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Samstag, 13. Oktober 2007

Scharf - schärfer - noch schärfer!

Artikel zu diesem Thema stoßen immer auf das allerschärfste Interesse.
Also, weiter im Takt!





Mit einer handvoll (450$) Dollar, ein bisschen Wagemut und einer Kamera lässt sich so einiges anstellen.

Wer es mal mit echt scharfen Fotos versuchen will, nimmt seinen Mut zusammen und schickt Geld und Kamera zu MaxMax nach Amerika.


Ausschnitt aus dem Foto oben: Canon EOS 5D, links die modifizierte Kamera

Zurück bekommt man dann ein verschärftes Gehäuse.

Und macht dann - endlich! endlich! - scharfe Fotos, die denen einer Leica M8 in nichts nachstehen sollen.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Ama Adhe


Die Tibeterin Ama Adhe Tapontsang kämpft unverdrossen für die Befreiung ihres Landes.
Ama Adhe wurde 1932 im Osten Tibets geboren. 1958 wurde sie wegen Widerstands gegen die chinesischen Besatzer verhaftet. Ihr Mann verschwand spurlos und ihr 4jähriger Sohn kam bei ihrer Deportation ums Leben.
Erst 1985, nach 27 Jahren schlimmster Erlebnisse in verschiedenen Lagern und Gefängnissen, kam sie frei und konnte ausreisen.
Heute lebt sie im indischen Dharamsala. Sie hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die Welt über die Leiden, die das tibetische Volk erdulden muss, aufzuklären, wobei sie ihre eigene Person und ihr persönliches Schicksal bescheiden hintanstellt.








Und weil das hier ein Fotoblog ist, noch ein paar Worte zur Technik:

fotografiert mit Canon 1D MKII und dem EF 2.8/28-80 L, Bl. 2.8, 1/80 sec., 800 ISO, Weißabgleich Auto (ich habe mich entschieden, das warme Kunstlicht beizubehalten).
1600 ISO und eine Belichtungszeit von 1/160 sec. wäre die bessere, weil sicherere Variante gewesen
RAW entwickelt in DxO 5.3, S/W-Umsetzung in DxO Filmpack als Tri-X.

Das Ergebnis hat mich selbst erstaunt: die Bilder haben subtile Tonwertverläufe, sind frei von störendem Rauschen, ohne Detailverlust und ohne hässliches "Verschmieren" (Haare).

Die S/W-Umsetzung wirkt durch die zugefügte Tri-X-Kornstruktur subjektiv schärfer als das Farbbild (unser Auge kann unstrukturierte Flächen wie z. B. Haut nicht scharfsehen, sondern braucht "etwas" zum Festhalten und Fokussieren).

Obwohl "nur" ein 8MP-Bild, bin ich mir sicher, dass das Bild ohne Qualitätsverlust in jeder Größe gedruckt werden kann.
(Zumal wir nicht vergessen sollten, dass auch die Bilder unseres Bayer-Matrix-Sensors bereits Ergebnis einer Interpolation sind!)

So wie zu analogen Zeiten eine Kamera durch neue und bessere Filmtechnologie "upgegradet" werden konnte, so ist das heute durch eine verbesserte Software, in diesem Fall durch eine verbesserte RAW-Engine möglich.
Manchmal gilt halt doch: Soft beats Hard!

Eine gut nachvollziehbare Darstellung meiner Eindrücke ist mit den Web-Fotos leider nicht möglich.

Montag, 1. Januar 2007

Scharf, schärfer, am Schärfsten!

Was man beim Fokussieren beachten sollte. Teil 1


Ich bin mir sicher, der Fokuspunkt lag exakt auf dem Auge . Und jetzt das: die Schärfe liegt hinter dem Gesicht auf der Ziegelwand. Habe ich einen Knick in der Optik? Muss die Kamera zum Justieren?


Was sieht ein AF-Sensor?

Die Pixelanordnung des AF-Sensor ist tatsächlich bis zu drei mal größer (Längenausdehnung), als uns die Markierung im Sucher anzeigt.
Ein ausgewählter Sensor hat also ein deutlich größeres „Sehfeld“, als uns die entsprechende AF-Markierung im Sucher vorgaukelt.

Liegt im direkten Umfeld der AF-Suchermarkierung ein Detail mit höherem Kontrast als von uns anvisiert, wird der Sensor wahrscheinlich darauf scharfstellen. Nicht auf die Gesichtskontur unseres „Opfers“, sondern auf die kontrastreicheren Strukturen einer Ziegelmauer, eines Busches direkt daneben zum Beispiel.

Bestimmte Custom Functions z. B. bei Canon-Kameras (C.Fn. 17), die speziell für Sport- oder Tierfotografie gedacht sind, verstärken diese Wirkung: der Radius des aktiven Sensors wird nochmals ausgedehnt. Bei der Verfolgung kleiner Objekte macht das Sinn. Aber wir verlieren noch mehr die Kontrolle über die tatsächliche Ausdehnung unseres AF-Messfeldes.


Wie stellt die Kamera überhaupt scharf?


Vom Objektiv werden Brennweite und Anfangs(!)öffnung an die Kamera übertragen. Ich erspare mir kamerainterne Abläufe und komme zur Frage aller Fragen: wohin fokussiert die Kamera? Logisch und simpel wäre: die Kamera justiert die Optik so lange, bis am anvisierten Punkt der höchste Kontrast, die höchste Kantenschärfe gemessen wird.

Das stimmt aber nicht (ganz)! Und damit kommen wir nach dem AF-Messfeld zum zweiten Problem.

Folgendes läuft ab: bei Objektiven mit Anfangsöffnung größer als 2.8 (also 3.5, 4.0, etc.) legt die Kamera den Fokus in einen zufälligen(!) Bereich innerhalb der Tiefenschärfe des Objektivs, errechnet aus Anfangsöffnung (nicht Arbeitsblende!) Brennweite und Entfernung des Objekts.

Bei den lichtstärkeren Linsen ab 2.8 und kleiner (also 2.0, 1.4, etc.) wird immerhin schon in einen zufälligen Bereich innerhalb eines Drittels der errechneten Tiefenschärfe fokussiert, was erheblich genauer ist. (Achtung: Extender verschlechtert das Ergebnis wieder!)

Die Kamera jagt nicht nach der höchsten Punktschärfe, sie guckt auch kein zweites Mal nach, ob der Fokus stimmt. Spürt man nach dem Fokussieren noch eine Bewegung, wird nur der Nachlauf des Linsenmechanismus korrigiert.


Zusammengefasst heißt das was?

Theoretisch kann die Kamera exakt auf den Punkt scharfstellen, muss aber nicht. Trotzdem erreicht die Kamera den (Industrie-)Standart für das, was man als „scharf“ definiert (Coming soon: Teil 2).

Mehr können wir nicht, weniger brauchen wir von unserer Kamera nicht zu erwarten. Alles klar!

Mittwoch, 3. Januar 2007

Scharf, schärfer, am Schärfsten!

Was man beim Fokusieren beachten sollte. Teil 2


Ich bin mir sicher, der Fokuspunkt lag exakt auf dem Auge . Und jetzt das: die Schärfe liegt hinter dem Gesicht auf der Ziegelwand. Habe ich einen Knick in der Optik? Muss die Kamera zum Justieren?


Wann ist ein Foto scharf?

Die Antwort kann uns natürlich die 100%-Darstellung am Bildschirm geben.
Wenn ein Bildelement bei dieser enormen Vergrößerung (wir sehen Pixel!) scharf wirkt, ist es bei jeder beliebigen Ausgabegröße ebenfalls scharf.

Am Bildausschnitt kann man ermessen, dass wir das Foto tatsächlich in Postergröße betrachten, hätten wir einen entsprechend großen Monitor. Halten wir dabei auch den Betrachtungsabstand von mindestens der Bilddiagonale ein? Nein, wir schauen wie mit einer Lupe auf das Bild!

Gibt es überhaupt einen Standard?

Tatsächlich ist die Grundlage (Industriestandard) der Schärfebeurteilung ein Print von 6x9 inch resp. 15x22 cm bei einem Betrachtungsabstand von 25 cm. Dies entspricht am Bildschirm ungefähr einer 25%-Darstellung eines Fotos einer Vollformatkamera wie z.B. der Canon 5D.
Bei kleineren Sensoren wäre dann eine entsprechend größere Darstellung nötig, z.B. 50%.

Es gibt noch einen sog. „high precision mode“, bei dem das Foto in 11x14 inch, entspricht 28x35 cm, beurteilt wird. Ob und wo dieser Standard angewendet wird, weiß ich allerdings nicht.

Dies sind also die Grundlagen, nach denen ein Foto als „scharf“ oder „unscharf“ bewertet wird. Und diesen Standart muss ein korrekt kalibriertes Autofokusystem erfüllen können. (Probleme siehe Teil 1)
Mehr können wir auch von unserer Kamera nicht erwarten. Und - seien wir ehrlich - mehr haben wir, als wir noch manuell fokussiert haben, wahrscheinlich selten erreicht.


Also, was ist Schärfe wirklich?

Ein idealer Punkt (das ist natürlich nur eine theoretische Annahme) darf eine Randunschärfe (Circle of Confusion) von 0,035 mm bei einem Vollformat- und 0,02 mm bei einem APS-Sensor nicht überschreiten.
Das galt auch schon zu prähistorischen Zeiten, als man noch Filme in die Kamera lud. Alles klar?

Coming soon: Teil 3: Schlußfolgerungen, was können wir besser machen?

Mittwoch, 13. Mai 2009

Rauschen? - Rauschen!

"Rauschen - dein Freund" überschreibt Ctein seinen Artikel zu einem Nr. 1 Thema der Digitalen Fotografie.
Nicht nur der Artikel ist lesenswert, auch die Kommentare dazu.

So schreibt mir Janne Morén direkt aus dem Herzen, wenn er anmerkt, dass unsere Augen feine Strukturen, wie sie in der Natur vorkommen, brauchen, um Oberflächeneigenschaften zu erkennen und um festzustellen, ob sie korrekt fokussiert sind.

Ich hatte bereits mit den niedrigempfindlichen Farbnegativfilmen meine Probleme, weil sie vor allem in flächigen Bereichen zu glatt und - obwohl sehr fein auflösend - unscharf wirkten.
Heute geht es mir mit digitalen Fotos so, vor allem, wenn übertriebene Rauschunterdrückung kunststoffartige (plasticfantastic) Oberflächen erzeugt, resp. feine Details seifig zuschmiert.

Unsere Augen erwarten und brauchen gerade in Flächen eine feine Mikrostruktur um sich daran "festzuhalten".
Weil diese Mikrostrukturen in Druckverfahren zugefügt werden, erscheinen gedruckte Bilder unseren Augen oft "schärfer" als ihre digitale Vorlage.

Warum nicht, statt Bilder durch überschärfen zu ruinieren, einfach mal mit "Störungen hinzufügen" experimentieren?


siehe auch hier

Dienstag, 6. März 2007

Scharfer Kehrwert, oder was?

Die Artikelserie "Scharf-schärfer-am Schärfsten" ist eindeutig ein Favorit bei meinen geneigten LeserInnen.

Und wenn ich meinen traurig-unscharfen Mond in der Finsternis anschaue, hoffe ich doch, mich mit diesem Foto nicht zu sehr blamiert zu haben?

Also schiebe ich zu Ausgleich noch mal einen Tipp nach, den ich in der Artikelserie zwar schon angesprochen habe, aber vielleicht nicht mit genug Nachdruck.

Gelernt haben wir: "Die Belichtungszeit sollte nicht länger als der Kehrwert der Brennweite sein, sonst kann es zu verwackelten Bildern kommen".

Aber in der Praxis?

Wer das Gefühl nicht los wird, dass seine Fotos - trotz perfektem Focus - nicht ganz die erwartete Schärfe resp. Auflösung haben, sollte mal folgendes ausprobieren:

Kamera auf Zeitvorwahl Tv oder auf Manuell stellen.

Als Belichtungszeit den halben(!) Kehrwert der Brennweite, bei einem Zoom (schwer) den halben Kehrwert der längsten Brennweite einstellen.

Falls die Kamera einen APS-Sensor hat (hat einen kleineren Circle of Confunsion, weil höherer Vergrößerungsfaktor erforderlich ist), muss es ein Viertel sein!

Beispiel: Optik 28-80mm.
Kehrwert der längsten Brennweite wäre 1/80.
Davon die Hälfte ergibt 1/160.
Und für einen APS-Sensor wären das entsprechend 1/320.

Als es die Zwischenzeiten noch nicht gab, waren die Zeiten entsprechend abgerundet: 1/250, 1/500, was natürlich noch sicherer ist.

Belichtung wird dann über die Blende bzw. die ISO eingestellt.

Übrigens: man sollte eine Reduzierung von Tiefenschärfe durch Aufblenden bzw. eine Reduzierung der Auflösung durch Erhöhen der ISO-Zahl nicht überschätzen.

Vor allem die APS-Optiken haben wg. ihrer kurzen Brennweiten ab 10mm eher einen Tiefenschärfeüberschuss.

Tatsächlich erreichen nur wenige Optiken - darunter hauptsächlich Festbrennweiten - unter idealen Bedingungen überhaupt die theoretische Auflösung eines 8-Megapixel-Sensors!

Und zu diesen Bedingungen gehört auch, dass nicht zu sehr abgeblendet wird! (siehe: Diffraction limits your resolution at high f-numbers.)

Wer diesen Rat befolgt, wird sein scharfes Wunder erleben.

Freitag, 19. Oktober 2007

Der Fotograf im Winter

Klamme Finger, abfallende Ohren und eine weiße Haube über unserem Lieblingsplätzchen sollten uns allen eine Warnung sein: der Winter kommt!

Fotografieren wird jetzt sehr schwer bis unmöglich.
Die Ergebnisse sprechen für sich!

Deshalb: Schönwetterfotografen und Ofenhocker wie ich einer bin, sollten jetzt ihre Akkus noch mal aufladen und dann zusammen mit der ganzen Kamera-Ausrüstung staubdicht und feuchtigkeitsgeschützt verpacken.

Nicht vergessen: noch etwas Kaminholz holen und viel heißen Kräutertee trinken.
Ich empfehle den Guten-Abend-Tee von Alnatura.

Der Winterschlaf kommt dann wie von selbst.

In ganz hartnäckigen Fällen: einen Löffel Honig in eine große Tasse stelle, mit 2-4cl Whisky, Cognac, Grappa etc. übergießen, mit heißer Milch auffüllen, umrühren - und GUT is!

Wer es trotzdem nicht lassen kann:

Vorsicht! im Schnee nicht zu kapp belichten! auf das Histogramm achten! Weißabgleich auf 5200K (Tageslicht), sonst kommt das fahle, eisblaue Winterlicht nicht zur Geltung!


Bilder werden in der Kälte zwar nicht schärfer, dafür rauscht ein eiskalter Sensor um bis zu 2! Blenden weniger.






Und die 2 Blenden werdet ihr brauchen!



Die ersten 2 Fotos mit der Canon Powershot Pro 1, Gott hab sie selig.
Das letzte Foto aus dem Artikel: Das Geheimnis des whow!-Faktors

Mittwoch, 1. April 2009

… am Schärfsten - XtraRazorSharp XRS


Scharf!Schärfer!Am Schärfsten! - diese Artikelserie hätte ich mir glatt ersparen können, wenn Photoshop's neuestes PlugIn XRS bereits auf dem Markt gewesen wäre.

Das neuartige Schärfungstool - wie auch die Canon D500 nicht auf der PMA präsentiert - baut auf der PhotokitSharpener Technik auf, allerdings mit dem großen Unterschied, dass Bildtyp, -charakter und -struktur durch einen ausgefuchsten Algorithmus automatisch bestimmt werden.

Den Fotos wird ohne jeden destruktiven Eingriff wie Artefaktbildung, Tonwertaufsteilung bzw. -abrisse etc. und unabhängig vom verwendeten ISO-Wert ein völlig natürlicher Schärfeeindruck verliehen.

Weil gleichzeitig das Bildrauschen analysiert wird, soll es zu keiner Rauschverstärkung in dunklen Bildteilen (Bühnenfotografie!) kommen.

Angeblich soll das PlugIn sogar in der Lage sein, bis zu einem bestimmten Punkt defokussierte Bilder exakt zu refokussieren.

Mit einem modernen AF-System, Anti-Shake-Technik in Kamera oder Objektiv und dieser revolutionären Software ist die Heisenbergsche Unschärfenrelation endlich Geschichte, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Das XRS-PlugIn wird ab Mitternacht europäischer Zeit auf der Adobe-Website zur Verfügung stehen und für schlappe 249$ zu haben sein.

Als besonderes Werbeschmankerl - sicherlich ein Zugeständnis an die wegen der Wirtschaftkrise schleppenden Verkäufe von CS4 - werden 1000 XRS-PlugIns via Internet verschenkt.

Wer um Mitternacht Photoshop CS4 (funktioniert leider nur mit CS4!) startet und etwas Glück hat, kann erfreut zusehen, wie sich das XRS-PlugIn über Softwareupdate automatisch installiert.
Aber eben nur bei den ersten 1000!

Versuchen schadet nichts - wer weiß …?

Mittwoch, 25. Februar 2009

Objektiv-Vermessung mit dem Siemensstern

Abb.1: Siemensstern


Dieser Siemensstern hat 90 weiße und 90 schwarze Kreissektoren. Zur Mitte hin gerät die Auflösung irgendwann an eine Grenze und aus dem Schwarzweiß-Kontrast wird ein Grau, der so genannte Graukern. Ein Siemensstern muss nicht unendlich fein sein, es reicht, wenn er in der Mitte feiner ist als das zu vermessende System. Das kann man z.B. auch dadurch erreichen, dass man die Entfernung vergrößert, mehr dazu weiter unten..)

Mit dem Siemensstern kann die Auflöseleistung einer Beleuchtung-Objektiv-Sensor-Kombination bestimmt werden. Man benötigt z.B. etwa 15 Minuten, um für eine Optik zu bestimmen, wie scharf sie über ihren Blendenbereich abbildet:

Abb.2: Schärfe über Blendenwerten für 8 Optik-Sensor-Kombinationen

Die Beleuchtung ist in der Regel nicht von Interesse und sollte daher standardisiert sein (z.B. bei 200 ASA f5.6 und 1/30 bei +/-0 Belichtung auf den Stern)

Die Aufnahmeentfernung des Sterns ist nicht von Bedeutung!! (Beurteilt wird
nicht die Auflösung am Objekt, sondern auf dem Sensor. Der Stern sollte in vielleicht 2-5 Metern Entfernung fotografiert werden, man kann aber z.B. 1m- und 5m-Aufnahmen unmittelbar miteinander vergleichen, dazu Abbildung 3:

Abb.3: Unterschiedliche Aufnahmeentfernung, gleicher Graukern!

Die drei Aufnahmen sind aus unterschiedlichen Entfernungen aufgenommen, der Siemensstern selbst ist somit jeweils unterschiedlich groß, die Graukerne sind aber - in Pixeln gemessen - (auf dem Sensor) alle gleich groß!

Aus dem Durchmesser des Graukerns kann man die Auflösung der Objektiv-Sensor-Kombination in LP/Bh (Linienpaare auf der Bildhöhe) errechnen (siehe unten). Man kann aber auch bereits diesen Durchmesser (in Pixeln) als Schärfemaß verwenden (solange man nur Optiken testet und nicht unterschiedliche Kameras mit unterschiedlicher Sensorgröße verwendet).

Ein Problem stellt die Größenbestimmung des Graukerns dar. Hier habe ich keine objektive Lösung gefunden, es geht bislang nur ‚mit Augenmaß‘. Zunächst korrigiere ich die Tonwerte der Stern-Fotografie (als jpg fotografiert), indem ich Weißpunkt und Schwarzpunkt auf die Sektoren setze. Dann messe ich (mit dem Photoshop-Auswahlrechteck bei 400%-Ansicht und eben mit Augenmaß) die Breite und die Höhe des Graukerns - aber nur für die horizontalen und vertikalen Strahlen! (die diagonalen werden nicht benötigt). Die Mittelwertbildung von dem horizontalen und dem vertikalen Wert sorgt dann für einen gewissen Ausgleich bei Messfehler. Wenn Reihen (z.B. mehrere Blenden) gemessen werden, stellt das einen weiteren Ausgleich dar (Ausreißer werden erkannt).

Diese Werte sind bereits ein brauchbares Maß für die Schärfe, je kleiner der Durchmesser des Graukerns, umso schärfer das Bild auf dem Sensor. Man kann die Werte z.B. in eine Excel-Tabelle übertragen und ein Diagramm erstellen (siehe oben).

Abb.4: Auslesen d. Graukerns: 68 Pixel (quer) und
70 Pixel (hoch) = 69 Pixel (mittl. Durchmesser)

Neben dem Schärfeverlauf über die Blenden ist natürlich der Vergleich zwischen Bildmitte und Rand interessant oder auch die Frage, welchen Einfluss die kamerainterne Schärfung hat bzw. wo diese ein Optimum findet.

Am interessantesten ist dann aber sicher der Vergleich zwischen verschiedenen Optiken, z.B. um den Bestand zu bewerten, quer zu vergleichen oder bei einer anstehenden Kaufentscheidung.

Will man aber verschiedene Kameras vergleichen, ist die Pixelgröße des Sensors noch wesentlich. Dazu folgende Zusatz-Rechenschritte: Ein Graukerndurchmesser von 68 Pixeln (Beispiel) bedeutet einen Radius von 34 Pixeln: Nach 34 Pixeln - von der Mitte gezählt - wird aus Grau also ein annehmbarer Schwarzweiß-Kontrast, also 2 erkennbare Kreissektoren, also 4° (1 Sektor hat bei diesem Siemensstern 2°). Der Sinussatz gibt für 4° einen Faktor von 7%, was bedeutet, dass die Höhe dieser zwei gerade erkennbaren Linien 7% von 34 Pixeln mißt, also 2,38 Pixel: 2,38 Pixel sind also erforderlich, um eine Schwarzweiß-Kontrast abzubilden (theoretisches Optimum wären genau 2 Pixel: ein schwarzes und eine weißes).

Jetzt kommt die Sensorgröße ins Spiel, üblich ist die Orientierung an der Bildhöhe: Die Nikon D3 hat z.B. 2832 Pixel Bildhöhe, diese geteilt durch die gemessenen 2,38 Pixel je Linienpaar ergibt eine Auflösung von 1190LP/Bh. Mit dieser Kennzahl können jetzt auch verschiedene Kameras/Sensortypen verglichen werden.

Diese Berechnung kann (für den Stern mit 90 Linienpaaren) in folgender Formel zusammengefasst werden:

Auflösung [LP/Bh] = 28,6 * BH/D
mit BH: Sensor-Bildhöhe [Pixel] und D: Graukern-Durchmesser [Pixel]



Die Beschreibungen - Stand 15.02.2009 - sind autodidaktisch erarbeitet und müssen sich nicht mit der sonst üblichen Nutzungsart des Siemenssterns decken. Verbesserungsvorschläge sind willkommen an: a.kleuker(AT)berlin.de

Viel Spaß!
Achim Kleuker




Achim Kleuker, Jahrgang 1968, arbeitet als Fotograf.
Zuvor war der studierte Diplom-Wirtschaftsingenieur als Projektentwickler in Unternehmen der freien Wirtschaft tätig.
Auftragsarbeit verbindet sich mit freier Fotografie: Kleuker arbeitete für die Staatlichen Museen zu Berlin, für die Volkswagen AG, die Kaufhof Warenhaus AG, das Architekturbüro Kleihues & Kleihues und für I. M. Pei.
In die praxisbezogene Arbeit fließt eine spezifische künstlerische Sichtweise ein; jedes Mal gelingt es dem Fotografen, in dem Arbeitsergebnis die eigene Handschrift deutlich zu machen.

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Nach langem endlich mal wieder…

…ein Lesezeichen!

Auf lensrentals.com gibt es eine wirklich interessante Untersuchung über die Streuung der Abstimmung von Objektiven, AF-Systemen und Kameragehäusen: NOTES ON LENS AND CAMERA VARIATION

Ein neuer Aspekt zum Dauerbrenner "Scharf, Schärfer, am Schärfsten"

Samstag, 6. Januar 2007

Scharf, schärfer, Pentax?

Carl Weese, der bereits einen Report über die Pentax K10D gepostet hat, schreibt nun über ein Autofokus-Phänomen bei dieser Kamera, das offensichtlich nur zusammen mit dem 21er Objektiv auftritt.

Donnerstag, 9. September 2010

Warum nur sind meine Fotos nicht schärfer?

… fragen viele verzweifelte FotografInnen.

Doch siehe, wenn die Not am größten, ist Hilfe nah!

Was Sie schon immer über das Scharfstellen wissen wollten, das beantwortet Ihnen jetzt Lloyd Chambers von makingsharpimages.com in:
Making Sharp Images! - for only $44,95
“What’s remarkable is that it took me 5(!) years and thousands of hours of reading various texts, sifting through all the BS and nonsense on various fora, and experimenting with lenses to collect this information in my head. If “Making Sharp Images” had been available 5 years ago, it would have saved me a LOT of time and effort.”
schreibt der gute Lloyd und setzt fort:
“Making Sharp Images is the real missing manual, no matter what digital camera you have.”
Ach Lloyd …
Und alles wirklich nur für vierundvierzigfünfundneunzig?

Ich bin doch nicht blöd! Dies ist mein Laden! Und - kost nix!

Gell?

Montag, 8. Dezember 2008

Fundstücke: Weniger ist mehr

Die neue Ausgabe des Digital Journalist ist online, lesenswert wie immer.
Besonders hinweisen möchte ich auf den Kommentar Less is More von Bill Pierce.
Er spricht mir aus dem Herzen!

Hinweisen möchte ich auch auf die Tech-Tips-Kolumne von Chuck Westfall.
Es finden sich hier Hinweise zum Technik-Thema Nr. 1: Scharf- Schärfer-Am Schärfsten!

Sonntag, 7. Januar 2007

Scharf, schärfer, am Schärfsten!

Was man beim Fokussieren beachten sollte. Teil 3

Ich bin mir sicher, der Fokuspunkt lag exakt auf dem Auge . Und jetzt das: die Schärfe liegt hinter dem Gesicht auf der Ziegelwand. Habe ich einen Knick in der Optik? Muss die Kamera zum Justieren?


Was Sie schon immer über das Scharfstellen wissen wollten, …


  • Bei möglichst viel Licht auf Stellen mit hohem Kontrast scharfstellen :-)
  • Längste Verschlußzeit aus der Hand ist der Kehrwert der verwendeten Brennweite!
  • Bei Vollformat mit 50 mm Objektiv also 1/60. Bei APS-Sensoren und gleicher Brennweite aber 1/125!
  • Bewegungsunschärfen gerade bei Menschen (die reden) nicht unterschätzen!
  • AI Servo nur bei bewegten Objekten einsetzen. Wenn sich nichts bewegt, können die internen Rechenroutinen der Kamera zu Unschärfen führen.
  • Achtung Beugungsunschärfe/Diffraktion! Weitwinkel-Optiken nicht zu stark abblenden. Sehr heikel bei den extrem kurzen Brennweiten (z. B. 10-22 mm), wie sie bei Kameras mit kleinen Sensoren eingesetzt werden.
  • Achtung bei Recomposing/Neuausrichtung nach dem Fokussieren! Wenn bei Entfernungen bis ca. 5 m z. B. mit dem zentralen Sensor z.B. auf die Augen fokussiert wird, danach das Objektiv für das endgültige Bild geschwenkt wird (Portraits!) liegt der Fokus plötzlich hinter dem Objekt. Die Strecke Objektiv-Auge ist länger als nach dem zurückschwenken Objektiv-Gürtelschnalle. Wer eine Skizze macht und die Strecken vergleicht, sieht das Problem sofort. Punktschärfe ist eine Ebenenphänomen, Tiefenschärfe geht in den Raum. Also besser das AF-Messfeld verschieben, wir haben ja so viele.
  • Aus technischen Gründen (Anti-Aliassing-Filter) brauchen digitale Bilder eine Nachschärfung. Schärfen wirkt sich aber auf kontrastreichen Details stärker aus, als auf Flächen (Gesicht!). So kann der Eindruck entstehen, die Schärfe läge „hinter“ dem Objekt.
  • Kontrast und Farbsättigung können den Schärfeeindruck beeinflussen, aber auch der verwendete Farbraum: Adobe RGB kann unschärfer wirken als sRGB.
  • Unstrukturierte Flächen: wer noch mit Film gearbeitet hat, weiß, dass eine sichtbare (Korn-)Struktur den subjektiven Schärfeeindruck erhöht. Das Auge braucht was zum Festhalten!

Ich hoffe, jetzt hat sich einiges geklärt der und Autofokus stellt scharf wie gewünscht.
Zeit, sich wieder den Bildinhalten zu widmen!
Wenn es Fragen gibt, einfach kurzen Kommentar schreiben, die Antwort kommt!

Montag, 30. April 2012

Scharfe Sache das! – Raw Photo Processor 64

Canon 7D mit EF 1.4/50mm, 1/160 sec., f 1.4, Auto ISO. entwickelt in DxO, 100% Ausschnitt


War mit einigen Fotos aus einer Serie über einen Kamelhof im Schwarzwald nicht zufrieden.

Einige der Bilder waren nicht auf den Punkt fokussiert – shit happens!

Bin im Zusammenhang mit Auflösungstest an neuen Nikon D800e auf den Rawkonverter Raw Photo Processor 64 aufmerksam geworden und habe ihn mal alternativ zu DxO ausprobiert.

Ich habe versucht, das (unscharfe!) Bild in beiden RAW-Konvertern so übereinstimmend wie es mir möglich war zu entwickeln.

Mit DxO war es trotz des einzigartigen Tools Lens Softness nicht schärfer zu bekommen, ohne dass erste hässliche Artefakte (schwarze Punkte) z. B. in den Haaren im Ohr sichtbar wurden. (320 ISO!)

Nachschärfen war z. B. mit Lens Kit Sharpener ebenfalls nicht mehr möglich, wollte ich Artefakte vermeiden.

RPP hat etwas mehr sichtbares Rauschen, wirkt vielleicht eine Idee zu überschärft (könnte man zurückdrehen), aber der Unterschied ist doch eklatant.

Bemerkenswert ist auch der lebhaftere Binnenkontrast, der natürlich zum besseren Schärfeeindruck beiträgt.

Auch wenn RPP in diesem Fall besser abschneidet: DxO bleibt mein "working horse" RAW-Konverter, mit dem sich zügig und qualitativ hochwertig arbeiten.

Wenn man die Bilder durch anklicken auf Originalgröße (800px) vergrößert, wird der Unterschied deutlicher sichtbar.


Canon 7D mit EF 1.4/50mm, 1/160 sec., f 1.4, Auto ISO. entwickelt in RPP, 100% Ausschnitt