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Donnerstag, 1. September 2011

Fuji X10 – was lange währt…

Nachdem Fuji mit der X100 die digitale Kompaktkamera neu gedacht und damit großen Erfolg hat, kommt  nun mit der Fuji X10 ein neues und hochinteressantes Kamerakonzept auf den Markt.

Zwar verbaut Fuji hier wieder einen kleinen 2/3-inch-Sensor, kompensiert aber die Schwächen dieser Minisensoren durch eine Technologie, die es bisher nur in einer digitalen Mittelformatkamera gibt: dem pixel-binning.
Dabei werden benachbarte Bildelemente zu "einem" Pixel mit höhere Lichtempfindlichkeit und größerem Dynamikumfang zusammengefaßt.
Allerdings wird damit auch die Auflösung der Kamera reduziert: im Falle der Fuji X10 von regulär 12MP auf dann 6MP.

(zum "Mythos Megapixel" siehe auch hier und hier)

So ist es einerseits möglich ein kompaktes und lichtstarkes Zoom zu verbauen, was mit größeren Sensoren nicht möglich wäre und trotzdem bei Motiven mit hohem Kontrast bzw. beim Fotografieren wenig Licht mit hoher Empfindlichkeit noch eine akzeptable Bildqualität zu bekommen.

So stellt sich Fuji mit Sigma und Ricoh in die Reihe der Firmen, die sich getrauen innovative Kamerakonzepte auf den Markt zu bringen.

Chapeau!

Donnerstag, 26. März 2009

Dr. Photo's Anamnese, Diagnose und Therapie

Ich weiß, ich weiß, ich sollte mir nicht den Kopf anderer Leute zerbrechen … aber als Beteiligter und Beobachter der Szene kann ich nicht so tun, als ob mich die Entwicklungen in der Kameraindustrie nicht berühren würden.
Schon vor Wochen konnte ich nicht an mich halten, mir einige Gedanken zum Produktportfolio der einschlägigen Kamerahersteller zu machen.

Jetzt, nachdem die Canon 500D vorgestellt ist, ihre technischen Daten bekannt sind, fängt es wieder an bei mir zu rumoren:
was haben sich die Canoniker wohl dabei gedacht, eine technisch etwas abgespeckte, dafür aber mit (einem etwas lahmen) Video aufgerüsteten Halbbruder der 50D zu einem Preis auf den Markt zu bringen, den die 50D zusammen mit dem 18-200er Kit-Objektiv für gerade mal 999 Euro bereits vor Wochen angetestet hat?

Und was ist denn wirklich neu an der neuen Kamera?
Dass sie mit einem überdimensionierten 15MP Sensor im klassischen Amateursegment die Speicher der Heimcomputer zum Überlaufen, die Prozessoren bei der Bildverarbeitung zur Weißglut bringt?
Wer bitteschön, kauft sich eine sog. Einsteigerkamera um damit an seinem teuren Großformatdrucker Fine-Art-Prints auszugeben?
Ein realistischerer Blick auf die tatsächliche Bedürfnisse der Kamerakäufer ist anderen offensichtlich durchaus möglich.

Ich glaube, was wir hier sehen und vielleicht nicht richtig begreifen, sind in Wirklichkeit Effekte der Wirtschaftskrise.
Der Markt für Konsumprodukte wie es auch Kameras sind, fällt in sich zusammen. Die gewohnten Gewinnmargen brechen ein, Neuentwicklungen werden zurückgestellt, es wird hektisch gespart, entlassen - das Übliche halt.

Trotzdem will man sich am Markt mit "neuen" Produkten zeigen.

Nichts einfacher, als ein bereits vorhandenes Gehäuse mit einer bereits vorhandenen Technik neu zu kombinieren und auf den Markt zu werfen.
War das vielleicht der Grund, warum es mit einer wirklichen Neuentwicklung zur PMA, einem ähnlich der Photokina so wichtigen Datum, nicht geklappt hat?
Wurde um Produkte gestritten, musste kurzfristig neu entschieden und umgelenkt werden?
Wie dem auch sei, wirklich etwas vorzeigen können im Moment nur wenige.

Panasonic wird mit seiner GH1 die Videofunktion und Funktionalität der 500D schnell in den Schatten stellen, Olympus dockt mit der E-30 und der E-620 das Four-Thirds-Format qualitativ an die APS-C-Sensoren an.

Und Phase One realisiert mit dem digitalen P65+ Rückteil in aller Stille den ersten Sensor, der es via pixel-binning ermöglicht entweder mit 60 MP hochauflösend, oder aber mit 15 MP hochempfindlich in hoher Qualitiät zu fotografieren.

Dr. Photo's Rezept lautet: wirkliche Innovation und nicht nur aktionistisches Rumgedoktere, das wäre ein Weg zum Erfolg.

Sonntag, 20. April 2008

Nikon D3X - und weil' so schön ist …

… neues aus der Gerüchteküche.

Beim Herunterladen des neuesten (und sofort wieder zurückgezogenen!) Nikon D3 Firmware Updates, wurden Programmcodes entdeckt, die sich auf die Nikon D3X beziehen und die Dateigrößen der neuen Nikon angeben (die Netto-Dateigröße 24,4MP).

Die Dateigrößen passen exakt zu dem Sony full-frame CMOS-Sensor, der für die Sony Alpha 900 angekündigt ist.
Denkbar ist allerdings auch ein von Nikon neu entwickelter Sensor mit gleicher Pixelzahl.

Für Unruhe unter Händlern sorgt dabei, dass die Alpha 900 wahrscheinlich preislich bis zu 50% unter der Nikon angesetzt werden könnte, was großen Konkurrenzdruck auslösen würde.

Sollte die D3X nicht über den heute üblichen ISO-Bereich bis ca. 3200 oder 6400 ISO hinauskommen, kann Nikon die neue Kamera vernünftigerweise nicht teurer verkaufen als die D3.

Es wird deshalb spekuliert, dass Nikon den Preis für die aktuelle D3 zum Erscheinen der D3X (Photokina?) aggressiv senken muss, um die D3X dann in einem noch wettbewerbsfähigen Preissegment anbieten zu können.


Alle Angaben, wie immer, ohne Gewähr!


Nachtrag:

Ich muss einfach endlich begreifen, dass ich unter allen "Rumouristen" das kleinste Licht bin.

Also, die D3 hat nämlich schon den großen Sensor, allerdings ist die Auflösung via pixel-binning (Zusammenfassung von benachbarten Pixeln) reduziert, dafür die Empfindlichkeit erhöht.
Man kauft sich nur noch den Freischaltcode, und aus der D3 wird eine D3X!

Toll, einfach toll!