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Mittwoch, 26. März 2008

Sigma DP1 - eine "Leica für Arme"?

… es waren zwei Königskinder, die hatten einander so lieb, sie konnten zusammen nicht kommen, das Wasser war viel zu tief.
schluchzt das Deutsche Volkslied.

…nach Stand der Dinge ist es uns im Moment nicht möglich, Ihnen ein Testexemplar zuzusenden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
schreibt Sigma.



Tja, leider wird es folglich nichts aus dem erhofften DP1-Tagebuch hier auf The Public Eye Blog.

Nachdem die Kamera nun auch in Deutschland für stolze 800 Euronen zu kaufen ist, bleibt mir nur eine Zusammenfassung meiner Internet-Recherchen.



Ohne Frage ist die Sigma DP1 in einer Hinsicht eine außergewöhnliche Kamera, sie besitzt den größten Sensor, der bisher in einer P&S-Kamera verbaut wurde.

Daran knüpfen sich große Erwartungen.
Die Frage ist, kann die Kamera diese Erwartungen auch einlösen?

In einer Hinsicht ganz bestimmt: sie hat einen sehr großen Dynamikumfang, kann, ähnlich einer DSLR, große Kontrastumfänge wiedergeben.

Den Fluch der kleinen Pixel beschreibt Dietmar Wüller auf seine 6megapixel-Seite sehr anschaulich:
Wird ein großes Pixel in beispielsweise 4 kleine unterteilt, bedeutet das: die Eimer werden kleiner und bekommen auch nur noch ein Viertel des Wassers ab.
Es wird eine bestimmte Mindestmenge an Wasser benötigt. Weil auf dem Transport hier und da schon einmal ein Tropfen danebenfällt oder aus einem anderen Eimer herüber schwappt, wird die aufgefangene Menge verfälscht.
Diese Mindestmenge ändert sich auch bei den kleinen Pixeln nicht. Das bedeutet, dass bei den kleinen Pixeln die minimale Lichtmenge 4 mal so groß sein muss, damit die notwendige Menge für jedes Pixel zusammenkommt. Gleichzeitig werden die Eimer auch kleiner, was zu einem schnelleren Überlaufen führt - das heißt, der Unterschied zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Bereich im Bild, der jeweils noch Details zeigt (Dynamikumfang), wird geringer.
Um die geringere Empfindlichkeit wieder aufzufangen, wird das Signal aus dem Sensor verstärkt, womit auch kleinere „Wassermengen“ sichtbar gemacht werden. Jedoch stören die Tropfen des Verschüttens oder Überlaufens in Form von Rauschen das Bild.

Damit ist das Grundproblem von Kameras mit kleinem Sensor, wie z. B. der direkten DP1-Konkurrentin Ricoh GRD II beschrieben.

Die Frage ist jetzt, kann die DP1 ihren Vorteil in der Praxis auch wirklich ausspielen?

Ich kann leider nicht vergleichen.
Und wenige haben so viel Klimpergeld, dass sie sich beide Kameras leisten können.

Aber ich kann aus meinen Recherchen zusammenfassen (und vergleiche im Stillen mit der Ricoh GRD II!):
als eindeutiges Plus und Alleinstellungsmerkmal steht der große Dynamikumfang verbunden mit natürlichen Farben und geringerem Rauschen als bei den Klein-Sensoren-Kameras

aber
  • die Qualität der JPG's direkt aus der Kamera wird allgemein nur als ausreichend bis befriedigend bewertet (JPG-Konvertierung bei Foveon-Sensoren ist rechenintensiv)
  • das proprietäre RAW-Format kann nur mit der etwas "eigenartigen" Sigma Photo Pro Software zur Weiterverarbeitung in TIF verwandelt werden
  • die Bildspeicherung in der Kamera ist relativ langsam
  • das Objektiv ist mir Blende 4 um eineinhalb Blenden lichtschwächer als das der Ricoh, (d. h. ich kann mit der Ricoh mit geringerer Empfindlichkeit fotografieren, was den Vorsprung der DP1 beim Rauschen wieder verkürzt)
  • die Dateigröße ist mit 4,6MP sehr klein (Ricoh 10MP) und wird erst bei der Konversion ins TIF-Format in Sigma Photo Pro auf 4573 x 3048 Pixel interpoliert.
  • die Sigma DP1 ist relativ teuer (aktuell €780 bei Amazon)

Ist die Sigma DP1 die "Leica für Arme"?

Als Pionier in einem technisch anspruchsvollen Bereich hat Sigma großartige Arbeit geleistet.
Die DP1 ist ein faszinierendes Imaging-Tool mit Kult-Potenzial.

Aber sie ist -wie die Ricoh GRD II u. a. - nicht die ideale Lösung für Profi-Fotografen.

Die DP1 ist ein guter Anfang - und eine anerkennenswerte Pioniertat von Sigma.

Ich bin gespannt, ob sie sich zwischen den "RAW-Kameras" von Ricoh, Canon und Panasonic einen Platz erobern kann.

"Seriöse Gerüchte" sprechen jetzt schon von einer DP2 und DP3: es könnte ein Gehäuse mit Zoom-Optik kommen, aber auch ein Gehäuse mit einer lichtstarken 2.0/40mm Festbrennweite.


Schaun mer mal.

Und selbstverständlich sind Erfahrungsberichte mit der DP1 hier im Blog hoch willkommen.

Mittwoch, 16. April 2008

Das Sigma DP1 Paradoxon

Elefanten sind lange schwanger, aber nicht so lange, wie es Sigma mit seiner DP1 war.

Jetzt steht sie, die erste "taschenfähige" Kamera mit APS-C Sensor, zu einem stolzen Preis in den Schaufenstern.

Bereits in der Zeit vor ihrer Niederkunft wurde viel über diese Kamera spekuliert und geschrieben.
Die euphorischen Heilserwartungen vor dem Erscheinen der Kamera sind allerdings verhaltenen Einschätzungen gewichen.

In einem Punkt sind sich aber alle einig: unter all den sogenannten P&S-Kameras liefert die DP1 eindeutig und mit Abstand die beste Bildqualität.

Michael Reichmann beschreibt in seinem Erfahrungsbericht unvoreingenommen die Schwächen der kleinen Sigma: das Durcheinander im Menu, den langsamen Autofokus, das Einfrieren des Sucherbildes nach dem Fokussieren, den nicht fixierbaren manuellen Fokus, die Unmöglichkeit für Schnappschüsse eine Hyperfokaldistanz einzustellen, die schlechte Qualität des LCD-Bildschirms (den er ins Jahr 2002 zurückdatiert), die unausgereifte Software zur Entwicklung der Foveon-RAW's.

Er beschreibt die Bildergebnisse der DP1 als sauber, scharf und hochauflösend, kann aber keine prinzipiellen Vorteile des von Sigma verbauten Foveon-Sensors vor den Bayern-Senoren erkennen.

Seine Schlußfolgerung:
Im Ergebnis ist die Sigma DP1 ist in der Lage, sehr hohe Qualität zu liefern, möglicherweise die höchste von allen aktuellen pocket-sized Kameras.

Aber ich bin mir sicher, dass sich diese Qualität weniger aus der Nutzung der Foveon Technologie ergibt. Dafür ist eher der APS-C große Sensor und ein hochwertiges Objektiv der Grund.
Und wenn andere Kamerahersteller sich entscheiden, diesem Weg zu folgen, und sie mehr Aufmerksamkeit auf grundlegende Kamerafunktionen legen als Sigma, kann es für Sigma sehr schwer werden, mitzuhalten, wenn sie nicht schleunigst in die Puschen kommen.

Hey Canon - wie wär's mit einer G10 mit einem 1,6-X-Sensor und einem menschenwürdigen optischen Sucher?
Nun, das wäre ein Killer-Wettbewerber, und ernsthafte Fotografen würden sich in Scharen diese Kamera kaufen.


Ob Michael mit der Sigma DP1 seine "DMD - the camera I like to own" gefunden hat?
Ist das die Kamera, ohne die "wir ernsthaften Fotografen" nicht mehr leben können?
Ich glaube nicht.

Donnerstag, 31. Januar 2008

Sigma DP1 endlich im Frühjahr?

Da war doch noch was: richtig!

Wir erinnern uns, Sigma stellte auf der photokina 2006 eine heiß ersehnte Kamera vor, die DP1.

Heiß ersehnt, weil auf dem Markt eine taschentaugliche Point&Shoot-Kamera mit professionellen Features bis heute nicht zu kaufen ist (mit Ausnahme der Ricoh GR II?).

Sigma aber kündigte an, die Kamera mit den 14 MP Sensor aus aus der Sigma SD14 auszurüsten.

Damit wäre eine einzigartige Kamera verfügbar, die als "DMD" oder "SPD" eine wirkliche Ergänzung einer bestehenden DSLR-Ausrüstung darstellen könnte.

Daraus wurde aber nichts und bald kursierte das böse Wort "vaporware" in der Fotoszene.

Jetzt, mit einem Jahr Verspätung, kündigt Sigma die Kamera für das Frühjahr 2008 an.


Schaun 'mer mal.
Postscriptum




Nachtrag:


  • Camera Type Mid-Sized
  • Manufacturer Sigma
  • Model Number DP1
  • Dimensions 113.3 x 59.5 x 50.3mm
  • Weight 250.0 g
  • Planned Availability Spring 2008
  • Sensor Type 0.98 Foveon X3 CMOS
  • 4.80 megapixels (total)
  • 4.69 megapixels (effective)
  • Filter Type Full Color
  • Aspect Ratio 3:2, 16:9
  • Image Dimensions 2640 x 1760 (4.6 megapixels)
  • 2640 x 1485 (3.9 megapixels)
  • 1872 x 1248 (2.3 megapixels)
  • 1312 x 880 (1.2 megapixels)
  • Image Quality 4 levels
  • Image Preview / Review
  • Viewfinder No
  • LCD 2.5", 230,000 pixels
  • 100% field of view
  • Lens Type Sigma Lens
  • Image Stabilization No
  • Focal Length 16.6mm (actual)
  • 28mm (35mm equivalent)
  • Aperture Range f/4.0 - ???
  • Focusing System 9-point contrast detection
  • Manual Focus possible
  • Focusing Range Normal: 12" - infinity (30 cm - infinity)
  • ISO Sensitivity Auto (100 - 200), Flash (100 - 400), 100, 200, 400, 800
  • Shutter Speed 15 - 1/2000 second
  • Exposure Modes Program, Aperture, Shutter, Manual
  • Metering Modes Evaluative, center-weighted average, spot
  • Exposure Compensation +/- 3.0EV in 1/3EV increments
  • White Balance Image Sensor - Auto, Sunlight, Shade, Overcast, Incandescent, Fluorescent, Flash, Custom, Manual
  • Internal Flash Guide Number: 6
  • Modes: Anti red-eye, Auto, Fill-in, Slow Sync, Off
  • Range: 30cm to 2.1m at ISO 200
  • Digital Zoom 3.0x
  • Self Timer Yes, 2 or 10 seconds
  • Time Lapse No
  • Movie Format AVI with audio
  • Recording Medium SD/MMC
  • File System Complies with Design Rule for Camera File System (DCF)
  • File Format CCD-RAW, 12-bit RAW (.X3F), JPEG (EXIF 2.21)
  • Video Yes, NTSC / PAL switchable
  • Computer USB 2.0 High Speed
  • Other Audio out (monaural)
  • Battery Type Lithium Ion rechargeable
  • Battery Form Factor Proprietary BP-31
  • Digital Print Order Format (DPOF) compliant Yes
  • Internal Microphone Yes
  • Internal Speaker Yes
  • Tripod Mount Yes
  • Remote Control No

Freitag, 30. November 2007

Something to remember? - Sigma erklärt sich zur DP1


Auf der Photokina 2006 hat Sigma offiziell die DP1 vorgestellt.

Ein APS-Sensor in einer Point&Shoot-Kamera-Sigma, dazu ein Objektiv mit 28mm (bezogen auf KB) Brennweite, darauf hatten viele gewartet.

Als weder eine Kamera auf den Markt kam, noch Sigma eindeutig und offiziell klarstellte was Sache ist, machte schnell das böse Wort von der "vaporware" die Runde.

Heute nun - etwas sehr spät - gibt es für die "lieben und geschätzten Kunden" von Sigma eine offizielle Erklärung zur den Verzögerungen.

Leider gibt es, neben vielen Entschuldigungen, wenig konkretes.

Unvorhergesehene technische Probleme bei der kamerainternen Bildverabeitung werden von Sigma angegeben, die dem Anspruch widersprechen würden, "a camera with the best still image quality in a compact body" zu bauen.

Allerdings sei die Kamera seit November in der sog. "Alpha-Testphase" und soll, wenn alles gut geht, in "angemessener" Zeit auf den Markt kommen.


Schaun mer mal.

Montag, 20. April 2009

Chapeau! - Sigma DP2

Sigma macht tatsächlich den zweiten Schritt und Carl Rytterfalk zeigt erste Fotos, die er mit einem Vorserienmodell der Sigma DP2 machen konnte.

Schon erstaunlich, dass sich Sigma nach der "Misere" mit der DP1 an das zweite Modell gewagt hat, immerhin möchte man vermutlich nicht nur Beifall für die Leistungen von Optik und Sensor, sondern auch Geld verdienen.

Keine Frage, die Fotos, die Carl Rytterfalk uns vorstellt, sind ein exzellenter Auftritt für die neue Kamera und ihre 25mm/f2.8 Linse (KB equiv. 40mm).

Aber man kann nur hoffen, dass Sigma auch seine Hausaufgaben gemacht hat!

Moniert wurde bei der DP1 das Durcheinander im Menü, der langsame Autofokus, das Einfrieren des Sucherbildes nach dem Fokussieren, der nicht fixierbare manuelle Fokus, die Unmöglichkeit für Schnappschüsse eine Hyperfokaldistanz einzustellen, die schlechte Qualität des LCD-Bildschirms (der besser ins Jahr 2002 passt), die unausgereifte Software zur Entwicklung der Foveon-RAW's.

Aber wie es auch sei, der Foveon-Sensor wird sich auch in Zukunft nicht eindeutig gegen den Bayer-Sensor positionieren können, er wird, da bin ich mir sicher, auch weiterhin nur in Nischenprodukten zu finden sein.
Und das wiederum heißt, es wird in den verbreiteten RAW-Konvertern auch weiterhin kein Modul für die Konvertierung der Sigma-Daten zu finden sein.

Eine Kamera, ein System, dass sich nicht in einen gängigen Workflow einbinden lässt, ist ein Nischenprodukt und wird es - leider? - immer bleiben.

Ein Kommentator schreibt:
"This could be the ultimate digital street shooters camera (besides a M8 of course)…at an affordable price …"

Really???

Freitag, 2. Mai 2008

Sigma DP1 - noch ein Review

Nun gibt es auch bei imaging-resource ein review der Sigma DP1.

Und - nicht überraschend - liegt die Beurteilung dieser innovativen Kamera ganz in der Linie anderer "Reviewer".
Wegen des hohen Preises von rund $ 800 und den anderen oben genannten Einschränkungen, trifft die Sigma DP1 nicht die Bedürfnisse der allgemeinen Fotografie als Ergänzung oder Ersatz zur DSLR.

Allerdings kann die Sigma DP1 ein erfrischender Begleiter für den geduldigen Weitwinkel-Fotografen sein, und wird sicherlich gute Dienste leisten als Ersatzweitwinkel beim Fotografieren mit einem Teleobjektiv auf der DSLR - wenn sie nur ein wenig schneller wäre.

Wie mit jedem fotografischen Werkzeug, kann ein Künstler viel aus einem Gerät herausholen, das so gut "abbilden" kann wie die Sigma DP1.

Dienstag, 8. April 2008

Sigma DP1 - Firmware- und Software update

Für den 11. April hat Sigma zwei wichtige Updates angekündigt:

・für die DP1 die Firmware Version 1.01

und zudem ein Software-update für

・SIGMA Photo Pro 2.5 for Windows
・SIGMA Photo Pro 3.2 for Macintosh

Mit der V. 1.01 für die DP1 soll u. a. ein Fehler korrigiert werden, der seine Ursache im geringen Abstand der Linse zum Sensor hat:


vor allem bei Aufnahmen mit offener Blende werden, wir hier im Beispiel, kreisförmige Farbverschiebungen zu den Bildrändern hin beobachtet (green vignetting).

Die Software-updates dienen vor allem einer verbesserten Farbreproduktion und korrigieren Softwarefehler.

Freitag, 8. Februar 2008

Foveon vs. Bayer - ist dreilagig wirklich besser?

Weil Dietmar Wüller ein vielbeschäftigter Mensch ist, habe mich damit abfinden müssen, doch selbst ein populär-wissenschaftliches Werk zum Thema Bayer-Sensor versus Foveon-Sensor zu schreiben.

Ich werde mein Bestes geben - aber wie immer ohne Gewähr! Trotzdem, wenn es sachliche Fehler gibt, bitte ich herzlich um korrigierende Kommentare. Auch Anmerkungen, Ergänzungen oder gar Erfahrungen sind willkommen!


Der Aufbau des Foveon-Senors ist auf den ersten Blick verständlich: ähnlich wie bei Farbfilmen wird die unterschiedliche Eindringtiefe des einfallenden Lichts ausgenutzt und auf drei Schichten des Senors verteilt.
In Kombination mit einem IR-Sperrfilter ergibt sich damit ein “Farbsehen” nicht unähnlich dem des menschlichen Auges.

Allerdings gelingt die Farbtrennung nicht optimal. Die Bilder mussten bisher - bis zur Sigma SD14/DP1 - als RAW-Daten ausgelesen und mit externer Software optimiert werden.
Aktuelle Kameras können jetzt auch kameraintern JPG's erstellen, allerdings bisher mit nicht so gutem Ergebnis.

Der Vorteil der Foveon-Technologie ist, dass jeder Sensorpixel alle Farbinformationen direkt aufnimmt.
Die Farbinformationen müssen nicht wie beim Bayer-Sensor interpoliert (nachträgliches Einfügen von errechneten Inhalten) werden.
Es entstehen deshalb Bilder mit großer Farbgenauigkeit und, weil kein Anti-Aliasing-Filter zur Verhinderung von Moiré notwendig ist, auch mit hoher Schärfe.

Ein Nachteil ist allerdings das hohe Bildrauschen.
Der Grund dafür ist eine geringe Farbtrennung und daraus resultierend die Notwendigkeit einer hohen Rückverstärkung der Farbsättigung.

Die Auflösung des Foveon-Sensors wird üblicherweise “schöngerechnet”, indem die Pixelzahl des Sensors einfach mit 3 (Farblayern) multipliziert wird.
Tatsächlich (ich erspare mir die Rechenformel) dürfte die realistische Auflösung einer SD14/DP1 eher bei 8 bis 10MP, als den angegebenen 14MP liegen.

Dafür sprechen auch Vergleiche zwischen Canon 5D und Sigma SD14, wobei die kleineren Sigma-Dateien (4,xMP) auf die 12MP der Canon interpoliert zeigen, dass die Bildqualität der SD14 annähernd der der 5D enspricht, die Canon trotzdem aber einen Vorsprung bei der Auflösung verbuchen kann.

Entsprechende Erfahrungen habe ich mit verfügbaren JPG-Dateien der DP1: sie lassen sich ohne wesentlichen Qualitätsverlust auf 10MP interpolieren und durch leichtes Nachschärfen und anheben des lokalen Kontrasts optimieren.

Ohne diese “Hochrechnen”, also in der Originalausgabe, ist der Datensatz aber - da beißt die Maus kein' Faden ab - bei 300dpi mit 14,9 x 22,35cm nicht viel größer als ein 13/18-Print!


Im Gegensatz zum Foveon- ist der Bayer-Sensor farbenblind und liest nur Helligkeitswerte (Luminanz) aus.
Erst mit Hilfe der Bayer-Matrix, einem vorgesetzten schachbrettartigen Farbfilter, kann er Farbinformationen interpolieren.

Die Farbverteilung auf der Matrix ist entsprechend dem des menschlichen Sehens verteilt: 50% Grün, je 25% Blau und Rot.

Weil nun jeder Pixel nur eine Farbinformation erhält, müssen Informationen aus benachbarten Pixeln mit zur "Farbherstellung" herangezogen werden.

Bei diesem als Interpolation bezeichneten Verfahren werden Farbdaten eingefügt, die mit wahrscheinlicher Ähnlichkeit bzw. statistischen Verfahren erzeugt wurden.
Artefakte, Moiré, Farbstörungen oder sogar Falschfarben bei sehr kleinen Objekten an der Auflösungsgrenze (kleine Äste vor hellem Hintergrund, siehe Beitrag von Carl Weese) sind die Folge.

Bei Grün müssen folgerichtig 50% einer Farbfläche, bei den anderen Farben sogar 75% durch Interpolation dazugerechnet werden.

Es ergibt sich daraus, dass für einen Pixel des Bildes ein Pixel des Sensors (wie bei Foveon) allein nicht ausreicht.
Das heißt, die tatsächliche Auflösung ist geringer, als uns die Pixelzahl des Sensors vorgaugelt.

Trotzdem: eine Datei aus der Canon D5 hat bei 300dpi eine Größe von ca. 25x37cm, also annähernd A3.

Zusammengefasst:
wir haben es mit zwei unterschiedlichen Ansätzen zur Bilderzeugung zu tun.
Mit beiden Lösungen können wir heute Bilder auf allerhöchstem technischen Niveau erzeugen.
Der Foveon-Sensor ist trotz seiner Leistung aus welchen Gründen auch immer ein Exot geblieben.
Entscheiden werden wir uns aber eher für oder gegen ein Kamerasystem, als für oder gegen eine bestimmte Sensortechnologie.

Dienstag, 23. September 2008

Photokina News - Sigma DP2


Sigma DP2 mit 2.8/24mm-Objektiv (2.8/40mm equiv. KB) und Foveon-APS-C-Sensor.

Dass es eine Ergänzung zur glücklosen DP1 geben wird, wurde erwartet.

Doch meiner Meinung nach wird der Micro-Four-Thirds-Standard den Sigma's das Wasser vollends abgraben, allein schon wegen der Wechselobjektive.

Freitag, 25. Juli 2008

Hello, Sigma?

1998 called. It wants its camera back.

David Pogue spricht über die Sigma DP1.

Witzig und mit einer gehörigen Portion slapstick versehen, trifft er - wie andere Erfahrungsberichte auch - den Nagel auf den Kopf.

Ach, was für ein schöner Traum, Kamerabauer schöpfen aus dem Erfahrungsschatz der Fotografen.
Und die grauen Herren aus der Finanz- und Marketingabteilung müssten Erfahrungsberichte über die Kameras schreiben, die sie mitverbrochen haben.

Hey, Sigma! Das Jahr 1998 will seine Kamera wiederhaben!

Montag, 21. Juli 2008

Panasonic Lumix DMC-LX3 - der Wettkampf hat begonnen



Während ich noch in der dampfgeschwängerten Gerüchteküche herumtappe, kommt Panasonic/Leica bereits zur Sache.

Mit der Panasonic Lumix DMC-LX3 wird eine Kamera vorgestellt, die ihren Platz in den Kamerataschen der Profis finden will.
Und wer sich das Bild oben ansieht, wird sofort verstehen, wohin Panasonic zielt.
Optisch ist die Kamera die perfekte Synthese einer Leica und einer Sigma DP1.

Eine hochlichtstarkes Vario-Summicron, f2.0-2.8/24-60mm (equiv. KB) beleuchtet einen für die Kompaktklasse großen 1,63 inch, 10 MP-CCD-Sensor.
Mit der hohen Anfangslichtstärke knüpft Panasonic an die leider nicht fortgesetzten lichtstarken Linsen der ersten Canon-G-Powershots an.

10MP-Sensor heißt auch, Panasonic klinkt sich aus dem aberwitzigen Megapixel-Race aus. Bei allen angekündigten oder auch vermuteten Konkurrenten werden 12-13MP auf kleineren Sensoren erwartet.
Der große Sensor und die Begrenzung der Pixelzahl ermöglicht ca. 45% größere Pixel, als bei heute üblichen 10MP-P&S-Kameras.

Unter den unzähligen, teilweise durchaus spannenden Features fällt mir in der Kürze positiv auf:
  • eine Auslöse"beschleunigung" von 0,005 sec.
  • bis zu drei RAW-Bilder in Folge, 2.5 Bilder/sec.
  • eine Mehrfachbelichtungsfunktion - gab es vormals bei analogen High-End-Kameras - erlaubt bis zu drei Belichtungen auf ein Bild
  • und - hurra - ein Aufstecksucher!

So eine Kamera kann nicht billig sein.
Wenn sie allerding mit einem Preis von ca. 500€ (ohne Zubehör) in die Läden kommt, müssen sich Sigma, aber auch andere warm anziehen.

Wie schrieb Michael Reichmann im Schlußwort zu seinem Sigma DP1-Review so richtig:
"Hey Canon - wie wär's mit einer G10 mit einem 1,6-X-Sensor und einem menschenwürdigen optischen Sucher?
Nun, das wäre ein Killer-Wettbewerber, und ernsthafte Fotografen würden sich in Scharen diese Kamera kaufen."

Wenn Canon Gott wäre, wäre dann Reichmann sein Prophet?

Warten wir's ab …

Mehr Details und technische Spezifikationen zur LX3 hier.

Freitag, 29. Februar 2008

Sigma DP1 - Beispielbilder

Auf einer japanischen Sigma-Seite sind 37 Beispielfotos, fotografiert mit der DP1, zu sehen.

Die JPG's sind ladbar, so dass sie jeder in seinem Bildbearbeitungsprogramm auf Herz und Nieren prüfen kann.
Keine Sorge, die wichtigsten Daten - ISO, Blende, Zeit - sind in arabischen Zahlen nachzulesen.

Allerdings - nur 3 Fotos sind mit offener Blende (Bl. 4.0) fotografiert und nur 1 Foto (Nr. 34) ist auch mit 800 ISO belichtet.

Ich kann die Dateien so nicht kommentieren.

Zwischen Erwartung und Ergebnis steht das eigene Fotografieren. Und eine große eigene Erfahrungsbibliothek.
Hier kann ich nur auf dem Bildschirm nach Pixeln schauen, das ist mir zu wenig.

Aber fest steht: die Dateigröße der Fotos beträgt 2640x1760 px (das ist 22,35 x 14,9 cm bei 300 dpi) - nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Sonntag, 3. Februar 2008

Sigma DP1 - erste Bildbeispiele

Bei dpreview gibt es erste "Musterfotos", fotografiert mit der Sigma DP1, zu sehen.
Leider sind die meisten der Bilder mit 100 ISO fotografiert, versteh einer warum.

Nun gut, ich habe mir anhand der downloadbaren JPG-Dateien einen ersten Eindruck verschafft:

  • Der Dynamikumfang der Bilder ist deutlich besser als der einer Mini-Sensor-Kamera. Wahrscheinlich auf DSLR-Level.
  • Die Bilder zeigen noch feine Tonwertabstufungen in den Tiefen, keine Abrisse, keine Artefakte.
  • Das Bildrauschen ist moderat, auch bei 400 ISO unauffällig, aber vorhanden. Kein Vergleich zu Mini-Sensor-Kameras, aber nicht auf dem Niveau von aktuellen DSLR's.
  • Leichtes Nachschärfen und Anheben des lokalen Kontrastes verbessert den Bildeindruck deutlich und ohne Qualitätsverlust.

Aber!

Die Bildgröße beträgt bei der Standardauflösung von 300 dpi gerade mal 14,9 x 22,35 cm!
Das ist kaum größer als das 13x18 Printformat.

Eine Ricoh GRD II liefert dagegen bei gleicher Auflösung eine Bildgröße von 21,16 x 30,89 cm, also gut DIN A4.

Die Größe einer Bilddatei sagt natürlich nichts über deren Datenqualität aus.
Aber sie ist eine klare Einschränkung für professionelle Nutzungsmöglichkeiten.

Mittwoch, 28. November 2007

Formatfragen

- oder ist GRÖSSER wirklich BESSER?

Kaum hat Nikon mit der D3 seine erste Vollformatkamera, hört man auch schon die ersten kritischen Kommentare über die Leistungen "analoger" Nikkor-Weitwinkelobjektive an der D3.

Ähnlich wie bei der populären Canon 5D und analogen EF-Objektiven, fallen vor allem die starke Vignettierung, aber auch Farbsäume (purple fringing) und Verzeichnung auf.

Lösen lässt sich dieses Problem nur mit neugerechneten sog. "digitalen" Objektiven, die einen parallelen Strahlenausgang über das ganze Sensor-Format haben.

Oder -hilfweise (siehe Leica) - über wabenartige Linsensysteme auf dem Sensor, die schräg einfallendes Licht besser einfangen können.

Und prompt kommen mit der D3 zwei Optiken (12-24, 24-70), die ganz offensichtlich speziell für die neue Kamera konstruiert wurden, die "Schwächen" analoger Objektive nicht aufweisen sollen und die, ob man will oder nicht, wohl ein "Muss" für die Käufer der D3 werden.


Formate, Formate …

Es stellt sich immer wieder von Neuem die Frage: gibt es eigentlich ein digitales Format?

Oder anders gefragt: wurde beim Übergang vom Film zum Sensor das Pferd von hinten aufgezäumt?

Jeder, der schon vor der Jahrtausendwende fotografiert hat weiß: "das" Filmformat existierte nie.

Von der Bedeutung her hatte das Kleinbildformat 24x36 zwar klar die Nase vorn.
Aber es gab alles: von Minox 8x11 über Halbformat (Olympus/Yashica) 18x24, die schnelle Robot mit 24x24, bis hin zu diversen Kassettenfilmen und endlich APS mit dem Format 16,7x30,2.
Von den unterschiedlichen Rollfilmformaten (4x4, 4,5x6, 6x6, 6x7, 6x9) ganz zu schweigen.

Warum wurde wohl ausgerechnet das APS-Format zum ersten Sensorformat?
Waren wirklich anfängliche technische Probleme bei der Wafer-Produktion der Grund?

Oder könnte nicht auch ein Grund gewesen sein, dass ein Sensor andere Ansprüche an Objektive stellt, als ein vergleichbares Filmformat?
Dass man Enttäuschungen und kritische Reaktionen über die Qualität des digitalen Films vermeiden wollte, indem man die Sensorgröße auf ein unkritisches Maß reduzierte?


Gibt es ein digitales Film-Format?

Das einzige, von Anfang an als reines digitales Format entwickelte System, ist der sog. Four/Thirds-Standard .

Die für dieses Format
(13,5x18) neu entwickelten Objektive waren von vorn herein auf den digitalen Sensor zugeschnitten.

Nicht nur, das die optische Qualität dieser Linsen quer durch alle Lager Anerkennung gefunden hat, der kleinere Sensor lässt auch Linsenkonstruktionen wie z. B. 2.0/14-35 (equiv.28-70), 2.0/35-100 (equiv. 70-200, 2.0/150 (equiv. 300) zu, auf die wir - auch wegen ihrer "kleinen Größe" - nur mit Neid schauen können.

Der einzige Schwachpunkt dieses, im übrigen "offenen", also markenübergreifenden Standards (Olympus, Panasonic, Leica, Sigma) war bisher die Sensortechnologie.

Die kleiner Sensorfläche erforder dichter gepackte Transistoren, ein Nachtteil beim "digitalen Rauschen". Aber das könnte sich mit der Olympus E-3 ändern.

Es sieht jetzt so aus, als ob Canon, Nikon und Olympus
zeitgleich ihre neuen Kamera-Flaggschiffe auf den Markt bringen.

In einigen Wochen werden wir sehen, ob der Vollformatsensor
nur eines unter anderen gleichwertigen digitalen Formaten bleiben wird.

Wir werden sehen, ob der Four/Thirds-Standard den hohen Ansprüchen gerecht wird, mit denen er 1999 angetreten ist: die Barnack-Kamera (Leica) des digitale Zeitalters zu werden.

Dienstag, 30. Oktober 2007

Angekündigt: Ricoh GR Digital II

Ricoh stellt eine verbesserte GR Digital II vor.

Vor allem im Bereich RAW-Datenverarbeitung soll die Kamera deutlich zulegen: Verabeitungzeit statt 11 sec. jetzt 3.8 sec.
Außerdem kann während der Datenspeicherung bereits eine weitere Aufnahme gemacht werden.

Der Sensor ist jetzt ein 1/1.75-inch CCD mit 10 Mio. Pixel.

Die Kamera kann wie die GX 100 quatradische Bilder, auch in RAW erzeugen.

Das Objektiv 2.4/5,9mm (equiv. 28mm), ist mit Konverter auf 40mm erweiterbar.

Ein externer Sucher ist verfügbar.

Die Kamera soll noch 2007 auf dem Markt kommen.

Gute Aussichten also, dass Ricoh ein "Street Photography Device" auf den Markt bringt, das im Gegensatz zur Sigma DP 1 nicht nur "Vaporware" bleibt.

(Vaporware ist Software oder Hardware, deren Erscheinungsdatum weit in der Zukunft liegt, oder deren angekündigte Erscheinung ausblieb.)

Freitag, 12. September 2008

Panasonic Lumix G1 - die weltweit erste Micro Four Thirds Kamera

Der Preis für das Gehäuse + Kit-Linse (14-45) wird bei 750 € liegen.


Erfreulich: die G1 verfügt über einen schwenk- und drehbaren Monitor.

Man kann jetzt schon sagen, dass die Lumix G1 in zwei getrennten Bereichen wildern wird:
zum Einen wird der Markt der Bridge-Kameras mit festverbauter Zoomoptik aufgemischt, zum Andern werden Micro-Four-Thirds mit Sicherheit eine große Konkurrenz im Segment der "Einsteiger"-DSLR's werden.

Panasonic wird den Ansprüchen der allgemeinen Fotografie mit zwei "klassischen" Zoombrennweiten gerecht, einem 3.5-5.6/14-45er (equiv. 28-90mm) und einem 4.0-5.6/45-200er (eqiv. 90-400(!)mm).

Für 2009 ist ein Weitwinkelzoom 7-14mm (equiv. 14-28), ein Universalzoom 14-150mm (equiv. 28-300), sowie eine lichtstarke Festbrennweite 1.7/20 (equiv. 40mm) angekündigt.

Da das Bajonett ein "offener Standard" ist, werden auch andere Hersteller Linsen für das Micro-Four-Thirds-Bajonett anbieten, nicht zuletzt Olympus, wahrscheinlich auch Leitz.

Objektive der bisher erhältlichen Four-Thirds-Kameras lassen sich via Adapter ansetzen, werden aber nicht alle neuen Funktionen unterstützten können, da sie über weniger elektrische Kontakte verfügen.

Von der Ankündigung des neuen Kamerastandards Anfang August bis zur Vorstellung eines ersten Modells ist gerade mal ein Monat vergangen.

Von anderen Verkündigungen - man denke nur an die endlose Geschichte der unglücklichen Sigma DP1 - sind wir da nicht sehr verwöhnt.

Ich bin auf erste Erfahrungsberichte mit der neuen Kamera gespannt.


siehe auch hier, hier und hier


…and there will be also a worldsensation from Leica in the megapixel sector, and some interessting new items from novoflex.....

Donnerstag, 8. März 2007

DMD … und es gibt sie doch?




Nachrichten von neuen Produkten gehören nicht in diesen Blog - trotzdem, heute gibt es eine Ausnahme!

Die Sigma DP1 wird offensichtlich wahr und verspricht wirklich Neues und Spannendes.

Ist das das DMD auf das wir warten?

In Kürze:
APS-Sensor, JPG und RAW, festeingebaute Optik, 16,6mm equiv. 28mm, 1:4.0, Hotshoe und externer Sucher.

Man kann gespannt sein!

Montag, 10. Dezember 2007

Weihnachts-Wunsch-Markt

Der Nikolaus war ja schon da!
Die erste Runde ist vorbei.

Aber das wichtigste kommt noch - Weihnachten.

Höchste Zeit für einen Christkindlbrief!


Zwei Wünsche - rund um die Fotografie - hat jeder frei:

  • was würde ich - wenn ich könnte - mir selbst zu Weihnachten schenken?
  • was würde ich mir vom Christkind wünschen, wenn ich mir etwas ganz besonderes wünschen dürfte?

Für ein Weihnachtsgeschenk für mich selbst wird es wohl nicht reichen.
Und wenn, dann wäre es wahrscheinlich eine Sigma DP1 oder Ricoh GRD II geworden.

Aber ein Wunsch ist noch frei und immer wohlfeil!

Also was ganz verrücktes: ein Canon EF 1.2/50mm!

Hat der sie noch alle?

Da würde mir doch was besseres einfallen!

Donnerstag, 1. September 2011

Fuji X10 – was lange währt…

Nachdem Fuji mit der X100 die digitale Kompaktkamera neu gedacht und damit großen Erfolg hat, kommt  nun mit der Fuji X10 ein neues und hochinteressantes Kamerakonzept auf den Markt.

Zwar verbaut Fuji hier wieder einen kleinen 2/3-inch-Sensor, kompensiert aber die Schwächen dieser Minisensoren durch eine Technologie, die es bisher nur in einer digitalen Mittelformatkamera gibt: dem pixel-binning.
Dabei werden benachbarte Bildelemente zu "einem" Pixel mit höhere Lichtempfindlichkeit und größerem Dynamikumfang zusammengefaßt.
Allerdings wird damit auch die Auflösung der Kamera reduziert: im Falle der Fuji X10 von regulär 12MP auf dann 6MP.

(zum "Mythos Megapixel" siehe auch hier und hier)

So ist es einerseits möglich ein kompaktes und lichtstarkes Zoom zu verbauen, was mit größeren Sensoren nicht möglich wäre und trotzdem bei Motiven mit hohem Kontrast bzw. beim Fotografieren wenig Licht mit hoher Empfindlichkeit noch eine akzeptable Bildqualität zu bekommen.

So stellt sich Fuji mit Sigma und Ricoh in die Reihe der Firmen, die sich getrauen innovative Kamerakonzepte auf den Markt zu bringen.

Chapeau!

Samstag, 3. Mai 2008