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Freitag, 31. Oktober 2008

DxO 5.3 vs. Adobe Camera Raw 3.7

Vorausschicken möchte ich, dass sich die von mir beschriebenen Probleme von DxO mit der aktuellen Version 5.3 erledigt haben.

Die Bugs sind beseitigt, das Programm läuft stabil ohne Abstürze auf einem G4 Powerbook unter OS X 10.4.11.

Hausaufgaben gemacht! Prima!

Nachdem DxO also voller Stolz die neue RAW-Engine präsentiert hat und u. a. ein Beispiel mit einem um 3 Blenden unterbelichteten Bild zeigt, versuche ich noch einmal einen Vergleich von DxO und ACR.

Fotografiert habe ich mit einer Canon 5D, EF 16-35 L, ISO 12.800 (zuerst mit 1600 ISO nach Histogramm korrekt belichtet, dann um 3 Blenden knapper belichtet mit 1/160 sec., Bl. 4.

Die Bilder sind nicht nachbearbeitet.

Hier die Ergebnisse (zur besseren Ansicht die Bilder in neuen Tabs öffnen):


Adobe Camera Raw

DxO, kein Rauschminderung

DxO mit Rauschminderung wie unten angegeben



ACR (100%)


DxO (100%) 0hne Rauschminderung

DxO (100%) mit Rauschminderung wie unten angegeben


Die Entwicklung der Bilder war so identisch wie eben mit zwei unterschiedlichen Programmen möglich.
Farbtemperatur 3400K, Rauschminderung bei beiden Programmen gleich eingestellt: Luminanzrauschen 25, Farbrauschen 50.


Bei DxO habe ich "Lighting" und "Randabschattung" abgeschaltet, da diese Funktionen hochempfindliche Bilder mit "Bühnencharakteristik" eher kaputtentwickeln, weil Schattenbereiche zu stark angehoben werden und dadurch Rauschen dort auch extrem verstärkt wird bzw. "Banding-Effekte" verstärkt sichtbar werden.

Bei einem Versuch habe ich bei DxO zudem "Noise", also die Rauschminderung, ganz abgeschaltet.

Entwicklungszeit auf meinem Rechner: bei DxO 165 sec., bei ACR ca. 10 sec.
Man darf aber nicht vergessen, dass DxO via Lensmodul die optischen Fehler der Kamera/Linsenkombination herausrechnet.


Die Ergebnisse können beurteilt und gerne diskutiert werden.

Nachtrag vom 03.11.: siehe auch hier


Freue mich, dass sich jemand aus der Deckung getraut: ein bemerkenswerter Kommentar von Thomas Geiger
"Und wenn man dann noch gleich die Grübelfalten weggemacht bekommt...
Ich weiß nicht, was mir besser gefällt? Das DxO wirkt irgendwie künstlich. Das ist aber natürlich subjektiv. Doch für mich schaut das ACR einfach "echter" aus. Trotz Rauschen. So wie man halt bei 1600 ASA (oder 33 DIN - falls noch jemand den Begriff kennt) gerne auch eine entsprechende Kornstruktur hingenommen hatte. Aber heute muss alles einfach clean sein: 12000 ISO und die Haut des Models - das Glühlampenlicht haut der Weißabgleich raus, die Pickel und auch gleich noch die Objektivfehler das DxO. Und dann am besten noch ein HDR. Software sei Dank.
Irgendwann hol ich meinen alten Tri-X wieder raus - oder gibt es gar den HP5 noch?
Ich glaube ich werde alt."




Donnerstag, 10. Juli 2008

Adobe Camera Raw versus DXO 5.2

aus ACR

aus DXO 5.2


aus ACR


aus DXO 5.2


Aufnahme mit einer Canon 5D und EF 70-200mm L bei 3200 ISO.

Die Bilder sind 400 x 400px Ausschnitte, stellen also exakt die 100% Bildansicht dar.

JPG ohne Weiterverabeitung direkt aus den RAW-Konvertern.
In beiden Programmen wurde keine Schärfung (USM) und keine Rauschminderung vorgenommen.


Meine Meinung:

DXO liefert ein detailreiches, besser aufgelöstes und schärferes Bild mit besserem Binnenkontrast.

Die höhere Schärfe führe ich u. a. auch auf die Korrektur von Objektiv"schwächen" durch Lens Softness zurück. Dahinter steckt ein Modul mit Korrekturalgorithmen für eine spezifische Kamera/Objektiv-Kombination.

Einen Vergleich mit abgeschalteter Lens Softness halte ich für nicht sinnvoll, weil gerade die individuellen Module zur Objektivkorrektur ein Kernstück der Software sind (wer sich erinnert: am Anfang mussten die Kamera/Linsen-Module noch einzeln gekauft werden).

Bei einem, mit ACR vergleichbaren Luminanzrauschen, liefert DXO ein Bild mit deutlich weniger Farbstörungen und hat damit auch hier die Nase vorn.

Übrigens: Rauschunterdrückung führt bei beiden Konvertern zwar zu glatteren Flächen, aber auch zu Detailverlusten und unschönen Verschmierungen in feinen Details wie Haaren, Gras etc.
Wenn unbedingt nötig, dann mit Vorsicht anwenden. Ich selbst habe mit Ergebnissen wie im DXO-Beispiel keinerlei Probleme.

Die Version 5.2 von DXO läuft stabiler als die Version 5.1, Abstürze gab es bisher* nicht.
Allerdings gibt es noch immer das Phänomen der verpixelten Bilder, vor allem beim Vergleich zwischen Original und bearbeitetem Bild.

DXO ist ein resourcenhungriges Programm, "untermotorisierte" Rechner wie mein Powerbook G4 haben ihre liebe Not damit.
Das "Entwickeln" einer Datei aus der Canon 5D dauert mit dem PB G4, 2GB RAM immerhin schlappe 3 Minuten! (ein neues Powerbook kann gerne bei mir abgeben werden ;-)

ACR ist dagegen geradezu ein Sprinter.

DXO empfiehlt sich für die Batch-Verarbeitung über Nacht.
Wer sich mit den Entwicklungseinstellungen für die Bilder etwas Mühe gibt, wird am nächsten Morgen mit versandfertigen Bildern belohnt.

DXO kann nicht mehr für sich in Anspruch nehmen, die einzige Software mit integrierter Korrektur von optischen Systemen zu sein.
Aber - ich höre nichts gegenteiliges - sie ist immer noch die Beste am Markt.

Canon und Nikon integrieren in der Zwischenzeit in ihre hauseigenen RAW-Konvertern diese Korrekturen auch - natürlich nur für die eigenen Objektive.

In Four-Thirds-Kameras werden Korrekturdaten für Linsenfehler bereits in der Kamera hinterlegt.

Auch eine P&S-Kamera wie die Ricoh GX 200 kann die optischen Verzeichnungen des festeingebauten Zooms bereits bei der Aufnahme korrigieren.

Uns kann es nur recht sein.
Aber DXO wird der Wind immer stärker ins Gesicht blasen.

Für heute gilt auf jeden Fall: DXO 5.2 ist (k)eine Empfehlung wert.*


*Nachtrag von 11.07.

Die RAW-Engine kann so gut sein wie sie will …
…nachdem ich heute an der Batch-Verbeitung von ca. 30 Fotos kläglich gescheitert bin, muss ich meine Empfehlung wohl revidieren.
Ich werde die Bilder im "guten alten ACR" verarbeiten und kann den Leuten von DXO nur ganz dringend empfehlen, schleunigst ihre Hausaufgaben zu machen, sonst heißt es nämlich bald: 6! Setzen!

siehe auch hier

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Photoshop CS4 kommt mit Camera Raw 5.0

Zusammen mit Photoshop CS4 wird auch eine ganz neue Version von Adobe Camera Raw (ACR) ausgeliefert.

Neu wird sein:
  • die Möglichkeit im Bild lokale Veränderungen vorzunehmen
  • abgestufte Filter
  • "Post Crop" Vignetting
  • variable Deckkraft beim cloning/healing tool
  • verbesserte Auto Adjustment Funktion
ACR wird mehr und mehr zu einer eigenständigen Bildbearbeitungssoftware, womöglich eines Tages die kleine "Fotografenvariante" der mächtigen "großen Schwester" Photoshop.

Allerdings finde ich keinerlei Informationen darüber, ob das neue ACR 5 auch zusammen mit PS CS3 arbeitet.
Ich fürchte nicht!

Das heißt, dass Besitzer von Kameras, die noch nicht im ACR 4.6 gelistet sind, keine Konvertierungsmodule für ihre Kameras bekommen werden - es sei denn, sie kaufen ein Update auf Photoshop CS4!
Das erste ACR-Update 5.1 für die marktfrischen Kameramodelle wird bereits für nächste Woche erwartet.

Donnerstag, 27. Dezember 2007

Ricoh GR Digital II - ein Erfahrungsbericht

Wer die Testberichte der einschlägigen Websites liest, sucht und findet hoffentlich Fakten und Kriterien um z. B. eine bestimmte Kamera im Feld ihrer Mitbewerber einordnen zu können.
Da ich keine Kameras vergleichen kann, keine Versuchsaufbauten zur Objektivierung von Messdaten etc. habe, ist es wichtig zu wissen, nach welchen Kriterien ich urteile.

Ich habe nur ein Kriterium: ist die Kamera ein geeignetes Instrument für die sog. "street photography"?

Ganz klar, die Ricoh GRD II gehört zu der Kategorie von Kameras, die man den Herstellern am liebsten wutentbrannt vor die Füße werfen möchte.

Ein fingernagelgroßer Sensor (1/1,75" CCD) wird vollgestopft mit Transistoren bis zum sprichwörtlichen "geht nicht mehr" (10MP).
Und dieses"Chiple" produziert dann riesige Dateien (RAW-Datei hat 14,4MB) mit denen kaum jemand etwas anfangen kann, die aber viele Rechner zu lahmen Mähren werden lassen.

Den riesigen Datenmengen, die jeder professionellen DSLR zur Ehre gereichen, steht eine miserable Datenqualität gegenüber, aus der man dann bitte - wir können auch RAW! - sich selbst einen Edelstein schleifen soll.

Das schaffen sie schon! Dafür gibt's doch tolle Software!

Soviel zum Ersten.

Zum Zweiten bemerkt man sofort den Zwittercharakter der Kamera.
Mattschwarz, eine anerkannt feine Optik (f2.4/5,9mm equiv. 28mm) und eine ausgesprochen wertige Haptik signalisieren, das ist eine Profikamera.

Bemerkenswert, dass das Ricoh-Benutzerhandbuch 240! Seiten dick ist.
Eine Canon EOS 1D MK II erklärt sich auf 50 Seiten weniger bei gleichen Heftformat!

Der Grund dafür ist, dass die GRD II, wie alle Konsumerkameras, eigentlich ein fertiges Endprodukt liefern soll.
Man geht davon aus, dass die meisten Nutzer die Dateien nicht mehr bearbeiten wollen oder Mangels geeigneter Hard- und Software nicht bearbeiten können.

Deshalb hat allein schon der Menüpunkt "Bildqualtät/Größe" 14 Unterpunkte: 3 RAW-Formate (die leider immer mit einem JPG zwangsverbunden sind) und 11 JPG-Formate!
Wer braucht da noch das Crop-Werkzeug einer Bildbearbeitung?

Gut, zugeben, hat man einmal seine Grundeinstellungen gefunden, ist das Schlimmste überstanden.

Man kann anfangen zu fotografieren.
Und da zeigen sich dann die Stärken der Kamera: sie ist klein, unauffällig, absolut geräuschlos und dank manueller Belichtungs- und "Schnappschusseinstellung" auch ziemlich reaktionsschnell.

Ich fotografiere mit manuell eingestellter Belichtung, vorfokussiert (sehr schön die blendenabhängige Tiefenschärfeanzeige auf der Entfernungsskala!), auf RAW (DNG!) im größten Format (3:4), Schärfe und Kontrast auf -2, Intensität (Sättigung?) auf -1.

A propos Tiefenschärfe (alle Brennweiten ergeben den identischen Bildwinkel):
Ricoh, Brennweite 5,9mm, bei Bl. 2,4 und Einstellung auf 2,5 m, Tiefenschärfebereich von 1,24 bis unendlich.
Canon 5D, Brennweite 28mm, Bl.8 gleiche Einstellung, von 1,42 bis 10,3m
Canon 20D, Brennweite 17mm, Bl. 5.6, gleiche Einstellung, von 1,3 bis knapp unendlich.
(berechnet mit DOF-Master)

Für die Straßenfotografie ist das nicht ganz unbedeutend.
Brauche ich mit der 5D für Bl. 8 und 1/250 sec. z. B. 800 ISO, kann ich mit sogar etwas mehr Tiefenschärfe die Ricoh mit Bl. 2,8 und 1/250 sec. aber mit 100 ISO einsetzen!
Damit kann sie in diesem Bereich zumindest etwas punkten.

Wer mit "Auto ISO" fotografiert - warum nicht? - kann den ISO-Bereich nach oben begrenzen.
Ich habe 800 ISO als Obergrenze fixiert.

Die DNG-Dateien verarbeite ich in Adobe Camera Raw.
Bei einem Vergleich mit Silkypics sehe ich in ACR etwas weniger Farbstörungen, auch weniger chromatische Aberation (ist auf diesem Ausschnitt nicht zu sehen).
Das hat aber womöglich damit zu tun, dass ich mich mit ACR besser auskenne.

Adobe Camera RAW, 400 ISO, 100% Ausschnitt

Silkypics, 400 ISO, 100% Ausschnitt

Für einen korrekten Eindruck sollte man die beiden Ausschnitte aus einem 64,5 x 48,4 cm großen Bild
aus mindesten 80cm Abstand (Bilddiagonale!) betrachten!
50x60 cm war übrigens das größte fertig konfektionierte Fotopapier!


Luminanzrauschen lasse ich wie es ist, eine Verbesserung führt nur zu Detailverlusten, außerdem habe ich gegen eine "Kornstruktur" nichts einzuwenden.
Häßlich finde ich eher die oft verschmiert wirkenden Artefakte durch zu starke Rauschminderung

Wichtig ist eine sensible Nachschärfung - ich nutze dafür PhotoKit Sharpener.

Wie alle kleinen Point&Shoot-Kameras neigt die Ricoh zu ausgefressenen Lichtern (zu geringer Dynamikumfang).
Je nach Lichtverhältnissen muss deshalb 1/3 bis 1 Blende knapper belichtet werden, was wiederum das Rauschen in den Schatten verstärkt.

Das Kamera(luminanz)histogramm ist leider wenig aussagekräftig.
Deutlicher ist die Rückschaueinstellung "Weißsättigung".

Sinnvoll: eine belegbare Funktionstaste (Fn), mit der man z. B. zwischen AF und Fixfocus umschalten kann.
Dazu kommt ein ADJ-Schalter, mit 4 Funktionen belegbar, z. B. mit ISO, WB oder Belichtungsmessmethode, auf die man so relativ schnell Zugriff hat, aber auswählen und bestätigen muss.

Ein netter Gimmick ist eine "Ausrichtungshilfe", die nicht nur optisch, sondern auf Wunsch auch akustisch z. B. wenn mit externem Sucher fotografiert wird, eine exakte horizontale Ausrichtung ermöglicht.

Nebenbei sei noch eine "Schräg-Korrektur" erwähnt, die stürzende Linien gerade rücken kann und eine "Text-Funktion" mit der Private Eyes und Spione Dokumente kopieren und in einer Software verwalten können.

Erweitert werden kann die GRD II mit einem Weitwinkel- und einem Telekonverter auf 21mm resp. 40mm bezogen auf das KB-Format.
Dazu passende Sonnenblenden und externe Sucher sind ebenfalls vorhanden.

Ist die Ricoh GRD II damit eine "Leica für Arme"?
Ein brauchbares "Street Photography Device" auf jeden Fall!

Betrachtet man die Preisrelation - die Ricoh gib es mit Objektv für ca. €470, die Leica "ohne alles" für das 10fache - dann sieht man mit etwas anderen Augen auf die Leistungen der "kleinen Schwarzen".

So, dabei will ich es für heute belassen.

Fotos, die ich mit der Ricoh mache, werden weiterhin im Blog zu finden sein.
Sie hat also vorläufig einen Platz in meiner Manteltasche gefunden - trotz aller Kritik.

Wenn das keine Empfehlung ist?

Donnerstag, 13. September 2007

Workflow_2

So, der Termin ist erfolgreich erledigt, die Dateien sind doppelt - auf Rechner und CF-Karte - gesichert.
Jetzt kann es an's edieren gehen!


Wir haben einen Stapel auf's Höchste gesicherter Daten auf unserer externen Archiv-Festplatte.

Wenn es sich um einen größeren Termin gehandelt hat, womöglich mit unterschiedlichen Situationen, Personen, etc. müssen wir die Daten jetzt edieren.

Edieren heißt nicht, die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen.
Edieren heißt, eine gute Auswahl für die Auftraggeber zu treffen.

Ein einmaliges Durchschauen der Fotos reicht in der Regel nicht aus.
Wenn wir schon mehrfach über die Bilder gehen müssen, können wir das gleich mit notwendigen Arbeiten verbinden.

Wir öffnen unseren Archivkatalog, suchen das Foto, mit dem unser Auftrag beginnt, wechseln dann in die Bildschirmpräsentation.

Bei Expression Media lässt sich zum Einzelbild ein Histogramm und eine Lupenansicht einblenden.
Wir schauen alle Bilder durch, lassen sie auf uns wirken.

(Übrigens: ich kann ich mit der Möglichkeit Bildern durch Bewertung (Sternchen etc.) in eine Rangfolge zu bringen nichts anfangen.)

Nur wenn ein Bild absolut(!) keinen(!) technischen oder inhaltlichen Ansprüchen genügt, löschen wir es.

Wir hätten - damals - niemals ein Negativ aus einem Streifen geschnitten, auch wenn es vollkommen schwarz oder weiß war - deshalb auf 100% Sicherheit gehen - im Zweifel für den Angeklagten!

Jetzt wird es speziell, softwarespezifisch.
Es ist eben ein individueller Arbeitsablauf.

Ich fotografiere in der Regel RAW-Dateien und “entwickle” sie in DxO.

Gründe: es gibt für meine Kameras und die meisten meiner Objektive spezielle Module in diesem Programm.
Sei auch der RAW-Konverter nicht besser (aber auch nicht schlechter!) als ein Adobe ACR, Capture One u. a., so bewirken doch die Optikmodule wahre Wunder.

Unschärfen durch Kontrastarmut, Farbfehler, purple fringing, Verzeichnung, geometrisch Korrekturen bei WW-Zooms, Vignettierung werden herausgerechnet. Es gibt highlight-recovery und lighting, das lokal Kontraste ausgleicht.

In RAW-Dateien sind keine Kameraeinstellungen eingebunden. Sie sind nur angeheftet, nicht wie bei JPEG ins Bild eingearbeitet.

Somit sind nachträgliche Einstellungen möglich:

  • An vorderster Stelle: Weißabgleich und Belichtung.
  • Bei der Belichtung sind bis zu ± 3 Blenden drin!
  • Wer mit mehreren unterschiedlichen Gehäusen (20D, 1D MKII, 5D) arbeitet kann allen Bildern die Farbcharakteristik eines einzigen Gehäuses (5D) zuordnen.
  • Zusammen mit einem konstanten Weißabgleich und dem Belichtungsausgleich sind situationsbezogene konsistente Ergebnisse zu erreichen.
  • Ich bekomme JPEG's die entweder keine, oder nur marginale Nachbearbeitung brauchen

Ich öffne den Archivordner also in DxO und wähle in der Regel alle(!) noch darin vorhandenen Bilder zur Weiterverarbeitung aus.

(Übrigens: ich kann mit den bei einigen Programmen in Mode gekommenen "Projekten" nichts anfangen. Auch das Edieren muss nicht in die Verarbeitung. Allerdings kann das All-In-One-Prinzip für Mobilarbeiter Sinn machen.)

Da die Konvertierung von größeren Datenmengen in der Regel über Nacht erfolgt (habe ein G4 PB!), ist es unwichtig, wie viele Bilder verarbeitet werden.
Ich möchte beim nächsten Edieren - nach der Konvertierung zu JPEG's - auf jeden Fall noch einmal alle Bilder zur Verfügung haben.

Zusammenhängende Bildserien (Belichtungscharakteristik) werden mit den gleichen Einstellungen (copy and paste) versehen.

Dann werden die Ausgabeparameter eingestellt: tiff, jpg oder dng, oder alles zusammen. Bildgrößen (z.B. volle Größe + 10/15 + Webauflösung, Kompressionsfaktor bei JPG, Auflösung, Ordername und Ort an dem die verarbeiteten Bilder abgelegt werden sollen.

You press the button …

Am nächsten Tag in Expression Media einen neuen Katalog öffnen, den Ordner mit den verarbeiteten Bildern auf das Fenster ziehen, als Thumbnail-Größe z. B 640 px einstellen und die Bilder mit frischen Augen durchgehen.
Natürlich geht das auch im Präsentationsmodus.

Jetzt kann man Entscheidungen treffen, kann -überlegt - löschen.
Die Fotos sind ja alle noch im Archiv vorhanden.

Schlussredaktion, vielleicht schaut ein Kollege drüber.

Bilder korrekt beschriften (z. B. in iptc-Batch), CD/DVD brennen (Toast), senden (mit Expression media per Email; mit itcp-Batch, Cyperduck oder filezilla per ft.

(siehe auch: kleine Helferlein)

Noch ein Wort zu den EXIF-Dateien: ich bin der Meinung, dass Informationen über Kameras, Optiken, benutze Software, Uhrzeit und bald auch GPS-Koordinaten niemanden etwas angehen.
Bilddateien ohne angehängte EXIF-Dateien werden außerdem etwas kleiner.

Um diese Anhänge vor dem Versand/Brennen zu Entfernen, gibt es einige Programme, u. a. SnapsCleaner.
Wird aus iptc-Batch versandt, werden die EXIF-Daten auch gelöscht.

Alles in trockenen Tüchern?

Ab und an auch mal einen Print machen, einfach so.
"The proof of the pudding is in the eating!"

CF-Karten neu formatieren!

Fertig!

Jetzt könne wir nur noch warten!

Montag, 28. November 2011

The Cameraman – und anderes…




Der kleine Film problematisiert ein ein höchst bedenkenswertes Phänomen: Ich habe damit – was passiert, wenn zwischen Dir und der Wirklichkeit ein Objektiv ist – so meine eigenen Erfahrungen gemacht, weiß aber keinen Weg aus dem Dilemma.



Eigentlich wollte ich eine kleine Rezension über das am 30. November veröffentlichte Update DxO Optics Pro 7 schreiben.
Allerdings waren die Ergebnisse eines ersten "shoot out" zwischen DxO 7 und Adobe Camera RAW so überraschend uneindeutig für mich, dass ich noch einige Erfahrungen sammeln möchte.

Mein erster Eindruck: DxO (endlich schnell geworden!) liefert – nicht überraschend – die "glatte" Oberfläche, hat lebhafte Binnenkontraste, weist aber eine etwas unregelmäßige Kornstruktur auf und wirkt, vielleicht weil sich das Auge nicht so gut "festhalten" kann, etwas verschwommen.

Ganz auffallend und keine leere Versprechung ist die Fähigkeit Zeichnung in stark gesättigten Bereichen zu erhalten.
Ist bei ACR von einer Leuchtreklame nur noch die weiße Kontur erhalten, liefert DxO volle Zeichnung und Farbe im Leuchtkörper – erstaunlich.

ACR hat deutlich prägnanteres Korn (was aber dem visuellen Schärfeeindruck keinen Abbruch tut) und wirkt wg. geringer Binnenkontraste "flacher".



"Ein Tag Deutschland"ist jetzt online.
Mein Beitrag dazu ist jetzt hier komplett zu sehen.



Und zu guter letzt, Weihnachten steht drohend vor der Tür, noch ein Musiktipp für alle, die keine Bayern- und Gefühls-Phobie haben: Hans Söllner, Mei Zuastand

Dienstag, 30. März 2010

Erster Blick auf Adobe Lightroom 3 Beta 2

Adobe Camera Raw ACR, Photoshop CS4

Lightroom 3 Beta 2

Fotografiert mit der  Canon 7D und EF 4/300 L, Bl. 5.6, 1/400 sec., 100 ISO.
Zu sehen ist jeweils ein der Bildausschnitt von 800 x 800 Pixeln aus einer 18 MP-Datei.
Zur Originalgrößenansicht bitte die Bilder in neuem Fenster/Tab öffnen.
Das Motiv ist übrigens ca. 4 km vom Kamerastandpunkt entfernt.

Ich habe versucht, die RAW Datei so identisch wie möglich - wie es halt zwei unterschiedliche Programme zulassen -  zu entwickeln …

Mittwoch, 12. Mai 2010

DxO 6 vs. Lightroom 3 Beta 2

Lightroom 3 Beta 2


DxO Optics Pro v6.2

Fotografiert mit der  Canon 7D und EF 4/300 L, Bl. 5.6, 1/400 sec., 100 ISO.
Zu sehen ist jeweils ein der Bildausschnitt von 800 x 800 Pixeln aus einer 18 MP-Datei.
Zum Vergleich bitte die Bilder in neuem Fenster/Tab öffnen.
Das Motiv ist übrigens ca. 4 km vom Kamerastandpunkt entfernt.
Ich habe versucht, die RAW Datei so identisch wie möglich - wie es halt zwei unterschiedliche Programme zulassen -  zu entwickeln …

Freitag, 9. März 2007

Das Wunder von RAW

entwickelt in Adobe Camera Raw





entwickelt in DxO, Filmpack Fuji Superia HG 1600




Die Kamera baumelte vor der Brust, Schnappschusseinstellung, 1/640, Blende 8.

Die Situation kam überrraschend, ich drückte zweimal ab, ohne die Kamera hoch zu nehmen.

Als ich die Bilder kontrollieren wollte, mußte ich feststellen, dass sich das hintere Einstellrad durch die Reibung an der Jacke gedreht hatte. Ich hatte vergessen, den Knebel umzulegen. Blende stand auf 22, die Bilder waren vollkommen schwarz.

Ich habe trotzdem versucht aus den RAW's noch etwas rauszuholen - und siehe da, es funktioniert, wenn auch mit gewissen Einschränkungen.

Farben und Tonwerte sind erstaunlich gut, aber die Bilder haben sehr prägnantes Rauschen.

Nun stört mich das "Korn" überhaupt nicht, ich finde es gibt den Bildern durchaus einen zusätzlichen Reiz, zumal die Tonwertverläufe intakt sind.

Bei der Entwicklung in DxO, habe ich zusätzlich mit dem "Filmpack" wie "Fuji Superia HG 1600" entwickelt und auch das entsprechende Korn zugefügt.

Erstaunlich, dass zwar das Korn prägnanter ist als bei der ACR-Entwicklung, dafür ist das Bild eine Idee "lebendiger" und hat reinere Farben.

Aber, wie man sieht, Unterschiede sind nur im 100% Ausschnitt sichtbar.


Donnerstag, 6. Dezember 2007

Adobe Camera Raw 4.3.1 Update

Das ACR Update ist hier erhältlich und unterstützt jetzt zusätzlich folgende Kameras:

  • Canon PowerShot G9
  • Nikon D3
  • Nikon D300
  • Olympus E-3
  • Olympus SP-560 UZ
  • Panasonic DMC-L10

Dienstag, 8. Dezember 2009

Winterbild - Dezember ist (k)ein schöner Monat …

GF1 mit Makro-Elmarit 45mm/f 2.8, Bl. 9, 1,6 sec., 100 ISO, RAW entwickelt in RAW Developer




Winter - das geht auch ohne Schnee!

Wäre das nicht ein kleines jahreszeitlich bezogen und besinnliches Thema?
Oder bringt die Kamera für die GUTEN Bilder etwa erst das Christkind?

siehe auch z. B. hier, hier, hier und hier


Noch eine Anmerkung zum Thema "RAW Konvertierung":
ich experimentiere im Moment mit einem unscheinbaren "Nischenkonverter", dem RAW Developer.

Ganz erstaunlich, was dieser Konverter aus RAW Files herausholen kann. Bei einem direkten Vergleich zu DXO kann ich letztendlich nicht sagen, welchem Ergebnis ich den Vorzug geben würde.
Tatsache ist aber, der RAW Developer hat einem Testbild noch Details entlockt, die in DXO höchstens zu ahnen waren.
Und: die Anmutung ist - im Vergleich zum manchmal etwas "plasticfantastic" DXO - tatsächlich mehr film-like.
Verglichen habe ich ein Foto aus der Canon 7D. Denkbar, dass sich DXO angesichts des zu erwartenden Upgrades Anfang 2010 nicht mehr viel Mühe beim kleinen Update mit dem 7D-Modul gemacht hat.
Und - wie man oben sieht - die Konvertierung der GF1 RAW's ist exzellent (via Adobe Lightroom resp. ACR war ich mit den Ergebnissen nie zu 100% zufrieden).




Dienstag, 18. Mai 2010

Kitchen Stories

Panasonic GF 1 mit Lumix 1.7/20mm, Bl. 1.7, 1/60 sec., 100 ISO,
entwickelt in ACR6, leichte lokale Kontrastanhebung in CS5

Kitchen Stories: wer hat sich bei diesem norwegischen Film nicht aufs Köstlichste amüsiert?

Manchmal komme ich mir auch vor wie ein Beobachter, der mit Hochsitz und Notizblock ausgestattet, in der Küche des Probanden platznimmt, um mit den Aufzeichnungen beginnen zu können…

Dienstag, 18. Januar 2011

Arkadien III

Panasonic GH2 mit Pancake 1.7/20mm

„Auch ich war in Arkadien geboren,...
doch Thränen gab der kurze Lenz mir nur.“

dichtete Friedrich Schiller

Der Traum vom irdischen Paradies ist hier am Gelände von "Stuttgart 21" leider schnell ausgeträumt.
Und wenn die Tränen nicht von alleine kommen, hilft unser MP Mappus mit etwas Gas gerne nach…

Aber ich schweife ab…
Zurück zur Fotografie: mit der Version 6.5.3 kann DxO seit heute auch die RAW's der Panasonic GH2 bearbeiten.
Das habe ich (mit diesem 5000-ISO-Bild) ausprobiert und beim zweiten Hinschauen zeigt sich, dass DxO bei der Entwicklung feiner Strukturen ein Quentchen besser ist als Adobe Camera Raw ACR.

Wäre schön, wenn zum Kameramodul auch noch die Optikmodule kommen würden.

Schaun mer mal…

Montag, 1. März 2010

Sonntagnachmittagspaziergang - Zeichen


GF1 mit Makro-Elmarit 2.8/45mm*


W. Eugene Smith schrieb: „Viele Fotografen fanden und finden ihre Sujets in ihrer direkten Umgebung …“


*Das bis auf das "Zeichen" sehr kontrastarme, ja matschige und monochrome Bild ist in Adobe Camera Raw ACR entwicklt und mit DXO Filmpack als Tri-X-Version in S/W umgesetzt.
Lokale Kontraststeigerung LCE in den zentralen Flächen.