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Sonntag, 29. Januar 2012

Die großartigsten Kameras aller Zeiten

Photography Monthly veröffentlicht eine Liste der großartigsten Kameras – nicht uninteressant!

Allerdings muss man sehen, dass die Kriterien, nach denen beurteilt wird, von Kamera zu Kamera ganz verschieden sind.
Manche stoßen die Tür zu einer neuen Technologie auf, andere wiederum stehen wegen ihrer massenhaften Verbreitung oder ihrer überrragenden Bildqualität auf der Liste.

Ich habe mit einigen der aufgeführten Kameras selbst fotografiert und tue es auch heute noch.
Während die Canon D30 und auch die 5D sicher mit Berechtigung auf der Liste stehen, verstehe ich nicht so ganz, warum die 7D – zweifelsohne eine gute Kamera – auf der Liste steht.

Dafür fehlen nach meiner Meinung z. B. eine Canon RT, eine Konica Hexar, eine Olympus µ-II, eine Ricoh GR1s/GR21, natürlich die Fuji X100 etc. pp.

Mir würde noch so einiges einfallen …


Sei's drum, hier die Liste:

Freitag, 18. Januar 2008

Auflösung und Schärfe - ein Versuch

Ein Berliner Fotograf hat sich mit einem Mythos der Digitalen Fotografie auseinandergesetzt: dem Mega-Pixel-Wahn.
Hier eine Zusammenfassung seiner Versuche.

Er schreibt:


Ich habe gerade ein sehr beeindruckendes Experiment durchgeführt:

Habe ein knackenschafes 12 MP-Foto genommen, es kopiert,die Kopie dann auf 70,71 % Kantenlänge verkleinert (das sind 50% der Fläche: 6 MP) und dann wieder auf Originalmaß vergrößert, so bleiben es aber nur 6 Mio Pixel Information).

Dann eine weitere Kopie auf 50% verkleinert (25% der Fläche: 3 MPix) und wieder auf das Originalmaß hochgerechnet.

Die beiden Kopien habe ich dann als Ebenen über das Original gelegt

Es ist sehr beeindruckend, wie scharf ein scharfes Bild auch bei 3 MP noch ist !!!



Dann habe ich ein minimal unscharfes Bild genauso behandelt: Hier ist die Reduzierung von 12 auf 6 Mio Pixel gar nicht und auf 3 Mio Pixel kaum zu erkennen, d.h.:
Leichte Unschärfe bei der Aufnahme reduziert die tatsächlichen Pixel schnell auf weniger als 6 Mio!




mein Fazit: Pixel sind nicht die Lösung!


Bei imatest ist zu lesen:
You should not expect the "ideal megapixel" count to equal the total megapixel count of the camera. In the real world, performance is excellent if it is half the actual megapixels.
Und anhängen möchte ich noch ein Zitat von Michael Reichmann, entnommen einem Artikel, in dem er sich mit der neuen Canon 1Ds Mark III auseinandersetzt.
Er fragt sich, ob Auflösungen von 16 oder gar 21 MP mit den aktuellen Objektiven überhaupt realisierbar sind:
"My main concern is that the 16MP 1Ds MKII was in many cases lens limited. Only the best lenses, and these mostly "L" lenses in the telephoto range, were up to the task. Though the jump from 16MP to 21MP is modest, and certainly worthwhile, it concerns me that the new MKIIIs is going to be even more lens-limited than the previous generation."



Donnerstag, 20. September 2007

6 Megapixel!


Vielleicht haben Sie auch schon das seltsame Logo rechts neben dem Post bemerkt.

Dahinter steckt eine vernünftige Initiative, eine unterstützenswerte Idee und verständliche Aufklärung zu Themen, die uns immer wieder beschäftigen, wie:
  • Megapixel
  • Lichtempfindlichkeit
  • Rauschen
  • Auflösung
  • Chromatische Aberration
  • Beugung
  • Datenmenge

Es ist auch ein Anliegen von The Public Eye Blog, etwas gegen den "Mega-Pixel-Hype" anzuschreiben und sachlich und mit Fakten aufzuklären.

Nicht jeder Werbestrategie auf den Leim gehen, sondern mit offenen Augen die Tatsachen sehen.

Und das Bild, das vor mit liegt, ist letztlich die entscheidende Tatsache.


6Megapixel!
sollte man sich ruhig mal zu Gemüte führen!

Freitag, 19. September 2008

Im Vorübergehen / En passant / Passing by

Image&Nature Nr. 16 - kommt eine Canon 7D, oder ist alles nur ein Fake?

"I am hugely disappointed because once again Canon engineers are dictated by their marketing department and had to keep up with the megapixel race. They have the technology to blow the competition away by adapting the new 50D sensor tech in a full frame format and just easing off a little on the megapixels. Although no formal testing has been done on the new model yet, judging by the spec and technology used, it just seems to be as good or as bad as the competition - not beating them by a mile which we used to."

"Ich bin sehr enttäuscht, weil wieder einmal den Canon-Ingenieuren durch ihre Marketing-Abteilung diktiert wurde, beim Megapixel-Rennen mitzuhalten.

Sie hätten die Konkurrenz weggepustet, wenn sie die 50D-Sensortechnologie auf einen Vollformatsensor bei etwas geringerer Pixelanzahl hätten anwenden dürfen.

Obwohl das neue Model [die 5D Mark II] bisher keiner formalen Prüfung unterzogen wurde, wenn man ihre Spezifikation und Technologie beurteilt, so scheint es nur so gut oder so schlecht zu sein wie die Konkurrenz - und nicht meilenweit voraus, wie wir es eigentlich gewohnt sind."
ein anonymer Canon-Angestellter


Bei einer erster Betrachtung der neuen Canon Modelle, hatte ich sehr schnell das Gefühl, dass die 50D trotz ihres kleineren Sensors eigentlich die bessere 5D Mark II ist.

Eine verblüffende Parallele zur Berurteilung von Nikon D3 vs. D700 durch viele Fotografen.

Dabei spielt - neben der Kameratechnologie - natürlich nicht zuletzt auch das Preis/Leistungsverhältnis eine Rolle.

Freitag, 6. März 2009

Im Vorübergehen / En passant / Passing by

"Zwölf Megapixel sind, so glaube ich, genug für fast alle Anwendungsgebiete, die die meisten Kunden nützen.
Wir haben nicht die Absicht, weiterhin im Wettbewerb der Megapixel-Kriege mit unserem Olympus E-System anzutreten."

sagte Akira Watanabe, Geschäftsführer der Olympus Imaging's SLR Planungs Abteilung, in einem Interview während der Photo Marketing Association (PMA).

Dienstag, 6. März 2007

Scharfer Kehrwert, oder was?

Die Artikelserie "Scharf-schärfer-am Schärfsten" ist eindeutig ein Favorit bei meinen geneigten LeserInnen.

Und wenn ich meinen traurig-unscharfen Mond in der Finsternis anschaue, hoffe ich doch, mich mit diesem Foto nicht zu sehr blamiert zu haben?

Also schiebe ich zu Ausgleich noch mal einen Tipp nach, den ich in der Artikelserie zwar schon angesprochen habe, aber vielleicht nicht mit genug Nachdruck.

Gelernt haben wir: "Die Belichtungszeit sollte nicht länger als der Kehrwert der Brennweite sein, sonst kann es zu verwackelten Bildern kommen".

Aber in der Praxis?

Wer das Gefühl nicht los wird, dass seine Fotos - trotz perfektem Focus - nicht ganz die erwartete Schärfe resp. Auflösung haben, sollte mal folgendes ausprobieren:

Kamera auf Zeitvorwahl Tv oder auf Manuell stellen.

Als Belichtungszeit den halben(!) Kehrwert der Brennweite, bei einem Zoom (schwer) den halben Kehrwert der längsten Brennweite einstellen.

Falls die Kamera einen APS-Sensor hat (hat einen kleineren Circle of Confunsion, weil höherer Vergrößerungsfaktor erforderlich ist), muss es ein Viertel sein!

Beispiel: Optik 28-80mm.
Kehrwert der längsten Brennweite wäre 1/80.
Davon die Hälfte ergibt 1/160.
Und für einen APS-Sensor wären das entsprechend 1/320.

Als es die Zwischenzeiten noch nicht gab, waren die Zeiten entsprechend abgerundet: 1/250, 1/500, was natürlich noch sicherer ist.

Belichtung wird dann über die Blende bzw. die ISO eingestellt.

Übrigens: man sollte eine Reduzierung von Tiefenschärfe durch Aufblenden bzw. eine Reduzierung der Auflösung durch Erhöhen der ISO-Zahl nicht überschätzen.

Vor allem die APS-Optiken haben wg. ihrer kurzen Brennweiten ab 10mm eher einen Tiefenschärfeüberschuss.

Tatsächlich erreichen nur wenige Optiken - darunter hauptsächlich Festbrennweiten - unter idealen Bedingungen überhaupt die theoretische Auflösung eines 8-Megapixel-Sensors!

Und zu diesen Bedingungen gehört auch, dass nicht zu sehr abgeblendet wird! (siehe: Diffraction limits your resolution at high f-numbers.)

Wer diesen Rat befolgt, wird sein scharfes Wunder erleben.

Donnerstag, 4. September 2008

Raunen und Rauschen

Gleich am ersten Arbeitstag ist der Ärger mit den alten und die Aussicht auf die neuen Kameras großes Thema bei den Kollegen.

Die Canon 1D MK III sorgt immer noch für anhaltenden Ärger: Autofokus-Probleme, Fehler 99, Kameras müssen sofort nach Kauf justiert werden.

Sehr gelobt werden die neuen Nikons. Erste Umsteiger outen sich.

Angeblich hat Nikon es geschafft, AFP komplett zum Umsteigen zu verleiten - allerdings zu Konditionen, die einen Stauen lassen: € 3000 pro Fotografen!

Canon-Fotografen, die bei den Olympischen Spielen mit Nikon fotografiert haben, sind - fast - restlos begeistert: punktgenauer, schneller Autofokus, gute Optiken.
Der Wermutstropfen: die D3 verträgt keinen Regen, der LCD-Bildschirm beschlägt von innen, nichts mehr zu sehen.
Außerdem wird bezweifelt, dass die D3 so robust ist wie eine Canon 1D.

Nachdem nun die technischen Spezifikationen der neuen Canon 50D bekannt sind, werden großen Hoffnungen auf die 5D-Nachfolgerin gesetzt.
Das betrifft vor allem die Reaktionsschnelligkeit.
Rechnet man die Auflösung der 50D mit APS-C-Sensor hoch, scheinen Auflösungen von um die 40 MP für Vollformatkameras möglich.
Man ist gespannt, wie gut der neuen Canon-CMOS bezüglich Dynamik und Rauschen ist.

Angeblich hat Canon Probleme adäquat auf die Nikon D3 zu reagieren, neue Topmodelle von Canon wird es zur Photokina womöglich nicht geben.*
Schaun mer mal.

Trends:
Blitzen ist out!
Video wird kommen!


Ohne Gewähr nacherzählt!


zu den Olympischen Spielen siehe auch REMOTE HEAVEN OR HELL DEPENDING ON THE RESULTS…

Danke Det!

*
die 1Ds Mark IV soll angeblich Februar 2009 kommen

32 Megapixel FF sensor
Dual Digic IV processors
ISO from 50 - 12800 + H1(25600) + H2(51200)
5.5 FPS
60 JPG Continuous Shooting
19 Raw Continuous Shooting
slightly larger AF area compared to the Mk III
920,000 pixel LCD screen

außerdem verdichten sich die Hinweise nach zwei neuen FF-Canons: D7 als kleineres Upgrade zur D5 und eine D3 mit 21MP-Sensor.

siehe auch:
Gerüchteküche und News - Moonrise over Canon?

Donnerstag, 22. Februar 2007

Porsche und Canon

Canon 5D, EF 24-105 1:4 L IS, Kameraeinstellung "Grün"


Oh Lord, would you buy me a Mercedes Benz
My friends all drive Porsches, I must make amends
Worked hard for my life time, no help from my friends
So Lord would you buy me a Mercedes Benz.

Bei diesem Foto - ein abgedeckter Porsche in einem Showroom - ist mir nicht nur das Lied von Janis Joplin eingefallen, sondern auch die Nachricht von der neuen Canon EOS 1D Mark III.

Wenn jetzt alle Kollegen sich den neuen "Porsche" kaufen, mit was soll ich das wettmachen?

Etwas tröstet mich. Ob 10 oder 8,5 Bilder pro Sekunde, ob 10 oder 8 Megapixel, was soll's?
Und eine Lebensdauer von 300.000 Auslösungen ist ja schön und gut.

Die Frage ist nur, mache ich auch nur annähernd soviele Auslösungen bis zum nächsten Modellwechsel?
Und reicht das damit verdiente Geld dann auch für die neue "Mark IV"?

Oh Lord, would you …?

Dienstag, 25. September 2007

So viele Fragen …

"Oh HERR, schmeiss Hirn rah!"


Bei Fotografinnen und Fotografen in anderen Ecken der Welt sind die Themen Megapixel- und Kamera-Hype schon lange in der Diskussion.

Den jeweiligen Volkscharaktere (gibt es so etwas?) entsprechend werden diese Themen in Blogs engagiert debattiert.

In den Foren der einschlägigen Websites (auch deutscher) geht es dagegen leider nur zu oft und ausschließlich darum: wer hat die schönste, größte, schnellste, schärfste, beste - und nicht zu vergessen rauschärmste Kamera?

Weil mir die lebhaften Debatten vor allem auf amerikanischen Blogs sehr gefallen, hier ein paar Fragen:


  • Warum ist es so einfach, sich über technische Aspekte wie Rauschen, Auflösung, Schärfe, Dynamikumfang auseinanderzusetzen, aber so schwer über Bilder zu reden?
  • Fällt es uns deshalb so leicht, über Kameras und Objektive zu sprechen, weil wir eine Sprache benutzen können, die uns geläufig ist?
  • Fällt es uns deshalb so schwer über Bilder zu reden, weil wir eine Sprache benutzen müssten, die uns nicht geläufig ist?
  • Warum fällt es uns so schwer , unsere Bilder der Diskussion zu stellen,? Haben wir Angst, zuviel von uns vorzuzeigen, zuviel über uns zu verraten?
  • Warum schieben wir die Technik vor das Bild? Schützt uns das vor der Auseinandersetzung mit den Bildern?

… so wenig Antworten!


als Nachtrag ein lesenswerter Kommentar von Uli Eberhardt:
Diesen Fragen begegne ich immer wieder. Ich habe noch den spontanen Satz des Referenten eines Fotokurses im Ohr: "Jetzt wird's schwerer, jetzt sprechen wir über die Bilder." Zuvor war ausführlich die Technik diskutiert worden.
Vielleicht zwei diskussionswürdige Hinweise:
1) Wir lernen das nicht – begründet über Kunst zu sprechen. Der Kunstunterricht ist marginal und wenig bleibt hängen. Wir haben keine Bildung in dieser Hinsicht. Dafür umso mehr in mathematisch-technischer-naturwissenschaftlicher Hinsicht. Deshalb reden wir lieber über Technik und die Begeisterung dafür kommt dazu.
Aber es gibt auch ein Handwerk für Kunstbetrachtung (aber nicht nur den Mante). Fehlendes Handwerk erklärt andererseits auch das neblige Geschwurbel in vielen Kunstkritiken, wie sie mitunter in den Zeitungen erscheinen.
2) Wir fürchten, dem anderen, dem Künstler, zu nahe zu treten, weil das Bild sein oder ihr persönlicher Ausdruck ist. Besonders, wenn wir das Bild nicht gut finden. Und das wegen eines unbestimmten Gefühls, wenn uns das Handwerk der Beurteilung fehlt. Einerseits mangelt es hier an – fachlich begründeter – Konfliktfähigkeit. Zu sagen: "das ist Mist" ist genauso unreflektiert wie andererseits eine beleidigte Reaktion der Autoren auf (berechtigte, begründete) Kritik. Auch ein Schreinerlehrling, der ein Stück Holz versägt hat und dafür zurechtgewiesen wird, reagiert falsch, wenn er einschnappt. Erfahrungen sammeln, lernen – das ist die richtige Reaktion.

Freitag, 12. September 2008

Panasonic Lumix G1 - die weltweit erste Micro Four Thirds Kamera

Der Preis für das Gehäuse + Kit-Linse (14-45) wird bei 750 € liegen.


Erfreulich: die G1 verfügt über einen schwenk- und drehbaren Monitor.

Man kann jetzt schon sagen, dass die Lumix G1 in zwei getrennten Bereichen wildern wird:
zum Einen wird der Markt der Bridge-Kameras mit festverbauter Zoomoptik aufgemischt, zum Andern werden Micro-Four-Thirds mit Sicherheit eine große Konkurrenz im Segment der "Einsteiger"-DSLR's werden.

Panasonic wird den Ansprüchen der allgemeinen Fotografie mit zwei "klassischen" Zoombrennweiten gerecht, einem 3.5-5.6/14-45er (equiv. 28-90mm) und einem 4.0-5.6/45-200er (eqiv. 90-400(!)mm).

Für 2009 ist ein Weitwinkelzoom 7-14mm (equiv. 14-28), ein Universalzoom 14-150mm (equiv. 28-300), sowie eine lichtstarke Festbrennweite 1.7/20 (equiv. 40mm) angekündigt.

Da das Bajonett ein "offener Standard" ist, werden auch andere Hersteller Linsen für das Micro-Four-Thirds-Bajonett anbieten, nicht zuletzt Olympus, wahrscheinlich auch Leitz.

Objektive der bisher erhältlichen Four-Thirds-Kameras lassen sich via Adapter ansetzen, werden aber nicht alle neuen Funktionen unterstützten können, da sie über weniger elektrische Kontakte verfügen.

Von der Ankündigung des neuen Kamerastandards Anfang August bis zur Vorstellung eines ersten Modells ist gerade mal ein Monat vergangen.

Von anderen Verkündigungen - man denke nur an die endlose Geschichte der unglücklichen Sigma DP1 - sind wir da nicht sehr verwöhnt.

Ich bin auf erste Erfahrungsberichte mit der neuen Kamera gespannt.


siehe auch hier, hier und hier


…and there will be also a worldsensation from Leica in the megapixel sector, and some interessting new items from novoflex.....

Samstag, 3. März 2007

Was Fotografen brauchen

Mit dem Artikel "What photographers need" greift Mike Johnston ein Thema auf, dass in vielen Foto-Foren ein nervtötender Dauerbrenner ist.

Zwei Termine im Jahr, die Photo Marketing Association (PMA) in den USA und die Photokina in Good Old Germany, erhitzen regelmäßig die Phantasie von Fotoenthusiasten aus aller Welt.

Es bringt halt immer wieder von neuem Freude, sich die Frage zu stellen, was wird Canikon wohl neues auf den Markt bringen? Und was sollte Canikon auf den Markt bringen, um (m)eine erfolgreiche Marke zu werden.

Hier hakt Mike ein, und wundert sich, mit welcher Begeisterung die Foto-Community großen Konzernen Ratschläge erteilt, anstatt sich selber zu fragen, was für eine Kamera brauche ich eigentlich für meine Zwecke?

Und er legt auch gleich nach mit einem 8 Posten umfassenden Wunschzettel.

Interessant darauf ist Wunsch Nr. 1, der auch in der Diskussion um seinen Post eine große Rolle spielt.

Er wünscht sich nämlich, was Michael Reichmann in dem Artikel "DMD: The Digital Camera I’d Like to Own" bereits beschrieben hat, nämlich ein "Decisive Moment Devise", kurz DMD.

Der Gedanke, der dahinter steht: es fehlt auf dem Markt eine Kamera mit großem Sensor und fest eingebautem, lichtstarken Objektiv, großem optischen Sucher, ausklappbarem LCD, schnappschuss- und manteltaschentauglich. Also eine klassische Point-and-Shoot-Kamera.

Solche Kameras gab es im der "analogen" Zeitalter immer wieder, meisten mit 35mm Optik, Lichtstärke 2.0 oder 2.8, in mehr oder weniger edler Ausführung.

Ich erinnere an Minox GL, Yashica T4 und Olympus mju,mit denen ich selbst viel fotografiert habe. Oder an Contax T, Cannonet, Ricoh GR1, Rollei 35 und nicht zuletzt an die Konica Hexar mit ihrem ausgezeichneten 2.0/35mm Objektiv.

Aber sind die Schaufenster nicht voll mit genau dieser Sorte Kameras?

Eben nicht!

Sobald es nicht nur um Urlaubs- und Familienfotos geht, sind diese Kameras wenig bis kaum zu gebrauchen. Bis das Zooms ausgefahren ist, bis eine vernünftige Einstellung unter zig Motivprogrammen oder tief im Labyrinth des Menus gefunden ist, bis scharfgestellt ist, ja bis dahin ist der "entscheidende Moment" schon Geschichte geworden.

Richtige Schnappschusseinstellungen mit manuell eingestellter Verschlußzeit, Blende und dazu passender Hyperfokaldistanz, sind nicht oder nur umständlich möglich. Nicht zu sprechen von der unwürdigen und auffälligen Haltung, in die der Fotograf gezwungen wird, wenn er, statt durch einen Sucher, auf ein Mäusekino an der Rückseite der Kamera schauen muss.

Aufnahmen unter schlechten Lichtverhältnissen, die eine hohe Empfindlichkeit jenseits von 400 ISO verlangen, halten dem Vergleich mit Aufnahmen von DSLR's in keiner Weise stand.

Überschärft, durch exzessive Rauschunterdrückung verschmiert in Bereichen mit feinen Details und mit reduziertem Kontrastumfang produzieren diese Kameras wegen vieler Megapixel auf winzigen Chips, Bilder, deren digitale Herkunft nicht zu übersehen ist.

Ganz abgesehen davon, dass es entweder nur stark in der Kamera bearbeitete JPG's gibt, oder seltsame RAW-Formate, für deren Abspeicherung die Kamera sich mehrer Sekunden Auszeit nehmen muss.

Ich könnte mich mit einer DMD wie Reichmann sie beschreibt anfreunden, eigentlich warte ich schon lange darauf.
Und habe bisher vergeblich versucht, mir mit dem, was zur Zeit in den Schaufenstern steht, einen Ersatz zu schaffen.

Dass ich mir immer wieder - oft leider vergeblich - Mühe gebe, mit so einer Kamera ein brauchbares Foto zu machen, kann man hier im Blog gelegentlich sehen.

Aber zu mehr als annehmbaren Postkarten- oder Web-Fotos reicht es eben doch nicht.

Donnerstag, 1. September 2011

Fuji X10 – was lange währt…

Nachdem Fuji mit der X100 die digitale Kompaktkamera neu gedacht und damit großen Erfolg hat, kommt  nun mit der Fuji X10 ein neues und hochinteressantes Kamerakonzept auf den Markt.

Zwar verbaut Fuji hier wieder einen kleinen 2/3-inch-Sensor, kompensiert aber die Schwächen dieser Minisensoren durch eine Technologie, die es bisher nur in einer digitalen Mittelformatkamera gibt: dem pixel-binning.
Dabei werden benachbarte Bildelemente zu "einem" Pixel mit höhere Lichtempfindlichkeit und größerem Dynamikumfang zusammengefaßt.
Allerdings wird damit auch die Auflösung der Kamera reduziert: im Falle der Fuji X10 von regulär 12MP auf dann 6MP.

(zum "Mythos Megapixel" siehe auch hier und hier)

So ist es einerseits möglich ein kompaktes und lichtstarkes Zoom zu verbauen, was mit größeren Sensoren nicht möglich wäre und trotzdem bei Motiven mit hohem Kontrast bzw. beim Fotografieren wenig Licht mit hoher Empfindlichkeit noch eine akzeptable Bildqualität zu bekommen.

So stellt sich Fuji mit Sigma und Ricoh in die Reihe der Firmen, die sich getrauen innovative Kamerakonzepte auf den Markt zu bringen.

Chapeau!

Freitag, 6. August 2010

Schwarz! Rot! Gold!

Panasonic G1 mit Lumix 1.7/20mm

Ein trauriger Überrest der WM-Euphorie wird zum Beitrag für dieses Projekt.

Wir haben mal wieder "Vor-Photokina-August" und eigentlich sollte ich meinen Senf zum Emulgieren von Da-haben-wir-den-Salat-Soßen in der Gerüchteküche beitragen…

Aber was soll man sagen?

Von Canon kommt wenig Konkretes: an die 60D glaube ich erst, wenn sie da ist - und spannend wär's eh nur, wenn sie einen schwenkbaren LCD hätte.
Um das Phantom EOS 3D ist es ruhig geworden, die 1Ds MK IV kommt mit Sicherheit zusammen mit ein paar überarbeiteten Linsen.

Über die neue Lumix G2 habe ich schon einige Worte verloren.
Interessant werden könnte die erwartete GH2, eine Kamera, die die Video-Meriten der bewährten GH1 bestimmt fortsetzen wird.
Wird sich Panasonic von neuem auf den Megapixel-Hype einlassen?

Fragen über Fragen, aber wirklich Spannendes verbirgt sich nicht im Küchendunst…

… meint eurer (gerade etwas rarer) Dr. Photo

Freitag, 9. Februar 2007

Mythos Megapixel

Zwei Quellen beschäftigen sich fast zeitgleich mit diesem Thema:

David Pogue schreibt in der New York Times "Breaking the Myth of the Megapixels"

und Stephen Shankland in Cnet News "More megapixels, better photos: Fact or fiction?"

Wenn ich mir meine digitalen Fotos anschaue, bin ich immer noch überrascht, wie gut sich die gute alte 3-MP-Canon D30 gegen die heute aktuellen Modelle behaupten kann.

Erst die 5D bzw. die 1Ds bringen eine theoretische Verdoppelung der Auflösung, aber zu welchem Preis?

Nicht nur, dass die Kameras einen immer größeren Kostenfaktor darstellen, auch ein G3 Rechner, der noch mit 8-MP-Dateien umgehen kann, tut sich mit 12 MP-Dateien schon ziemlich schwer.

Aber alle Überlegungen sind obsolet, weil wir nicht zwischen verschiedenen Sensor-Auflösungen bei gleicher Kameratechnik auswählen können.
Technische Verbesserungen, sei es am Autofocus, sei es Sensorreinigung etc. pp. sind leider immer mit mehr Megapixeln "gebundelt".

Und ob wir diese hohen Auflösungen wirklich realisieren können, ist sehr fraglich - siehe Natan Myhrvold : Diffraction limits your resolution at high f-numbers.

Donnerstag, 20. November 2008

Escalator to PEACE

Canon 20, EF 24-105 L

Stand auf der Rolltreppe mit der Kamera in der Hand, als die Schrift vor mit auftauchte.
Ich musste einfach fotografieren …


By the way:
Michael Johnston schreibt auf photo.net einen lesenswerten Beitrag über die Lebensspanne von digitalen Kameras: The Digital Camera Clock.
Lesenswert, weil jeder von uns diese verfluchte Uhr ticken hört, wenn er sich für eine neue Kamera entscheidet.

Wie lange werde ich mit der Kamera fotografieren können bis sie überholt ist? Hätte ich nicht doch lieber auf das nächste Modell gewartet? Wird sich der Kauf tatsächlich auszahlen?

Warum ich mir darüber keine Sorgen mehr machen werde, beweist mir immer wieder von Neuem ein echter Oldie, die Canon 20D, gut vier Jahre alt, so zuverlässig wie am ersten Tag, für den Einsatz im Fotojournalismus nicht nur ausreichend, sondern gut geeignet und auf dem DxOMark-Ranking trotz ihres Alters immer noch im Mittelfeld (Rang 23) unterwegs (Leica M8 ist auf Rang 33!).

Wer mehr als 8MP für seine Kunden braucht, sollte wissen warum.
Wer Zweifel hat, ob seine Kamera innerhalb von 4 Jahren ihren "Return of Investment" einspielen kann, sollte einfach mal in sich gehen.

Keine Frage, die Anforderungen an die Kamera unterscheiden sich: Studio, Werbung braucht viele Megapixel, Sport braucht schnelle, extrem robuste Kameras.

Aber auch hier gilt: eine Kamera muss sich verdienen - und - lieber mehr Geld in die Linsen investieren (die hat man L wie lange;- ) und dafür bei den Gehäusen etwas zurückhaltend sein.

Sonntag, 20. Juli 2008

1.000 Fotos mit der Ricoh GRD II - Erfahrungsbericht

"A rose is a rose is a rose!"
Weiches Dämmerungslicht streift von oben, etwas Aufhellung durch weiße Hauswand
Ricoh GRD II, High ISO


Vorbemerkung

"Es ist wahr, dass ich eine Menge, nun, schlechter Bilder veröffentliche.
Bei der Prüfung einer Kamera oder eines Objektivs mache ich tatsächlich eine Menge wirklich schlechter, langweiliger Bilder, weil sie mir etwas Bestimmtes über die Leistungsfähigkeit des Produkts zeigen." schreibt ein Kollege, begnadeter Kolumnist, erfolgreicher, vielleicht sogar erfolgreichster Blogger in der internationalen Foto-Szene.
Und sein "Geständnis" bringt mich mitten hinein in ein Problem, dass mich umtreibt, seit ich selbst die eine oder andere Meinung zu einem "Produkt" öffentlich äußere …

Montag, 22. September 2008

Photokina News - Leica S2

Foto: Optyczne

Ein Mittelformatsystem im Kleinbild-Outfit mit 30x45mm-37MP-Sensor …


…and there will be also a worldsensation from Leica in the megapixel sector, and some interessting new items from Novoflex.....



… und es stellt sich mal wieder von Neuem die Frage: gibt es eigentlich ein digitales Format?

Oder anders gefragt: wurde beim Übergang vom Film zum Sensor das Pferd von hinten aufgezäumt?

Jeder, der schon vor der Jahrtausendwende fotografiert hat weiß: "das" Filmformat existierte nie.

Von der Bedeutung her hatte das Kleinbildformat 24x36 zwar klar die Nase vorn.
Aber es gab alles: von Minox 8x11 über Halbformat (Olympus/Yashica) 18x24, die schnelle Robot mit 24x24, bis hin zu diversen Kassettenfilmen und endlich APS mit dem Format 16,7x30,2.

Von den unterschiedlichen Rollfilmformaten (4x4, 4,5x6, 6x6, 6x7, 6x9) ganz zu schweigen.

Warum wurde wohl ausgerechnet das APS-Format zum ersten Sensorformat?
Waren wirklich anfängliche technische Probleme bei der Wafer-Produktion der Grund?

Oder könnte nicht auch ein Grund gewesen sein, dass ein Sensor andere Ansprüche an Objektive stellt, als ein vergleichbares Filmformat?
Dass man Enttäuschungen und kritische Reaktionen über die Qualität des digitalen Films vermeiden wollte, indem man die Sensorgröße auf ein unkritisches Maß reduzierte?

Die Fragen nach einem originär "digitalen Format" haben sich wohl mit der Vorstellund der Micro-Four-Thirds und heute der Leica S2 - einer KB-Mittelformatkamera - endgültig erledigt.


Nachtrag:
http://dfarkas.blogspot.com/

Dienstag, 11. April 2023

Gestern Film+Entwickler – heute Sensor+Software

fotografiert Henri Cartier-Bresson?

Die Fotografie hat im Laufe ihrer Geschichte eine beeindruckende technische Entwicklung durchgemacht, die die Art und Weise, wie wir die Welt um uns herum festhalten und darstellen, revolutioniert hat. In den Anfängen der Fotografie, war es neben der Optik die Neuerungen bei Filmemulsionen und der Entwicklerchemie, die die Bildqualität voran brachten. So war es möglich, über Jahrzehnte mit einer analogen Kamera uptodate zu sein, es waren ja die Filme und die Chemie, die immer besser wurden.

Seit ungefähr den "Nullerjahren" hat sich das gründlich geändert, übernehmen Sensortechnik und Software diese Rolle. Diese technischen Veränderungen haben die Fotografie in vielerlei Hinsicht transformiert und neue kreative Möglichkeiten geschaffen. Allerdings zu einem hohen Preis: nicht der Film muß gewechselt werden, es ist jetzt die Kamera, die (alle 4 Jahre?) neu gekauft werden muss, die Software braucht regelmäßige updates und das wiederum leistungsfähigere Computer.

 Die softwarebasierten, z.T. schon mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Bildbearbeitungsprogramme ermöglichen es Fotograf:innen, Bilder nach der Aufnahme zu verbessern, zu bearbeiten und zu optimieren und künstlerische Effekte und Stile zu kreieren, die zuvor in der Dunkelkammer so einfach und in diesem Ausmaß nicht möglich waren. 

Und da liegen auch die Risiken, die nicht zu unterschätzen sind. Es mag harmlos erscheinen, einen eintönigen Himmel gegen einen belebten auszutauschen oder ein störendes Objekt zu entfernen. Aber aus gutem Grund ist das ein No-Go im seriösen Fotojournalismus. Wenn ein Bild seine Authentizität verliert, verliert es seinen Wert als Dokument. Agenturfotograf:innen, die einen Bildinhalt auch nur geringfügig verändern, gehen ein hohes Risiko ein. Meist von fotografierenden Kolleg:innen umgeben, wird eine Manipulation schnell augenscheinlich, der Urheber entlassen.

Allerdings bietet die aktuelle Software Möglichkeiten, die auch ich gerne nutze: RAW-Dateien, z. T. 20 Jahre alt und nur 3, 6 oder 8 Megapixel groß, gewinnen durch Programme wie z. B. DxO DeepPrime, Radiant, topaz DeNoise AI/ON1 NoNoise oder auch sog. Resize-Programme enorm an Qualität und lassen sich auch heute noch gut vermarkten.

Trotz all dieser technischen Veränderungen in der Fotografie sollten es wir hinter der Kamera sein, die mit Komposition, Lichtführung, Kreativität und dem richtigen Moment eine gute und authentische Fotografie schaffen.


Siehe auch hier!

Montag, 21. Juli 2008

Panasonic Lumix DMC-LX3 - der Wettkampf hat begonnen



Während ich noch in der dampfgeschwängerten Gerüchteküche herumtappe, kommt Panasonic/Leica bereits zur Sache.

Mit der Panasonic Lumix DMC-LX3 wird eine Kamera vorgestellt, die ihren Platz in den Kamerataschen der Profis finden will.
Und wer sich das Bild oben ansieht, wird sofort verstehen, wohin Panasonic zielt.
Optisch ist die Kamera die perfekte Synthese einer Leica und einer Sigma DP1.

Eine hochlichtstarkes Vario-Summicron, f2.0-2.8/24-60mm (equiv. KB) beleuchtet einen für die Kompaktklasse großen 1,63 inch, 10 MP-CCD-Sensor.
Mit der hohen Anfangslichtstärke knüpft Panasonic an die leider nicht fortgesetzten lichtstarken Linsen der ersten Canon-G-Powershots an.

10MP-Sensor heißt auch, Panasonic klinkt sich aus dem aberwitzigen Megapixel-Race aus. Bei allen angekündigten oder auch vermuteten Konkurrenten werden 12-13MP auf kleineren Sensoren erwartet.
Der große Sensor und die Begrenzung der Pixelzahl ermöglicht ca. 45% größere Pixel, als bei heute üblichen 10MP-P&S-Kameras.

Unter den unzähligen, teilweise durchaus spannenden Features fällt mir in der Kürze positiv auf:
  • eine Auslöse"beschleunigung" von 0,005 sec.
  • bis zu drei RAW-Bilder in Folge, 2.5 Bilder/sec.
  • eine Mehrfachbelichtungsfunktion - gab es vormals bei analogen High-End-Kameras - erlaubt bis zu drei Belichtungen auf ein Bild
  • und - hurra - ein Aufstecksucher!

So eine Kamera kann nicht billig sein.
Wenn sie allerding mit einem Preis von ca. 500€ (ohne Zubehör) in die Läden kommt, müssen sich Sigma, aber auch andere warm anziehen.

Wie schrieb Michael Reichmann im Schlußwort zu seinem Sigma DP1-Review so richtig:
"Hey Canon - wie wär's mit einer G10 mit einem 1,6-X-Sensor und einem menschenwürdigen optischen Sucher?
Nun, das wäre ein Killer-Wettbewerber, und ernsthafte Fotografen würden sich in Scharen diese Kamera kaufen."

Wenn Canon Gott wäre, wäre dann Reichmann sein Prophet?

Warten wir's ab …

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