2008

Die Olympus E-3 in der Praxis


Der Fotojournalist Doug Brown schreibt über seine praktischen Erfahrungen* mit dem Olympus Flagschiff E-3.

Er vergleicht nicht, testet nicht, sondern bewertet Stärken und Schwächen eines Werkzeugs aus seiner Arbeitsperspektive.

Er fasst zusammen:
Die E-3 hat Stärken in den Bereichen Auto-Fokus, der Umsetzung des Live-View, der Staubreduzierung, der internen Bild Stabilisierung, in der verfügbaren Objektivpalette und bei der Staub- und Wetterabdichtung.
Sie produziert hervorragende JPEG's direkt aus der Kamera und mit noch besserer Qualität im RAW-Modus.
Die Möglichkeit die Rauschreduzierung ganz abzuschalten, eröffnet eine völlig neue Dimension der Bildschärfe.
Und es ist möglich, eine kleinere und leichter Ausrüstung zusammenzustellen, als mit den konkurrierenden Systemen.

Ihre Defizite sind ungeschickt und schlecht umgesetzte physikalische Schnittstellen** (aber das ist von mir sehr subjektiv gesehen ) und etwas stärkeres Rauschen am oberen Ende der ISO-Skala.

Alles in allem, wenn man Positives und das Negatives gegeneinander aufwiegt, ist die E-3 eine sehr starke Mitbewerberin in der Profi-Klasse.

Nachtrag: Kleiner Erfahrungsbericht: Olympus E-3 mit Zuiko 12-60mm



*Es ist schade, dass ich für praktische Besprechungen neuer Kameras immer auf englischsprachige Seiten verweisen muss.
Vielleicht habe ich einfach nur die einschlägigen deutschen Seiten oder Blogs noch nicht gefunden.
Die hiesigen Niederlassungen der Kamerahersteller sind leider - das ist mein Eindruck - an Erfahrungsberichten von Praktikern nicht sehr interessiert.

**er meint damit Anordnung und Größe von Bedienungselementen

Mittwoch, 29. August 2007

Zur Kenntnisnahme - Olympus E-3

Achtung! Neuer Artikel gibt es hier und hier!


Vielleicht erscheint der Verweis auf die PDF-Präsentation von Olympus für ihr neues Flaggschiff E-3 hier in THE PUBLIC EYE BLOG etwas abwegig.

[Zumal nicht ganz sicher ist, ob es sich dabei um einen (aufwändigen) Fake, oder tatsächlich um eine "echte" interne Marketing-Präsentation handelt.] Hat sich erledigt!

Wahrscheinlich ist es meinen sentimentalen Gefühlen gegenüber dem Olympus-OM-System geschuldet (meiner ersten! Profiausrüstung), dass ich immer noch auf die Erwähnung dieser Kameramarke mit Aufmerksamkeit reagiere.

Allerdings finde ich die in der Präsentation enthaltenen technischen Details viel weniger spannend, als die Art und Weise, wie die Präsentation aufgemacht ist.

Geplante Verkaufsziele, Stärke- und Schwächen-Vergleiche mit konkurrierenden Kameras von Nikon und Canon, Kundenzufriedenheit und Erwartungen bezogen auf Kamerafeatures - man kann schon mal einen Blick darauf werfen.

Und natürlich die Argumentation für das Four-Thirds-System, über das sogar der Leica-Kenner und "Reviewer" ERWIN PUTS einmal schrieb: Olympus E-1 - the Barnack camera for the digital aera?


Nachtrag:
sie heißt Olympus E-3 und hat das Feature, das Live-View erst richtig sinnvoll macht, nämlich einen schwenkbaren! Monitor.

Freitag, 16. November 2007

Erste Erfahrungen - Canon EOS 1Ds MK III und Olympus E-3

Michael Reichmann schreibt über seine Erfahrungen mit der Canon EOS 1Ds MK III auf einer Madagaskar-Reise.

Auf imaging-resource ist eine ausführliches "hands-on" über die Olympus E-3 nachzulesen.
Es gibt zahlreiche Bilddateien, unterschiedlichste Motive in allen ISO-Empfindlichkeiten.

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Olympus E-3 vorgestellt


Als alter "Olympionike" freut es mich, dass Olympus wieder auf den rechten Weg gefunden hat.

Es war für mich damals doch sehr befremdlich, dass eine Firma mit einem großartigen Kamerasystem (OM-Kamerasystem) und einer Menge herausragender Objektive sich so sang und klanglos aus dem Profigeschäft verabschiedet hat.

Warum Olympus damals den Übergang zur Autofokus-Technik nicht geschafft hat, ist mir auch heute noch unklar.

Sei es wie es will, Olympus ist zurück, wenn auch ausschließlich im Four/Third-Segment.

Über die zukünftige Rolle dieser Sensorgröße/Kamerasysteme wage ich keinerlei Prognose.
Zudem nehme ich staunend zur Kenntnis, dass trotz kleinerem Sensor, die E-3 deutlich größer ist als z. B. die Canon EOS 40D.


Allerdings: der Pentaprisma-Sucher der Olympus soll größer sein und - da macht Live-View endlich! Sinn - sie verfügt über einen allseitig schwenkbaren Monitor.


Ein erster Erfahrungsbericht ist auf imaging-resource zu lesen.

Freitag, 4. Januar 2008

Gerüchteküche

Technikbegeisterte Kamerafreunde bekommen die ersten Frühlingsgefühle im Vorfeld der PMA.

Und so kommt auch die Gerüchteküche in die Gänge.
Da kann der Public Eye Blog sich doch nicht raushalten?


Also merket auf und höret:

Wahrscheinlich kommt eine Sony A200, eine Pentax K20D mit 14MP-Sensor, eine K200D.

Und Canon wird die EOS 400D durch eine 450D mit Live View, Movie Mode und 3200 ISO ersetzen.


Möglich
ist ein Nachfolger für die Canon 5D, eine 5D MKII oder EOS 6D.
16MP, bis 6400 ISO, highlight priority, AF wie 40D mit 9 Kreuz-Sensoren, Live-View, Staubschüttler, 4 Bilder/sec., abgedichtet.

Andere reden von einer 7D, 12MP, bis 25600 ISO, Staubschüttler, Live View, 5 Bilder/sec. zum Preis von ca. $1900.

Es gibt aber auch Gerüchte, dass Canon die 1D MKIII-Schlappe mit einer 1D MK IV kontern wird, die die Serie der 1,3crop-Sensoren beenden wird.

16MP FF-Sensor, 12800 ISO, HD-Video mit 2MP, mit einem 1,3 crop-Modus mit reduzierter RAW-Größe für schneller Bildfolgen.

Eine Nikon D60 wird die D40x ersetzen.
Neue Nikon-Produkte mit FX-Sensor sind zu erwarten


Und
- die Leica M9 - mit dem panchromatischen Sensor von Kodak - ergänzt die M8.
Das macht aber meiner Meinung nach nur Sinn, wenn die M9 einen FF-Sensor bekommt.

Andere sprechen wiederum von einer digitalen Leica CL. Die dann hoffentlich und vernünftigerweise einen Four/Thirds-Sensor hat.
(ich weiß, mein Artikel über das Leica-Paradoxon ist überfällig!)


Außerdem
kann es sein, dass Leica eine eigene Variante der Olympus E-3, eine Leica R-3 herausbringt, zusammen mit einer Reihe 4/3rds-Optiken.

Um weiter zu spinnen: Canon steigt in den Mittelformat-Markt ein mit einer Kamera, neuen Linsen und einem auch mit anderen Kameras kompatiblen Rückteil.


Wie immer - ohne Gewähr!

Dienstag, 5. August 2008

Micro Four Thirds - ein Standard mit Zukunft?


Olympus/Panasonic kündigen einen neuen Standard für Kameras und Objektive an: das Micro Four Thirds System.

Die Bedeutung dieser Meldung für die Zukunft der Fotografie kann man nicht hoch genug einschätzen.

Bei gleich bleibender 4/3-Sensorgröße werden wir nicht nur kleinere Kameragehäuse und Objektive sehen, der verkürzte Abstand von Objektiv und Sensor (von ca. 40mm auf ca. 20mm, Leica M hat ca. 28mm) lässt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch einfachere und bessere (weil symetrische) optische Konstruktion zu, ähnlich denen, die wir aus Messsucherkameras kennen.

Vielleicht sehen wir sogar eine neuen Generation von Sucherkameras mit austauschbaren Objektiven.

In meinem kleinen Erfahrungsbericht über die Olympus E-3 habe ich geschrieben:
"Eine Frage an Olympus kann ich mir nicht verkneifen:
wenn man mit dem Four-Thirds-System schon das "originäre digitale Filmformat" für sich reklamiert, warum muss man dann durch und durch konventionelle Kameras um den Sensor herum bauen?
Warum sich wie ein Lamm in einer Herde von Büffeln behaupten wollen?
Warum nicht gleich die ganze Kamera neu denken?"
Liegt in dieser Pressemeldung womöglich eine Antwort auf meine Frage?
Ist das die Geburtsstunde der "digitalen Barnack-Kamera"?


Nachtrag:

siehe auch Artikel in imaging-resource

und ein Post von Michael Johnston, T.O.P.

Donnerstag, 18. März 2010

EOS 5D Mark II - Vorsicht vor Firmware 2.0.3



Es gibt Hinweise, dass es Probleme - vor allem im Audiobereich - mit der neuen Firmware 2.0.3 gibt.
Das Firmwareupdate war heiß ersehnt worden, weil es Verbesserungen für die Videofunktion der Kamera versprach, u. a. die Möglichkeit den Ton auszusteuern.

Canon schreibt:





Thank you for using Canon products.We have learned that some users of the Canon EOS 5D Mark II digital SLR camera are experiencing issues with Firmware Update Version 2.0.3.
We are working on a new firmware update to address these phenomena, which will be available soon. If you have not registered your EOS 5D Mark II, please register so we will be able to notify you via e-mail when future firmware updates become available for download.
Canon always strives to provide the highest quality products to our customers. We sincerely apologize for any inconvenience these phenomena may have caused. We appreciate your kind patronage and support.



Anmerkung von David Klammer:
"… das problem betrifft anscheinend nur die wahlrad-funktionen c1-3.
wenn die kamera imaauto-off modus ist, sich also selbstständig abschaltet, dann wieder eingeschaltet wird, funktioniert die tonaufnahme nicht mehr. canon arbeitet wohl mit hochdruck an einer verbesserung."

Danke für den Hinweis!





update vom 19.03.2010: Firmware 2.0.4 ist erhältlich!!!

Freitag, 7. Dezember 2007

Wollen! Können? Sollen?

Jetzt haben wir die Bescherung!

Nur zu gerne würde uns der Handel einen ganzen Haufen neuer Kameras und Objektive unter den Christbaum legen.

Wollen täten wir schon.

Ausprobieren ob die D3 wirklich so tolle Fotos bei x-tausend ISO macht, ob die D300 nicht doch eine Alternative wäre, ob nicht doch die 1Ds MKIII das "ultimative" Werkzeug ist.

Oder ob gar die E-3 mit ihrem schwenkbaren Monitor und den lichtstarken Zooms Bilder ermöglicht, von denen wir nicht zu träumen wagten.

Nur können - können wir auch können?

Ein Blick in den Geldbeutel und die Frage ist beantwortet.
Ein Gehäuse, Akkus, Speicherkarten, vielleicht noch eine Linse und wir bewegen uns zwischen zwei- und zehntausend Euronen. Wohlgemerkt Euro, nicht Deutschmark oder Taler!
Neidvoll blicken wir auf die, die können!

Eine letzte Frage ist noch offen: sollen wir auch?

Vielleicht irgendwann mal - aber bestimmt nicht jetzt!
  • Erstens: jetzt kaufen wir die Beta-Tester-Versionen. In einem Vierteljahr wissen wir mehr.
  • Zweitens: die Vor- und Nachweihnachtszeit ist eine Hochpreiszeit. Es ist dunkel und kalt. Kaufen hebt die Stimmung und erwärmt das Herz. Wir sind süchtig nach guten Gefühlen. Süchtige zahlen jeden Preis!
  • Drittens: wollten wir nicht schon, als wir unsere "alte" Ausrüstung gekauft haben, endlich mal richtig "GUTE" Fotos machen?
Und?

Warum soll es jetzt ausgerechnet mit der "Neuen" besser werden?
Wir wissen doch alle, wenn der erste Zauber verflogen ist, ist es halt auch "nur eine Kamera".

Und die ruft uns das Gleiche zu, wie unser "gutes altes Stück": nimm mich, geh mit mir auf Entdeckungsreise und fotografiere.

Fotografiere!

Aber vergiss nicht: ich bin und bleibe nur ein Werkzeug deiner Kreativität, ich kann sie nicht ersetzen.

Und Kreativität ist, sagt der Fotograf und Magnum-Mitbegründer George Rodger,
"a factual reproduction of something that is in your own mind."

Benutzen wir unsere Fantasie beim Fotografieren, aber unseren Verstand beim Kaufen!


Ein kreatives Wochenende wünscht The Public Eye Blog!

Dienstag, 23. Oktober 2007

In eigener Sache

Erstaunlich ist (für mich) die Tatsache, dass Olympus nach langer Denkpause im Profi-Segment mit der E-3 wieder nachlegt.

Und das zudem noch in dem bis heute noch exotischen Segment der Four/Thirds-Kameras.

Dieser Kameratyp (oder sagt man besser sagen dieser Sensortyp?) konnte bisher noch nicht den Beweis erbringen, er sei, wie Erwin Puts schrieb: "die Barnack-Kamera [Leica] des Digitalen Zeitalters."

Ich arbeite gerade an einem Artikel (oder zwei) zu diesem Thema.

Und frage - mal wieder - hoffnungsfroh in die Runde:

kann/möchte jemand da draußen in the outer space etwas dazu beitragen?
Praktische Erfahrungen, theoretische Hintergründe, geheimes Insiderwissen?

Wenn ja, bitte Email an martin.storz AT gmail.com

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Canon 50D und 5D Mark II - White Papers und ein Review

Wagenhallen • Canon 5D, EF 1.8/50mm, 1250 ISO


Zwei "Lesezeichen" für einen nasskalten Winterabend:


Und wer gerne tief in die Details einsteigt:
  • Canon hat ein "White Paper" zur 50D und zur 5D MK II veröffentlicht. Nützlich ist auch die Feature-Tabelle 50D, 40D, Nikon D300, Pentax K20D, Sony A 700 und Olympus E-3. Die 5D MK II stellt sich in diesem Vergleich der Vorgängerin 5D, der Nikon D700, D3, D90 und der Sony A900.

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Olympus E-3


einige Links für interessierte Olympianer:

Bilder gibt es hier, hier und hier.

Einen "hands-on" gibt es hier.

Eine Website ist hier.


Viel Vergnügen beim peepen!

Freitag, 1. Mai 2009

Dr. Photo: neues aus dem Traumlabor

Diese Bild ist noch ein reines Fantasieprodukt …


… vielleicht wird es ja Wirklichkeit: eine konsequente Weiterentwicklung der klassischen KB-Messsucherkamera als Micro-Four-Thirds-Kamera (MFT).

Dazu zwei, drei lichtstarke, ultrakompakte sog. Pancake-Festbrennweiten (z. B. 14/20/40mm equiv. 28/40/80mm) und ein aufsteckbarer EVF-Sucher, der das Bild via Hotshoe vom Sensor abnimmt und fertig ist das SPD/DMD!

Die erste MFT-Kamera, die Panasonic G1, hat ja bekanntlich bereits die höchsten Weihen erhalten.
Auch wenn es Olympus/Panasonic bisher noch nicht gelungen ist, die Bildqualität gängiger DSLR-Kameras bei hohen Empfindlichkeiten zu erreichen - der Anschluss ist geschafft.
Im DxOMark-Ranking liegt die G1 noch vor der Nikon D70 und den Olympus 410/510, in Reichweite sogar einer Olympus E-3 oder der Leica M8.

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis auch 3200 ISO und mehr kein Thema mehr sein werden.

Muss man sich nicht eher fragen, ob die klassischen DSLR-Kameras als Maßstab für die MFT-Kameras überhaupt taugen, ob man nicht eher schauen muss, wieweit sich die G1 von ihrer vielgelobten Schwester LX3, der Canon G10 oder den vielen Bridgekameras absetzen kann.

Natürlich, Sensor so groß, Bildqualität so hoch wie es nur geht.
Aber auch Oskar Barnack hat letztendlich eine Entscheidung getroffen, die nur vordergründig ein Kompromiss war: die beste Kamera ist und bleibt halt immer die, die man auch dabei hat!

So einfach ist das!
meint euer Dr. Photo

Mittwoch, 28. November 2007

Formatfragen

- oder ist GRÖSSER wirklich BESSER?

Kaum hat Nikon mit der D3 seine erste Vollformatkamera, hört man auch schon die ersten kritischen Kommentare über die Leistungen "analoger" Nikkor-Weitwinkelobjektive an der D3.

Ähnlich wie bei der populären Canon 5D und analogen EF-Objektiven, fallen vor allem die starke Vignettierung, aber auch Farbsäume (purple fringing) und Verzeichnung auf.

Lösen lässt sich dieses Problem nur mit neugerechneten sog. "digitalen" Objektiven, die einen parallelen Strahlenausgang über das ganze Sensor-Format haben.

Oder -hilfweise (siehe Leica) - über wabenartige Linsensysteme auf dem Sensor, die schräg einfallendes Licht besser einfangen können.

Und prompt kommen mit der D3 zwei Optiken (12-24, 24-70), die ganz offensichtlich speziell für die neue Kamera konstruiert wurden, die "Schwächen" analoger Objektive nicht aufweisen sollen und die, ob man will oder nicht, wohl ein "Muss" für die Käufer der D3 werden.


Formate, Formate …

Es stellt sich immer wieder von Neuem die Frage: gibt es eigentlich ein digitales Format?

Oder anders gefragt: wurde beim Übergang vom Film zum Sensor das Pferd von hinten aufgezäumt?

Jeder, der schon vor der Jahrtausendwende fotografiert hat weiß: "das" Filmformat existierte nie.

Von der Bedeutung her hatte das Kleinbildformat 24x36 zwar klar die Nase vorn.
Aber es gab alles: von Minox 8x11 über Halbformat (Olympus/Yashica) 18x24, die schnelle Robot mit 24x24, bis hin zu diversen Kassettenfilmen und endlich APS mit dem Format 16,7x30,2.
Von den unterschiedlichen Rollfilmformaten (4x4, 4,5x6, 6x6, 6x7, 6x9) ganz zu schweigen.

Warum wurde wohl ausgerechnet das APS-Format zum ersten Sensorformat?
Waren wirklich anfängliche technische Probleme bei der Wafer-Produktion der Grund?

Oder könnte nicht auch ein Grund gewesen sein, dass ein Sensor andere Ansprüche an Objektive stellt, als ein vergleichbares Filmformat?
Dass man Enttäuschungen und kritische Reaktionen über die Qualität des digitalen Films vermeiden wollte, indem man die Sensorgröße auf ein unkritisches Maß reduzierte?


Gibt es ein digitales Film-Format?

Das einzige, von Anfang an als reines digitales Format entwickelte System, ist der sog. Four/Thirds-Standard .

Die für dieses Format
(13,5x18) neu entwickelten Objektive waren von vorn herein auf den digitalen Sensor zugeschnitten.

Nicht nur, das die optische Qualität dieser Linsen quer durch alle Lager Anerkennung gefunden hat, der kleinere Sensor lässt auch Linsenkonstruktionen wie z. B. 2.0/14-35 (equiv.28-70), 2.0/35-100 (equiv. 70-200, 2.0/150 (equiv. 300) zu, auf die wir - auch wegen ihrer "kleinen Größe" - nur mit Neid schauen können.

Der einzige Schwachpunkt dieses, im übrigen "offenen", also markenübergreifenden Standards (Olympus, Panasonic, Leica, Sigma) war bisher die Sensortechnologie.

Die kleiner Sensorfläche erforder dichter gepackte Transistoren, ein Nachtteil beim "digitalen Rauschen". Aber das könnte sich mit der Olympus E-3 ändern.

Es sieht jetzt so aus, als ob Canon, Nikon und Olympus
zeitgleich ihre neuen Kamera-Flaggschiffe auf den Markt bringen.

In einigen Wochen werden wir sehen, ob der Vollformatsensor
nur eines unter anderen gleichwertigen digitalen Formaten bleiben wird.

Wir werden sehen, ob der Four/Thirds-Standard den hohen Ansprüchen gerecht wird, mit denen er 1999 angetreten ist: die Barnack-Kamera (Leica) des digitale Zeitalters zu werden.

Donnerstag, 31. Januar 2008

Neu: Sony A300 / A350

Sony hat zwei neue Kameras im Programm: die A300 und die A350.

Fast schon selbstverständlich, dass einen Live-View Funktion implementiert ist.

Aber bemerkenswert ist, dass Sony - wie Olympus bei der E-3 - ein schwenkbares Display einbaut, dass Live-View seine wirkliche Funktionalität verleiht.

Ich habe mich schon immer gefragt, was sich andere Hersteller wie Canon oder Nikon wohl dabei denken, wenn sie zwar Live-View anbieten, aber die wirklich interessante Anwendung dieser Funktion - über Kopf, aus der Hüfte oder vom Boden aus fotografieren - durch starr eingebaute LCD-Displays einschränken.

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Adobe Camera Raw 4.3.1 Update

Das ACR Update ist hier erhältlich und unterstützt jetzt zusätzlich folgende Kameras:

  • Canon PowerShot G9
  • Nikon D3
  • Nikon D300
  • Olympus E-3
  • Olympus SP-560 UZ
  • Panasonic DMC-L10

Mittwoch, 14. November 2007

Picksel-Pieper's Sterndeutereien - 2. Teil

Woher kommen wir, wo stehen wir, wohin geht die Reise - das sind die Grundfragen unseres kleinen Lebens.


Die ersten zwei Fragen habe ich bereits auf das Tiefschürfenste und hoffentlich auch erfüllend beantwortet.

Wohin geht aber die Reise?
Das ist mit Sicherheit die schwierigere Frage.

"The mega-pixel race is pretty over." sagt Chuck Westfall, Director of media and consumer relations bei Canon.

Was mich angeht, hat sich die Frage nach "mehr Pixel" schon lange erledigt.
Die theoretisch erreichbaren Auflösungen der Sensoren (8 bis 12 MP) werden weder durch die meisten der gebräuchlichen Optiken noch in der journalistischen Fotopraxis erreicht.
Und die Verarbeitung und das Versenden großer Datensätze ist heute schon material- und zeitaufwändig genug.

Es wird seinen Grund haben, warum Canon heute bereits (in der 40D) ein "kleines" RAW-Format anbietet.

Die gedruckten Ergebnisse lassen in den seltensten Fällen Rückschlüsse auf Sensorauflösung oder Datenformat (RAW vs. JPEG) zu.
Und außerdem fragt jeder anständige RAW-Konverter heute schon: wie groß hätten sie's denn gerne?

Wenn also der Wettbewerb um immer mehr Pixel obsolet wird, auf welchem Schlachtfeld wird dann der Kampf um die Kunden der Zukunft geschlagen?

Einiges kann man jetzt schon absehen.

Olympus wird mit der E-3 eine DSLR auf den Markt bringen, bei der "Live-View" wirklich Sinn macht.
Ein dreh- und schwenkbarer Monitor erlaubt kontrollierte Aufnahmen von Boden- bis Über-Kopf-Höhe. Mal sehen, ob es dazu auch einen vernünftigen "Live-View"-Autofokus gibt.

Besseres Rauschverhalten bei hohen Empfindlichkeiten, größerer Dynamikumfang, auch das sind noch Baustellen, an denen aber bereits gearbeitet wird.

Mittelfristig kann es aber richtig spannend werden!

Vielleicht wird sich dann auch die Frage nach Vollformat, APS oder Four/Thirds-Sensor erledigen.

Denn modulare Kameras mit austauschbaren Sensoren sind bereits in Planung!

Neue Bajonette werde alle Objektive von Vollformat über APS bis hin zu Four/Thirds aufnehmen.

Sensoren werden austauschbar sein wie früher Filme:
20MP Vollformat-Sensoren für das Studio gegen monochrome 6MP-Sensoren mit Anfangsempfindlichkeiten von mehrere tausend ISO für Available-Light-Fotografie.
APS-Sensoren für schnellste Bildfolgen in der Sportfotografie, Four/Thirds-Sensoren für kleine aber lichtstarke Objektive wie z. B. heute schon das Zuiko 2.0/35-150mm (eqiv. 70-200mm).

Es wird neue effektivere Sensoren ohne Bayer-Pattern geben, etc.pp. …

Die Sucher werden (wieder!) austauschbar sein, je nach Anforderung optische oder elektronische Sucher-Systeme.

Die ansetzbaren Kamerahandgriffe werden nicht nur WiFi, sondern auch zusätzliche Prozessoren enthalten, die u. a. die Bildfolgen der Kamera beschleunigen und bereits in der Kamera optische Fehler der angesetzten Linse wie Vignettierung, Verzeichnung, Kontrast- und Schärfeverlust durch vagabundierendes Licht etc. herausrechnen.

Die In-Kamera-Verarbeitung der Bilddaten wird vollständig benutzerkonfigurierbar sein,
so dass die Bilder keine qualitätsverbessernde Nachbearbeitung mehr brauchen.

Und wir werden immer häufiger bestätigt sehen: "Soft beats Hard".

Den größten Anteil am endgültigen Bild wird immer eine Software haben, die alle denk- und undenkbaren Parameter integrieren wird, um uns eine rattenscharfe, absolut farbtreue und hochauflösende Kopie dessen zu bescheren, was es uns wert war, auf den Auslöser zu drücken.

Und wenn wir uns das Bild dann anschauen, werden wir das wissen, was wir heute wissen und schon immer gewußt haben und was ein großer Dichter und Fotograf so treffend formuliert hat:

Fotos knipsen ist nicht schwer
Photographieren jedoch sehr

Dort die, die mit Entzücken auf ein Mäusekino blicken
mit weit ausgestreckten Armen - zum Erbarmen.

Hier wir, die mit krummem Rücken
Taschen schleppen, Bodies drücken
teure Linsen an den Armen - zum Erbarmen.

Klick macht's bei allen zum guten Schluß!
Hoffentlich ein guter Schuß?

Ein Foto wird dann ausgewählt
Alles scharf - Motiv verfehlt!



In einer weiteren Folge (und wenn ich vielleicht mal Antworten von Olympus bekomme?): Das "Leica-Paradoxon", oder sind Four/Thirds die "Barnack-Kameras" der Zukunft?

Donnerstag, 13. März 2008

And the winner is… Nikon D300

Auf dpreview gibt es das von vielen lang erwartete in-depth review der Nikon D300.
Verglichen wird die Nikon mit der Canon 40D, der Olympus E-3 und der Sony A700 (gleicher Sensor).

Wenn auch die Unterschiede zwischen den 4 Kameras nur marginal und kaum mehr darstellbar sind, kommt dpreview zu dem Schluss:
"There's simply no better semi-professional digital SLR on the market."

Weitere Besprechungen finden sich hier, hier, hier, hier, hier und hier.
(Aufzählung ist bestimmt nicht vollständig!)

Dienstag, 1. September 2009

Keine Verlegenheitslösung - Canon EOS 7D






Chiemsee, Fraueninsel • Ricoh GRD II



Manchmal postet man ein Bild, weil man meint, es müsste mal wieder sein - eine Verlegenheitslösung (siehe oben).

Manchmal kommt eine Kamera auf den Markt, weil die Konkurrenz drückt, weil es einfach wieder an der Zeit scheint - eine Verlegenheitslösung.

Die Canon- Serie 30D, 40D und 50D waren jeweils - als mehr oder weniger kleine Weiterentwicklung der EOS 20D - zumindest halbe Verlegenheitslösungen (die 50D in mancher Hinsicht sogar ein Rückschritt).

Jetzt macht Canon einen Schritt nach vorn: bei der 7D dokumentiert der Name, dass hier nicht nur ein paar marginale Features ein vorhandenes Modell aufwerten sollen.

Im Gegenteil, mit der 7D kündigt Canon womöglich das Ende der xxD-Reihe an, auf jeden Fall aber die Weiterentwicklung der xD-Reihe.
Es fehlt jetzt nur noch die EOS 3D, von der ich mir ziemlich viel verspreche (ich selbst habe u. a. mit einer analogen EOS 3 fotografiert, eine ausgesprochen reaktionsschnelle Kamera mit allen wichtigen Features der 1er-Serie, die durch einen Booster auf die Geschwindigkeit der EOS 1N aufrüstbar war und ohne Booster auch als leichteres und kompaktes Gehäuse einzusetzen war. Die beste 1er, die es je gab!-).

Klargemacht hat Canon übrigens auch, dass APS-C-Sensoren Potential haben und weiterentwickelt werden.
Es gibt nicht ein "digitales Sensorformat", es wird weiterhin viele geben.

Was mir an der 7D auf den ersten Blick auffällt:
  • der Sucher mit 100% Darstellung bei 1facher Vergrößerung und einem transparenten LCD-Overlay, auf dem sich z. B. ein Liniengitter, die AF-Punkte, aber auch ein künstlicher Horizont darstellen lassen
  • die Steuerung von bis zu drei externen Blitzen via dem eingebauten Blitz - die Zeit der Infrarot-Leiden ist damit vorbei
  • und die schnelle Bildfolge von 8 B/s lässt - ganz im Gegensatz zur "alten Tante" 5D - auf eine reaktionsschnelle Kamera hoffen
  • und, wer's braucht, die Videofunktion scheint gegenüber der 5D MK II verbessert.

Auch spannend: Panasonic hat die erwartete GF1 vorgestellt, eine MFT-Kamera mit dem elektronischen Aufstecksucher, der der Olympus E-P1 leider fehlt.
Ich vermute mal, die GF1 wird hier im Blog bald einen Auftritt haben, schaun mer mal …





siehe auch hier

Dienstag, 29. Januar 2008

Nikon D60 vorgestellt

Am 4. Januar schrieb ich im Artikel "Gerüchteküche":
"Eine Nikon D60 wird die D40x ersetzen."

Die Nikon D60 ist jetzt vorgestellt worden.

  • 10,20 MP (effective)
  • LCD: 2.5", 230,000 pixels
  • Focusing System: Nikon Multi-CAM 530 3-Area Phase Detection, 1 cross-type, 2 line-type with AF assist lamp
  • ISO Sensitivity: 100 - 3200
  • Belichtungsmessung: 420 segment 3D color matrix metering II, color matrix metering II, center-weighted, spot
  • Speichermedium: SD/MMC (auch die Canon 450D unterstützt nur noch SD-Karten!)
  • neuartiges Staubverhinderungssystem (wie D300)
  • Sensor am Sucher schaltet automatisch LCD ab, wenn Kamera am Auge

Die Einsteiger-DSLR wird gebundelt mit dem neuen NIKKOR 18-55mm f/3.5-5.6G VR.

Außerdem vorgestellt wurden noch zwei Linsen:
ein AF-S Micro Nikkor 60mm f/2.8G ED und ein PC-E Nikkor 24mm f/3.5D ED.