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Freitag, 31. Oktober 2008

DxO 5.3 vs. Adobe Camera Raw 3.7

Vorausschicken möchte ich, dass sich die von mir beschriebenen Probleme von DxO mit der aktuellen Version 5.3 erledigt haben.

Die Bugs sind beseitigt, das Programm läuft stabil ohne Abstürze auf einem G4 Powerbook unter OS X 10.4.11.

Hausaufgaben gemacht! Prima!

Nachdem DxO also voller Stolz die neue RAW-Engine präsentiert hat und u. a. ein Beispiel mit einem um 3 Blenden unterbelichteten Bild zeigt, versuche ich noch einmal einen Vergleich von DxO und ACR.

Fotografiert habe ich mit einer Canon 5D, EF 16-35 L, ISO 12.800 (zuerst mit 1600 ISO nach Histogramm korrekt belichtet, dann um 3 Blenden knapper belichtet mit 1/160 sec., Bl. 4.

Die Bilder sind nicht nachbearbeitet.

Hier die Ergebnisse (zur besseren Ansicht die Bilder in neuen Tabs öffnen):


Adobe Camera Raw

DxO, kein Rauschminderung

DxO mit Rauschminderung wie unten angegeben



ACR (100%)


DxO (100%) 0hne Rauschminderung

DxO (100%) mit Rauschminderung wie unten angegeben


Die Entwicklung der Bilder war so identisch wie eben mit zwei unterschiedlichen Programmen möglich.
Farbtemperatur 3400K, Rauschminderung bei beiden Programmen gleich eingestellt: Luminanzrauschen 25, Farbrauschen 50.


Bei DxO habe ich "Lighting" und "Randabschattung" abgeschaltet, da diese Funktionen hochempfindliche Bilder mit "Bühnencharakteristik" eher kaputtentwickeln, weil Schattenbereiche zu stark angehoben werden und dadurch Rauschen dort auch extrem verstärkt wird bzw. "Banding-Effekte" verstärkt sichtbar werden.

Bei einem Versuch habe ich bei DxO zudem "Noise", also die Rauschminderung, ganz abgeschaltet.

Entwicklungszeit auf meinem Rechner: bei DxO 165 sec., bei ACR ca. 10 sec.
Man darf aber nicht vergessen, dass DxO via Lensmodul die optischen Fehler der Kamera/Linsenkombination herausrechnet.


Die Ergebnisse können beurteilt und gerne diskutiert werden.

Nachtrag vom 03.11.: siehe auch hier


Freue mich, dass sich jemand aus der Deckung getraut: ein bemerkenswerter Kommentar von Thomas Geiger
"Und wenn man dann noch gleich die Grübelfalten weggemacht bekommt...
Ich weiß nicht, was mir besser gefällt? Das DxO wirkt irgendwie künstlich. Das ist aber natürlich subjektiv. Doch für mich schaut das ACR einfach "echter" aus. Trotz Rauschen. So wie man halt bei 1600 ASA (oder 33 DIN - falls noch jemand den Begriff kennt) gerne auch eine entsprechende Kornstruktur hingenommen hatte. Aber heute muss alles einfach clean sein: 12000 ISO und die Haut des Models - das Glühlampenlicht haut der Weißabgleich raus, die Pickel und auch gleich noch die Objektivfehler das DxO. Und dann am besten noch ein HDR. Software sei Dank.
Irgendwann hol ich meinen alten Tri-X wieder raus - oder gibt es gar den HP5 noch?
Ich glaube ich werde alt."




Donnerstag, 10. Juli 2008

Adobe Camera Raw versus DXO 5.2

aus ACR

aus DXO 5.2


aus ACR


aus DXO 5.2


Aufnahme mit einer Canon 5D und EF 70-200mm L bei 3200 ISO.

Die Bilder sind 400 x 400px Ausschnitte, stellen also exakt die 100% Bildansicht dar.

JPG ohne Weiterverabeitung direkt aus den RAW-Konvertern.
In beiden Programmen wurde keine Schärfung (USM) und keine Rauschminderung vorgenommen.


Meine Meinung:

DXO liefert ein detailreiches, besser aufgelöstes und schärferes Bild mit besserem Binnenkontrast.

Die höhere Schärfe führe ich u. a. auch auf die Korrektur von Objektiv"schwächen" durch Lens Softness zurück. Dahinter steckt ein Modul mit Korrekturalgorithmen für eine spezifische Kamera/Objektiv-Kombination.

Einen Vergleich mit abgeschalteter Lens Softness halte ich für nicht sinnvoll, weil gerade die individuellen Module zur Objektivkorrektur ein Kernstück der Software sind (wer sich erinnert: am Anfang mussten die Kamera/Linsen-Module noch einzeln gekauft werden).

Bei einem, mit ACR vergleichbaren Luminanzrauschen, liefert DXO ein Bild mit deutlich weniger Farbstörungen und hat damit auch hier die Nase vorn.

Übrigens: Rauschunterdrückung führt bei beiden Konvertern zwar zu glatteren Flächen, aber auch zu Detailverlusten und unschönen Verschmierungen in feinen Details wie Haaren, Gras etc.
Wenn unbedingt nötig, dann mit Vorsicht anwenden. Ich selbst habe mit Ergebnissen wie im DXO-Beispiel keinerlei Probleme.

Die Version 5.2 von DXO läuft stabiler als die Version 5.1, Abstürze gab es bisher* nicht.
Allerdings gibt es noch immer das Phänomen der verpixelten Bilder, vor allem beim Vergleich zwischen Original und bearbeitetem Bild.

DXO ist ein resourcenhungriges Programm, "untermotorisierte" Rechner wie mein Powerbook G4 haben ihre liebe Not damit.
Das "Entwickeln" einer Datei aus der Canon 5D dauert mit dem PB G4, 2GB RAM immerhin schlappe 3 Minuten! (ein neues Powerbook kann gerne bei mir abgeben werden ;-)

ACR ist dagegen geradezu ein Sprinter.

DXO empfiehlt sich für die Batch-Verarbeitung über Nacht.
Wer sich mit den Entwicklungseinstellungen für die Bilder etwas Mühe gibt, wird am nächsten Morgen mit versandfertigen Bildern belohnt.

DXO kann nicht mehr für sich in Anspruch nehmen, die einzige Software mit integrierter Korrektur von optischen Systemen zu sein.
Aber - ich höre nichts gegenteiliges - sie ist immer noch die Beste am Markt.

Canon und Nikon integrieren in der Zwischenzeit in ihre hauseigenen RAW-Konvertern diese Korrekturen auch - natürlich nur für die eigenen Objektive.

In Four-Thirds-Kameras werden Korrekturdaten für Linsenfehler bereits in der Kamera hinterlegt.

Auch eine P&S-Kamera wie die Ricoh GX 200 kann die optischen Verzeichnungen des festeingebauten Zooms bereits bei der Aufnahme korrigieren.

Uns kann es nur recht sein.
Aber DXO wird der Wind immer stärker ins Gesicht blasen.

Für heute gilt auf jeden Fall: DXO 5.2 ist (k)eine Empfehlung wert.*


*Nachtrag von 11.07.

Die RAW-Engine kann so gut sein wie sie will …
…nachdem ich heute an der Batch-Verbeitung von ca. 30 Fotos kläglich gescheitert bin, muss ich meine Empfehlung wohl revidieren.
Ich werde die Bilder im "guten alten ACR" verarbeiten und kann den Leuten von DXO nur ganz dringend empfehlen, schleunigst ihre Hausaufgaben zu machen, sonst heißt es nämlich bald: 6! Setzen!

siehe auch hier

Mittwoch, 12. Mai 2010

DxO 6 vs. Lightroom 3 Beta 2

Lightroom 3 Beta 2


DxO Optics Pro v6.2

Fotografiert mit der  Canon 7D und EF 4/300 L, Bl. 5.6, 1/400 sec., 100 ISO.
Zu sehen ist jeweils ein der Bildausschnitt von 800 x 800 Pixeln aus einer 18 MP-Datei.
Zum Vergleich bitte die Bilder in neuem Fenster/Tab öffnen.
Das Motiv ist übrigens ca. 4 km vom Kamerastandpunkt entfernt.
Ich habe versucht, die RAW Datei so identisch wie möglich - wie es halt zwei unterschiedliche Programme zulassen -  zu entwickeln …

Freitag, 6. März 2009

Achtung! Werbung!

Wer schon immer vor hatte, mit dem im Moment womöglich besten RAW-Konverter DxO zu arbeiten, sollte sich diese günstige Gelegenheit nicht entgehen lassen:
holen Sie sich hier die kostenlose Demo-Version.
Wenn Sie überzeugt sind und kaufen wollen, bekommen Sie via The Public Eye Blog einen Code mit dem Sie sowohl DxO Optics Pro, als auch den DxO FilmPack um 15% günstiger erwerben können.

Einfach den Code anfragen unter: thepubliceyeblog(AT)gmail.com

Ich habe DxO Optics Pro im täglichen Einsatz und kann es in der aktuellen Version rundherum empfehlen.

Und wer sich für den DxO FilmPack interessiert, der als PlugIn für DxO und Photoshop, als auch als standalone-Programm daherkommt: schwarzweiß Umsetzungen mit dem DxO FilmPack sind im Blog ebenfalls laufend zu finden.
Wer mit Lightroom arbeitet, kann den DxO FilmPack problemlos als externen Editior integrieren.


Fragen zu DxO? Email mit Stichwort "Dr. Photo" an >thepubliceyeblog(AT)gmail.com<

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Probleme mit DXO 5.3.5 Installation auf dem Mac

Leider müssen wir Macianer - wie üblich - noch bis Anfang (?) 2010 auf DXO 6 warten.

Als Trostpflaster gibt es jetzt ein Snow-Leopard-taugliches Update, das u. a. endlich auch ein Modul für die Canon 7D enthält.

Die Installation des DXO updates V 5.3.5 bereitet offensichtlich nicht nur mir Probleme: nicht untypisch für DXO, dass etwas "gschlampert" gearbeitet wird.

Folgendes Verfahren rate ich:
wenn der Download Manager fertig ist, hängt er sich auf, lässt sich nur durch "Apfel+Alt+esc" beenden.
Im Hintergrund ist der DXO Installer aber bereits offen.
Startet man nun die Installation, wird sie mit folgender Fehlermeldung beendet:



Jetzt das virtuelle Installer Laufwerk auf dem Desktop doppelklicken, das enthaltene Installer Paket doppelklicken und die Installation von neuem starten.
So sollte es hoffnungsfroh klappen.

DXO, setzen, sechs!


Trotzdem, meiner bescheidenen Meinung nach alles in allem immer noch der vielleicht beste RAW-Konverter am Markt.
Vorausgesetzt natürlich man findet die Kamera- und Objektivmodule der eingesetzten Ausrüstung.
Module für Festbrennweiten sind nicht so wichtig, die brauchen in der Regel keine Korrektur.


update
Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Ich denke, ich kann Ihnen helfen :-)

http://download-center.dxo.com/v5/Mac/Elite/DxOSetup.dmg

oder Sie wählen die Option zur Installation auf einem anderen Rechner.

Wenn Sie weitere Fragen haben, zögern Sie bitte nicht, bei uns nachzufragen.

Viele Grüße

DxO Support Team

Mittwoch, 12. Juni 2013

Quick & Dirty – DxO vs. PhotoNinja

DxO 
PhotoNinja

Das Motiv habe ich in beiden RAW-Konvertern so standardmäßig wie möglich entwickelt.
Zur Tonwertangleichung wurden die Ergebnisse in CS5 durch PerfectlyClear geschickt.
Der 100%–Ausschnitt ist 2048x 1536px groß.

Wenn auch die Unterschiede marginal sind, mein Eindruck: PhotoNinja hat hier die Nase vor DxO. Höhere Auflösung von Details, natürlichere Farbwiedergabe, bessere Plastizität.
Kleine Korrekturen bei DxO ("Lighting" reduzieren, "Feines Rauschen erhalten") würden das Ergebnis mit Sicherheit nahezu gleich ausfallen lassen.

Canon 5D MK III mit EF 1.4/50mm, Bl. 2.5, 1/160 sec., 1250 ISO, AWB, handheld
Bilder zum Vergrößern anklicken


Nachtrag:
DxO hat eine etwas aggressivere Rauschunterdrückung. Nimmt man die Korrektur des Luminanzrauschens zurück, kombiniert das Preset "Feine Details schärfen" mit einer leichten USM, nutzt "Werkseitige Tonalität", dann werden die Ergebnisse identisch.
Allerdings hat PhotoNinja ganz offensichtlich die besseren Algorithmen bei der Rauschunterdrückung: es bleiben bei gleicher "Korn"struktur etwas mehr feine Details erhalten.

Über alles betrachtet bleibt DxO mit seiner mächtigen Bibliothek von Sensor- und Objektivdaten, mit der automatischen Bildfehlerkorrektur (Chromatische Aberation, Vignettierung, Verzeichnung, Lens Softness) einer Vielzahl von Kamera/Objektivkombinationen, der Platzhirsch unter den RAW-Konvertern.

Samstag, 10. Februar 2007

DxO

Die angefangene Artikelserie zu meinem "Arbeitsfluss" habe ich aus Zeitmangel bisher nicht fortgesetzt.

Hier als kleiner Ersatz ein praktisches Beispiel zur automatischen Bildverbesserung mit DxO Optics Pro 4.1.

Die Bildverbesserung basiert auf der Analyse von Kamera- und Objektivkombinationen und funktioniert am Besten, wenn DxoO sowohl das Softwaremodul für Kamera als auch für die benutzte Optik bereitstellt (siehe unterstützte Kameras & Objektive auf der DxO-Website), was hier der Fall ist.


Canon 5D, EF 24-105mm 1:4 IS USM, 640 ISO


Oben das Foto, wie es aus der Kamera kommt.

RAW-Datei, mit Bildstil "Neutral", Schärfe 0, Kontrast -4 und Sättigung -1 angetaggt.
Keine Verbesserung durch CameraRaw oder Photoshop.

Deutlich zu sehen ist die tonnenförmige Verzeichnung der Optik (24mm) an Deckenleuchte und Tischkante.
Ebenfalls auffällig die Vignettierung in den Ecken.




Nach der Verarbeitung in DxO ist die Verbesserung der Verzeichnung gut zu erkennen.
Vignettierung ist ebenfalls verschwunden, durch leichten Beschnitt des Bildes aber nicht mehr so deutlich zu demonstrieren.

Ebenfalls in der 400-px-Datei nicht darstellbar ist ein Schärfegwinn durch das Modul "Lenssoftness", das die in komplexen optischen Systemen entstehende "Verschwommenheit" aus dem Bild herausrechnen kann, sofern ein entsprechendes Kamera/Optik-Modul vorhanden ist.
Eine zusätzlich Nachschärfung durch USM oder CaptureSharpener war hier nicht mehr nötig.

Sichtbar wäre auch eine Kontrast- und Dynamikverbesserung.
Das endgültge Foto ist aber auch noch in Photoshop feinjustiert, und deshalb nicht mehr nur ein DxO-output.

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Noch'n Update: DxO 5.3

Bei allen meine bereits beschriebenen Vorbehalten gegen das Programm - die (unter manchen Mühen) erzielten Ergebnisse sind einfach exzellent.

Nun wird ein im High-ISO-Bereich nochmal verbessertes Update vorgestellt: DxO 5.3.

Wer sich die wirklich erstaunlichen Leistungen demonstrieren lassen will, hier im Video werden Konvertierungen von Nikon Capture NX, Adobe Camera Raw und DxO 5.3 verglichen.

Verblüffend sind die gezeigten Ergebnisse sowohl bei der Detailzeichnung, als auch bei der Farbsättigung, die bei konventionellen Konvertern für geringeres Farbrauschen "geopfert" wird.

Schade, dass das neue Caption One 4.5 nicht in den Vergleich einbezogen wurde.


DxO Optics Pro 5.3 at Photokina 2008 from Andrew Alexander on Vimeo.

Das Update beinhaltet 3 neue Kamera- und 59 neue Objektivmodule - auch die Canon Powershot G9 wird jetzt unterstützt.

Sobald ich das Update (wann kommt es für Mac?) installiert und ausprobiert habe, werde ich wieder berichten.

Nachtrag vom 25.10.
Mein erster Eindruck nach zwei Jobs ist positiv. Das Programm funktioniert jetzt und ist - gefühlt - schneller geworden. Ausführlicher wenn ich die Zeit dazu habe.

DxO: Artikel und Bilder hier im Blog

Mittwoch, 9. Juli 2008

DXO 5.2 - ein notwendiges Update

Lange haben wir Mac-User auf DXO 5.1 warten müssen.

Als es dann kam, war die Enttäuschung groß: die RAW-Konvertierung war zwar sichtbar besser als in der Version 4.
Bezahlen musste man diesen Fortschritt aber mit einer instabilen Software, mit ärgerlichen Bugs, z. B. beim RAW-Weißabgleich, mit Abstürzen bei der Batch-Verarbeitung einer größeren Anzahl von Bilder.

Nun ist die Version 5.2 als update erhältlich. Neben einem speziell für die High-ISO-Fotografie nochmal verbesserten RAW-Konverter, soll es im Vergleich zur Version 5.1 DxO Optics Pro v5.2 eine Reihe von Verbesserungen im Bereich der Stabilität und der Benutzeroberfläche sowie einige Bugfixes geben.

Zu den unterstützten Kameras neu hinzugekommen ist die Pentax K20D mit einer Anzahl von Objektiven, sowie die Sony Alpha700 und Alpha350.

Aus eigener Erfahrung und Vergleichen kann ich die versprochene Verbesserung der RAW-Konvertierung bestätigen.
Ich zitiere aus der Website von DXO: "… knackigere Details, mehr Klarheit, wirklichkeitsgetreuere Farben bei gleichzeitiger Reduzierung von Körnigkeit, Farbfehlern, Labyrinthmustern und anderen Artefakten, die bei hohen ISO-Einstellungen verstärkt auftreten."
Das kann ich so unterschreiben.

Allerdings muss man die Bilder schon sehr genau inspizieren (100 bis 200% Ansicht) um die Unterschiede deutlich zu sehen.

Ich bin gespannt, ob die Software nun auch vernünftiges und produktives Arbeiten zulässt.

Dienstag, 13. Januar 2009

Käferchen - und andere Krabbeltiere

Adobe Photoshop CS4

Wer mit zwei Monitoren - z. B. Laptop als Hauptmonitor mit den Paletten, externer kalibrierter Monitor zur Bildbearbeitung und Bildkontrolle - arbeitet, muss eine ärgerliche Erfahrung machen: CS4 öffnet jedes Bild unter den Paletten des Hauptmonitors statt auf dem Zweitmonitor.
Die Paletten müssen zur Seite geklappt und das Bild dann mit der Maus auf den Zweitmonitor gezogen werden. Das heißt dann Arbeitsfluss!
Noch bis zur Version CS3 hat das Programm sofort kapiert, auf welchem Monitor man sein Bild sehen wollte .
Adobe hat das Problem in der Zwischenzeit eingestanden und wir schauen hoffnungsfroh einem Bugfix entgegen.


DxO 5.3

So mancher wird sich gefreut haben, dass DxO jetzt auch die neue Canon 50D unterstützt: Pfeifendeckel! Wer versucht ein Bild zu verarbeiten wird sein solarisiertes Wunder bzw. gar nichts erleben.
Von DxO gibt es bis heute leider keine Stellungnahme.

Korrektur vom 27.01.09
DxO 5.3 kann nur die sRAW-Dateinen der 50D nicht entwickeln, bei den normalen RAW-Dateien funktioniert es einwandfrei.

Montag, 28. November 2011

The Cameraman – und anderes…




Der kleine Film problematisiert ein ein höchst bedenkenswertes Phänomen: Ich habe damit – was passiert, wenn zwischen Dir und der Wirklichkeit ein Objektiv ist – so meine eigenen Erfahrungen gemacht, weiß aber keinen Weg aus dem Dilemma.



Eigentlich wollte ich eine kleine Rezension über das am 30. November veröffentlichte Update DxO Optics Pro 7 schreiben.
Allerdings waren die Ergebnisse eines ersten "shoot out" zwischen DxO 7 und Adobe Camera RAW so überraschend uneindeutig für mich, dass ich noch einige Erfahrungen sammeln möchte.

Mein erster Eindruck: DxO (endlich schnell geworden!) liefert – nicht überraschend – die "glatte" Oberfläche, hat lebhafte Binnenkontraste, weist aber eine etwas unregelmäßige Kornstruktur auf und wirkt, vielleicht weil sich das Auge nicht so gut "festhalten" kann, etwas verschwommen.

Ganz auffallend und keine leere Versprechung ist die Fähigkeit Zeichnung in stark gesättigten Bereichen zu erhalten.
Ist bei ACR von einer Leuchtreklame nur noch die weiße Kontur erhalten, liefert DxO volle Zeichnung und Farbe im Leuchtkörper – erstaunlich.

ACR hat deutlich prägnanteres Korn (was aber dem visuellen Schärfeeindruck keinen Abbruch tut) und wirkt wg. geringer Binnenkontraste "flacher".



"Ein Tag Deutschland"ist jetzt online.
Mein Beitrag dazu ist jetzt hier komplett zu sehen.



Und zu guter letzt, Weihnachten steht drohend vor der Tür, noch ein Musiktipp für alle, die keine Bayern- und Gefühls-Phobie haben: Hans Söllner, Mei Zuastand

Dienstag, 8. Dezember 2009

Winterbild - Dezember ist (k)ein schöner Monat …

GF1 mit Makro-Elmarit 45mm/f 2.8, Bl. 9, 1,6 sec., 100 ISO, RAW entwickelt in RAW Developer




Winter - das geht auch ohne Schnee!

Wäre das nicht ein kleines jahreszeitlich bezogen und besinnliches Thema?
Oder bringt die Kamera für die GUTEN Bilder etwa erst das Christkind?

siehe auch z. B. hier, hier, hier und hier


Noch eine Anmerkung zum Thema "RAW Konvertierung":
ich experimentiere im Moment mit einem unscheinbaren "Nischenkonverter", dem RAW Developer.

Ganz erstaunlich, was dieser Konverter aus RAW Files herausholen kann. Bei einem direkten Vergleich zu DXO kann ich letztendlich nicht sagen, welchem Ergebnis ich den Vorzug geben würde.
Tatsache ist aber, der RAW Developer hat einem Testbild noch Details entlockt, die in DXO höchstens zu ahnen waren.
Und: die Anmutung ist - im Vergleich zum manchmal etwas "plasticfantastic" DXO - tatsächlich mehr film-like.
Verglichen habe ich ein Foto aus der Canon 7D. Denkbar, dass sich DXO angesichts des zu erwartenden Upgrades Anfang 2010 nicht mehr viel Mühe beim kleinen Update mit dem 7D-Modul gemacht hat.
Und - wie man oben sieht - die Konvertierung der GF1 RAW's ist exzellent (via Adobe Lightroom resp. ACR war ich mit den Ergebnissen nie zu 100% zufrieden).




Montag, 30. April 2012

Scharfe Sache das! – Raw Photo Processor 64

Canon 7D mit EF 1.4/50mm, 1/160 sec., f 1.4, Auto ISO. entwickelt in DxO, 100% Ausschnitt


War mit einigen Fotos aus einer Serie über einen Kamelhof im Schwarzwald nicht zufrieden.

Einige der Bilder waren nicht auf den Punkt fokussiert – shit happens!

Bin im Zusammenhang mit Auflösungstest an neuen Nikon D800e auf den Rawkonverter Raw Photo Processor 64 aufmerksam geworden und habe ihn mal alternativ zu DxO ausprobiert.

Ich habe versucht, das (unscharfe!) Bild in beiden RAW-Konvertern so übereinstimmend wie es mir möglich war zu entwickeln.

Mit DxO war es trotz des einzigartigen Tools Lens Softness nicht schärfer zu bekommen, ohne dass erste hässliche Artefakte (schwarze Punkte) z. B. in den Haaren im Ohr sichtbar wurden. (320 ISO!)

Nachschärfen war z. B. mit Lens Kit Sharpener ebenfalls nicht mehr möglich, wollte ich Artefakte vermeiden.

RPP hat etwas mehr sichtbares Rauschen, wirkt vielleicht eine Idee zu überschärft (könnte man zurückdrehen), aber der Unterschied ist doch eklatant.

Bemerkenswert ist auch der lebhaftere Binnenkontrast, der natürlich zum besseren Schärfeeindruck beiträgt.

Auch wenn RPP in diesem Fall besser abschneidet: DxO bleibt mein "working horse" RAW-Konverter, mit dem sich zügig und qualitativ hochwertig arbeiten.

Wenn man die Bilder durch anklicken auf Originalgröße (800px) vergrößert, wird der Unterschied deutlicher sichtbar.


Canon 7D mit EF 1.4/50mm, 1/160 sec., f 1.4, Auto ISO. entwickelt in RPP, 100% Ausschnitt

Donnerstag, 14. November 2013

Rauschen (und andere Geräusche) - DxO vs PhotoNinja

DxO Prime, Entwicklungszeit 18 Minuten und 44 Sekunden!

DxO hoch, Entwicklungszeit 37 Sekunden

Photo Ninja, Entwicklungszeit ca. 3 Sekunden!

EOS 5D MK III mit EF 2.8/40mm, Bl. 2.8, 1/125s, 25600 ISO, handheld
Bildausschnitt 1024x800 px, vergrößern durch anklicken

Mittwoch, 19. September 2007

DxO: Volume Anamorphosis Correction

Canon 20D, EF 10-22mm, Brennweite 10mm (16mm eqiv), Bl. 7.1, 1/100 sec., 400 ISO
vom RAW konvertiert ohen Bearbeitung

In einem früheren Post habe ich bereits über ein Tool in DxO berichtet, das es ermöglicht, perspektivische Verzeichnungen von Weitwinkelobjektiven zu korrigieren.

Diese Verzeichnungen sind keineswegs optische Fehler, ebensowenig wie stürzende Linien, wie sie z. B. bei Gebäudeaufnahmen vorkommen können.

Unser Sehen ist nicht nur eine 1:1-Umsetzung von optischen in elektrische Reize.
Unser Gehirn greift in unser Sehen so ein, dass bekannte Formen (und Farben) für uns auch unter den unterschiedlichsten Bedingungen erkennbar bleiben.

Kamera und Objektiv haben hier die "objektivere" physikalisch korrektere Sehweise.
Auf uns können die Bildergebnisse aber befremdlich wirken.

Ich habe in einem Schulbus fotografiert.
Aufgrund der räumlichen Verhaltnisse musste ich ein extremes Weitwinkelobjektiv benutzen.

Fotografiert habe ich u. a. mit der Canon 20D und dem (unterschätzten!) Canon EF-S 10-22mm USM.


durch die Korrektur kommt es zu einem leichten Beschnitt des Bildes


Einige der Bilder wären ohne die Korrektur von DxO nicht druckfähig gewesen.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Oh Gott…

…schon der 12. Mai!
Fast eine Woche nichts gebloggt!

Keine Sorge, ich bin noch da, werfe "erste Blicke" auf DXO 6 und Photoshop CS5 und mache dies und das.
Aber das Foto für den Blog sehe ich immer nur, könnte es prima beschreiben, habe aber leider nicht fotografiert.

Ganz kurz vorab: DXO 6 macht einen prima Eindruck, für die Canon 7D z. B. gibt es bereits sieben für mich passende Linsenmodule - die knien sich ordentlich rein.
Den ersten "Ernstfall" hat DXO 6 mit Bravour bestanden: die Bilder kamen "aufs Versandfertigste" aus der Batchverarbeitung und mussten nicht mehr nachgearbeitet werden. So soll es sein.

Muss auch, den Adobe - nicht faul - bietet jetzt auch im CS5 eine automatisierte Korrektur (Filter→Objektivkorrektur) von Linsenfehlern an.

Allerdings: in der Modulbibliothek ist noch nicht so viel los, bisher nur 4 Canon-Gehäuse (50D, 5D MK II, 1D MK III und 1Ds MK III), darunter aber leider nicht die 7D.
Bei den Optiken ist schon mehr geboten.

Wie gut die Korrekturen im Vergleich zu DXO6 sind, muss durch einen Vergleich überprüft werden.

Allerdings: CS5 ist jetzt eine 64-Bit-Anwendung.
Gut für die Geschwindigkeit, aber schlecht für die uns so lieb gewordenen PlugIns wie NoiseNinja, PhotokitSharpener, Kodak Portraitfilter etc. - die laufen nämlich alle noch nicht unter 64-Bit!

So wird uns CS4 doch noch einige Zeit begleiten.

Dienstag, 22. Februar 2011

Canon EOS 7D - 5000 ISO

Canon EOS 7D mit EF 1.8/28mm (equiv. 45mm), Bl. 4, 1/60 sec., 5000 ISO, entw. in DxO
Ich habe bei der Entwicklung in DxO die automatische Luminanznoise-Reduktion deutlich ins Minus korrigiert.
DxO neigt bei der High-ISO-Entwicklung zu heftiger Glättung (hier ein älterer Vergleich), verbunden mit Detailverlust und einem plastic-fantastic-look.
Mir ist eine sichtbare "Korn"struktur lieber.

Als Referenz hier weiter 5000-ISO-Bilder.

Ausschnitt 100%, 640x640 Px


Bitte nicht vergessen: das Bild ist oben, der Ausschnitt hier ist nur für's pixel-peeping und müsste bei einer Bildgröße von ca. 183x120cm bei 72 dpi korrekterweise aus einer Mindestenfernung von 2(!) m betrachtet werden.

Mittwoch, 25. April 2007

DxO: Volume Anamorphosis Correction

Ich habe zum ersten Mal das neuen Geometrie-Tool von DxO eingesetzt: Volume Anamorphosis Correction.

Das Foto ist mit dem Canon EF 16-35 bei 21mm Brennweite als RAW (Bl. 5.6, 1/50, 640 ISO, 5200K) mit der Canon EOS 5D fotografiert.
Entwicklung in DxO ohne optische Korrekturen.

Die kurze Brennweite, Perspektive und die Platzierung des Kopfes am Bildrand ergeben eine deutlich sichtbare Verzerrung der Kopfform.
Das wird durch die hohe Stirn und die Frisur noch visuell verstärkt.
So lässt sich das Foto nicht verwenden.


Hier die gleiche Entwicklung mit optischen und geometrischen Korrekturen.
Den Bildbeschnitt entsteht zwangsläufig aus dem Ergebnis der geometrischen Korrektur.

Das Foto wirkt natürlich, hat den karikaturhaften Charakter verloren und ist problemlos zu verwenden.

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Top tools?

Alle Jahre wieder stellen die Leute von Digital Outback ihre Top Tools des Jahres vor.

Neben Adobe Lightroom fällt mir in der Liste keine Software auf, die im Fotojournalismus sinnvoll einzusetzen wäre.

Allerdings möchte ich auf ein Bildbearbeitungsprogramm hinweisen: LightZone sollte sich jeder mal anschauen, der nicht unbedingt eine große Anzahl von Bildern hochproduktiv verarbeiten muss, sondern sich Zeit und Muse für ein Bild nehmen kann.

Ich selbst habe das Programm eine zeitlang mit großer Freude ausprobiert. Es intuitiv zu bedienen und vielleicht die einzige "digitale Dunkelkammer" auf dem großen Markt der RAW-Verabeitung.

Sich die Testversion zu laden, lohnt allemal, vor allem, wenn man jetzt über die Feiertage etwas Zeit hat.

Mein Top Tool bleibt immer noch DxO.

Produktive RAW-Datenverarbeitung, häufig bis zum versandfertigen JPG. Und das als Batch-Verarbeitung über Nacht. Was will man mehr?

Reicht DxO nicht aus, benutze ich Photoshop für die Bearbeitung von Auswahlen, lokale Kontraststeigerung, Feinjustierung von Tonwerten etc.pp.

Wichtig sind mir die Photoshop-PlugIns PhotoKit Sharpener, Noise Ninja (immer seltener) und - gelegentlich für Portaits - der KODAK PROFESSIONAL GEM Airbrush.


Eine Liste der Top Tools 2007 unter den Blog-Lesern fände ich nicht uninteressant!

Wer immer Lust hat seine Top Tools vorzustellen - jeder Kommentar wird sicherlich mit großem Interesse gelesen.!

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Ama Adhe


Die Tibeterin Ama Adhe Tapontsang kämpft unverdrossen für die Befreiung ihres Landes.
Ama Adhe wurde 1932 im Osten Tibets geboren. 1958 wurde sie wegen Widerstands gegen die chinesischen Besatzer verhaftet. Ihr Mann verschwand spurlos und ihr 4jähriger Sohn kam bei ihrer Deportation ums Leben.
Erst 1985, nach 27 Jahren schlimmster Erlebnisse in verschiedenen Lagern und Gefängnissen, kam sie frei und konnte ausreisen.
Heute lebt sie im indischen Dharamsala. Sie hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die Welt über die Leiden, die das tibetische Volk erdulden muss, aufzuklären, wobei sie ihre eigene Person und ihr persönliches Schicksal bescheiden hintanstellt.








Und weil das hier ein Fotoblog ist, noch ein paar Worte zur Technik:

fotografiert mit Canon 1D MKII und dem EF 2.8/28-80 L, Bl. 2.8, 1/80 sec., 800 ISO, Weißabgleich Auto (ich habe mich entschieden, das warme Kunstlicht beizubehalten).
1600 ISO und eine Belichtungszeit von 1/160 sec. wäre die bessere, weil sicherere Variante gewesen
RAW entwickelt in DxO 5.3, S/W-Umsetzung in DxO Filmpack als Tri-X.

Das Ergebnis hat mich selbst erstaunt: die Bilder haben subtile Tonwertverläufe, sind frei von störendem Rauschen, ohne Detailverlust und ohne hässliches "Verschmieren" (Haare).

Die S/W-Umsetzung wirkt durch die zugefügte Tri-X-Kornstruktur subjektiv schärfer als das Farbbild (unser Auge kann unstrukturierte Flächen wie z. B. Haut nicht scharfsehen, sondern braucht "etwas" zum Festhalten und Fokussieren).

Obwohl "nur" ein 8MP-Bild, bin ich mir sicher, dass das Bild ohne Qualitätsverlust in jeder Größe gedruckt werden kann.
(Zumal wir nicht vergessen sollten, dass auch die Bilder unseres Bayer-Matrix-Sensors bereits Ergebnis einer Interpolation sind!)

So wie zu analogen Zeiten eine Kamera durch neue und bessere Filmtechnologie "upgegradet" werden konnte, so ist das heute durch eine verbesserte Software, in diesem Fall durch eine verbesserte RAW-Engine möglich.
Manchmal gilt halt doch: Soft beats Hard!

Eine gut nachvollziehbare Darstellung meiner Eindrücke ist mit den Web-Fotos leider nicht möglich.