Dienstag, 20. März 2007

Schwellwert / Threshold

In seinem Artikel "Get Those Highlights Right, and Shadows Too" beschreibt Georg Barr einen kleinen, aber feinen Trick zum Feintuning von Bildern in Photoshop.

Er hat dabei vor allem an Bilder gedacht, die selber ausgedruckt werden sollen.

Habe leider so schnell kein besseres Beispiel

Bilder, die auf dem Bildschirm noch lebhaft und dreidimensionl wirken, verlieren im Ausdruck Dynamik. Vor allem Spitzlichter mit Zeichnung sind davon betroffen, weil das Papierweiß nicht mit der Leuchtkraft des Bildschirms mithalten kann.

Um wiedcr Leben in die Angelegenheit zu bringen, schlägt er folgendes Verfahren vor:

Voraussetzung ist das fertige Bild. Also auch mit abgeschlossener Tonwertkorrektur, bei der wir bereits ganz präzise hellste und dunkelste Stellen sehen und festlegen konnten.

Theoretisch könnte ich jetzt das Bild sichern und an der noch geöffneten Datei für den Druck weiterarbeiten.
Es wäre durchaus möglich, eine neue Ebene "Tonwertkorrektur" anzulegen und den Schieber für die Lichter z. B. auf 250 zu stellen. Damit würden alle im Bild vorhandenen Werte zwischen 250 und 255 rein weiß.

Aber - es ist eine globale Korrektur - es werden eben alle Lichter weiß.
Will ich aber nur in bestimmten Bereichen Spitzlichter stärker ausarbeiten, geht das nur lokal.

Und dafür kann man sich ein simples Werkzeug erstellen. Eine neue Einstellungsebene, Schwellwert 250, Deckkraft z. B. 85%.

Einstellungsebenen Schwellwert 250, Deckkraft 85%

Diese Ebene legt sich als dunkelgrau-opake Schicht über unser Bild, lässt aber alle Tonwerte ab 250 frei. Weil ich das Bild unter der Ebene noch erkennen kann, ist es möglich präzise an bestimmten Stellen des Bildes mit "dodging" und "burning" zu arbeiten.

Man kann Akzente setzen, Konturen nacharbeiten, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Kontur "nachbelichtet"

Durch ausschalten der Ebene lässt sich die Wirkung überprüfen und mit ebenso ausgeschalteter Ebene könnte man das Bild auch auf eine Ebene reduzieren.

Das gleiche lässt sich natürlich auch in Schattenbereichen machen. Hier empfielt sich ein Schwellwert von z. B. 8, ansonsten gleiche Vorgehensweise.

Ergebnis - ich hätte die Zähne auch noch …!

Wer Gefallen daran findet, kann sich die Ebenen mit dem Schwellwert "Licht" und dem Schwellwert "Schatten" jeweils auf eine Aktion legen.

Neue Aktion, neue Einstellungsebenen "Schwellwert", Name "Spitzlichter", Deckkraft 85%, Schwellwert 250, OK, Aufzeichnung beenden.
Enstprechend bei "Schatten".

Viel Erfolg!

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