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Dienstag, 30. Dezember 2008

PEACE 57

Canon 20D, EF 28-105 II USM, 800 ISO


Ich hatte "nur" die Ricoh GRD II dabei, als ich die Schrift das erste Mal entdeckte.
Mit ihrer Festbrennweite von 28mm habe ich aber - das kommt selten vor - nicht die richtige Perspektive gefunden.

Beim zweiten Anlauf - ich hatte vorsorglich die Canon 20D mit einem kleinen Zoom mitgenommen - hat es geklappt.
Und das Glück war mir auch etwas hold, wenn ich auch den Menschen mit den Luftballons gerne eine zehntel Sekunde früher "erwischt" hätte.

"By the way" noch ein Kommentar zur 20D, diesem digitalen "Kamera-Oldie". Ein amerikanischer Fotograf schrieb vor kurzem:
"Ich erinnere mich an den großen Trubel um die Einführung der Canon 20D.
Diese Kamera war der Grund, dass Tausende von Menschen von Nikon, Olympus etc. auf Canon wechselten.
Es war die Kamera, die "alles" konnte und "alles" besser konnte, als wir es vorher jemals gesehen haben. Sie hatte eine so unglaublich saubere High-ISO Leistung, dass man es schier nicht glauben wollte.
Es ist erstaunlich, dass diese Kamera so im Nebel der Geschichte verschwunden ist."
Der Mann hat einfach recht!

Habe ich richtig gezählt? Das ist jetzt das zehnte Bild im PEACE-Projekt.
Lasse ich die Bilder Revue passieren, muss ich sagen, das war keine so schlecht Projektidee.
Schade, dass es, aus was für Gründen auch immer (vielleicht gibt es PEACE-Graffiti wirklich nur in Stuttgart?), keine Beiträge dazu gab.

Ich werde - wie an allen anderen Projekten - weiterhin dranbleiben, es aber etwas aus dem Vordergrund schieben.

Mit dem Neuen Jahr wäre doch auch mal wieder was Neues angesagt?
Und vielleicht schafft es ja die eine oder der andere über seinen Schatten zu springen?
Ich freue mich schon darauf.



Allen ein Gutes Neues Jahr!

Happy New Year!

Bonne Nouvelle Anneé!





P.S.:
Dr. Photo hält ab jetzt hier regelmäßig eine "Fotosprechstunde" ab.
Wer Fragen hat zu allem, was im weitesten Sinn mit Fotografie zu tun hat, mailt einfach an thepubliceyeblogATgmail.com.
Die Antworten gibt es dann hier im Blog.

Mittwoch, 8. August 2007

Je oller, je doller!

Olympus Zuiko MC Auto-W 2/24 und Canon EOS 20D


Adapter

Ich benutze einen Adapter von Siolex.
Einfach an das Objektiv anzubringen, hat er ein Canon EF-Bajonett, aber keine elektrischen Kontakte, die die Verbindung zwischen Kamera und Objektiv herstellen.
Klemmt nicht, wackelt nicht.


An der 20D ergibt sich der Bildwinkel einer 40er "Normal"-Brennweite …


Kamera

An der 20D ergibt ein 24er den Bildwinkel einer 40er "Normal"-Brennweite, an der 1D MKII ein 30er. An der 5D bleibt es natürlich ein 24er Weitwinkel.
Die hohe Lichtstärke bleibt erhalten.

Das Objektiv passt wegen seiner Kompaktheit gut zur 20D (30D, 400D), sieht an den bulligeren Gehäusen klein aus.

Leider ist der Pentaprismensucher der 20D für manuelles Scharfstellen nicht geeignet.
Trotz der hohen Lichtstärke "jagt" man die Schärfe und bekommt bei jedem neuen Fokussieren einen anderen Schärfepunkt.

Etwas besser geht es mit den Dachkantenprismensuchern von 1D MKII und 5D.
Mit Wehmut erinnere ich mich an die erhellenden Sucher (Finder!) von alten Olympus OM-Gehäusen.

Wenn mit offener Blende fokussiert ist, muss auf Arbeitsblende abgeblendet werden, erst dann ist eine korrekte Belichtungsmessung möglich.

Die Belichtungsmessung funktioniert am Besten mit Programmautomatik P (oder manuell).
Bei TV und AV ergibt sich eine Unterbelichtung um eine Blende.

Sogar die Einstellung "Grün" funktioniert!


… keine Vignettierung, keine sichtbare Verzeichnung …


Objektiv

Bei einem Weitwinkelobjektiv ist die offene Blende immer mit Vorsicht zu genießen. Die hohe Lichtstärke dient in erster Linie der Einstellgenauigkeit.

Während von Blende 2 bis 4 noch ein deutlicher Schärfeabfall zu den Rändern und eine "weiche" Abbildung sichtbar ist, verändert sich das ab Blende 5.6 deutlich.
Blende 5.6, 8 und 11 sind die Arbeitsblenden.

Das Objektiv zeigt mit Arbeitsblende keine Vignettierung, keine sichtbare Verzeichnung und bildet erstaunlich große Kontrastumfänge mit feinen Tonwerten mit einer leichten Tendenz zu warmen (gelb) Farben ab.

Mein Eindruck ist, dass das Objektiv - wie übrigens auch die meisten Canon EF-Objektive - die Auflösung der 20D/1D MKII, und erst recht der 5D, nicht erreicht.


… und bildet erstaunlich große Kontrastumfänge mit feinen Tonwerten ab.


Zusammenfassung

Wer noch ein Zuiko-Sahnestückchen (2/20, 2/24, 2/28, Makro-50er, 2/90, 2/100) zu Hause hat, kann ruhig 30 Euro in einen Adapter investieren.

Vor allem die kurzen Brennweiten eignen sich in Schnappschuß-Einstellung hervorragend für die Straßenfotografie.

Bei Bl. 8 und Entfernung auf 1,5m reicht die Tiefenschärfe bei der 20D von 1 bis 3m (CoC bei APS-Sensor ist 0,025mm) bei der 5D sogar von 0,9m bis 4m (CoC bei FF-Sensor 0,03mm).


… die kurzen Brennweiten eignen sich in Schnappschuß-Einstellung hervorragend …


Die Ergebnisse sind überzeugend.




Dies ist kein! Objektivtest.
Ich gebe hier höchst subjektive Eindrücke wieder, die ich weder durch eine Testaufbau, noch durch direkte Vergleiche auf eine objektive Basis stellen kann.
Die RAW-Dateien in DxO Pro entwickelt. Da es für Zuiko-Objektive keine Modul gibt, werden die Eigenschaften des Objektivs unverändert wiedergegeben
.

Mittwoch, 19. September 2007

DxO: Volume Anamorphosis Correction

Canon 20D, EF 10-22mm, Brennweite 10mm (16mm eqiv), Bl. 7.1, 1/100 sec., 400 ISO
vom RAW konvertiert ohen Bearbeitung

In einem früheren Post habe ich bereits über ein Tool in DxO berichtet, das es ermöglicht, perspektivische Verzeichnungen von Weitwinkelobjektiven zu korrigieren.

Diese Verzeichnungen sind keineswegs optische Fehler, ebensowenig wie stürzende Linien, wie sie z. B. bei Gebäudeaufnahmen vorkommen können.

Unser Sehen ist nicht nur eine 1:1-Umsetzung von optischen in elektrische Reize.
Unser Gehirn greift in unser Sehen so ein, dass bekannte Formen (und Farben) für uns auch unter den unterschiedlichsten Bedingungen erkennbar bleiben.

Kamera und Objektiv haben hier die "objektivere" physikalisch korrektere Sehweise.
Auf uns können die Bildergebnisse aber befremdlich wirken.

Ich habe in einem Schulbus fotografiert.
Aufgrund der räumlichen Verhaltnisse musste ich ein extremes Weitwinkelobjektiv benutzen.

Fotografiert habe ich u. a. mit der Canon 20D und dem (unterschätzten!) Canon EF-S 10-22mm USM.


durch die Korrektur kommt es zu einem leichten Beschnitt des Bildes


Einige der Bilder wären ohne die Korrektur von DxO nicht druckfähig gewesen.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Von Allem das Beste - Ein Augenblick für die Canon 7D




Canon 7D, EF 1.8/28mm, Bl. 2.0, 1/40 sec., 800 ISO, JPG, Ausschnitt aus der weiter unten eingeklinkten Datei*
n

"Eine gute Paella sollte auf den Gast warten und nicht der Gast auf die Paella" sagen die Wirte in Spanien und möchten gerne, dass man diese Landesspezialtiät rechtzeitig vorbestellt.
Schließlich soll nicht nur von Allem etwas, sondern von Allem das Beste auf den Tisch kommen …

Donnerstag, 19. April 2007

Wenn des Wörtle "wenn" net wär …

… wär mei Vadder Millionär.

Schade, dass weder er noch ich in Talern baden können, sonst hätte ich mir heute zwei bis drei Wünsche erfüllt.

Auf der Hausmesse (PCP Tour) von PHOTO UNIVERSAL in Fellbach's schmucker Alter Kelter, konnte ich mit dem Canon EF 50mm 1.2 L und dem Canon EF 70-200 4.0 L IS fotografieren.

Als Web-Foto leider nicht sehr aussagekräftig die Bildbeispiele hier:


Canon 5D, EF 70-200mm, 4,0 L IS, 160 ISO

dieses Foto (von Manfred Schufen, Canon) wurde mit 1/40 sec. und bei offener Blende mit 200mm aus der Hand fotografiert.
Sowas würde ich mir im Leben nicht getrauen!

Das Ergebnis ist technisch besser ausgefallen, als manches, was ich mit der lichtstärkeren Variante ohne IS (optisch übrigens ein absolutes Sahnestückchen) mit "freihandtauglichen" Zeiten hinbekomme.


Canon 5D, EF 50mm 1.2 L, 160 ISO

Das zweite Foto ist mit mit 1/400 sec. bei Blende 1.2 belichtet und dürfte deshalb nicht verwackelt sein - ist es auch nicht.

Die Bildqualität bei offener Blende ist tadellos.
Zu sehen ist auch im Web-Foto, wie schön man damit eine Schärfeebene legen kann.

Obwohl das ein schweres Stück Glas ist, sind Kamera und Optik gut ausbalanciert.

Das kleine Zoom hätte ich gerne als Reise- und Herumtragezoom statt meines hochbetagten EF 70-210mm 3.5-4.5 USM (gab es wirklich mal!).

Und das 50er halt so. Und weil's so ein schönes Stück Glas ist. Und bestimmt ein tolles Portraitobjektiv auf der 20D oder auf vergleichbaren Kameras.

Tja, und dann habe ich endlich mal eine Leica M8 mit dem 28-35-50/4.0 Tri-Elmar in der Hand gehabt und auch fotografiert.

Ich fand das Ergebnis, unter schwierigen Lichtverhältnissen, ausgesprochen gut. Leider gibt es nichts zum Vorzeigen, das Foto ist nicht auf meiner Speicherkarte!

So bin ich also - hoffnungfroh glücklich - aber leider nicht wunschlos!

Donnerstag, 24. September 2009

Canon 7D - ein Erfahrungsbericht


Michael Reichmann beschreibt seinen "Erstkontakt" mit der neuen Canon EOS 7D.

Er schreibt:
"Diese Kamera ist ein signifikantes Upgrade gegenüber allen ihren Vorgängern, einschließlich der 20D, 30D, 40D, 50D, 5D MKII, sogar gegenüber Funktionen der 1Ds-Serie. In der Tat scheint sie mehr Gemeinsamkeiten in Bezug auf Qualität zur 1er-Serie, als zur xxD- Serie zu haben."
Er lobt die Videofunktionen, kritisiert aber (zu Recht!) das fehlende schwenkbaren LCD-Display und fragt Canon:
"Also, warum fehlt es bei der 7D, die möglicherweise die beste Video-DSLR aller Hersteller ist?"
Er fasst zusammen:
"Wenn die Serienkameras so gut sind wie die Bauqualität der Kamera, dann wird Canon insgesamt einen Sieger in dieser Kategorie und in diesem Preissegment haben. Die 50D lies einen etwas sauren Geschmack im Mund einiger Leute zurück. Hoffen wir, dass, wenn die 7D ausgeliefert wird, Canon stolz sein kann."


update vom 1.Oktober: mein Erfahrungsbericht über die 7D ist hier

Dienstag, 1. September 2009

Keine Verlegenheitslösung - Canon EOS 7D






Chiemsee, Fraueninsel • Ricoh GRD II



Manchmal postet man ein Bild, weil man meint, es müsste mal wieder sein - eine Verlegenheitslösung (siehe oben).

Manchmal kommt eine Kamera auf den Markt, weil die Konkurrenz drückt, weil es einfach wieder an der Zeit scheint - eine Verlegenheitslösung.

Die Canon- Serie 30D, 40D und 50D waren jeweils - als mehr oder weniger kleine Weiterentwicklung der EOS 20D - zumindest halbe Verlegenheitslösungen (die 50D in mancher Hinsicht sogar ein Rückschritt).

Jetzt macht Canon einen Schritt nach vorn: bei der 7D dokumentiert der Name, dass hier nicht nur ein paar marginale Features ein vorhandenes Modell aufwerten sollen.

Im Gegenteil, mit der 7D kündigt Canon womöglich das Ende der xxD-Reihe an, auf jeden Fall aber die Weiterentwicklung der xD-Reihe.
Es fehlt jetzt nur noch die EOS 3D, von der ich mir ziemlich viel verspreche (ich selbst habe u. a. mit einer analogen EOS 3 fotografiert, eine ausgesprochen reaktionsschnelle Kamera mit allen wichtigen Features der 1er-Serie, die durch einen Booster auf die Geschwindigkeit der EOS 1N aufrüstbar war und ohne Booster auch als leichteres und kompaktes Gehäuse einzusetzen war. Die beste 1er, die es je gab!-).

Klargemacht hat Canon übrigens auch, dass APS-C-Sensoren Potential haben und weiterentwickelt werden.
Es gibt nicht ein "digitales Sensorformat", es wird weiterhin viele geben.

Was mir an der 7D auf den ersten Blick auffällt:
  • der Sucher mit 100% Darstellung bei 1facher Vergrößerung und einem transparenten LCD-Overlay, auf dem sich z. B. ein Liniengitter, die AF-Punkte, aber auch ein künstlicher Horizont darstellen lassen
  • die Steuerung von bis zu drei externen Blitzen via dem eingebauten Blitz - die Zeit der Infrarot-Leiden ist damit vorbei
  • und die schnelle Bildfolge von 8 B/s lässt - ganz im Gegensatz zur "alten Tante" 5D - auf eine reaktionsschnelle Kamera hoffen
  • und, wer's braucht, die Videofunktion scheint gegenüber der 5D MK II verbessert.

Auch spannend: Panasonic hat die erwartete GF1 vorgestellt, eine MFT-Kamera mit dem elektronischen Aufstecksucher, der der Olympus E-P1 leider fehlt.
Ich vermute mal, die GF1 wird hier im Blog bald einen Auftritt haben, schaun mer mal …





siehe auch hier

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Ricoh GR Digital II - ein Erfahrungsbericht

Wer die Testberichte der einschlägigen Websites liest, sucht und findet hoffentlich Fakten und Kriterien um z. B. eine bestimmte Kamera im Feld ihrer Mitbewerber einordnen zu können.
Da ich keine Kameras vergleichen kann, keine Versuchsaufbauten zur Objektivierung von Messdaten etc. habe, ist es wichtig zu wissen, nach welchen Kriterien ich urteile.

Ich habe nur ein Kriterium: ist die Kamera ein geeignetes Instrument für die sog. "street photography"?

Ganz klar, die Ricoh GRD II gehört zu der Kategorie von Kameras, die man den Herstellern am liebsten wutentbrannt vor die Füße werfen möchte.

Ein fingernagelgroßer Sensor (1/1,75" CCD) wird vollgestopft mit Transistoren bis zum sprichwörtlichen "geht nicht mehr" (10MP).
Und dieses"Chiple" produziert dann riesige Dateien (RAW-Datei hat 14,4MB) mit denen kaum jemand etwas anfangen kann, die aber viele Rechner zu lahmen Mähren werden lassen.

Den riesigen Datenmengen, die jeder professionellen DSLR zur Ehre gereichen, steht eine miserable Datenqualität gegenüber, aus der man dann bitte - wir können auch RAW! - sich selbst einen Edelstein schleifen soll.

Das schaffen sie schon! Dafür gibt's doch tolle Software!

Soviel zum Ersten.

Zum Zweiten bemerkt man sofort den Zwittercharakter der Kamera.
Mattschwarz, eine anerkannt feine Optik (f2.4/5,9mm equiv. 28mm) und eine ausgesprochen wertige Haptik signalisieren, das ist eine Profikamera.

Bemerkenswert, dass das Ricoh-Benutzerhandbuch 240! Seiten dick ist.
Eine Canon EOS 1D MK II erklärt sich auf 50 Seiten weniger bei gleichen Heftformat!

Der Grund dafür ist, dass die GRD II, wie alle Konsumerkameras, eigentlich ein fertiges Endprodukt liefern soll.
Man geht davon aus, dass die meisten Nutzer die Dateien nicht mehr bearbeiten wollen oder Mangels geeigneter Hard- und Software nicht bearbeiten können.

Deshalb hat allein schon der Menüpunkt "Bildqualtät/Größe" 14 Unterpunkte: 3 RAW-Formate (die leider immer mit einem JPG zwangsverbunden sind) und 11 JPG-Formate!
Wer braucht da noch das Crop-Werkzeug einer Bildbearbeitung?

Gut, zugeben, hat man einmal seine Grundeinstellungen gefunden, ist das Schlimmste überstanden.

Man kann anfangen zu fotografieren.
Und da zeigen sich dann die Stärken der Kamera: sie ist klein, unauffällig, absolut geräuschlos und dank manueller Belichtungs- und "Schnappschusseinstellung" auch ziemlich reaktionsschnell.

Ich fotografiere mit manuell eingestellter Belichtung, vorfokussiert (sehr schön die blendenabhängige Tiefenschärfeanzeige auf der Entfernungsskala!), auf RAW (DNG!) im größten Format (3:4), Schärfe und Kontrast auf -2, Intensität (Sättigung?) auf -1.

A propos Tiefenschärfe (alle Brennweiten ergeben den identischen Bildwinkel):
Ricoh, Brennweite 5,9mm, bei Bl. 2,4 und Einstellung auf 2,5 m, Tiefenschärfebereich von 1,24 bis unendlich.
Canon 5D, Brennweite 28mm, Bl.8 gleiche Einstellung, von 1,42 bis 10,3m
Canon 20D, Brennweite 17mm, Bl. 5.6, gleiche Einstellung, von 1,3 bis knapp unendlich.
(berechnet mit DOF-Master)

Für die Straßenfotografie ist das nicht ganz unbedeutend.
Brauche ich mit der 5D für Bl. 8 und 1/250 sec. z. B. 800 ISO, kann ich mit sogar etwas mehr Tiefenschärfe die Ricoh mit Bl. 2,8 und 1/250 sec. aber mit 100 ISO einsetzen!
Damit kann sie in diesem Bereich zumindest etwas punkten.

Wer mit "Auto ISO" fotografiert - warum nicht? - kann den ISO-Bereich nach oben begrenzen.
Ich habe 800 ISO als Obergrenze fixiert.

Die DNG-Dateien verarbeite ich in Adobe Camera Raw.
Bei einem Vergleich mit Silkypics sehe ich in ACR etwas weniger Farbstörungen, auch weniger chromatische Aberation (ist auf diesem Ausschnitt nicht zu sehen).
Das hat aber womöglich damit zu tun, dass ich mich mit ACR besser auskenne.

Adobe Camera RAW, 400 ISO, 100% Ausschnitt

Silkypics, 400 ISO, 100% Ausschnitt

Für einen korrekten Eindruck sollte man die beiden Ausschnitte aus einem 64,5 x 48,4 cm großen Bild
aus mindesten 80cm Abstand (Bilddiagonale!) betrachten!
50x60 cm war übrigens das größte fertig konfektionierte Fotopapier!


Luminanzrauschen lasse ich wie es ist, eine Verbesserung führt nur zu Detailverlusten, außerdem habe ich gegen eine "Kornstruktur" nichts einzuwenden.
Häßlich finde ich eher die oft verschmiert wirkenden Artefakte durch zu starke Rauschminderung

Wichtig ist eine sensible Nachschärfung - ich nutze dafür PhotoKit Sharpener.

Wie alle kleinen Point&Shoot-Kameras neigt die Ricoh zu ausgefressenen Lichtern (zu geringer Dynamikumfang).
Je nach Lichtverhältnissen muss deshalb 1/3 bis 1 Blende knapper belichtet werden, was wiederum das Rauschen in den Schatten verstärkt.

Das Kamera(luminanz)histogramm ist leider wenig aussagekräftig.
Deutlicher ist die Rückschaueinstellung "Weißsättigung".

Sinnvoll: eine belegbare Funktionstaste (Fn), mit der man z. B. zwischen AF und Fixfocus umschalten kann.
Dazu kommt ein ADJ-Schalter, mit 4 Funktionen belegbar, z. B. mit ISO, WB oder Belichtungsmessmethode, auf die man so relativ schnell Zugriff hat, aber auswählen und bestätigen muss.

Ein netter Gimmick ist eine "Ausrichtungshilfe", die nicht nur optisch, sondern auf Wunsch auch akustisch z. B. wenn mit externem Sucher fotografiert wird, eine exakte horizontale Ausrichtung ermöglicht.

Nebenbei sei noch eine "Schräg-Korrektur" erwähnt, die stürzende Linien gerade rücken kann und eine "Text-Funktion" mit der Private Eyes und Spione Dokumente kopieren und in einer Software verwalten können.

Erweitert werden kann die GRD II mit einem Weitwinkel- und einem Telekonverter auf 21mm resp. 40mm bezogen auf das KB-Format.
Dazu passende Sonnenblenden und externe Sucher sind ebenfalls vorhanden.

Ist die Ricoh GRD II damit eine "Leica für Arme"?
Ein brauchbares "Street Photography Device" auf jeden Fall!

Betrachtet man die Preisrelation - die Ricoh gib es mit Objektv für ca. €470, die Leica "ohne alles" für das 10fache - dann sieht man mit etwas anderen Augen auf die Leistungen der "kleinen Schwarzen".

So, dabei will ich es für heute belassen.

Fotos, die ich mit der Ricoh mache, werden weiterhin im Blog zu finden sein.
Sie hat also vorläufig einen Platz in meiner Manteltasche gefunden - trotz aller Kritik.

Wenn das keine Empfehlung ist?

Montag, 10. September 2007

20D / 5D / 40D - ein erster Vergleich

MILES HECKER präsentiert auf seiner Website den ersten vernünftigen Vergleich zwischen den 3 Canon-Kameras 20D, 5D und der neuen 40D.

Eine Gegenüberstellung der Bildqualität ist möglich.
Die Bilddaten sind in hoher Auflösung zum Vergleich ladbar.

Er kommt zum Schluß, dass die 5D noch einen marginalen Vorsprung vor der 40D hat, dass sich beide Kameras aber deutlich von der 20D absetzen.

Insofern ist er der Meinung von MICHAEL REICHMANN nahe.


Achtung: die Seite sieht mit Safari nicht gut aus, Firefox ist besser.


1. Nachtrag:
siehe auch Bob Atkins "Canon EOS 40D - Full Review"

2. Nachtrag:
siehe auch The Imaging Resource

Donnerstag, 20. November 2008

Escalator to PEACE

Canon 20, EF 24-105 L

Stand auf der Rolltreppe mit der Kamera in der Hand, als die Schrift vor mit auftauchte.
Ich musste einfach fotografieren …


By the way:
Michael Johnston schreibt auf photo.net einen lesenswerten Beitrag über die Lebensspanne von digitalen Kameras: The Digital Camera Clock.
Lesenswert, weil jeder von uns diese verfluchte Uhr ticken hört, wenn er sich für eine neue Kamera entscheidet.

Wie lange werde ich mit der Kamera fotografieren können bis sie überholt ist? Hätte ich nicht doch lieber auf das nächste Modell gewartet? Wird sich der Kauf tatsächlich auszahlen?

Warum ich mir darüber keine Sorgen mehr machen werde, beweist mir immer wieder von Neuem ein echter Oldie, die Canon 20D, gut vier Jahre alt, so zuverlässig wie am ersten Tag, für den Einsatz im Fotojournalismus nicht nur ausreichend, sondern gut geeignet und auf dem DxOMark-Ranking trotz ihres Alters immer noch im Mittelfeld (Rang 23) unterwegs (Leica M8 ist auf Rang 33!).

Wer mehr als 8MP für seine Kunden braucht, sollte wissen warum.
Wer Zweifel hat, ob seine Kamera innerhalb von 4 Jahren ihren "Return of Investment" einspielen kann, sollte einfach mal in sich gehen.

Keine Frage, die Anforderungen an die Kamera unterscheiden sich: Studio, Werbung braucht viele Megapixel, Sport braucht schnelle, extrem robuste Kameras.

Aber auch hier gilt: eine Kamera muss sich verdienen - und - lieber mehr Geld in die Linsen investieren (die hat man L wie lange;- ) und dafür bei den Gehäusen etwas zurückhaltend sein.

Donnerstag, 11. September 2008

Marokko - Küstennebel


Canon 20D, EF 28-105 USM

Unerwartet schieben sich immer wieder Nebelbänke über die marokkanische Atlantikküste.

Ihr Ursprung ist der kühle Kanarenstrom der in südwestlicher Richtung an der westafrikanischen Küste vorbeizieht und für ein mildes und ausgeglichenes Klima sorgt.

Der leichte Nebel erzeugt aber auch eine wunderbare Lichtstimmung, eine fast unwirklich anmutende Atmosphäre.

Das harte Licht der Sonne wird von einem leichten "Weichzeichner" gedämpft.
Der zum Hintergrund hin abnehmende Kontrast und die zunehmende Helligkeit erzeugen einen schönen Tiefeneindruck.

"Emotionen finde ich nur im Schwarzweiß": in diesem Fall war für mich die Entscheidung keine Frage.
Das Bild wirkt auch in Farbe, bekommt aber in der Schwarzweiß-Umsetzung etwas Archaisches, Ursprüngliches.


zu "Nebel als Fotolicht" siehe auch hier, hier und hier.

Mittwoch, 6. August 2008

Eibisch

Canon 20D, EF 1.8/50mm

Der Hibiscus syriacus ist die Nationalblume Südkoreas.
Der koreanische Name ist Mugunghwa = „die unvergängliche Blume“.

Sonntag, 5. Oktober 2008

Jahreszeitliche Reminiszenz - Herbstrose

Canon 20D, EF 3.5-4.5/28-105 USM

Dass ich gelegentlich der Schönheit der Natur erliege, obwohl sie doch so viel mehr für unser Auge, als für unseren Fotoapparat bestimmt ist, kann man unter der Rubrik "Landschaft/Natur" oder z. B. hier, hier und hier sehen.

Fotografiert habe ich die kleine Rose "Bonica" am Strauch, bei natürlicher Beleuchtung, WB 2800K, zwei Blenden unterbelichtet, entfesselter Blitz mit Gelbfilter.

Ich blitze nur wenn es absolut notwendig ist, bzw. es, wie bei obigem Foto, sinnvoll für die Bildwirkung erscheint.

Anregung für Blitztechniken finde ich, wie viele andere auch, auf Strobist, einer empfehlenswerten Seite, auf die man immer mal wieder schauen sollte.

Sonntag, 7. September 2008

Another Moonrise …

Canon 20D, EF 28-105 USM, Bl. 5.6, 1 sec., 100 ISO

… aber diesmal über Aourir/Auria, Marokko.

Es war der 16. August, 20:30 Ortszeit, Vollmond und gleichzeitig der Beginn einer partiellen Mondfinsternis, die sich mit einem leichten Schatten links unten bereits ankündigt.
Da noch Dämmerungslicht vorhanden war, war eine halbwegs ausgewogenene Belichtung möglich.

Dienstag, 2. September 2008

Sonntag, 29. Juli 2007

Rotes Kleid / Red Dress

Canon 20D, 28-105mm, 3,5-4,5 II USM, 400 ISO, Bl. 8, 1/500sec.


Christopher Street Day in Stuttgart:
zehntausende an den Straßen waren begeistert, entsetzt, angetörnt, oder freuten sich einfach über buntes, phantasievolles, schrilles Treiben.
Dass noch einige Bilder folgen werden, lässt sich leider nicht vermeiden!-)

Christopher Street Day in Stuttgart:
ten thousands at the roads were enthusiastically, frightened, turned on, or were
simply pleased about multicolored, fantasyful, shrill goings.
I'm afraid that still some pictures will follow
! -)

Sonntag, 23. September 2007

A Black Dog? - OR - A Black Dog?

Ist es das
Isn't it this


oder ist es das
or is it that



oder ist es keines von beiden?
or is it neither of them?




Canon 20D, EF 10-22mm, (14mm = 21mm eqiv.), Bl. 16 (vorfokussiert), 1/30 sec., 400 ISO, JPEG