Donnerstag, 20. Mai 2010

Eine Stadt sucht ihre Identität


beide Foto mit der Ricoh GRD II

Für die beiden Fotos kann ich nichts - genau genommen bin ich nicht einmal ihr Urheber.

Ermöglicht wurden sie von von Leuten, die ihre Augen irgendwo haben, nur nicht in der Wirklichkeit, die sie umfängt.
Von Leuten, die mit aller Macht versuchen, ihre Vorstellungen von einer lebenswerten Umwelt, ihre (wirtschaftlichen) Interessen durchzusetzen, koste es was es wolle.

Sie geben vor demokratisch legitimiert zu sein, entziehen sich aber demokratischen Entscheidungen, wohl wissend, dass sie nicht zu ihren Gunsten ausgehen werden.
Sie spielen das Spiel "Wem gehört die Stadt", sie spielen es nach ihren Regeln, nach ihren Gesetzen, nach Gutsherrenart.

Wer heute in Stuttgart unterwegs ist, sich womöglich mit einem Button am Revers als Gegner von Stuttgart 21 zu erkennen gibt, macht erstaunliche Erfahrungen: man erkennt sich, man spricht sich an, man tauscht verschwörerische Blicke, man diskutiert zu jeder Zeit an jedem Ort.

Wenn es im Altersheim aus einer vor dem Speisesaal wartenden Gruppe tönt:
“… und nach der Montagsdemo sind wir auf die Straße vor dem Hauptbahnhof gelaufen und dort gegen die Anweisungen der Polizei einfach im Berufsverkehr stehen geblieben…”
und alle in ein infernalisches Gelächter ausbrechen, dann, ja dann weiß man, Stuttgart ist noch nicht verloren.

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