Freitag, 18. Januar 2008

Auflösung und Schärfe - ein Versuch

Ein Berliner Fotograf hat sich mit einem Mythos der Digitalen Fotografie auseinandergesetzt: dem Mega-Pixel-Wahn.
Hier eine Zusammenfassung seiner Versuche.

Er schreibt:


Ich habe gerade ein sehr beeindruckendes Experiment durchgeführt:

Habe ein knackenschafes 12 MP-Foto genommen, es kopiert,die Kopie dann auf 70,71 % Kantenlänge verkleinert (das sind 50% der Fläche: 6 MP) und dann wieder auf Originalmaß vergrößert, so bleiben es aber nur 6 Mio Pixel Information).

Dann eine weitere Kopie auf 50% verkleinert (25% der Fläche: 3 MPix) und wieder auf das Originalmaß hochgerechnet.

Die beiden Kopien habe ich dann als Ebenen über das Original gelegt

Es ist sehr beeindruckend, wie scharf ein scharfes Bild auch bei 3 MP noch ist !!!



Dann habe ich ein minimal unscharfes Bild genauso behandelt: Hier ist die Reduzierung von 12 auf 6 Mio Pixel gar nicht und auf 3 Mio Pixel kaum zu erkennen, d.h.:
Leichte Unschärfe bei der Aufnahme reduziert die tatsächlichen Pixel schnell auf weniger als 6 Mio!




mein Fazit: Pixel sind nicht die Lösung!


Bei imatest ist zu lesen:
You should not expect the "ideal megapixel" count to equal the total megapixel count of the camera. In the real world, performance is excellent if it is half the actual megapixels.
Und anhängen möchte ich noch ein Zitat von Michael Reichmann, entnommen einem Artikel, in dem er sich mit der neuen Canon 1Ds Mark III auseinandersetzt.
Er fragt sich, ob Auflösungen von 16 oder gar 21 MP mit den aktuellen Objektiven überhaupt realisierbar sind:
"My main concern is that the 16MP 1Ds MKII was in many cases lens limited. Only the best lenses, and these mostly "L" lenses in the telephoto range, were up to the task. Though the jump from 16MP to 21MP is modest, and certainly worthwhile, it concerns me that the new MKIIIs is going to be even more lens-limited than the previous generation."



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