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Sonntag, 20. Juli 2008

1.000 Fotos mit der Ricoh GRD II - Erfahrungsbericht

"A rose is a rose is a rose!"
Weiches Dämmerungslicht streift von oben, etwas Aufhellung durch weiße Hauswand
Ricoh GRD II, High ISO


Vorbemerkung

"Es ist wahr, dass ich eine Menge, nun, schlechter Bilder veröffentliche.
Bei der Prüfung einer Kamera oder eines Objektivs mache ich tatsächlich eine Menge wirklich schlechter, langweiliger Bilder, weil sie mir etwas Bestimmtes über die Leistungsfähigkeit des Produkts zeigen." schreibt ein Kollege, begnadeter Kolumnist, erfolgreicher, vielleicht sogar erfolgreichster Blogger in der internationalen Foto-Szene.
Und sein "Geständnis" bringt mich mitten hinein in ein Problem, dass mich umtreibt, seit ich selbst die eine oder andere Meinung zu einem "Produkt" öffentlich äußere …

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Ricoh GR Digital II - ein Erfahrungsbericht

Wer die Testberichte der einschlägigen Websites liest, sucht und findet hoffentlich Fakten und Kriterien um z. B. eine bestimmte Kamera im Feld ihrer Mitbewerber einordnen zu können.
Da ich keine Kameras vergleichen kann, keine Versuchsaufbauten zur Objektivierung von Messdaten etc. habe, ist es wichtig zu wissen, nach welchen Kriterien ich urteile.

Ich habe nur ein Kriterium: ist die Kamera ein geeignetes Instrument für die sog. "street photography"?

Ganz klar, die Ricoh GRD II gehört zu der Kategorie von Kameras, die man den Herstellern am liebsten wutentbrannt vor die Füße werfen möchte.

Ein fingernagelgroßer Sensor (1/1,75" CCD) wird vollgestopft mit Transistoren bis zum sprichwörtlichen "geht nicht mehr" (10MP).
Und dieses"Chiple" produziert dann riesige Dateien (RAW-Datei hat 14,4MB) mit denen kaum jemand etwas anfangen kann, die aber viele Rechner zu lahmen Mähren werden lassen.

Den riesigen Datenmengen, die jeder professionellen DSLR zur Ehre gereichen, steht eine miserable Datenqualität gegenüber, aus der man dann bitte - wir können auch RAW! - sich selbst einen Edelstein schleifen soll.

Das schaffen sie schon! Dafür gibt's doch tolle Software!

Soviel zum Ersten.

Zum Zweiten bemerkt man sofort den Zwittercharakter der Kamera.
Mattschwarz, eine anerkannt feine Optik (f2.4/5,9mm equiv. 28mm) und eine ausgesprochen wertige Haptik signalisieren, das ist eine Profikamera.

Bemerkenswert, dass das Ricoh-Benutzerhandbuch 240! Seiten dick ist.
Eine Canon EOS 1D MK II erklärt sich auf 50 Seiten weniger bei gleichen Heftformat!

Der Grund dafür ist, dass die GRD II, wie alle Konsumerkameras, eigentlich ein fertiges Endprodukt liefern soll.
Man geht davon aus, dass die meisten Nutzer die Dateien nicht mehr bearbeiten wollen oder Mangels geeigneter Hard- und Software nicht bearbeiten können.

Deshalb hat allein schon der Menüpunkt "Bildqualtät/Größe" 14 Unterpunkte: 3 RAW-Formate (die leider immer mit einem JPG zwangsverbunden sind) und 11 JPG-Formate!
Wer braucht da noch das Crop-Werkzeug einer Bildbearbeitung?

Gut, zugeben, hat man einmal seine Grundeinstellungen gefunden, ist das Schlimmste überstanden.

Man kann anfangen zu fotografieren.
Und da zeigen sich dann die Stärken der Kamera: sie ist klein, unauffällig, absolut geräuschlos und dank manueller Belichtungs- und "Schnappschusseinstellung" auch ziemlich reaktionsschnell.

Ich fotografiere mit manuell eingestellter Belichtung, vorfokussiert (sehr schön die blendenabhängige Tiefenschärfeanzeige auf der Entfernungsskala!), auf RAW (DNG!) im größten Format (3:4), Schärfe und Kontrast auf -2, Intensität (Sättigung?) auf -1.

A propos Tiefenschärfe (alle Brennweiten ergeben den identischen Bildwinkel):
Ricoh, Brennweite 5,9mm, bei Bl. 2,4 und Einstellung auf 2,5 m, Tiefenschärfebereich von 1,24 bis unendlich.
Canon 5D, Brennweite 28mm, Bl.8 gleiche Einstellung, von 1,42 bis 10,3m
Canon 20D, Brennweite 17mm, Bl. 5.6, gleiche Einstellung, von 1,3 bis knapp unendlich.
(berechnet mit DOF-Master)

Für die Straßenfotografie ist das nicht ganz unbedeutend.
Brauche ich mit der 5D für Bl. 8 und 1/250 sec. z. B. 800 ISO, kann ich mit sogar etwas mehr Tiefenschärfe die Ricoh mit Bl. 2,8 und 1/250 sec. aber mit 100 ISO einsetzen!
Damit kann sie in diesem Bereich zumindest etwas punkten.

Wer mit "Auto ISO" fotografiert - warum nicht? - kann den ISO-Bereich nach oben begrenzen.
Ich habe 800 ISO als Obergrenze fixiert.

Die DNG-Dateien verarbeite ich in Adobe Camera Raw.
Bei einem Vergleich mit Silkypics sehe ich in ACR etwas weniger Farbstörungen, auch weniger chromatische Aberation (ist auf diesem Ausschnitt nicht zu sehen).
Das hat aber womöglich damit zu tun, dass ich mich mit ACR besser auskenne.

Adobe Camera RAW, 400 ISO, 100% Ausschnitt

Silkypics, 400 ISO, 100% Ausschnitt

Für einen korrekten Eindruck sollte man die beiden Ausschnitte aus einem 64,5 x 48,4 cm großen Bild
aus mindesten 80cm Abstand (Bilddiagonale!) betrachten!
50x60 cm war übrigens das größte fertig konfektionierte Fotopapier!


Luminanzrauschen lasse ich wie es ist, eine Verbesserung führt nur zu Detailverlusten, außerdem habe ich gegen eine "Kornstruktur" nichts einzuwenden.
Häßlich finde ich eher die oft verschmiert wirkenden Artefakte durch zu starke Rauschminderung

Wichtig ist eine sensible Nachschärfung - ich nutze dafür PhotoKit Sharpener.

Wie alle kleinen Point&Shoot-Kameras neigt die Ricoh zu ausgefressenen Lichtern (zu geringer Dynamikumfang).
Je nach Lichtverhältnissen muss deshalb 1/3 bis 1 Blende knapper belichtet werden, was wiederum das Rauschen in den Schatten verstärkt.

Das Kamera(luminanz)histogramm ist leider wenig aussagekräftig.
Deutlicher ist die Rückschaueinstellung "Weißsättigung".

Sinnvoll: eine belegbare Funktionstaste (Fn), mit der man z. B. zwischen AF und Fixfocus umschalten kann.
Dazu kommt ein ADJ-Schalter, mit 4 Funktionen belegbar, z. B. mit ISO, WB oder Belichtungsmessmethode, auf die man so relativ schnell Zugriff hat, aber auswählen und bestätigen muss.

Ein netter Gimmick ist eine "Ausrichtungshilfe", die nicht nur optisch, sondern auf Wunsch auch akustisch z. B. wenn mit externem Sucher fotografiert wird, eine exakte horizontale Ausrichtung ermöglicht.

Nebenbei sei noch eine "Schräg-Korrektur" erwähnt, die stürzende Linien gerade rücken kann und eine "Text-Funktion" mit der Private Eyes und Spione Dokumente kopieren und in einer Software verwalten können.

Erweitert werden kann die GRD II mit einem Weitwinkel- und einem Telekonverter auf 21mm resp. 40mm bezogen auf das KB-Format.
Dazu passende Sonnenblenden und externe Sucher sind ebenfalls vorhanden.

Ist die Ricoh GRD II damit eine "Leica für Arme"?
Ein brauchbares "Street Photography Device" auf jeden Fall!

Betrachtet man die Preisrelation - die Ricoh gib es mit Objektv für ca. €470, die Leica "ohne alles" für das 10fache - dann sieht man mit etwas anderen Augen auf die Leistungen der "kleinen Schwarzen".

So, dabei will ich es für heute belassen.

Fotos, die ich mit der Ricoh mache, werden weiterhin im Blog zu finden sein.
Sie hat also vorläufig einen Platz in meiner Manteltasche gefunden - trotz aller Kritik.

Wenn das keine Empfehlung ist?

Mittwoch, 26. März 2008

Sigma DP1 - eine "Leica für Arme"?

… es waren zwei Königskinder, die hatten einander so lieb, sie konnten zusammen nicht kommen, das Wasser war viel zu tief.
schluchzt das Deutsche Volkslied.

…nach Stand der Dinge ist es uns im Moment nicht möglich, Ihnen ein Testexemplar zuzusenden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
schreibt Sigma.



Tja, leider wird es folglich nichts aus dem erhofften DP1-Tagebuch hier auf The Public Eye Blog.

Nachdem die Kamera nun auch in Deutschland für stolze 800 Euronen zu kaufen ist, bleibt mir nur eine Zusammenfassung meiner Internet-Recherchen.



Ohne Frage ist die Sigma DP1 in einer Hinsicht eine außergewöhnliche Kamera, sie besitzt den größten Sensor, der bisher in einer P&S-Kamera verbaut wurde.

Daran knüpfen sich große Erwartungen.
Die Frage ist, kann die Kamera diese Erwartungen auch einlösen?

In einer Hinsicht ganz bestimmt: sie hat einen sehr großen Dynamikumfang, kann, ähnlich einer DSLR, große Kontrastumfänge wiedergeben.

Den Fluch der kleinen Pixel beschreibt Dietmar Wüller auf seine 6megapixel-Seite sehr anschaulich:
Wird ein großes Pixel in beispielsweise 4 kleine unterteilt, bedeutet das: die Eimer werden kleiner und bekommen auch nur noch ein Viertel des Wassers ab.
Es wird eine bestimmte Mindestmenge an Wasser benötigt. Weil auf dem Transport hier und da schon einmal ein Tropfen danebenfällt oder aus einem anderen Eimer herüber schwappt, wird die aufgefangene Menge verfälscht.
Diese Mindestmenge ändert sich auch bei den kleinen Pixeln nicht. Das bedeutet, dass bei den kleinen Pixeln die minimale Lichtmenge 4 mal so groß sein muss, damit die notwendige Menge für jedes Pixel zusammenkommt. Gleichzeitig werden die Eimer auch kleiner, was zu einem schnelleren Überlaufen führt - das heißt, der Unterschied zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Bereich im Bild, der jeweils noch Details zeigt (Dynamikumfang), wird geringer.
Um die geringere Empfindlichkeit wieder aufzufangen, wird das Signal aus dem Sensor verstärkt, womit auch kleinere „Wassermengen“ sichtbar gemacht werden. Jedoch stören die Tropfen des Verschüttens oder Überlaufens in Form von Rauschen das Bild.

Damit ist das Grundproblem von Kameras mit kleinem Sensor, wie z. B. der direkten DP1-Konkurrentin Ricoh GRD II beschrieben.

Die Frage ist jetzt, kann die DP1 ihren Vorteil in der Praxis auch wirklich ausspielen?

Ich kann leider nicht vergleichen.
Und wenige haben so viel Klimpergeld, dass sie sich beide Kameras leisten können.

Aber ich kann aus meinen Recherchen zusammenfassen (und vergleiche im Stillen mit der Ricoh GRD II!):
als eindeutiges Plus und Alleinstellungsmerkmal steht der große Dynamikumfang verbunden mit natürlichen Farben und geringerem Rauschen als bei den Klein-Sensoren-Kameras

aber
  • die Qualität der JPG's direkt aus der Kamera wird allgemein nur als ausreichend bis befriedigend bewertet (JPG-Konvertierung bei Foveon-Sensoren ist rechenintensiv)
  • das proprietäre RAW-Format kann nur mit der etwas "eigenartigen" Sigma Photo Pro Software zur Weiterverarbeitung in TIF verwandelt werden
  • die Bildspeicherung in der Kamera ist relativ langsam
  • das Objektiv ist mir Blende 4 um eineinhalb Blenden lichtschwächer als das der Ricoh, (d. h. ich kann mit der Ricoh mit geringerer Empfindlichkeit fotografieren, was den Vorsprung der DP1 beim Rauschen wieder verkürzt)
  • die Dateigröße ist mit 4,6MP sehr klein (Ricoh 10MP) und wird erst bei der Konversion ins TIF-Format in Sigma Photo Pro auf 4573 x 3048 Pixel interpoliert.
  • die Sigma DP1 ist relativ teuer (aktuell €780 bei Amazon)

Ist die Sigma DP1 die "Leica für Arme"?

Als Pionier in einem technisch anspruchsvollen Bereich hat Sigma großartige Arbeit geleistet.
Die DP1 ist ein faszinierendes Imaging-Tool mit Kult-Potenzial.

Aber sie ist -wie die Ricoh GRD II u. a. - nicht die ideale Lösung für Profi-Fotografen.

Die DP1 ist ein guter Anfang - und eine anerkennenswerte Pioniertat von Sigma.

Ich bin gespannt, ob sie sich zwischen den "RAW-Kameras" von Ricoh, Canon und Panasonic einen Platz erobern kann.

"Seriöse Gerüchte" sprechen jetzt schon von einer DP2 und DP3: es könnte ein Gehäuse mit Zoom-Optik kommen, aber auch ein Gehäuse mit einer lichtstarken 2.0/40mm Festbrennweite.


Schaun mer mal.

Und selbstverständlich sind Erfahrungsberichte mit der DP1 hier im Blog hoch willkommen.

Freitag, 26. März 2010

Kein Sucher, ein Finder! - HoodLoupe 3.0

Der Mond hat auch schon mal besser ausgesehen!
Canon 7D mit EF 4/24-105 L (!), HoodLoupe 3.0, 100% Ausschnitt (800 px), handheld
Wer meint, unendlich sei einfach einzustellen, weil markiert, der irrt.
Was mit der HoodLoupe kein Problem war, habe ich beim letzten Versuch nur so hinbekommen.
Wer wünscht sich nicht einen guten Sucher, hell und brillant, der möglichst genau dasselbe sieht, wie der Sensor in der Kamera?
Wie lange schon haben wir unter mickrigen und mangelhaften Durchsichtssuchern, spiegelnden Displays und unter einer entwürdigenden Körperhaltung beim Fotografieren gelitten?
Doch wenn die Not am Größten, ist oft die Rettung nah!

Samstag, 22. Dezember 2007

Ricoh GR Digital II - noch kein Erfahrungsbericht

Ricoh GRD II, Bl. 2,4, 1/13 sec., Auto ISO, RAW konvertiert ACR
S/W in Photoshop mit_ na, ihr wisst ja!
Model Release liegt vor!


Der Blog-Autor, sinnend, ob er einen Erfahrungsbericht über die Ricoh GRD II schreiben soll.
(übrigens: der helle Streifen, der rechts von meinem Kopf von oben nach unten durchs Bild geht ist kein Bildfehler sondern ein Wandabsatz!)

Nein, im Ernst, dass die Kamera auf Anhieb - es ist Bildnr. 2 - brauchbare Fotos macht, sieht man an dem - nun ja - "kreativen" Selbstportrait.

Ich möchte für die nächsten Tage nichts planen und auch keine Versprechungen machen.
Aber sobald ich ein paar aussagekräftige Erfahrungen mit der Kamera als "Street Photography Device, SPD" (Mike Johnston nennt sowas "Decisive Moment Device, DMD") habe, werde ich auch was dazu schreiben.

Ich werden auf jeden Fall versuchen, täglich auf den Auslöser der Ricoh zu drücken und die Ergebnisse zu posten.

An ihre Bildergebnissen sollt ihr sie messen!


Weil ich den Eindruck habe, dass sich schon eine ganze Menge Leser in die Weihnachtsferien verabschiedet haben, heute schon von hier aus:

Frohe Festtage!
Merry Christmas!
Joyeuse Noël!

Montag, 31. Dezember 2007

Ricoh GR Digital II - ein Nachtrag

Carl Weese, der sich intensiv mit der Datenqualtät von Kameras auseinandersetzt, fragte mich, ob ich ihm einige Dateien der Ricoh GRD II zur Ansicht überlassen wolle.

Er schrieb:
“I'd be really interested to see how the camera (Ricoh GRD II) does on a particular problem I'm looking at, which is how digital sensors deal with small details against bright sky.”
Ich habe ihm gerne die Bilder zur Verfügung gestellt, zumal mich das Ergebnis seiner Prüfung selbst sehr interessiert.

Hier Carl's Bericht:
"The file shows what I'd pretty much expected from a camera with that many pixels on a small sensor.
The thin dark details of the branches and the power lines register what I'm calling “false color.“ This may be a variation on color fringing (by the sensor, not due to chromatic aberration of the lens).
Essentially, details this small present nothing but an edge, and end up being resolved not with the color of the original subject but an artificial blue color.
A related problem is with similar subjects seen against an overcast, white, sky.
In that case, a bright sky area (or window from indoors) would be acceptable-looking even fully clipped, but the effect is ruined because some object (tree branch, window frame, top of a building) shows a blue or purple fringe at the transition-to-highlight edge.

While there's quite a strong tendency to false blue color in details seen against a deep blue sky, the transition-to-highlight behavior is really excellent.
In the couple of shots with some bare white sky, the details fading into that bright sky are very convincing, very “optical looking“ rather than digital/artificial looking.

The overall results are quite impressive.
I really have to remind myself that I'm looking at shots from a tiny pocket camera! Thanks for sharing these results with me.

BTW, I think these results bode well for using the camera to make b&w conversions.
The problem of false color against a blue sky pretty much goes away in that case, while problems with transition to highlights don't disappear with conversion."
Thanks Carl!






Dienstag, 30. Oktober 2007

Angekündigt: Ricoh GR Digital II

Ricoh stellt eine verbesserte GR Digital II vor.

Vor allem im Bereich RAW-Datenverarbeitung soll die Kamera deutlich zulegen: Verabeitungzeit statt 11 sec. jetzt 3.8 sec.
Außerdem kann während der Datenspeicherung bereits eine weitere Aufnahme gemacht werden.

Der Sensor ist jetzt ein 1/1.75-inch CCD mit 10 Mio. Pixel.

Die Kamera kann wie die GX 100 quatradische Bilder, auch in RAW erzeugen.

Das Objektiv 2.4/5,9mm (equiv. 28mm), ist mit Konverter auf 40mm erweiterbar.

Ein externer Sucher ist verfügbar.

Die Kamera soll noch 2007 auf dem Markt kommen.

Gute Aussichten also, dass Ricoh ein "Street Photography Device" auf den Markt bringt, das im Gegensatz zur Sigma DP 1 nicht nur "Vaporware" bleibt.

(Vaporware ist Software oder Hardware, deren Erscheinungsdatum weit in der Zukunft liegt, oder deren angekündigte Erscheinung ausblieb.)

Dienstag, 15. Januar 2008

Real Black & White

Ricoh GRD II, Bl. 3.5, 1/217 sec., 100 ISO
Modus: Scene; Text: Zeichendichte Tief
Bild direkt aus der Kamera



Ein Anwendungsbeispiel für das Motivprogramm "Textaufnahmen" der Ricoh GR Digital II.

Montag, 27. Juli 2009

Ricoh GRD III - Gewagt! Gewonnen?



Völlig überraschend (zumindest für mich) hat Ricoh eine Nachfolgerin für die exzellente, und hosentaschentaugliche GRD II vorgestellt: die Ricoh GRD III.

Die technischen Spezifikationen sind vom Feinsten und lassen eine echte "digitale Barnack-Kamera" erwarten.

Herausragend die Weitwinkeloptik (equiv. 28mm), jetzt mit Lichtstärke 1:1.9!

In Verbindung mit einem neuen Bild-Prozessor und noch reaktionsschneller als ihre Vorgängerin ist die Kamera offensichtlich ganz auf Available-Light und Straßenfotografie ausgelegt.

Neben der Panasonic LX3 die ideale Begleiterin für Fotografen, die neben ihren "Boliden" auch gerne etwas für den diskreten Schnappschuss in petto haben wollen.


Bin gespannt!

Dienstag, 30. Dezember 2008

PEACE 57

Canon 20D, EF 28-105 II USM, 800 ISO


Ich hatte "nur" die Ricoh GRD II dabei, als ich die Schrift das erste Mal entdeckte.
Mit ihrer Festbrennweite von 28mm habe ich aber - das kommt selten vor - nicht die richtige Perspektive gefunden.

Beim zweiten Anlauf - ich hatte vorsorglich die Canon 20D mit einem kleinen Zoom mitgenommen - hat es geklappt.
Und das Glück war mir auch etwas hold, wenn ich auch den Menschen mit den Luftballons gerne eine zehntel Sekunde früher "erwischt" hätte.

"By the way" noch ein Kommentar zur 20D, diesem digitalen "Kamera-Oldie". Ein amerikanischer Fotograf schrieb vor kurzem:
"Ich erinnere mich an den großen Trubel um die Einführung der Canon 20D.
Diese Kamera war der Grund, dass Tausende von Menschen von Nikon, Olympus etc. auf Canon wechselten.
Es war die Kamera, die "alles" konnte und "alles" besser konnte, als wir es vorher jemals gesehen haben. Sie hatte eine so unglaublich saubere High-ISO Leistung, dass man es schier nicht glauben wollte.
Es ist erstaunlich, dass diese Kamera so im Nebel der Geschichte verschwunden ist."
Der Mann hat einfach recht!

Habe ich richtig gezählt? Das ist jetzt das zehnte Bild im PEACE-Projekt.
Lasse ich die Bilder Revue passieren, muss ich sagen, das war keine so schlecht Projektidee.
Schade, dass es, aus was für Gründen auch immer (vielleicht gibt es PEACE-Graffiti wirklich nur in Stuttgart?), keine Beiträge dazu gab.

Ich werde - wie an allen anderen Projekten - weiterhin dranbleiben, es aber etwas aus dem Vordergrund schieben.

Mit dem Neuen Jahr wäre doch auch mal wieder was Neues angesagt?
Und vielleicht schafft es ja die eine oder der andere über seinen Schatten zu springen?
Ich freue mich schon darauf.



Allen ein Gutes Neues Jahr!

Happy New Year!

Bonne Nouvelle Anneé!





P.S.:
Dr. Photo hält ab jetzt hier regelmäßig eine "Fotosprechstunde" ab.
Wer Fragen hat zu allem, was im weitesten Sinn mit Fotografie zu tun hat, mailt einfach an thepubliceyeblogATgmail.com.
Die Antworten gibt es dann hier im Blog.

Sonntag, 23. Dezember 2007

Winterbild

Ricoh GRD II, Bl.4, 1/68 sec., Auto ISO hoch
RAW in ACR, S/W in ConvertToBW



Der Fotograf im Winter: trotz klammen Fingern gelingt ab und an ein Bild.
Also nur Mut und raus - mit Kamera!"

Ich will mich nicht vor allen Leuten lächerlich machen, aber ehrlich, so ganz firm bin ich mit der Ricoh noch nicht.

Das Benutzerhandbuch mit grade mal 240 Seiten wollte ich "Alter Hase" nicht studieren.

Peinlicherweise habe ich einen Tag gebraucht, bis ich kapiert habe, wie man die Blende verstellt.

Nicht weitersagen!

Mittwoch, 22. Juli 2009

Stuttgarter Photo Walk - Young Couple


Ricoh GRD II



Man sieht an diesem "aus der Hüfte" fotografierten Bild, wie wichtig für die Straßenfotografie manuelle Belichtungseinstellung und manuelle Entfernungsvorwahl (Fixfokus!) ist.

Ohne Fixfokus hätte ich die Situation so nicht "erwischt", auch weil die Auslöseverzögerung bei eingeschaltetem AF länger ist.

Deshalb sehe ich auch mit Bedenken, dass immer häufiger darauf verzichtet wird, ein Entfernungsskala an Objektiven anzubringen.
Eine Tiefenschärfeskala findet man eh nur noch bei guten Festbrennweiten.

Bei der GRD II lässt sich eine Entfernungseinstellung vorwählen, der Tiefenschärfebereich wird dann in Abhängigkeit von der gewählten Blende auf der Entfernungsskala angezeigt.
In diesem Fall war auf ca. 3m vorfokussiert.
Bei Blende 4 geht die Tiefenschärfe von ca. 1m bereits bis unendlich - kein Wunder, bei einer Brennweite von 6mm (equiv. 28mm)!


eine Variation des Themas siehe hier

Dienstag, 1. September 2009

Keine Verlegenheitslösung - Canon EOS 7D






Chiemsee, Fraueninsel • Ricoh GRD II



Manchmal postet man ein Bild, weil man meint, es müsste mal wieder sein - eine Verlegenheitslösung (siehe oben).

Manchmal kommt eine Kamera auf den Markt, weil die Konkurrenz drückt, weil es einfach wieder an der Zeit scheint - eine Verlegenheitslösung.

Die Canon- Serie 30D, 40D und 50D waren jeweils - als mehr oder weniger kleine Weiterentwicklung der EOS 20D - zumindest halbe Verlegenheitslösungen (die 50D in mancher Hinsicht sogar ein Rückschritt).

Jetzt macht Canon einen Schritt nach vorn: bei der 7D dokumentiert der Name, dass hier nicht nur ein paar marginale Features ein vorhandenes Modell aufwerten sollen.

Im Gegenteil, mit der 7D kündigt Canon womöglich das Ende der xxD-Reihe an, auf jeden Fall aber die Weiterentwicklung der xD-Reihe.
Es fehlt jetzt nur noch die EOS 3D, von der ich mir ziemlich viel verspreche (ich selbst habe u. a. mit einer analogen EOS 3 fotografiert, eine ausgesprochen reaktionsschnelle Kamera mit allen wichtigen Features der 1er-Serie, die durch einen Booster auf die Geschwindigkeit der EOS 1N aufrüstbar war und ohne Booster auch als leichteres und kompaktes Gehäuse einzusetzen war. Die beste 1er, die es je gab!-).

Klargemacht hat Canon übrigens auch, dass APS-C-Sensoren Potential haben und weiterentwickelt werden.
Es gibt nicht ein "digitales Sensorformat", es wird weiterhin viele geben.

Was mir an der 7D auf den ersten Blick auffällt:
  • der Sucher mit 100% Darstellung bei 1facher Vergrößerung und einem transparenten LCD-Overlay, auf dem sich z. B. ein Liniengitter, die AF-Punkte, aber auch ein künstlicher Horizont darstellen lassen
  • die Steuerung von bis zu drei externen Blitzen via dem eingebauten Blitz - die Zeit der Infrarot-Leiden ist damit vorbei
  • und die schnelle Bildfolge von 8 B/s lässt - ganz im Gegensatz zur "alten Tante" 5D - auf eine reaktionsschnelle Kamera hoffen
  • und, wer's braucht, die Videofunktion scheint gegenüber der 5D MK II verbessert.

Auch spannend: Panasonic hat die erwartete GF1 vorgestellt, eine MFT-Kamera mit dem elektronischen Aufstecksucher, der der Olympus E-P1 leider fehlt.
Ich vermute mal, die GF1 wird hier im Blog bald einen Auftritt haben, schaun mer mal …





siehe auch hier

Sonntag, 9. Juni 2013

PEACE to their ashes

Ricoh GRD II (zum Vergrößern klicken)

Eine Kamera habe ich (fast) immer dabei. Und, wie man sieht, die GRD II mischt noch fleißig mit und ist immer noch um Längen besser, als jede Handyknipse.
Übrigens: das Bild entstand in einem Stuttgarter Altenheim.

Samstag, 19. September 2009

Madrid, Du wunderbare …


Museo Reina Sofia, Guernica, Picasso • Ricoh GRD II



Madrid heißt auch wieder sehen lernen: das Licht, die Schatten, die Augen, die Augen, immer wieder die Augen …


Montag, 28. Januar 2008

Mittwoch, 4. Februar 2009

Funk Uran Bambus



Ich wollte Schrift, Kacheln, marode Tunnelwand, Licht- und Farbverläufe fotografieren.
Das Auto kam dazu - und es passt.

Schade, das Bild bzw. das Bildformat ist für die Darstellung im Blog eigentlich ungeeignet.
Dass es trotzdem drin ist? - Hab halt für heute nichts besseres in petto!


Donnerstag, 20. Mai 2010

Eine Stadt sucht ihre Identität


beide Foto mit der Ricoh GRD II

Für die beiden Fotos kann ich nichts - genau genommen bin ich nicht einmal ihr Urheber.

Ermöglicht wurden sie von von Leuten, die ihre Augen irgendwo haben, nur nicht in der Wirklichkeit, die sie umfängt.
Von Leuten, die mit aller Macht versuchen, ihre Vorstellungen von einer lebenswerten Umwelt, ihre (wirtschaftlichen) Interessen durchzusetzen, koste es was es wolle.

Sie geben vor demokratisch legitimiert zu sein, entziehen sich aber demokratischen Entscheidungen, wohl wissend, dass sie nicht zu ihren Gunsten ausgehen werden.
Sie spielen das Spiel "Wem gehört die Stadt", sie spielen es nach ihren Regeln, nach ihren Gesetzen, nach Gutsherrenart.

Wer heute in Stuttgart unterwegs ist, sich womöglich mit einem Button am Revers als Gegner von Stuttgart 21 zu erkennen gibt, macht erstaunliche Erfahrungen: man erkennt sich, man spricht sich an, man tauscht verschwörerische Blicke, man diskutiert zu jeder Zeit an jedem Ort.

Wenn es im Altersheim aus einer vor dem Speisesaal wartenden Gruppe tönt:
“… und nach der Montagsdemo sind wir auf die Straße vor dem Hauptbahnhof gelaufen und dort gegen die Anweisungen der Polizei einfach im Berufsverkehr stehen geblieben…”
und alle in ein infernalisches Gelächter ausbrechen, dann, ja dann weiß man, Stuttgart ist noch nicht verloren.

Dienstag, 2. März 2010

PEACE shed


Ricoh GRD II



Ich hätte dem Motiv gerne mehr Platz eingeräumt, war aber - mit meinem "28er" - zwischen Bauwagen und einem Container eingeklemmt.
Die flächige Ansicht mit den schönen grünen "Applikationen" scheint mir aber die beste Variante.
Bei fahlem Morgenlicht fotografiert, gewinnt das Bild durch die Entwicklung in LightZone enorm an Strahlkraft, ohne dabei die letzten Spuren von Zeichnung im diesigen Himmel zu verlieren.