Dienstag, 23. Januar 2007

Das Geheimnis des whow!-Faktor's / The secret of the whow!-factor

Whow, super Bilder, wie macht der das bloß?

Warum sehe ich die guten Bilder immer nur bei den Kollegen und meine, na ja, nicht schlecht, aber irgendwie … ?

Wollt ihr wirklich wissen wie's geht?

Also zuerst mal in den Bio-Supermarkt, Olivenbrötchen , Olivenöl, Tomatenmark, bayrischen Kartoffelsalat (den, mit der eingebauten Gabel) und einen Becher Fruchtmolke, Geschmacksrichtung Limette. Jetzt geht es schon besser!

Aber im Ernst!

Es gibt die guten Bilder (unser professioneller Standard?), es gibt die Fotos, auf die wir länger als 4 Sekunden schauen - und - es gibt sie tatsächlich, die Bilder mit dem Whow-Faktor.

Die grundsätzliche Frage ist natürlich, ob solche Fotos im journalistischen Alltag überhaupt ein Zuhause finden. Sind wir doch in einem Netz von redaktionellen Ansprüchen, technischen Problemen und der Auseinandersetzung mit vorgefundenen Tatsachen verstrickt.

Es ist unsere Leistung, daraus druckbare, aussagekräftige, eben "journalistische" Fotos zu machen, die den üblichen professionellen Standards entsprechen.
Und wenn man dann noch einen guten Tag und ein Quentchen Glück hat, ja dann kommt auch mal ein Bild mit Whow-Faktor raus.

Wahrscheinlicher ist aber, dass so ein Foto eher dann entsteht, wenn es überhaupt nicht beabsichtigt ist. Ein Schnappschuss, flüchtig gesehen und locker fotografiert, kein Auftrag, kein Verwendungszweck. Ein nettes Bildchen. Vielleicht wandert es ins Archiv. Und taucht dann, was für ein Zufall, Monate später, wieder auf.

Und dann sehen wir das Potenzial, das in ihm steckt.
Wir legen eine Ebene "Tonwertkorrektur" an, setzen Schatten, Lichter, verschieben Mitteltöne. Es blitzt etwas auf.

Wir duplizieren die Hintergrundebene und wenden ein "local contrast enhancement" an. Es blitzt schon mehr.

Trotzdem, das Bild ist noch zu sehr Reproduktion, zu zweidimensional, die Lichter leben noch nicht. Ein weiterer Versuch mit einem "gausian blur overlay". Ganz prima!

Aber die Lichter sind jetzt zu undifferenziert. Also mit "Tiefen/Lichter" noch mal nachgebessert - und WHOW!

Natürlich sind auch andere Aspekte wichtig: steht das Motiv in einem Umfeld, füllt es den Bildrahmen, sprengt es den Rahmen? Lebt das Motiv von der Farbe oder arbeitet die Farbe gegen die Aussage? Braucht es schwarz-weiß zur Abstraktion?

Auge, Kopf und Bauch, technische Perfektion, Leidenschaft, Mitgefühl und ein Gespür für den "Moment" schaffen gute Fotos - und manchmal etwas mehr.




Whow, super pictures, how he is doing that?

Why do I see good pictures only with the colleagues and my own work, not bad at all, but somehow…?

You really want know how it works?

At first go to the bio supermarket, buy some olive bread, olive oil, tomato mark, bavarian potato salad (that, with the inserted fork!) and a cup fruit whey, flavor Limette. Now here we go!

But seriously!

There are the good pictures (our professional standard?), there are the photos, on which we look longer than 4 seconds - and - they really exist, the pictures with the whow-factor.

The fundamental question is, whether such photos find a home in the journalistic everyday life. We are nevertheless captured in a net of editorial requirements, technical problems and what we find on location. It is our achievement, to take printable, meaningful, “journalistic” photos, those correspond to usual professional standards. And if one has a good day and a little bit of luck, then he could take a photo with a whow-factor.

However, more probable it is, that such a photo develops rather if it is not intended at all. A snapshot, seen by accident and easy captured without an purpose intended. A nice little picture.

Perhaps it moves in the archive. And dips then, months later, for coincidence. And there we see the potential, which is within.

We put on a new layer “tone correction”, set shade, lights, shift central tones. It flashes somewhat.

We duplicate the background layer and turn on a “local contrast enhancement". It flashes already more.

Nevertheless, the picture is still too much a reproduction, two dimensional, the lights do not live yet. A further attempt with one “gausian blur overlay”. Completely great!

But the lights are now too undifferentiated. Thus with “depths/lights” once again improved - and WHOW!

Naturally other aspects are also important: does the motive stand in a surrounding field, does it fill the picture frame, does it blow out of the frame? Does the motive live with the color or does the color work against the statement? Does it need black-and-white for abstraction?

Eye, head and belly, technical perfection, passion, sympathy and a feeling for the “moment” can create good photos - and sometimes somewhat more.

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