Donnerstag, 13. Dezember 2007

Landschaft

Landschaft am Westrand der Schwäbischen Alb
Canon EOS 5D, 1,8/50mm, Bl. 4, 1/250 sec. bei 100 ISO


Redaktor K. würde sofort zum Telefon greifen: da kommt doch noch mehr? und wo ist das Hochformat?

Ich bin vier mal an der Kulisse (Dürbheim mit Albtrauf/Risiberg) vorbeigefahren, zweimal am Vormittag, zweimal am Nachmittag.
Beim vierten Mal hat es geklappt, ich habe einen Standort für das Foto gefunden. Ob das Licht vormittags besser war?

OK, National Geographic wird es nicht als Doppelseite drucken.
Und ich bin kein Landschaftsfotograf.
Sei's drum - es ist mein Bild.

Mehr zufällig nimmt das Foto ein Thema vorweg, das mich gerade umtreibt: wie funktioniert Sehen und was sind die Konsequenzen für die Bildgestaltung.

Das Bild bietet - in gewissen Maßen - die Möglichkeit sowohl Details zu fokussieren, als auch der undeutlichen, symbolhaften Wahrnehmung der weiteren Umgebung.

Außerdem lässt sich hier sehr schön die "Chamäleon-Eigenschaft" der klassischen Normalbrennweite zeigen: fotografiert mit einem 50mm Objektiv könnte man ungestraft behaupten, es sei mit einem 35er oder gar 28er aufgenommen.

Das 50er: klein und leicht, lichtstark und optisch erste Sahne - vielleicht doch eine Universalbrennweite?

oder so?

Kommentare:

  1. Ich finde das Farbfoto besser. For what it's worth... Brings out the foreground - background separation?

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  2. Ich finde das Farbfoto auch besser. Die hier teilweise sehr feinen Details kommen besser raus. Zudem ist mir im SW-Foto die Randabdunklung zu stark, manche Bereiche saufen zu sehr ab, die in Farbe noch zu sehen sind.

    Der irritierende Kontrast zwischen dem braunen Vordergrund, dem grün überhauchten Mittelgrund und dem weißgrauen Hintergrund gibt dem Bild etwas schön Surreales, für mich der dominierende Reiz des Bildes, der in Farbe noch betont wird.

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