Sonntag, 3. Juni 2007

Tun und lassen an der Cote d'Azur

Taucher auf der Presqu'ile de Giens


Am Strand von Le Lavandou


Muriel Hurtis-Houairi, französische Sprinterin und Olympiadritte,
trainiert am Strand La Badine, Presqu'ile de Giens.

Samstag, 26. Mai 2007

Im Vorübergehen / En passant / Passing by

Fotos sind Allegorien, und die können oft stärker sein als die Sache selbst.

Des photos sont des allégories, et ceux peuvent être souvent plus forts que la chose elle-même.

Photos are allegories, and those can be often stronger than the object itself.

RÉNE BURRI

Freitag, 25. Mai 2007

I Love Photography!


Für alle, die ihre Liebe zur Fotografie nach außen dokumentieren wollen, gibt es dieses t-shirt mit dem berühmten Satz von HENRI CARTIER-BRESSON (fast genau) verpictoralisert bei cafepress.com.

Donnerstag, 24. Mai 2007

Was wir brauchen: Fototaschen

Fototaschen, Fotorucksäcke, Systeme mit denen man seine Kameraausrüstung meilenweit tragen kann, kurz all sowas gibt's wie Sand am Meer.

Wir alle haben ein gewissen "Verhältnis" zu diesen "meistunterschätzten" Produktionshilfsmitteln, schauen lüstern in Schaufensterauslagen, neidisch auf Kollegen und in uns nagt unentwegt die Frage: gibt es was besseres als unser altes Geraffel?

Und so sammeln sich in einer Ecke unserer Behausung Tasche um Tasche, Rucksack um Rucksack.

Und ausgerechnet jetzt noch eine dazu?

Ja! rufe ich und schaue über:

  • Dörr BLUE STONE 'BLACK' XXL - da geht alles rein
  • Domke - Canvas kriegt so 'ne schöne Patina
  • Fotima - unscheinbar und praktisch
  • Prat - die schwarzgenarbte kleine Edelledertasche, gibt's die überhaupt noch?
und nicht zuletzt Lowepro:
  • Reporter 400 AW, wenn man nicht zu lange tragen muss
  • SlingShot 200 AW, für die kleine Reiseausrüstung
  • SlingShot 300 AW, wenn man den Inhalt der Reporter 400 länger tragen muss.

Also bitte, noch ein paar Tragehilfen für Blitzanlage etc. pp. berücksichtigt, braucht's da noch was?

Eben ja!

Wenn ich in der Stadt flanieren gehe, mit dem Fahrrad unterwegs bin, mich als "Straßenfotograf" unauffällig bewegen will, dann benutze ich die Kuriertasche Jungle Bag 15 von Jack Wolfskin.



Mit dem Einsatz aus einer anderen Tasche lässt sich darin ein Gehäuse mit Festbrennweite oder kleinem Zoom und noch ein bis zwei kleine Objektive oder Zubehör prima aufräumen.
Dazu noch jede Menge privater Krimskrams in ungezählten Abteilen.
(Ersatzweise geht auch ein 15" Powerbook!)

Das Ganze - je nach Geschmack in Leuchtfarbe oder unauffällig grau-schwarz - als Kuriertasche schräg getragen, gut zugänglich, und mit einem Quergurt für's Fahrrad oder Wandern gut zu fixieren.

Empfehlenswert!


Nachtrag
Weil's so schön passt, "a stolen sentence" von MIKE JOHNSTON aus seinem post mit dem Titel "taxes":
There's gotta be a "camera-bag tax." Who has just one camera bag, and who lets the fact that he already has ten stop him from buying one more? It's like we can't help ourselves. Like every untried camera bag we run across is the green grass on the far side of the fence. If I just had that camera bag....

Thank's Mike!


Montag, 21. Mai 2007

Ghost in this house


I don't pick up the mail
I don't pick up the phone
I don't answer the door
I'd just as soon be alone
I don't keep this place up
I just keep the lights down
I don't live in these rooms
I just rattle around

I'm just a ghost in this house
I'm just a shadow upon these walls
As quietly as a mouse I haunt these halls
I'm just a whisper of smoke
I'm all that's left of two hearts on fire
That once burned out of control
You took my body and soul
I'm just a ghost in this house

I don't care if it rains
I don't care if it's clear
I don't mind staying in
There's another ghost here
He sits down in your chair
And he shines with your light
And he lays down his head
On your pillow at night

I'm just a ghost in this house
I'm just a shadow upon these walls
I'm living proof of the damage
Heartbreak does
I'm just a whisper of smoke
I'm all that's left of two hearts on fire
That once burned out of control
And took my body and soul
I'm just a ghost in this house
Oh, I'm just a ghost in this house
Alison Krauss

interpretiert NILS LANDGREN auf seiner CD Sentimental Journey auf unvergleichliche Weise!

Sonntag, 20. Mai 2007

Im Vorübergehen / En passant / Passing by

Fotografien sind die vielleicht geheimnisvollsten all der Objekte, welche die Umwelt, die wir als "modern" begreifen, ausmachen und gestalten.
Fotografien sind tatsächlich eingefangene Erfahrung, und die Kamera ist das ideale Hilfsmittel, wenn unser Bewußtsein sich etwas aneignen will.
Susan Sontag, Über Fotografie, München 1978

Freitag, 18. Mai 2007

Über Fotografie: Potenzial und Plausibilität

Die Lektüre der letzten Zeit so einzudampfen, dass sie auf eine Bildschirmseite passt ist mir leider nicht geglückt.
Ich bin aber auch mit dem Gelesenen nicht immer einverstanden gewesen.

Trotzdem habe ich aber einiges gefunden, das sich “Im Vorübergehen/En passant/Passing by” als Denksatz zitieren lässt, wie z. B. ROLAND BARTHES Satz über den Sinn- und Erkenntnisgehalt der Fotografie: “Es ist so gewesen.”

Die Menge dieser “Denksätze” ergibt auch eine Art Zusammenfassung, eine Essenz des über Fotografie Gedachten.

Aus meiner eigenen Erfahrung und Herangehensweise an die Fotografie haben sich zwei Begriffe herausgebildet, nach denen ich meine, aber auch die Fotografie anderer beurteile: Potenzial und Plausibilität.

Im Potenzial des Bildes vergegenständlicht sich das Können des Fotografen während der Aufnahme. Aber auch die (noch nicht erschlossenen) Möglichkeiten die in einer Fotografie stecken und die häufig erst bei der Durchsicht und Bearbeitung der Fotos erkannt werden können.

Ist das Bild eine Reproduktion oder eine Interpretation? Kann es erzählen? Weckt es Assoziationen? Gefühle?

Die Prüfung auf Plausibilität ist Kontrolle für den Fotografen und ein Werkzeug für den Betrachter: ist das Bild stimmig, nachvollziehbar, einleuchtend? Oder abstrus? konstruiert? beziehungslos? L'art pour l'art?

Z. B. könnte das Portrait eines Buchautors sein Potenzial im Ausdruck der Persönlichkeit haben.
Es verliert aber womöglich jede Plausibilität, wenn der Autor unvermittelt zwischen einem Gebüsch auftaucht. Was hat der Autor dort verloren? Schreibt er Gartenbücher?

Potenzial und Plausibilität müssen nicht unbedingt immer miteinander gehen. Wenn sie es aber tun, haben wir schon eine ganze Menge erreicht.

Fehlt dann eigentlich nur noch eines: ROLAND BARTHES beschreibt es als das “punctum”.

Ein Detail im Bild, vom Fotografen nicht bewusst eingesetzt - vielleicht unbewusst wahrgenommen - das den Betrachter anspringt, ansticht, eine Erschütterung auslöst und das Bild geradezu in das visuelle Gedächtnis zwingt.

Erkennen des Potenzials, anerkennen der Plausibilität, können das Kriterien zur Beurteilung eines Fotos sein?

Montag, 14. Mai 2007

… und es geht doch! Der Beweis!


In einem vorangegangen post habe ich über den Einsatz einer Canon Powershot S3 IS für eine kleine Produktion geschrieben.

Die selbe Kamera habe ich auch für das Reifenfoto (Reifenprofil ist partiell in die Schuhsohle montiert) benutzt.

Gedruckt hat das Foto eine Größe von 15x21 cm.
Die visuelle Qualtiät unterscheidet sich nicht vom Titelbild der Zeitschrift (ACE Lenkrad, Heft 5), das ich mit der Canon EOS 5D und auf RAW fotografiert habe.

Es wird halt so manches "verdruckt"!

Bei mittleren Formaten offensichtlich auch der Unterschied von einem "Consumer JPG" zum "Profi RAW".

Sonntag, 13. Mai 2007

RAW vs. JPEG

Ein klarer und sachlicher Artikel in Lawrence Ripsher Photo Journal zum Thema RAW versus JPEG.
Lawrence Ripsher distanziert sich von den pixel peepern, bricht eine Lanze für JPEG, kommt aber für sich selbst zu dem Schluß:

"Aber trotz allem, wenn es um DSLR's geht, ist die Antwort für mich ein definitives ja (zu RAW)."

Lesenswert!

The New Aged

Canon EOS 5D, 1/500, Bl. 8, ISO 640, RAW entw. in DxO mit Filmpack Tri-X

Freitag, 11. Mai 2007

Blendenverschlußsträfling*

shutter-lag-comparisons



*Übersetzung von "shutter-lag" durch google-translate

Was wir brauchen: die 3 K's

Ein schnapszahliger Geburtstag ist ein passender Anlass, einen Eimer voller Lebensweisheiten über die versammelte Gemeinde auszuschütten: die Essenz eines erfüllten Fotografenlebens.

Was alle wissen wollen, aber sich nicht getrauen zu fragen:
was ist das Fundament deines großartigen Erfolgs, deiner steilen Karriere?

Heute kommt die Antwort! Merket auf!

Hier die essentiellen 3 K's:

Kinder:
braucht man zur Erdung, damit man was zum Kümmern hat, sind ein Quell nicht endend wollender Freude und lassen sich gut fotografieren.

Kirchenchor:
Singekreis, Gesangsverein etc., lüpft einmal pro Woche die Hirnschale und lässt frische Luft und neue Inspiration hinein. Spirituelle Sensationen können dann mit der Fotografie visuell umgesetzt werden.

Krafttraining:
verhilft zu aufrechtem Gang, einem besseren “standing” und ersetzt oder ergänzt Kamera AS und Objektiv IS. Scharfe Fotos sind der Schlüssel zum Erfolg.


Das war's für heute.
Viel Erfolg bei der Umsetzung wünscht

Martin




Tags zu diesem Artikel:

Kanikon, Fokus, Kraukarte, Kamertasche, Akku, Speicherkarte, Kugelkopf, Kollegen, Objektivköcher, Komputer, Kirschkernbeutel, Histokram, Hyperfokal, Klemme, Fotodredaktion, RAW-Konverter, Weitwinkelobjektiv, Vertikalgriff, Fotodrucker, kalibrieren, Kanäle, Fotorucksack, Piksel, knipsen, kromatische Aberration, indirekt, Fotokarton, Weißabkleich, Farbkartusche, Tonwertkorrektur, unsharp mask

Mittwoch, 9. Mai 2007

Think? while you shoot?

Mal ganz abgesehen davon, dass ich diese Formulierung nicht mag …

Der Satz von MARTIN MUNKACSI ging mir heute auch durch den Kopf.
Und dann kam überraschend der Kommentar von 8mt.
Und jetzt muss ich doch auch noch was dazu sagen.

Denken beim Fotografieren?
Ich gehöre auch zu dem Menschen (Männern?), die nicht multi-tasking-fähig sind. Ich fotografiere erst und denke dann.
Das hat sich häufig als ein Fehler herausgestellt!

In der Zwischenzeit habe ich gelernt, gelegentlich auf die Anzeigen unter und neben dem Sucherbild zu schauen. Ich nutze kleine Pausen um das Histogramm zu prüfen (siehe "Das Wunder von RAW"). Und um auf meiner virtuellen To-Do-Liste ein Häckchen zu machen.

Ich überlege, ob sich hier vor Ort mehr oder andere Möglichkeiten ergeben, als vorhergesehen. Ich sage nach dem Fotografieren nicht einfach Danke und Tschüss, sondern gebe mir eine Karenzzeit, in der ich prüfen kann, ob ich an alles gedacht habe.

Kurz, ich versuche beim Fotografieren zu denken.

Nur, hat das MUNKACSI auch so gemeint?

Ich glaube eigentlich nicht.
Ich glaube auch nicht, dass er sich beim "Durch-den-Sucher-schauen" so lange Gedanken gemacht hat, bis durch die mentale Auslöseverzögerung das Motiv Geschichte wurde.
Dazu sind seine Aufnahme viel zu lebendig, bewegt, treffen den entscheidenden Moment.

Wahrscheinlich hat CARTIER-BRESSON in den Fotos MUNKACSI's etwas gesehen, was er mit seinem oft zitierten Satz von "Kopf, Auge und Herz" einfach viel besser und sinnhafter formulieren konnte.

Und so interpretiert, kann ich auch MUNKACSI's kurze und knappe Formulierung verstehen.


P.S.:
Think while you cook!
Fast hätte ich heute abend vergessen, in die Salatsoße etwas Erdbeermarmelade zu tun.

Montag, 7. Mai 2007

Süpermän ritörns!


Endlich mal 'ne Titelseite in London, Hong Kong oder Sydney!
In den ersten beiden Metropolen hab ich's geschafft!
Die Aussis sind mir einfach zu schnell.

Muß auch mal sein. Oder?

Preisrätsel - die Lösung / Competiton - the answer


So liebte es Peter Voß in seinem Dienstzimmer: die Muse an seiner Seite.
Peter Bougoust (rechts) hat da noch Berührungsängste.



Ich war selber gespannt darauf, welches Foto gedruckt wird.
Bild #1 ist wohl das Pflichtprogramm.
Beim Bild #2 war ich beim Fotografieren skeptisch, am Bildschirm hat es mir dann am Besten gefallen.
Bei Bild #3 hatte der Redakteur (Josef-Otto Freudenreich) vor Ort eine Idee, eine Assoziation.
Bild #4 entstand aus der Situation heraus.
Bild #5 habe ich auch die meisten Chancen eingeräumt.
Um dann positiv überrrascht zu werden.

Es gab noch 2, 3 andere Fotosituationen, die ich aber schon am Bildschirm ausgeschlossen und nicht bearbeitet habe.

Interessant, dass wir alle ähnliche Einschätzungen haben.
Oder die gleichen Erfahrungen, wie Rainer Steußloff schreibt: "Wir schicken 5 gute und eins zum Drucken".

Nachdem es von niemanden eine richtig eindeutige Ansage gab, welches Bild nun gedruckt wurde (auch michael sagt: "But I think no. 2 would be excellent, if only they would print it …"),
könnt ihr alle sieben - wenn ihr Lust habt - mir eure Postansschrift schicken und hoffnungsfroh auf ein schönes Foto warten.

Hat mich gefreut!

Sonntag, 6. Mai 2007

Im Vorübergehen / En passant / Passing by

"Think while you shoot!"
MARTIN MUNKACSI, zitiert nach Martin Munkacsi, Steidl Verlag 2005

Henri Cartier Bresson bezeichnete Munkacsi's Foto "Jungen laufen in die Brandung des Tanganyika-Sees" als "… die einzige Photographie, die mich beeinflußt hat."

Samstag, 5. Mai 2007

Regenwald

Canon Powershot S3 IS, Bl. 2.8, 1/20 sec., 80 ISO, Brennweite 10mm (equiv. ca. 60mm KB)


Kleine Wanderung auf der Schwäbischen Alb bei St. Johann.
Leichter Regen und etwas Nebel bei 8 Grad.

Einem 36-Stunden-Tag (Tarifverhandlungen) mit 11 Stunden Schlaf und wandern in feuchter frischer Luft therapiert.

Alles wieder OK!

Freitag, 4. Mai 2007

16h Tarifverhandlung / 16h Collective Bargaining

Foto: © Daniel Maurer


Daniel portraitiert mich um Mitternacht während der Metall-Tarifverhandlungen in Sindelfingen.

Mit seiner genialen Dreh- und Blitztechnik fängt er auf unnachahmliche Weise die Trostlosigkeit einer Verhandlungsnacht und ihrer Opfer ein.

Wie sagt doch DANTE ALIGHIERI in der Göttlichen Komödie:
"Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren!"




Daniel portraited me around midnight during the collective bargaining of the metal industries in Sindelfingen.

With his ingenious trick and lightning technology he catches the desolation of a negotiation night and its victims in an inimitable way.

How DANTE ALIGHIERI says in the Divine Comedy:

“Let, those who step in, abandon all their hope!”



Donnerstag, 3. Mai 2007

Preisrätsel / Competition

Ein Test für Fotografen/Fotojounalisten und solche, die es werden wollen: "Intendantenwechsel beim SWR"

Ein Thema, fünf Bilder.
Fotografiert für eine deutsche Tageszeitung.
Rate, welches Foto wurde gedruckt?

Richtige Antworten erhalten - hoffentlich - einen (signierten;-) Druck meiner Straßenfotografien.


A test for photographers/photojournalists and those, who want to become one:
"Rotation of the manager of the SWR broadcast"

One topic, five pictures.
Photographed for a german daily paper.
Guess, which photo became printed?

Correct answers will - hopefully - receive a (signed;-) copy of my street photograpies!



#1

#2


#3


#4


#5


Viel Glück! - Good luck!



Kollegen aus Baden-Württemberg bitte nur außer Konkurrenz ;-7




Mittwoch, 2. Mai 2007

Aus der Anstalt


Der scheidende SWR-Intendant Peter Voß in seinem Rundfunk"anstalts"büro.

Farbräume - Farbträume

sRGB sings the blues:
kleiner aber interessanter Artikel zum Thema "Farbraum" in photostream.

There is no big point here except to note that bigger spaces aren’t always bigger everywhere.

Dienstag, 1. Mai 2007

Mein Wunsch "Reise- und Herumtragzoom" …

wurde jetzt von slrgear.com getestet.

Die Tester schreiben über das Canon EF 70-200mm f/4L IS USM u. a.:
"This lens tests and performs as well, or better than, any lens tested recently. It is quite sharp across its entire aperture-focal length spectrum; chromatic aberration, vignetting, and distortion are all quite reasonable; focusing is fast and accurate; the build is L-class; and the new 4-stop image stabilization is downright startling in its effectiveness."
So bin ich also weiterhin - hoffnungsfroh glücklich - aber leider nicht wunschlos!

King of the Jungle

Canon Ixus 40, Bl. 3.5, 1/500, 10mm (equiv. 70mm KB), ISO Auto


Hamburg vor 30 Jahren: der Bereich Hafenstrasse/Fischmarkt bis hin zur Reeperbahn war für mich der Großstadtdschungel schlechthin (mal abgesehen von einigen Bezirken in Berlin natürlich).

Ich erinnere mich an ein pitoresk heruntergekommenes Kiez, bevölkert von Freaks, Luden, Alkis, Alternativen, Nutten, Nichtstuern, voll von absonderlichen Läden, bei denen mir oft nicht klar war, was es darin überhaupt zu kaufen gab.

Meistens bin ich im Stechschritt durch die mir etwas unheimliche Gegend Richtung U-Bahn gelaufen, um nicht uneindeutig zu wirken, um zu vermeiden, dass mich irgendwer aus irgendwelchen Gründen anquatscht und Ärger macht.

Heute ist nichts mehr davon zu bemerken, sogar die Hafenstrasse sieht jetzt - abgesehen von einigen Transparenten und Graffitis - geradezu großbürgerlich aus.

Die letzten Schatten des Dschungels und seiner ehemaligen Kings findet man nur noch in wenigen Winkeln und an den Wänder von Abbruchhäusern.


Hamburg 30 years ago: the quarter from Hafenstrasse/Fish market up to the Reeperbahn was for me the essence of a metropolitan jungle (naturally apart from some districts in Berlin ).

I remember a pitoresque and shabby quarter, populated by freaks, panderers, alcoholics, alternatives, prostitutes, slackers, full of peculiar shops, I didn't know what they are selling.

Mostly I ran in a rush through this weird quarter in direction underground, in order to avoid that someone speaks to me for any reasons and makes troubles.

Today nothing stayed as it was before. Even the Hafenstrasse now - apart from some banners and graffitis - looks almost like a middleclass quarter.

The last shade of the jungle and its former kings you find only in few angles and at the walls of damaged houses.

Freitag, 27. April 2007

Was wir brauchen: Schuhe

Es gibt Balettschuhe, City-Schuhe, Walking-Schuhe, Kletterschuhe.

Gibt es auch Schuhe für Fotografen? Nein?

Ich hab welche gefunden. Und es sind wirklich die wahrscheinlich genialsten Schuhe, die ich je getragen habe.
Und ich hab sie alle getragen, alle!

(Übrigens, wie gehen die Schuhe eines Fotografen kaputt? Indem die Sohle quer durchreißt. Kommt davon, wenn man zum Fotografieren immer in die Knie geht.)

Strecken laufen, im Gelände, schlüpfriger Untergrund, stundenlang stehen, in Hitze und Feuchtigkeit.
Und trotzdem immer trockene Füße, die sich so frisch anfühlen, als wären sie gerade massiert worden.
Mit den "Fotografen-Schuhen" kein Problem.


Keen Arroyo II

Schön, das Aussehen ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Nicht salonfähig?

Dafür kann man sie in der Waschmaschine waschen!

Ist doch was?




Mittwoch, 25. April 2007

DxO: Volume Anamorphosis Correction

Ich habe zum ersten Mal das neuen Geometrie-Tool von DxO eingesetzt: Volume Anamorphosis Correction.

Das Foto ist mit dem Canon EF 16-35 bei 21mm Brennweite als RAW (Bl. 5.6, 1/50, 640 ISO, 5200K) mit der Canon EOS 5D fotografiert.
Entwicklung in DxO ohne optische Korrekturen.

Die kurze Brennweite, Perspektive und die Platzierung des Kopfes am Bildrand ergeben eine deutlich sichtbare Verzerrung der Kopfform.
Das wird durch die hohe Stirn und die Frisur noch visuell verstärkt.
So lässt sich das Foto nicht verwenden.


Hier die gleiche Entwicklung mit optischen und geometrischen Korrekturen.
Den Bildbeschnitt entsteht zwangsläufig aus dem Ergebnis der geometrischen Korrektur.

Das Foto wirkt natürlich, hat den karikaturhaften Charakter verloren und ist problemlos zu verwenden.

Montag, 23. April 2007

Wohnen unterm Regenturm


Hundertwassersiedlung Plochingen
Der österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser hat die Fassade des Innenhofes gestaltet.

Grenzverletzung: Don't Make News

Warum Nachrichtenfotos nicht manipuliert werden dürfen,
warum die Sichtbarkeit von Telefon- und Elektroleitungen wichtig ist,
warum ein im nachhinein veränderter Weißabgleich eine Verfälschung sein kann -

Ctein schreibt einen pointierten, lesenswerten Artikel in THE ONLINE PHOTOGRAPHER.

Sonntag, 22. April 2007

Im Vorübergehen / En passant / Passing by

Der Photograph lebt in zwei Welten, in der Welt, wie sie ist und in der Welt, wie sie photographiert ist. Die Unterscheidung zwischen den beiden ist es, die ihm so viel Mühe bereitet.
Frank Meadow Sutcliff


Le photograph vit dans deux mondes, dans le monde, comme elle est et dans le monde, telle qu'elle est photographiée. C'est la distinction entre les deux, qui lui fait beaucoup d'effort.
Frank Meadow Sutcliff


The photographer lives in two worlds, in the world like it is and in the world, as it is photographed. It's the distinction between the two that makes so much trouble to him.
Frank Meadow Sutcliff

Donnerstag, 19. April 2007

Wenn des Wörtle "wenn" net wär …

… wär mei Vadder Millionär.

Schade, dass weder er noch ich in Talern baden können, sonst hätte ich mir heute zwei bis drei Wünsche erfüllt.

Auf der Hausmesse (PCP Tour) von PHOTO UNIVERSAL in Fellbach's schmucker Alter Kelter, konnte ich mit dem Canon EF 50mm 1.2 L und dem Canon EF 70-200 4.0 L IS fotografieren.

Als Web-Foto leider nicht sehr aussagekräftig die Bildbeispiele hier:


Canon 5D, EF 70-200mm, 4,0 L IS, 160 ISO

dieses Foto (von Manfred Schufen, Canon) wurde mit 1/40 sec. und bei offener Blende mit 200mm aus der Hand fotografiert.
Sowas würde ich mir im Leben nicht getrauen!

Das Ergebnis ist technisch besser ausgefallen, als manches, was ich mit der lichtstärkeren Variante ohne IS (optisch übrigens ein absolutes Sahnestückchen) mit "freihandtauglichen" Zeiten hinbekomme.


Canon 5D, EF 50mm 1.2 L, 160 ISO

Das zweite Foto ist mit mit 1/400 sec. bei Blende 1.2 belichtet und dürfte deshalb nicht verwackelt sein - ist es auch nicht.

Die Bildqualität bei offener Blende ist tadellos.
Zu sehen ist auch im Web-Foto, wie schön man damit eine Schärfeebene legen kann.

Obwohl das ein schweres Stück Glas ist, sind Kamera und Optik gut ausbalanciert.

Das kleine Zoom hätte ich gerne als Reise- und Herumtragezoom statt meines hochbetagten EF 70-210mm 3.5-4.5 USM (gab es wirklich mal!).

Und das 50er halt so. Und weil's so ein schönes Stück Glas ist. Und bestimmt ein tolles Portraitobjektiv auf der 20D oder auf vergleichbaren Kameras.

Tja, und dann habe ich endlich mal eine Leica M8 mit dem 28-35-50/4.0 Tri-Elmar in der Hand gehabt und auch fotografiert.

Ich fand das Ergebnis, unter schwierigen Lichtverhältnissen, ausgesprochen gut. Leider gibt es nichts zum Vorzeigen, das Foto ist nicht auf meiner Speicherkarte!

So bin ich also - hoffnungfroh glücklich - aber leider nicht wunschlos!

Mittwoch, 18. April 2007

In eigener Sache …

entschuldigt sich der Blogger mit Hinweis auf seine Arbeit

und

macht Hoffnung, dass die neuerliche Lektüre von Roland Barthes "Die helle Kammer, Bemerkungen zur Photographie" sich womöglich (?) in einem Blogbeitrag niederschlagen könnte.

Zumindest habe ich den Eindruck, dass sich mir die Gedankenwelt Barthes heute mehr erschließt, als vor 20 Jahren
und
dass es ein sehr tiefgründiger Beitrag über das "Lesen" von fotografischen Bildern ist.

Dienstag, 17. April 2007

How Photojournalism Is

Erfreulich, dass sich die Beiträge zum Thema "Ethik und Fotojournalismus" häufen.

Hier ein Beitrag von MIKE JOHNSTON in seinem immer lesenswerten Blog "The Online Photographer".

Davor findet sich noch ein Post von RANDY DOTING mit dem Titel "Adobe Tackles Photo Forgeries", mit einem hundsmiserablen Beispielfoto (Adnan Hajj's infamous "cloned smoke" photograph that got him fired from Reuters News Service in 2006) und einem Link auf weitere manipulierte Bilder.

Montag, 16. April 2007

Graue Angelegenheiten: Was ist real?

Grenzverletzung, die 3te:

Nachdem nun recherchiert wurde, dass Allan Detrich ca. 80 manipulierte Fotos veröffentlicht hat …

… noch ein Beitrag zum Thema "Ethik und Fotojournalismus".

Diesmal von Jim Merithew, picture editor beim San Francisco Chronicle, für alle, die den Nerv haben, auf Englisch nachzulesen.

… und es geht doch!


Für eine kleine Zeitschriftenproduktion sollte ich einen Turnschuh am Fuß eines Läufers auf einer Autostraße fotografieren.

Ich hatte die Probleme vorausgesehen.
Und tatsächlich erforderte die gewünschte Perspektive, dass die Kamera direkt am Boden steht. Wie soll Mensch da noch durch den Sucher schauen?

Meine Vorahnung! Ich hatte eine Powershot S3 IS eingepackt. Die herausgeholt, und alles ging ganz easy. Nicht nur wegen Live View. Das allein nützt nicht viel. Es gehört halt ein dreh- und schwenkbarer Monitor dazu!

80 ISO, Zeit u. Blende manuell gemessen, WB auf Tageslicht und mit diesen Werten durchfotografiert.


Unschlagbar - was nur ein Minisensor leisten kann - eine Nahaufnahme mit erstaunlicher Tiefenschärfe, sanftem Schärfeverlauf.
Abgeblendet war nur auf Blende 4 - es treten bei diesen pinhole-Optiken sehr schnell Beugungsunschärfen und damit Auflösungsverluste auf!



Das ging mit dieser Kamera natürlich nur, weil ich die Zeit und Ruhe dazu hatte.

Hier als Beispiel für die erziehlbare Qualität ein 100% Ausschnitt aus dem Foto oben.

Die Grafik hat die Bilder abgenommen!-)

Sonntag, 15. April 2007

Zum Nachdenken / To reflect on / A réfléchir

Das Noema (Sinn-, Erkenntnisgehalt) der PHOTOGRAPHIE ist schlicht, banal, hat keine Tiefe: "Es ist so gewesen."
Roland Barthes, Die helle Kammer, Suhrkamp 1985
The Noema of the PHOTOGRAPHY is simple, banal, has no depth: “It was like that.”
Roland Barthes
Le Noema de la PHOTOGRAPHIE est simple, banal, n'a pas de profondeur: « Il a été ainsi. »
Roland Barthes , La chambre claire, Éditions de l'Etoile, 1980

Freitag, 13. April 2007

Schade …! Apple verschiebt neues Betriebssystem.

Peinliche Panne bei Apple: Die Veröffentlichung der für Juni angekündigten neuen Version des Betriebssystems Mac OS X ist auf Oktober verschoben worden.

Schuld an der Verspätung ist nach Informationen aus Apple-nahen Quellen eine geplante Umbenennung.

Ursprünglich als "Leopard" angekündigt, soll es nun "Knut" heißen.

Allerdings müsen vorher Probleme mit den Namensrechten geklärt werden.

Donnerstag, 12. April 2007

Grenzverletzung: wir sollten mal darüber reden …

Zu einer späten Mittagspause (vielleicht habe ich noch Zeit für einen Post über das was ich vorher gemacht habe?) in der AUSZEIT erschien auch Fotografen-Kollege, Marijan Murat.

Während er seine Spagetti gabelte und ich am Milchkaffe süffelte, kamen wir über ein Stern-Titelbild (Heftnr. 14, Jakobsweg, eine Bildmontage) auch auf das herbe Schicksal von Allan Detrich zu sprechen und darauf, was geht und was nicht.

Da er u. a. auch für eine Nachrichtenagentur arbeitet, ist das für ihn ein absolutes Tabu-Thema: kaum das laborübliche ist möglich, eigentlich nicht mal Staub wegstempeln.
Ist halt schon eine - womöglich sichtbare - Bildveränderung.

Ob es wohl möglich ist, so etwas wie ein kleines Regelwerk für Fotojournalisten zu formulieren?
Mir geht das schon eine Weile durch den Kopf.

Und wenn man mal anfängt - Motivwahl, Perspektive, Ausschnitt, Focus setzen durch Schärfe/Belichtung, Farbe, S/W etc. pp. - kommt man vom Hundertsten ins Tausendste.
Aber irgendwo muss man mal anfangen.

Also nochmal: wie haltet ihr es mit der Religion?
Was ist erlaubt, was nicht?
Was geht noch? Und ab wann gibt es Berufsverbot?

Mittwoch, 11. April 2007

Grenzverletzung?

Ein weiteres Beispiel dafür, wie eine marginale (?) Veränderung an einem Pressefoto eine berufliche Karriere zu einem schnellen Ende bringen kann:

http://www.nppa.org/news_and_events/news/2007/04/toledo03.html

http://detrichpix.typepad.com/allandetrich_picturethis/2007/04/i_know_what_it_.html

Und - wie halten wir's mit der Religion?

Samstag, 7. April 2007

Zum Nachdenken / To reflect on / A réfléchir

"Fotografie. Das ist der Blick. Entweder man hat ihn oder nicht. Man kann ihn verfeinern, und Lebenserfahrung kann dabei hilfreich sein, doch er zeigt sich von Anfang an, auch mit der billigsten Kamera."
Willy Ronis, Gestohlene Momente, Taschen 2005


"Photografie. It's seeing. You've either got it or you haven't. Given the right circumstances, it can be refined, but it's clear from the start even with the cheapest camera."
Willy Ronis, Stolen Moments, Taschen 2005


"La photographie. C'est le regard. On l'a ou on ne l'a pas. Cela peut s'affiner, la vie aidant, mais cela se manifeste au départ avec l'appareil le meilleur marché."
Willy Ronis, Instants dérobés, Taschen 2005



Freitag, 6. April 2007

Tree, Shadows & Whites

Campus of the University of Stuttgart

and some reflections on the wall, you hardly can see.

to C. W.

Dienstag, 3. April 2007

„Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein“


Hans Filbinger, Minsterpräsident a. D. von Baden-Württemberg, Ehrenvorsitzender der CDU, ehemaliger NS-Marinerichter und "furchtbarer Jurist", ist tot.

Filbinger hatte 1945 als Ankläger die Umwandlung einer Haftstrafe in die Todesstrafe für den im November 1943 desertierten 22jährigen Matrosen Walter Gröger gefordert, und auch persönlich das Exekutions-Kommando geleitet.

Filbinger hat den Verlauf der Erschießung kurz und sachlich wie folgt beschrieben:
"»Das Kommando ›Feuer‹ erfolgte um 16.02 Uhr. Der Verurteilte starb um 16.04 Uhr. Die Leiche wurde durch das Wachpersonal gesargt und zum Zwecke der Bestattung abtransportiert.«
Eine Benachrichtigung der Eltern hielt Filbinger nicht für nötig.

Filbinger ist im Kreise seiner Familie in hohem Alter eines friedlichen Todes gestorben. Sein Tod ist Anlass für Gedenken und Würdigung.

Walter Gröger war 22 Jahre alt, als er ermordet wurde? Wer denkt heute an ihn?

Nachschlag

Nachdem ich das Foto "Sonnenbrille" aus meinem vorigen Post ausgedruckt habe, möchte ich noch einmal auf den Artikel "Schwellwert / Threshold" nach einem Artikel "Get Those Highlights Right, and Shadows Too" von Georg Barr hinweisen.

Gerade für's Drucken ist die Technik wirklich prima, weil sie sich lokal und kontrolliert anwenden lässt.

Der weiße Rand der Sonnenbrille hat schöne Zeichnung auf dem Bildschirm. Im Druck kommt das Weiß aber zu gedeckt, so dass die Sonnenbrille nicht die gewünschte Bildwirkung hat.

Ich habe eine Einstellungsebene "Schwellenwert" mit dem Wert 250 darübergelegt. Dann mit dem Abwedelwerkzeug den Brillenrahmen herausgearbeitet. Das Weiß hat danach also Helligkeitswerte von über 250.



Die hier sichtbaren weißen Flächen haben im Druck eine gerade noch erkennbare Zeichnung. Die Brille ist vor dem Abwedeln nicht durch die Ebenen gekommen.

Wenn das gewünschte Ergebins erreicht ist, das so bearbeitete Bild (natürlich ohne die Ebene) unter anderem Namen als spezielle Druckversion sichern.

Viel Erfolg beim Ausprobieren!
Erfahrungen und Ergebnisse können hier gerne weitergegeben werden.

Sonnenbrille / Sun glasses