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Samstag, 5. Mai 2012

Full Moon Rising

Canon 7D mit EF 4/300 L und 1,4x Konverter, Bl. 8, 6sec., 100 ISO
Mondsüchtige Fotofreaks aufgepasst:
am Sonntag, 6. Mai, befindet sich der Mond in Erdnähe.
Deshalb ist die größte Vollmondscheibe des Jahres zu erleben, was besonders bei Mondauf- und -untergang eindrucksvoll wirken kann – klarer Himmel vorausgesetzt.
Zudem befindet sich der Mond recht nah am Horizont, so dass er "gefühlt" noch größer wirkt.
Am größten wird der Mond am Sonntagmorgen (6.5.) gegen 5 Uhr MESZ kurz vor seinem Untergang erscheinen.


Panasonic G1 mit Lumix G Vario 45-200mm, 200mm (eqiv. 400mm), Bl. 8, 1/25 sec., 100 ISO


 Mehr Mond gibt es hier

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Ein Augenblick für die Panasonic GH2

GH2 mit Lumix 45-200mm

"Es ist schon alles gesagt - nur noch nicht von mir."

Ich hoffen, Karl Valtentin (FFFaltentin!) entschuldigt, dass ich mich seines berühmten Satzes bemächtigt habe, nur um darauf hinzuweisen, dass ein zusätzlicher Erfahrungsbericht über die neue GH2 eigentlich so unnötig ist wie ein Kropf.

Tatsächlich könnte ich vieles von hier und hier kopieren und in diesen Artikel einsetzen.
Deshalb verzichte ich jetzt einfach mal auf die Beschreibung von Selbstverständlichkeiten und frage: warum habe ich mir diese Kamera gekauft?

Sonntag, 8. August 2010

Stuttgart 21 und der "Bürgerliche Protest"

16.000 demonstrierten am Samstag gegen "Stuttgart 21" • Panasonic G1 mit Lumix 1.7/20mm

Der "bürgerliche Protest", ein immer wieder und oft auch mit Erstaunen beschriebenes Phänomen des Widerstands der Stuttgarter BürgerInnen gegen das milliardenschwere Immobilien- und Bahnprojekt "Stuttgart 21".
Was wir uns hier auf dem Foto - vielleicht etwas amüsiert - anschauen, macht den "bürgerlichen Parteien" in Baden-Württemberg und hier in der Stadt mächtig Angst.

Und sie haben allen Grund dazu…

Freitag, 6. August 2010

Schwarz! Rot! Gold!

Panasonic G1 mit Lumix 1.7/20mm

Ein trauriger Überrest der WM-Euphorie wird zum Beitrag für dieses Projekt.

Wir haben mal wieder "Vor-Photokina-August" und eigentlich sollte ich meinen Senf zum Emulgieren von Da-haben-wir-den-Salat-Soßen in der Gerüchteküche beitragen…

Aber was soll man sagen?

Von Canon kommt wenig Konkretes: an die 60D glaube ich erst, wenn sie da ist - und spannend wär's eh nur, wenn sie einen schwenkbaren LCD hätte.
Um das Phantom EOS 3D ist es ruhig geworden, die 1Ds MK IV kommt mit Sicherheit zusammen mit ein paar überarbeiteten Linsen.

Über die neue Lumix G2 habe ich schon einige Worte verloren.
Interessant werden könnte die erwartete GH2, eine Kamera, die die Video-Meriten der bewährten GH1 bestimmt fortsetzen wird.
Wird sich Panasonic von neuem auf den Megapixel-Hype einlassen?

Fragen über Fragen, aber wirklich Spannendes verbirgt sich nicht im Küchendunst…

… meint eurer (gerade etwas rarer) Dr. Photo

Mittwoch, 21. Juli 2010

Sonntag, 18. Juli 2010

Ax 3 Domaines- So sehen Sieger aus!





Fotos vom TV-Bild mit Panasonic G1 und Makro-Elmarit 45mm

Muss sein - noch einmal Tour de France:

Christophe Riblon gewinnt nach einer Alleinfahrt mit der Bergankunft in Ax 3 Domaines die erste Pyrenäenetappe der Tour.

Tja, so wird man Tour-Fotograf - und ist doch nicht dabei!

Samstag, 26. Juni 2010

The "Luna"tic Lens Test

Panasonic G1 mit Lumix G Vario 45-200mm, 200mm (eqiv. 400mm), Bl. 8, 1/25 sec., 100 ISO


Der "verrückte Mondtest" ist natürlich kein aussagekräftiger Test.
Aber immerhin… soll noch einer sagen, dass man mit den Micro-Four-Thirds nicht mithalten könnte.

The "lunatic moon test" is obviously not a meaningful test.
But still ... no one should say that you can not keep up with the Micro Four Thirds.

Chapeau!

Freitag, 25. Juni 2010

Eggleston’s Trike in Istanbul

Panasonic G1 mit Lumix 14-45mm

Nicht nur auf Krk, auch in Istanbul kommt einem sofort William Egglestone's "Trike" in den Sinn, findet man - so wie hier in einer Trödelgasse im Stadtteil Beyoglu - ein schnittiges Gefährt, einen chromblitzenden Traum an Eleganz und Geschwindigkeit.

Meines war einfacher: keine Speichenräder, keine Schutzbleche, kein Chrombügel, kein Lenkerkörbchen.
Trotzdem war es damals das Größte für mich!

Gibt es heute überhaupt noch Dreiräder?

Mittwoch, 23. Juni 2010

Istanbul und Schnell noch Panasonic G1?

Freude findest Du in Istanbul • Panasonic G1 mit Lumix 14-45mm


Dies ist keine Werbung!

Trotzdem: wer immer schon mit einer Panasonic G1 geliebäugelt hat - jetzt ist die Zeit gekommen.
Für ca. 450 Euro ist sie jetzt - nach Einführung der G2/G10 - mit dem Kit-Zoom 14-45mm zu bekommen.

Warum eine "alte" Kamera kaufen, wo es doch mit der G2 schon eine Nachfolgerin gibt?


  • G1 und G2 sind bis auf den Bildprozessor praktisch identisch
  • die Bildqualität der G1 steht der der G2 trotz den neuen Bildprozessors  faktisch nicht nach
  • die G1 hat die kürzere Einschaltzeit und fokussiert fast doppelt so schnell wie die G2 (Kit-Optik?)
  • die Kit-Optik der G1 hat ein Metall-Bajonett, einen etwas größeren Brennweitenbereich, einen Schalter für die Stabilisierung und bietet eine eindeutig bessere optische Leistung als die neue Billigvariante


Meine ersten Erfahrungen mit der Kamera sind rundweg gut: sehr guter EVF-Sucher, mit schwenkbarem LCD in jeder "Lage" einzusetzen, voll schnappschusstauglich, flaniertaugliche Größe und Gewicht.

Wer auf Video und das Gimmik "Touchscreen" verzichten kann, macht jetzt ein richtiges Schnäppchen.


Yeni Cami, Neue Moschee • Panasonic G1 mit Lumix 1.7/20mm

und dpreview schreibt am 13.07.:
Finally, it's worth mentioning that the new cheaper kit lens is a step backwards compared to its predecessor. […] My only final comment would be that if you can live without the video mode, right now the G1 is an absolute bargain by comparison, so don't write it off just yet.




Haben Sie Interesse an dieser Kamera?
Wenn Sie über einen der Amazon-Links hier auf der Seite einkaufen, bekommt TPE eine kleine Provision und bedankt sich.
Der Preis für Sie bleibt unverändert!






zum Thema Micro-Four-Thirds bzw. MFT-Kameras hier weiterlesen

Dienstag, 22. Juni 2010

Endlich Istanbul!

Es sind viel zu viel Bilder und viel zu wenig Zeit um nachzudenken, um auszuwählen.
Wenn Herz und Auge übergehen, wie sucht man aus, was will man zeigen?


im Stadtteil Fathi

Istanbul macht den Besucher müde: zu viele Stadtviertel, zu viele Straßen, zu viele Hügel zu erklimmen.
Müde werden aber auch die, die in der Stadt leben und arbeiten…


auf der Bosporus-Fähre

… einer Stadt mit unzähligen Gesichtern und einer immensen Spannweite zwischen Tradition und Moderne.


Blick vom Park der Fathi-Moschee


Alle Bilder mit Panasonic G1 und Lumix 14-45 bzw. 45-200

Donnerstag, 17. Juni 2010

Istanbul

Panasonic G1 mit Lumix 14-45mm


Mag Mustafa Kemal Atatürk hier im Gülhane-Park noch so sehr "ernsteln", die Kinder lassen sich von dem türkischen Staatsgründer nicht beeindrucken und haben zur Begrüßung der (fotografierenden) Gäste aus aller Welt das freundlichste Lächeln parat.
Es ist schön, wieder in dieser warmen und lebendigen Stadt zu sein.

Donnerstag, 5. November 2009

(Un)möglichkeiten - oder nehmen wir mal an …

… Canon und Nikon würden 80% des Fotomarktes unter sich aufteilen.


Blieben für die Fujis, Leicas, Olympus, Panasonics, Pentax, Ricohs, Samsungs, Sonys etc. pp. also noch ungefähr 20% des Marktes.

Wir könnten also mit Fug und Recht davon ausgehen, dass all diese Marken nur noch Marktanteile im einstelligen Bereich für sich besetzen könnten.


Alle dieser Hersteller gingen davon aus, dass der Kauf eines (relativ preisgünstigen) Gehäuses auch den gewinnträchtigen Kauf von Objektiven und sonstigem Zubehör nach sich ziehen würde.

Auch wenn z. B. Olympus anerkannte Spitzenoptiken baut, wie viele BesitzerInnen eines Olympus-Gehäuses werden sich tatsächlich noch einige der lichtstarken und hochpreisigen Zuiko-Optiken oder einen Original-Olympus Blitz dazu kaufen?



Nehmen wir mal an, es gäbe in Deutschland ca. 1200 Fotofachgeschäfte.


Nun drängen Monat für Monat neue Kameras und neue Objektive auf den Markt und damit in die Läden.

Einige davon sind Kameras, die für die Käufer entweder schwer in ein Segment einzuordnen und/oder zwar durchaus interessant, aber sehr hochpreisig angesetzt sind.

Denken wir nur mal an die hochgelobte vollformatige Sony A900. Welcher Amateur kauft sich so einen Boliden und die Optiken von Sony/Zeiss dazu?

Und das Ende der Geschichte: Ausverkauf!


Oder ein anderes Beispiel: die Markteinführung einer Panasonic/Leica MFT-Makro-Festbrennweite für immerhin ca. 800 Euro.

Nehmen wir mal an, die Hälfte der Fachhändler würde das Risiko eingehen. eine so schwer verkäufliche Optik ins Schaufenster zu stellen.

Wie viele dieser doch ziemlich speziellen Linsen würden wohl zum empfohlenen VK-Preis des Herstellers aus dem Laden verkauft?


Oder, Olympus schiebt kurz nach der Markteinführung der EP-1 eine zweite verbesserte aber auch teurere EP-2 nach (Panasonic hat das mit der G1/GH1 vorgemacht).

Wer wird noch das erste Modell kaufen, das zwar billiger ist, aber - wie Olympus durch sein upgrade selbst bestätigt - einfach nur ausreichend gut ist?

Und wieviel der teureren Nachfolgekameras werden wohl tatsächlich verkauft werden?


Wie will Olympus, wie wollen all die anderen oben genannten so Geld verdienen?

Wie lange hält ein Hersteller, der sich mit vielen einen 20%igen Marktanteil teilen muss, diesen immensen Druck des Marktes durch?


Schaun mer mal, wer sich in fünf Jahren noch unter uns tummelt.

Von Zweien bin ich mir da ganz sicher.

Für einige der Anderen, die doch zu analogen Zeiten so gut dabei waren gilt: "Wer zu spät (wieder)kommt, den bestraft das Leben".


Wie gesagt, einfach nur mal angenommen, nur mal ganz unbedarft gefragt …


Montag, 15. Juni 2009

Vielversprechend? - Olympus E-P1 Micro-Four-Thirds


Sieht auf den ersten Blick ganz vielversprechend aus.
Morgen werden wir angeblich schlauer sein.

Auch Panasonic arbeitet an einer Micro-Four-Thirds im sog. Rangefinder- oder auch Retrolook:
blödsinnige Bezeichnungen, denn Messsucher ist mit Sicherheit nicht und wo ist Retro?

Aber wahrscheinlich wird Panasonic einen aufsteckbaren elektronischen Sucher anbieten, der das das Bild via Hotshoe abgreift und es ermöglicht, ihn mit allen angebotenen Brennweiten zu nutzen.
Wenn der Sucher dann noch die gleiche Qualität wie in der G1 hat, wäre das prima.

Wirklich interessant ist allerdings die Kombination aus großem Chip, Wechseloptiken und relativ kleinem Gehäuse.

Auch wenn ich in meine kleine Ricoh immer noch ganz verliebt bin - nichts hält ewig.

Schaun mer mal …


Update vom 16.06.:

Preview auf dpreview und anderen Seiten

Freitag, 1. Mai 2009

Dr. Photo: neues aus dem Traumlabor

Diese Bild ist noch ein reines Fantasieprodukt …


… vielleicht wird es ja Wirklichkeit: eine konsequente Weiterentwicklung der klassischen KB-Messsucherkamera als Micro-Four-Thirds-Kamera (MFT).

Dazu zwei, drei lichtstarke, ultrakompakte sog. Pancake-Festbrennweiten (z. B. 14/20/40mm equiv. 28/40/80mm) und ein aufsteckbarer EVF-Sucher, der das Bild via Hotshoe vom Sensor abnimmt und fertig ist das SPD/DMD!

Die erste MFT-Kamera, die Panasonic G1, hat ja bekanntlich bereits die höchsten Weihen erhalten.
Auch wenn es Olympus/Panasonic bisher noch nicht gelungen ist, die Bildqualität gängiger DSLR-Kameras bei hohen Empfindlichkeiten zu erreichen - der Anschluss ist geschafft.
Im DxOMark-Ranking liegt die G1 noch vor der Nikon D70 und den Olympus 410/510, in Reichweite sogar einer Olympus E-3 oder der Leica M8.

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis auch 3200 ISO und mehr kein Thema mehr sein werden.

Muss man sich nicht eher fragen, ob die klassischen DSLR-Kameras als Maßstab für die MFT-Kameras überhaupt taugen, ob man nicht eher schauen muss, wieweit sich die G1 von ihrer vielgelobten Schwester LX3, der Canon G10 oder den vielen Bridgekameras absetzen kann.

Natürlich, Sensor so groß, Bildqualität so hoch wie es nur geht.
Aber auch Oskar Barnack hat letztendlich eine Entscheidung getroffen, die nur vordergründig ein Kompromiss war: die beste Kamera ist und bleibt halt immer die, die man auch dabei hat!

So einfach ist das!
meint euer Dr. Photo

Montag, 2. März 2009

Samsung NX Concept Camera


Samsung hat offiziell die Entwicklung einer hybriden Digitalkamera angekündigt.

Ähnlich wie beim Konzept der "Micro Four Thirds" soll die Samsung NX mit Wechseloptiken, und wegen Wegfalls des Spiegelkastens, mit einem elektronischen Sucher ausgestattet sein.

Allerdings, der Sensor soll APS-C Größe haben und damit deutlich größer sein, als ein Four-Thirds-Sensor.

Wie gesagt, dieses Kamerakonzept ist nur eine Ankündigung zur PMA, die morgen in Las Vegas beginnt, soll aber frühestens - wenn keine vaporware - in der zweiten Jahreshälfte 2009 auf den Markt kommen.

Immerhin, das Konzept der hybriden Digitalkameras wie der Panasonic G1 scheint auf dem Markt zu funktionieren.

Freitag, 6. Februar 2009

Dr. Photo's Wort zum Sonntag - Preis/Wert = preiswert?

Seit DxOMark mit seinem Kamera-Ranking online ist, scheiden sich die Geister an dieser rein technischen Art der Bewertung von Kameras.
Vor allem jetzt, nachdem nun auch drei digitale Mittelformatkameras in die Liste aufgenommen sind und - man mag es kaum glauben - "nur" die Ränge 7, 8 und 9 einnehmen.

Ist die Bewertung nach Farbtiefe, Dynamikumfang (darstellbarer Kontrastumfang) und die Qualtiät bei hohen ISO-Empfindlichkeiten tatsächlich das Non-Plus-Ultra um eine Kamera zu bewerten?
Oder sollte ein subjektiver Faktor, nämlich eine visuelle Bewertung der Bilder, mit einbezogen werden? Und wenn ja, mit welcher Anteil soll so eine Bewertung ins Ranking mit einfließen?

Ich erinnere mich an eine Präsentation von Referenzprints für eine Ausstellung. Stolz wurde ein Großformatprinter vorgeführt, der den Adobe-RGB-Farbraum wiedergeben konnte.
Stolz wurden dann die darauf gedruckten Bilder vorgeführt: der Fotograf konnte und wollte nicht sehen, dass die im größeren Farbraum gedruckten Bilder einfach schlechter aussahen, als Referenzprints im sRGB-Farbraum.
Die angeblich anspruchsvollere, aufwändigere Technik hatte sich wie ein Nebelschleier über seine Augen gelegt, der eine objektive Beurteilung unmöglich machte.

Könnte auch das Kameraranking von DxOMark so ein Nebelschleier sein?

Wenn Michael Reichmann empört auf die schlechte Einstufung der MF-Kameras reagiert, so muss man doch gerade ihm vorhalten, dass er erst vor kurzem und mit vollem Ernst Prints einer Canon G10 mit denen einer Phase One P65+ verglich und feststellte, dass die Hälfte der Betrachter die Bilder nicht der entsprechenden Kamera zuordnen konnten.

Jetzt verstreitet er sich - ich meine zu Recht - dafür, das die visuelle Qualität von Großformatkameras doch sichtbar über der von KB-Kameras liegt.

Sind also doch die großen und teuren Kameras ihren Preis wert? Preiswert, weil die Relation Preis/Qualtät stimmt?

In diesem Fall hilft uns DxOMark tatsächlich weiter.
Lässt man sich nämlich das Ranking der Kameras nach Preis anzeigen, sieht man ein zwar unübersichtliches, aber aufschlußreiches Diagramm.

Unübersichtlich, weil die extrem hohen Einkaufspreise der MF-Kameras das Diagramm geradezu sprengen.
Aufschlussreich, weil man feststellen kann, dass sich die Mehrzahl der Kameras Preissegment bis ca.1600 Euro im oberen Drittels des Rankings bewegt.

Schaut man sich an, um welche Kameras es sich handelt (z. B. Canon 20/40/50D, Nikon D300, Pentax K20, Sony Alpha 350 etc.) und was sie zu leisten vermögen, kann man ohne Abstriche feststellen, hier stimmt die Relation von Preis zu Qualtiät.
Diese Kameras sind ihre Preis wert, sie sind PREISWERT. Und das heißt was in diesen Krisenzeiten!

Wer 1000 Euro drauflegt, bekommt noch einmal einen nach DxO-Wertung messtechnisch relevanten Leistungszuwachs (relevant sind Unterschiede ab 5 Punkten und mehr) mit einer Canon 5D MK II, einer Nikon D700 oder der Sony Alpha 900. Dazu die unbestrittenen Vorteile eines Vollformatsensors.

Aber dann ist Ende, jenseits der 4000-Euro-Marke (oder sollte man vielleicht besser sagen jenseits der Sony Alpha 900 Marke?) stehen Preis und Leistung in keinem sinnvollen Zusammenhang mehr.
Wer sich eine Nikon D3x oder eine Canon 1Ds MK III leisten kann und will, soll es tun. Er wird aber daraus kaum mehr an Honig saugen können.
Und wer sich eine sündhaft teure MF-Kamera kauft, wird sie sich schon deshalb kaufen müssen, weil in manchen Bereichen nach Megapixeln verkauft wird.


Noch eine aktuelle Anmerkung:
am Samstag, 07.02., verkauft der Elektronik-Dealer Saturn in Stuttgart die Canon 50D mit dem mittelprächtigen EF-S 18-200 IS Universalzoom für 999 Euro.

Ich habe nachgefragt, es wird nur eine zweistellige Zahl - d. h. also mindestens 10 aber höchstens 99 - dieser "preiswerten" Kameras angeboten werden.

Wer nur kauft, um ein ultimatives Schnäppchen zu machen, der sollte nicht vergessen, dass er hinterher trotzdem 999 Euro weniger in der Tasche hat als vorher.
Dafür bekäme man immerhin auch eine innovative Panasonic G1 mit zwei Optiken, oder so einen Hochkaräter wie das Canon EF 4/70-200 L IS.

Wer sich eh eine 50D kaufen wollte, der sollte sich halt einige Zeit vor 10 Uhr in die Schlange einreihen - aber lasst euch nicht zu Affen machen!

Es sollte aber niemand aus spekulativen Gründen kaufen.
Bei Ebay wird sich das Angebot an neuen 18-200mm Optiken (oder neuen 50D Gehäusen) merklich erhöhen.

Und im Vorfeld der PMA Anfang März erwarte ich ab der zweiten Februarhälfte die Ankündigungen für neue Kameramodelle.
Das wird dann automatisch zu einer Anpassung der Marktpreise von aktuellen Kameras führen.*

Bei Canon steht z. B. ein Gegenstück zur Nikon D700 immer noch aus.
Die Technik der 50D mit dem FF-Sensor der 5D kombiniert, das wäre es gewesen.

Neues kommt mit Sicherheit, schaun mer mal was.

*Pentax kündigt bereits für Februar Preissenkungen an.



Dr. Photo's Sprechstunde: thepubliceyeblog(AT)gmail.com

Dienstag, 2. Dezember 2008

Dr. Photo's vorweihnachtliche Kamera-Sprechstunde

Nachdenken über Produktstaffeln diverser Kamerahersteller ist gerade angesagt - heute auch hier im Blog bei Dr. Photo's Kamera-Sprechstunde.


Fangen wir mal mit unserer Anamnese ganz oben an, sozusagen im Kamera-Olymp.

Für 6 bis 7000 Euronen bekommen ambitionierte Studio- und Landschaftfotografen die Flaggschiff-Kameras von Canon oder Nikon mit höchstauflösenden 24 MP-Sensoren aber relativ konservativer Technik über den Ladentisch gereicht.

Wem das zu teuer ist, oder wem die Gehäuse mit ihren integrierten Akkublöcken einfach zu groß oder zu schwer sind, der bekommt dieselbe Spitzenleistung mit der A900 von Sony bereits für sage und schreibe 2800 Euro oder - mit einer Hand voll Pixel weniger, dafür mit Video als Zugabe die Canon 5D MKII für 2500 Euro.

Für 200 Euro weniger bekommt man von Nikon die High-End-Vollformatkamera D700, zwar “nur” mit 12MP aber dafür mit höchsten ISO-Empfindlichkeiten. Hier lässt sich sogar der Batteriegriff abschrauben - sieht nicht nur ziviler aus, ist auch besser so zum Mitnehmen.

Bei Canon wiederum gibt es ähnliches, die 50D, nicht ganz so High-End, mit APS-C- 15 MP-Sensor, aber auch reaktionschnell und professionell ausgestattet bereits für knapp 1000 Euro.

Für 1000 Euro wiederum gibt Panasonic sein neuestes Produkt ab, die Micro-Four-Thirds-G1 ausgestattet mit einigen sehr interessanten und brauchbaren Features.
Dazu werden aber noch zwei stabilisierte Linsen gereicht, die die Brennweiten von 28 bis 400 mm abdecken.

Wer bietet mehr?
Hier! Es geht noch besser!

Gerade mal 350 schlappe Euro kostet die gar nicht schlappe Canon 1000D inklusive Kit-Linse, die mit nur 25% geringerer Sensorauflösung (10MP) aber sensationellen 5% (in Worten FÜNF) der Kosten unserer “Über-Kameras” beim DxOMark-Ranking exakt im Mittelfeld liegend, noch weit vor der 5000-Euro-Leica M 8.2 rangiert.
(Nicht vergessen sind natürlich auch die vielgelobten Kameras anderer Hersteller!)

Dr. Photo's Diagnose:
der Kameramarkt, die Produktaufstellung der Hersteller wurde in der letzten Zeit so durchgerüttelt, da sitzt kein Knochen mehr an der richtigen Stelle.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, der Konkurrenzdruck, die Jagd nach Extremen bei Auflösung und Empfindlichkeit, hat ein längeres Nachdenken bei so mancher Produktentwicklung verhindert.

Canon wird sich etwas zu Nikon's bestem Pferd im Stall, der D700 überlegen müssen (die EOS 3D?).

Nikon wird Probleme mit seinen D3's bekommen - billiger mit höherer Empfindlichkeit/Schnelligkeit?, teurer mit mehr Pixel? - bzw. eine D700x nachschieben müssen.

Mein Rezept: klar erkennbare Produktlinien, klare Preisgestaltung - gute Besserung.


Dr. Photo: Sprechstunde nur nach Vereinbarung!

Samstag, 29. November 2008

Michael's Goldlöckchen - Panasonic G1

Michael Reichmann schreibt über die Panasonic G1.
Wir erfahren nicht sehr viel Neues, seine Beurteilung der ersten Micro Four Thirds fällt durchaus positiv aus.

Allerdings geht er auch - bis auf die Probleme bei hohen Empfindlichkeiten - nicht explizit auf die Schwachstellen der Kamera ein, vielleicht weil z. B. der Sucher-Blackout bei Serienbelichtungen für ihn einfach keine Rolle spielt.

Er fasst zusammen:
"Die Panasonic G1 ist eine ansprechende Kamera.
Geringe Größe, geringes Gewicht und hohe Bildqualität kommen zusammen in einem etwas teueren, aber im Grunde erschwinglichen Paket.
Gott weiß, dass ich genug Kameras habe. Trotzdem war ich so angetan von der G1, von ihrer Kompaktheit, von ihrem wirklich sehr anständigen Standard-Objektiv und ihrer Bildqualität, dass ein Gehäuse und zwei Objektive jetzt Teil meines Reise-Kits sind, wenn eine normal große DSLR ein bisschen zu viel Gewicht und eine Pocket-Kamera nicht gut genug für höhere ISO-Empfindlichkeiten ist.
Es gibt halt immer noch Platz für ein Goldilocks."

Dienstag, 25. November 2008

Panasonic G1 - eine Zusammenfassung

Im "Netz" finden sich in der Zwischenzeit eine so große Anzahl von Besprechungen und Tests der G1, dass man sicher sein kann, dass ein Querschnitt der Erkenntnisse dieser ersten Micro-Four-Thirds Kamera durchaus gerecht wird.

Bemerkenswert: viel Überraschendes und Neues findet man nicht.
Die Kamera bewegt sich, was die Bildqualität angeht im Rahmen ihrer Four-Thirds-Brüder und Schwestern, bleibt aber, vor allem in den Empfindlichkeiten ab 800 ISO deutlich unter dem Niveau der billigeren und nahezu gleich großen Einsteiger-DSLR's wie z. B. der Canon 1000D.

Hervorgehoben wird immer wieder der elektronische Sucher (EVF), der beste der je gebaut wurde - aber eben trotzdem nicht so scharf und klar wie ein konventioneller DSLR-Sucher.
Hervorgehoben wird, das der weggefallene Schwingspiegel Vibrationen und Geräuschpegel beim Auslösen senkt.

Hervorgehoben wird ein Feature, das man bisher bei DSLR's leider allzu selten sieht, ein schwenkbarer LCD-Monitor, der komfortables fotografieren aus nahezu allen Winkel gestattet.

Ein Rätsel bleibt, in welchem Kamerasegment sich die "Pana" auch preislich einordnen will, zumal beim dem vorläufig stark eingeschränkten Angebot an Objektiven.

Unverständlich bleibt auch, warum Panasonic um ihre erste Micro-Four-Third ein konventionelles (Spiegelreflex)Gehäuse gebaut hat.

Und völlig Unverständlich bleibt, wie ein richtiges System enstehen soll, wenn ein Hersteller - Panasonic - seine Stabilisierung (Mega O.I.S.) in die Linsen baut, der andere aber - Olympus - den Verwacklungsschutz in das Gehäuse integriert. Was nützt da noch ein kompatibles Bajonett?

Vielleicht ist aber gerade das wirklich irritierende an der ersten Vertreterin eines neuen Standards: letztendlich hat doch der Mut gefehlt, einen Neubeginn zu wagen, einen neuen Formfaktor, eine neue Kameraspezifikation zu entwickeln und zu wagen.

Solange die noch offensichtlichen Schwächen der Four-Thirds-Sensoren durch keine überzeugende neue Kamera-/Objektivtechnik kompensiert werden, solange wird das System ein Außenseiterdasein fristen.

Jetzt ist es an Olympus zu zeigen, was möglich ist.