Mittwoch, 24. Juni 2009

Aus meinem Fenster - Always take the weather with you!


Markus schreibt zu seinem Projektbeitrag:
"Ein Fensterblick passend zum Regenwetter.
In München wurden die hässlichen alten Brandmauern, die den Innenhof des Fachbildungszentrums für Handwerksberufe begrenzen, mit bunten Scheinfassaden bemalt, die auch die Glasbausteinfenster mit einbeziehen. Das regennasse Fenster gibt dem ganzen dann noch einen surrealen Anstrich."

Der Beitrag von Markus passt gleich dreimal:
  • erstens mir, weil er den Druck von mir nimmt, kurzfristig einen neuen Post zu "erfinden"
  • zweitens passt er, wie Markus auch schreibt, perfekt zum Wetter und ist zugleich ein schöner Anschluß an Goethe's letzte Worte
  • und drittens ist sein Beitrag eine willkommene Überleitung zu einer neuen Projektidee mit dem Arbeitstitel:
"Always take the weather with you"


Jeder kann, darf und soll das Thema frei interpretieren. Lasst eurer Fantasie freien Lauf!
Und schickt - wie üblich - die Fotos an >thepubliceyeblog(AT)gmail.com<

Darf ich bei dieser Gelegenheit in meiner unnachahmlich pädagogischen Art darauf hinweisen, dass Fotografieren allein eigentlich nicht genügt.
Wichtig ist auch, die vorgestellten Fotos anzuschauen, sich Gedanken darüber zu machen und sie konstruktiv zu kommentieren.
Wäre schön, wenn sich jemand getrauen würde, den Anfang zu machen.


Und zu guter Letzt noch den Songtext von Tim und Neil Finn (1991):

Weather With You

Walking 'round the room singing Stormy Weather
At Fifty Seven Mount Pleasant Street
Well it's the same room but everything's different
You can fight the sleep but not the dream

Things ain't cookin' in my kitchen
Strange affliction wash over me
Julius Caesar and the Roman Empire
Couldn't conquer the blue sky

Well there's a small boat made of china
It's going nowhere on the mantlepiece
Well do I lie like a loungeroom lizard
Or do I sing like a bird released

Everywhere you go you always take the weather with you
Everywhere you go you always take the weather
Everywhere you go you always take the weather with you
Everywhere you go you always take the weather, the weather with you

[…]

Dienstag, 23. Juni 2009

Mama don't take my KODACHROME away!

Kodachrome 1935


This is the end for you my friend!

Kodak will donate the last rolls of the film to George Eastman House International Museum of Photography and Film in Rochester.

Requiescat in pace!


siehe auch "Zu Ehren von KODACHROME"

Montag, 22. Juni 2009

Mehr Licht …!

Goethe in der Campagna, Johann Heinrich Wilhelm Tischbein


Mehr Licht …! das waren angeblich die letzten Worte unseres großen Dichterfürsten Johann Wolfgang von Goethe.

Dass der große Hesse sich in dem ihm eigenen Dialekt in Wahrheit über die Qualität der Matratze seines Sterbebettes beschweren wollte - "Mer liecht … [ so schlecht]!" lässt sich nicht wirklich ausschließen.

Aber große Männer (und Frauen!) sollten sich auch noch im Tode durch das Streben nach Erkenntnis ihrer Bedeutung würdig erweisen.

Lassen wir es deshalb dabei: "Mehr Licht!"

Mehr Licht könnte man sich auch in diesen Tagen wünschen.
Und weil ich die kürzeste Nacht des Jahres an einem gottverlassenen Ort, wenig gewärmt durch eine dünne Decke und mehr schlecht (sic!) als recht auf einem Autositz verbringen musste, hatte ich alle Zeit, um mir Gedanken über einen kleinen Blogeintrag zu machen.

Ausgerechnet der längste Tag des Jahres, zugleich auch angeblich der Beginn des kalendarischen Sommers, zeigt sich kühl und regenverhangen.

Dem zum Trotz möchte ich, auch weil ich selbst in den letzten Wochen sehr häufig und mit guten Ergebnissen so verfahren bin, auf eine goldene Fotografenfaustregel hinweisen, die nirgends besser hinpasst, als in den Sommer: wenn die Sonne lacht, ist die korrekte Belichtungszeit 1/ISO bei Blende 16.
Bei 100 ISO wären das also 1/100 (1/125) sec. bei Blende 16 (bzw. folgerichtig 1/400 (1/500) bei f 8 oder 1/800 (1/1000) bei f 5.6).

Nach dem Belichten zeigt ein kurzer Blick auf das Histogramm in der Regel - stimmt genau!
Wichtig bei Kameras mit kleinem Sensor ist ein kritischer Blick auf die Lichter. Oft ist das Histogramm klein oder ungenau (ein Luminanzhistogramm zeigt in der Regel nur die Werte des Grünkanals an, aber gerade Rot und Blau neigen sehr schnell zum clippen).
Wer sich in der Rückschau ausgefressene Lichter durch ein blinkendes Zebra-Muster im Bild anzeigen lassen kann, ist auf der sicheren Seite.
Kleine blinkende Stellen in Wolken, Reflexe auf Wasser oder sehr hellen Gegenständen sind als Spitzlichter tolerierbar.

Bleiben die Lichtverhältnisse gleich, erzielt man mit fest eingestellten Werten und einem ebenfalls fest auf Tageslicht eingestellten Weißabgleich sehr konstante Ergebnisse, die sich rasch und ohne Aufwand aufs Versandfertigste weiterverarbeiten lassen.

Jetzt warten wir nur noch auf die Sonne.
Mehr Licht! - aber subito!

Sonntag, 21. Juni 2009

Samstag, 20. Juni 2009

Dr. Photo's Wort zum Sonntag

Immer wieder neu, immer wieder schön - und doch ewig das Gleiche

Über Fotografie diskutiert - mit Leidenschaft, Engagement und Sachwissen - wird nur (?) in den USA.
Oder habe ich einfach hier bei uns in Deutschland noch nicht die richtigen Foren gefunden?

Das aktuelles Thema heißt: ist nun mit der Olympus E-P1 unsere Vision von der idealen Kamera in Erfüllung gegangen?

Das Schöne an Heilserwartungen ist ja, das sie sich nie erfüllen und deshalb fort und fortsetzen können - ad infinitum!

Und jetzt also fragen wir uns, haben wir mit der E-P1 endlich die vielbeschworene digitale Leica CL, das Decisive Moment Digital (DMD), das Street Photography Device (SPD) gesehen.

Natürlich nicht - und das ist auch gut so!
Was bliebe uns denn noch, wäre dieses Thema endgültig ad acta gelegt?

Kein Fachsimpeln mehr über gelegte und ungelegte Eier, keine Gerüchteküche, hinter deren Dampfschwaden wir in lustvoller Erwartung die Überkamera vermuten können.

Also, besser wir lassen alles beim Alten.

Denn obwohl wir den Kameraherstellern seit Jahren immer wieder predigen, wie eine wirklich gute Kamera auszusehen hat - sie wollen und wollen nicht auf uns hören.

OK, das eine oder andere haben sie ja begriffen …

ABER
  • die Kamera ist zu groß für die Hemdtasche
  • trotzdem schade, dass kein Sucher eingebaut ist
  • der LCD-Monitor ist nicht schlecht, aber er ist nicht schwenkbar
  • bei 6400 ISO und schlechtem Licht rauscht es in den Schatten
  • der neue Verschluß ist zwar leise, aber immer noch zu laut
  • gut dass es eine Festbrennweite gibt, schlecht, dass es nicht mehr sind
  • und lichtstark sollten sie sein, trotzdem nicht groß und schwer
  • aber doch so groß, das eine Entfernungsskala draufpasst
  • und außerdem: die Kamera ist VIIIEEEL zu teuer!

Also, sei's drum, müssen wir halt noch etwas auf die guten Bilder warten.
Gehen wir noch ein letztesmal mit unserer alten Kamera in den Sommerurlaub - was dabei rauskommt wissen wir ja.
Aber gleich danach, wir können es kaum erwarten, dräut schon die Photokina 2009!

Und - ich verkünde euch große Freude - so hell sieht unsere Zukunft aus:
  • Bessere Sensoren, bessere Signale, schöneres Gerausche!
  • Vollformat wird Volksformat!
  • HD-Videos wo immer wir gehen und stehen!
  • Weitwinkel so weit das Auge reicht!
  • Größerer und schnellerer Speicher und zwar für alle!
  • Dynamikumfang bis zum Anschlag!
  • Immer preiswertere DSLRs, wir sind doch nicht blöd!
Also keine Sorge Leute, bald kommt sie, die ultimative Kamera.
Versprochen!

das verkündet euch euer Dr. Photo
und wünscht "Gut Licht" und ein schönes Wochenende

Freitag, 19. Juni 2009

Geborgen im Licht

Ricoh GRD II


Ich schaue gerne nach dem Wetter: hier gefällt mir der zufällige Kontrast ungebändigter Natur und den Symbolen der Geborgenheit - Schutz und Licht - von Pyramide und Kreis.

Aber ich gebe gerne zu, ohne solche eher zufälligen Fundstücke, hätte ich gerade etwas Probleme, den Blog mit "content" zu bedienen.

Bitte um Nachsicht.

Dienstag, 16. Juni 2009

PEACE am Potsdamer Platz

© Peter Kläs

Ich freue mich, dass das PEACE-Projekt immer wieder durch neue Beiträge am Leben erhalten wird.
Heute gibt es dazu ein Foto von Peter Kläs.

Er schreibt:
"Gefunden habe ich dieses PEACE-Motiv auf dem Potsdamer Platz, wo Reste der Mauer, die dort ausgestellt waren, inmitten der Hochhäuser des Konsums drumherum (Daimler! Sony!) fast verloren wirkten --- jedenfalls weit weniger bedrohlich, als sie sollten.
Vielleicht gefällt mir deswegen der dramatische Zuschnitt, den ich bei diesem Bild verwende, von den verschiedenen Versuchen an diesem Motiv am besten."

Montag, 15. Juni 2009

Vielversprechend? - Olympus E-P1 Micro-Four-Thirds


Sieht auf den ersten Blick ganz vielversprechend aus.
Morgen werden wir angeblich schlauer sein.

Auch Panasonic arbeitet an einer Micro-Four-Thirds im sog. Rangefinder- oder auch Retrolook:
blödsinnige Bezeichnungen, denn Messsucher ist mit Sicherheit nicht und wo ist Retro?

Aber wahrscheinlich wird Panasonic einen aufsteckbaren elektronischen Sucher anbieten, der das das Bild via Hotshoe abgreift und es ermöglicht, ihn mit allen angebotenen Brennweiten zu nutzen.
Wenn der Sucher dann noch die gleiche Qualität wie in der G1 hat, wäre das prima.

Wirklich interessant ist allerdings die Kombination aus großem Chip, Wechseloptiken und relativ kleinem Gehäuse.

Auch wenn ich in meine kleine Ricoh immer noch ganz verliebt bin - nichts hält ewig.

Schaun mer mal …


Update vom 16.06.:

Preview auf dpreview und anderen Seiten

Samstag, 13. Juni 2009

Locus

Ricoh GRD II


Unter Locus, lat. Ort, lässt sich so einiges verstehen.
Umgangssprachlich z. B. auch ein "stilles Örtchen".

In diesem Falle ist es wirklich "der Ort".
Ein kleiner Hügel auf einem Hügel im Schwäbischen Allgäu mit einer fast unbeschreiblich beglückenden Aussicht.
Deshalb steht auch eine Bank zwischen "Häuschen" und Baum.

Wir Menschen brauchen eine Begrenzung und sehen - in fast unerreichbarer Ferne - die Alpen.
Wir brauchen aber auch Raum. Den haben wir hier gut überschaubar um uns herum. Raum, Stille, Wald und Wiesen aus denen hier und da beruhigend die Dächer verstreuter Höfe rot herausleuchten.
Wie schön, dass wir nicht allein sind. Aber auch schön, dass wir nicht so nah auf einander sitzen, dass jeder tun kann was er will.

Schön ist es hier!
Finis Allgäu!

Gruß aus …


… stand früher oft über den fröhlichen, sonnendurchflutenden Motiven von Ansichtskarten.

Heutzutage ist das nicht mehr modern, geradezu altbacken.

Altbacken sind aber die "Seelen" gewiss nicht, die man sich beim Fidelisbäck - dessen Ladenschild hier so schön am weißblauen Himmel hängt - mit einem vorzüglichen warmen Fleischkäse belegen lässt, um dann, endlich befreit aus dem Gedränge im Laden, an einem sonnenbeschienenen Brunnenrand genussvoll zu vespern.
Wenn man strategisch geschickt steht, hat man drei der malerischen Stadttore im Auge (hier sieht man auf das Sankt-Martins-Tor) und vor dem Rathaus steht eine Hochzeitgesellschaft und lässt sich von einem wohltönenden Männerchor ein Ständchen bringen.

Idylle, dein Name ist Wangen im Allgäu!

Freitag, 12. Juni 2009

Ein Männlein steht im Walde …

Karsee/Wangen, Allgäu, Skulpturenweg • Ricoh GRD II


Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm,
Es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um.
Sagt, wer mag das Männlein sein …?
hat Hoffmann von Fallersleben gedichtet und - ich weiß - die Hagebutte gemeint.

Bei mir ist es aber ein ein kleiner Holzpilz, ein kleiner Ausschnitt aus Thomas Linders Installation "Natürlichkeit und Künstlichkeit".

Der Skulpturenweg, direkt am idyllischen Karsee gelegen, läd ein Baden und Kunstgenuss zu verbinden.


Dienstag, 9. Juni 2009

Funkstille?

Funkstille bezeichnet im übertragenen Sinne den Zustand, in dem zwei oder mehrere Parteien nicht mehr miteinander reden und Kontakte vermeiden.

Tatsächlich bin ich aber wieder da - aber bald auch schon wieder weg.

Der letzte Blogeintrag stammt vom 31. Mai, das ist jetzt wirklich eine lange Pause.

Die Fotos wurden mehr und mehr zu Picture Postcards und ich fand an unseren Standorten auch keine Datenverbindungen mehr vor.
Allerdings ist mir aufgefallen, dass sich in Frankreich offene WiFi-Netze immer mehr verbreiten.
Es gibt sogar Gemeinden, die für ihre Bürger ein großflächiges offenes WLAN-Netz anbieten.
Eigentlich eine gute Idee.

Viel Neues hat sich nicht getan: eine Canon D60 wird für den September wohl immer wahrscheinlicher und Olympus tut alles dafür, das Interesse an einer neuen Micro-Four-Thirds mit Wechseloptiken wach zu halten.
Aber das war ja auch schon vor zwei Wochen der Fall.

Keine Sorge, die "Trockenzeit" geht vorüber.
Und vielleicht findet ja ein Leser ein Foto, das er schon immer hier im Blog präsentieren wollte?!

Sonntag, 31. Mai 2009

Die Wand

Ricoh GRD II

Alpes de Haute Provence:
Blick über das Tal der Jabron auf die Barre de l'Aigle (leider weder Adler noch Geier gesichtet) und weiter zum Gipfel des Robion (1660m).

Samstag, 30. Mai 2009

PEACE-Shirts

Naugatuck, CT • © Carl Weese

Ein Beitrag zum PEACE-Projekt von Carl Weese.
Er schreibt dazu: "Found as part of a sidewalk display of goods along the route of a Memorial Day parade."

Freitag, 29. Mai 2009

AUMISMUS OPSCURIBUS - OM!

La Baume, Castellane • Ricoh GRD II

Die Haute Provence war schon immer ein Anziehungspunkt für Mystiker, Ufoerwarter, Hexen und Schamanen. Sogar gewisse Strömungen der Nazis glaubten an die Existenz von magischen Orten und vollzogen dort - solange sie in Frankreich das Sagen hatten - geheime Rituale in dieser ganz und gar außergewöhnlichen Gegend.

Was hier aussieht wie der Eingang zu einem Vergnügungs- oder einem Künstlerpark, ist in Wirklichkeit das spirituelle Zentrum Mandarom Shambhasalem des Ordens der Ritter des Triumphierenden Varja.

Durch Zufall entdeckt, ist es leider eine Hochsicherheitszone, in einer wunderbaren Gegend auf einem Hügel gelegen, verborgen hinter mehreren Zaunanlagen und von Wachtürmen und Kameras vor ungebetenen Besuchern geschützt.

Perplex betrachtet man ein Unzahl von kitschigen Plastikfiguren, Tempeln, Symbolen und Engelsgestalten ausgestattet mit Star-Trek-Strahlenwaffen. Überhaupt, alles strotzt nur so vor martialer Symbolik.

Wir wurden sofort auf ein Fotografierverbot hingewiesen, trotzdem freundlich mit einem kleinen Flyer zur Lehre des Goldenen Zeitalters des Patriarchen Hamsah Manarah Hamsananda verabschiedet, obwohl auch wir "sicher weit davon entfernt sind, ihre Auswirkungen auf den Frieden zwischen den Völkern, auf den Rückgang der Hydra der Kriege, auf die Mäßigung der Kräfte des Bösen und der mentalen düsteren Egregoren zu erahnen …"

Wer interessiert ist kann hier weiterlesen und Bilder anschauen.

Donnerstag, 28. Mai 2009

Kühn!

Ricoh GRD II


Nach steilem, beschwerlichem Abstieg von Cavaliers in den Canyon du Verdon erreicht man den Steg von Estellié, der den reißenden Fluß in kühnem Bogen überspannt.

Der Steg - ein urzeitliches monströses Echsengerippe - ist schmal und schwankt, der Abgrund ist tief.
Einfach losgehen und geradeaus schauen!

Mittwoch, 27. Mai 2009

Spuren

Ricoh GRD II

Gravuren und ein kleiner Feigenbaum an der Kirche Notre Dame du Roc, die steil auf einem Felsen über dem Ort Castellane in der Haute Provence liegt.

Der Wunsch, Spuren des "Daseins" zu verewigen, ist Angesichts der Unvergänglichkeit dieser grandiosen Landschaft ein aussichtsloses Aufbäumen gegen die eigene Vergänglichkeit.

Im Hintergrund Berge der Alpes de Haute Provence, auf denen noch Reste von Schnee zu sehen sind.

Dienstag, 26. Mai 2009

Gone fishing …

Le Lavandou, Côte d'Azur • fotografiert mit der guten alten Canon Powershot Pro 1


I'm going fishing
I got me a line
Nothing I do is gonna make a difference
So I'm taking my time
And you ain't never gonna be happy
Anyhow, anyway
So, I'm going fishing
And I'm going today
I'm going fishing
Sounds crazy I know
I know nothing about fishing
But just watch me go
And when my time has come
I will look back and see
Peace on the shoreline
That could have been me
You can waste a whole lifetime
Trying to be
What you think is expected of you
But you'll never be free
May as well go fishing


Wie schreibt Chris Rea so schön: "… I know nothing about fishing
But just watch me go …"

Ich werde mit Sicherheit nicht fischen, aber eine kleine Auszeit nehmen und immer mal wieder Gelegenheiten finden, ein Lebenszeichen von mir zu geben.

Sonntag, 24. Mai 2009

Im Vorübergehen / En passant / Passing by - Annie Leibovitz


"A thing that you see in my pictures is that I was not afraid to fall in love with these people."
ANNIE LEIBOVITZ


Annie Leibovitz: Leben in Bildern, heute 22:30 auf ARTE

Freitag, 22. Mai 2009

Aufreizend?


Olympus will uns neugierg machen auf sein schon seit einiger Zeit erwartete neue Micro-4/3-System und nutzt dazu den 50sten Geburtstag der Olympus Pen/FT, einer Halbformat (siehe 4/3-Sensor) Sucher- und SLR-Kamera.

Mit einem sog. teaser den Appetit auf ein neues Produkt zu wecken, die Neugier der Kunden zu wecken, kennen wir schon aus einer Canon-Kampagne.

Wenn das Ganze in ein paar Tagen zu einem guten Ende kommt und wir so eine Kamera mit einigen lichtstarken Festbrennweiten und aufsteckbarem EVF-Sucher sehen, soll es recht sein.

Donnerstag, 21. Mai 2009

"FRIEDENS"fahrt

fotografiert mit einem HTC Magic, Ort: N 48.75127° E 9.10203°
Mit 3MP sind die Dateien immerhin so groß wie die der alten Canon D30! …aber nicht so gut.



Die Internationale Friedensfahrt -„Course de la Paix“ - ist der Namen eines Radrennens in Mitteleuropa und war bis zum politischen Umbruch in den ehemaligen Ostblockstaaten 1989 das international bedeutendste Amateur-Radrennen.

Heute war ich auf meiner ganz persönlichen "Friedens"fahrt, nur mir dem Rad und einem kleinem Rucksack.
Eine Kamera hatte ich nicht dabei …?
Aber im Rucksack ein Handy!
Und damit halt doch die beste Kamera!

Und dann sah ich tatsächlich nach langer Zeit mal wieder die berühmte Schrift an der Wand.
Und so komme ich ganz unverhofft und auch nach langer Zeit (Ideen- und Schreibblockade!) wieder zu einem Blogeintrag.

Und wenn's auch nur mal wieder ein Lebenszeichen ist …

Sonntag, 17. Mai 2009

Im Vorübergehen / En passant / Passing by - Minor White

Minor White • Moonwall


"Often while traveling with a camera we arrive just as the sun slips over the horizon of a moment, too late to expose film, only time enough to expose our hearts."

"Wenn wir mit einer Kamera reisen, kommen wir oft in dem Moment an, wenn die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, zu spät, um einen Film zu belichten, aber noch Zeit genug, unser Herz zu berühren."
MINOR WHITE


Das Zitat von Minor White berührt in gewissem Sinne eine Sache, die mich immer wieder umtreibt: es sind nicht nur Lichtstimmungen, auch viele andere, oft überwältigend schön empfundene Naturerlebnisse, die wir heute, mit moderner Technik ohne Probleme einfangen können.

Fotografie ist ein Versuch der Aneignung.
Manches können wir mit der Kamera aber nicht konservieren, sondern nur in unseren Herzen bewahren.

Mittwoch, 13. Mai 2009

Rauschen? - Rauschen!

"Rauschen - dein Freund" überschreibt Ctein seinen Artikel zu einem Nr. 1 Thema der Digitalen Fotografie.
Nicht nur der Artikel ist lesenswert, auch die Kommentare dazu.

So schreibt mir Janne Morén direkt aus dem Herzen, wenn er anmerkt, dass unsere Augen feine Strukturen, wie sie in der Natur vorkommen, brauchen, um Oberflächeneigenschaften zu erkennen und um festzustellen, ob sie korrekt fokussiert sind.

Ich hatte bereits mit den niedrigempfindlichen Farbnegativfilmen meine Probleme, weil sie vor allem in flächigen Bereichen zu glatt und - obwohl sehr fein auflösend - unscharf wirkten.
Heute geht es mir mit digitalen Fotos so, vor allem, wenn übertriebene Rauschunterdrückung kunststoffartige (plasticfantastic) Oberflächen erzeugt, resp. feine Details seifig zuschmiert.

Unsere Augen erwarten und brauchen gerade in Flächen eine feine Mikrostruktur um sich daran "festzuhalten".
Weil diese Mikrostrukturen in Druckverfahren zugefügt werden, erscheinen gedruckte Bilder unseren Augen oft "schärfer" als ihre digitale Vorlage.

Warum nicht, statt Bilder durch überschärfen zu ruinieren, einfach mal mit "Störungen hinzufügen" experimentieren?


siehe auch hier

Samstag, 9. Mai 2009

Dr. Photo: vom Raunen und Klagen - ein Gespräch unter Kollegen

Keine Hybridkamera hat es beobachtet, kein Mikrofon hat gelauscht, als sich die drei "großen alten Männer" des deutschen Fotojournalismus zufällig auf der PCP-Tour in der Alten Kelter in Fellbach getroffen haben.

Thomas Klink, Wolfram Scheible und meine Wenigkeit unterhielten sich
  • über Glanz und Elend der Digitalen Fotografie,
  • über den derzeitigen Stand und die absehbare Zukunft der Digitalen Technik,
  • über die Generationenunterschiede bei der Bewertung von journalistischer Fotografie wie z. B., was halten wir "Älteren" für grenzwertig, was ist "normal" für die junge FotografInnen (Fotoillustration!),
  • über Bildverwertung und micro-stocks und über die zukünftige Verschmelzung von Fotografie und Video
  • und die drohende Degradierung von uns Fotografen/Fotojournalisten zu footage-Lieferanten für Video-Stocks.
Wie gesagt, niemand kann Zeugnis ablegen über diesen historischen Diskurs, während um uns herum Shootings mit spargeldünnen Models stattfanden, die neuen Leica S2-Boliden angegrapscht wurden und die Canon 5D MK II auf gefährlich aussehenden Stütz- und Haltegestellen - Hybrid Support Rigs - ihr Debut als Videokamera gab.

Was für eine Kamera sie sich kaufen würden, wenn sie etwas Klimpergeld in ihren Hosentaschen hätten, frug ich die beiden Kollegen.

Kamera? Kamera?
Keiner wollte eine Kamera!

Wolfram entschied sich für einen Großformatdrucker, weg von der virtuellen Flüchtigkeit und zurück zum realen, "begreifbaren" Bild.

Thomas würde sich eher für einen 1A -Monitor entscheiden: wer täglich Stunden seines Lebens vor so einem digitalen Bilderrahmen verbringen muss, möchte wenigsten dort keine Kompromisse machen.


abziehendes Gewitter über Stuttgart • Canon 1D MK II, EF 2.8/28-70 L

Jetzt geht über Stuttgart das erste Gewitter nach einem schönen, warmen Tag nieder und der Widerhall unseres Raunens und Klagens wird von der Natur übertönt mit Donner und Regengeprassel.

Nichts ist wie es war und nichts wird so bleiben wie es ist.

Schluß und Amen!
Ein schönes Wochenende wünscht

euer Doktor Photo.

Donnerstag, 7. Mai 2009

Landschaft mit Zug und Kraftwerk

Münchner (Stadt)Landschaft, Parkbrücke Nähe Paulanerbiergarten am Nockerberg • Ricoh GRD II


„So seltsam das klingt, Landschaft ist nicht Natur, und – vielleicht noch seltsamer: Eigentlich kommen in der Natur Landschaften gar nicht vor. Es gibt keine Landschaft ohne Betrachter, oder etwas philosophischer ausgedrückt: Als ästhetische Erfahrung der Natur ist Landschaft eine Leistung des Subjektes. Ihr Sein ist an dessen Zuwendung gebunden und würde ohne ästhetische Vermittlung verlöschen.“
Michael Huter, Die Idee der Landschaft, 1992


Wer sich ernsthaft mit Landschaftsfotografie beschäftigt, kommt um die Betrachtung der zeitgenössischen Landschaftsmalerei nicht herum.

Auf Schloß Achberg bei Wangen/Allgäu gibt es noch bis zum 11. September die Ausstellung „Perspektive Landschaft - Aktuelle Positionen der Landschaftsmalerei“ zu sehen.

Dienstag, 5. Mai 2009

Zur Zukunft des Fotojournalismus


"Ich habe den Fotojournalismus immer als quasi religiöse Berufung betrachtet."
sagt MaryAnne Golon, ehemalige Fotochefin bei «Time
Magazine» und Jurypräsidentin der World Press Photo in einem Interview in SCOPE #09

Eine Empfehlung!

Montag, 4. Mai 2009

Encounter In Outer Space

Ricoh GRD II


Hatte - mal wieder - eine Unheimliche Begegnung der Dritten Art …

Tja, wer wie ich öfter mal ins All reist, sollte sich (wie ich!) vor nichts fürchten, auch nicht vor einer hellglühenden Sonne.

Do Not Fear the Sun überschreibt Carl Weese seinen Artikel in The Online Photographer.

Den können ruhig auch alte Hasen aufmerksam lesen und ihr Wissen über korrektes Belichten beim Vorbeiflug an der Sonne wieder etwas auffrischen.

Freitag, 1. Mai 2009

Dr. Photo: neues aus dem Traumlabor

Diese Bild ist noch ein reines Fantasieprodukt …


… vielleicht wird es ja Wirklichkeit: eine konsequente Weiterentwicklung der klassischen KB-Messsucherkamera als Micro-Four-Thirds-Kamera (MFT).

Dazu zwei, drei lichtstarke, ultrakompakte sog. Pancake-Festbrennweiten (z. B. 14/20/40mm equiv. 28/40/80mm) und ein aufsteckbarer EVF-Sucher, der das Bild via Hotshoe vom Sensor abnimmt und fertig ist das SPD/DMD!

Die erste MFT-Kamera, die Panasonic G1, hat ja bekanntlich bereits die höchsten Weihen erhalten.
Auch wenn es Olympus/Panasonic bisher noch nicht gelungen ist, die Bildqualität gängiger DSLR-Kameras bei hohen Empfindlichkeiten zu erreichen - der Anschluss ist geschafft.
Im DxOMark-Ranking liegt die G1 noch vor der Nikon D70 und den Olympus 410/510, in Reichweite sogar einer Olympus E-3 oder der Leica M8.

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis auch 3200 ISO und mehr kein Thema mehr sein werden.

Muss man sich nicht eher fragen, ob die klassischen DSLR-Kameras als Maßstab für die MFT-Kameras überhaupt taugen, ob man nicht eher schauen muss, wieweit sich die G1 von ihrer vielgelobten Schwester LX3, der Canon G10 oder den vielen Bridgekameras absetzen kann.

Natürlich, Sensor so groß, Bildqualität so hoch wie es nur geht.
Aber auch Oskar Barnack hat letztendlich eine Entscheidung getroffen, die nur vordergründig ein Kompromiss war: die beste Kamera ist und bleibt halt immer die, die man auch dabei hat!

So einfach ist das!
meint euer Dr. Photo

Donnerstag, 30. April 2009

Steinernes Gedenken


Jahr um Jahr bin ich wieder und wieder auf der B27 an dem Hinweisschild zur KZ Gedenkstätte Bisingen vorbeigefahren.
Ich habe das Hinweisschild immer wahrgenommen, aber es hat lange gedauert, bis ich endlich abgebogen bin.

Die Gedenkstätte, der Friedhof für über 1158 verhungerte, ermordete Menschen war menschenleer, aber trotzdem kein gottverlassener Ort.

Ich bin über den Platz gewandert, habe einen Stein aufgehoben und auf einer der Gedenktafeln abgelegt.

Ich weiß nichts über die, die da unter mir begraben lagen.
Aber ich denke an sie und werde nicht vergessen.

Mittwoch, 29. April 2009

Leica M8 - Vom Erhabenen zum Lächerlichen II


Leica M8 Special Edition White on sale in June for a very special price!
"… und lassen Sie es mich bitte wissen, wenn sie eine Version machen, die mit netzförmigen Vogel Strauß Hoden überzogen ist - ich könnte womöglich daran interessiert sein."
Das letzte Mal war es die Version für den Einsamen Jäger in uns.
Jetzt kommt also die Version für die Halbgötter in Weiß - Herr Doktor Photo, soviel Zeit muss sein!

Off Topic? - Poetry Slam!



Auf diesen Film bin ich via Andreas' Blog gestoßen.
Dem Gedicht und dem Vortrag von Felix Roemer kann ich mich nicht entziehen.

Dienstag, 28. April 2009

Ein Motiv, eine Wiederholung? - Burg Hohenzollern


Wann weichen Winterstürme dem Wonnemond? könnte ich auch hier und heute, am 28. April, fragen.
Aber ganz so schlimm war es heute doch nicht, 7 Grad und Regen ist für April nicht ungewöhnlich.
Trotzdem, dieser Vorberg zur Schwäbischen Alb und Stammsitz der Hohenzollern hat offenbar eine Neigung zu dramatischen Wetterlagen.

Ein Motiv, eine Wiederholung?

Sonntag, 26. April 2009

Worte zum Sonntag

"Die größte Herausforderung für uns Fotografen ist, die ungeordneten reale Welt in die vereinfachte Darstellung einer Ikone übersetzen zu können, so, wie wir sie vor unserem geistigen Auge sehen."
Michael Reichmann


"Das richtige Gleichgewicht auch in der Fotografie ist eine ständige Herausforderung für mich. Abwägen zwischen den Wünschen und Möglichkeiten, zu einem Gleichgewicht zu kommen, das Nirvana [absolute Endgültigkeit] und nicht Langeweile ist, heißt Bewerten der realistischen Möglichkeiten, der persönliche Fähigkeiten und des Wunschdenkens."
Markus Spring


Zwei wichtige und schön formulierte Sätze von zwei Fotografen, die sich Gedanken über die Fotografie machen.
Ich hoffe, ich bin den Zitierten beim Übersetzen gerecht geworden …

The DCS Story


17 years of Kodak Professional digital camera systems 1987-2004.

Die Kodak DCS Kameras, ein schon vergessenes, aber interessantes Relikt des noch jungen "digitalen Zeitalters" in der Fotografie.

Ich erinnere mich noch gut an die DCS 14n, 2002 auf der Photokina vorgestellt, die mit ihrem 13,5 MP-CMOS-Vollformatsensor und zum halben Preis der gleichzeitig vorgestellten Canon 1Ds die Show stahl.
Allerdings war die Kamera eigentlich nur studiotauglich: sie war langsam und nicht gerade rauscharm mit einer höchsten Empfindlichkeit von 400 ISO.

Samstag, 25. April 2009

A propos… Straight Photography

Straight photography … "is part of a form of curiosity about the world and how it appears via the process of photography, that can appear in a wide range of forms."

Straight photography… "ist ein Teil einer Neugier auf die Welt und wie sie uns erscheint über den Prozess der Fotografie, der sich in vielfältigen Formen ausdrücken kann."


Das Zitat stammt von Robert Hirsch, amerikanischer Fotograf und Autor.

Mir kommt seine Feststellung nicht ungelegen, weil ich den Eindruck habe, dass unter "straight" oder "pure photography" heute oft verstanden wird: Fotografie, wie sie direkt und unbearbeitet aus der Kamera kommt.

Tatsächlich fühlt sich die "reine Fotografie" dem sachlichem Blick, der Wirklichkeit verpflichtet.
"Straight photography" ist in einer Zeit entstanden, als fast ausschließlich mit großformatigen Kameras gearbeitet wurde und Prints häufig direkte Kontakte der großformatigen Negative waren.
"Pure photography" manipuliert nicht durch Bewegen der Kamera oder absichtlicher Unschärfe, legt keine Mattpapiere zwischen Negativ und Positiv um abstrakte, künstlerische Wirkungen zu erzielen.
Ebenso verpönt ist das Nacharbeiten, das Übermalen der Positive mit Retuschefarben.

Aber sie hat sich selbstverständlich gestattet, die Wirklichkeit mit fotografischen Mitteln zu interpretieren.

Ich finde es gerade im "digitalen Zeitalter" wichtig festzuhalten, dass Photoshop, so wenig wie die klassischen Dunkelkammertechniken wie Beschneiden, "dogde and burn" etc., nicht automatisch den Abschied von der "reinen Fotografie" bedeutet, aber je nach Anwendung* natürlich sehr wohl bedeuten kann.

*wer Lust hat kann die Diskussion nachverfolgen

Mittwoch, 22. April 2009

Ein Bild voller Energie …

im Rheintal • Canon 5D, EF 70-300 IS USM

… könnte man über dieses Foto sagen.

Nun ja, der Raps, der hier so schön blüht und honigsüß duftet, wird in Mitteleuropa zur Gewinnung von hochwertigen Ölen angebaut und ist damit ein nutzbringender Energieträger.
Außerdem verführt er Fotografen mit seinem schönen Gelb, vor allem, wenn er im Kontrast zu einem intensiv blauen Himmel steht.

Gelb ist - nach Goethe -
"die nächste Farbe am Licht und führt in ihrer höchsten Reinheit immer die Natur des Hellen mit sich, besitzt eine heitere, muntere, sanft reizende Eigenschaft.

So wie Gelb immer ein Licht mit sich führt, so kann man sagen, dass Blau immer etwas Dunkles mit sich führe. Diese Farbe macht für das Auge eine sonderbare und fast unaussprechliche Wirkung. Sie ist als Farbe eine Energie; allein sie steht auf der negativen Seite und ist in ihrer höchsten Reinheit gleichsam ein reizendes Nichts. Es ist etwas Widersprechendes von Reiz und Ruhe im Anblick."
So Goethe in seiner Farbenlehre.


Mit Atomkraftwerken wird auch Energie erzeugt.
Allerdings birgt die Atomenergie gewaltige Risiken für Mensch und Umwelt, zudem gibt es nach wie vor keine Lösung für das Atommüllproblem.
Atomkraft hat keine Farbe.

Also Raps - ja bitte!
Atomkraft - nein danke!

Dienstag, 21. April 2009

Muss noch einmal sein - Magnolie!

"Nun sind die Magnolien allerorts am Verblühen. Man kann ohne Frevel in ihr Inneres blicken lassen.
Eine Blüte gepflückt, das Objektiv zwischen die Blütenblätter gerückt, zigmal den Auslöser gedrückt, bis ein Bild halbwegs geglückt."

Montag, 20. April 2009

Chapeau! - Sigma DP2

Sigma macht tatsächlich den zweiten Schritt und Carl Rytterfalk zeigt erste Fotos, die er mit einem Vorserienmodell der Sigma DP2 machen konnte.

Schon erstaunlich, dass sich Sigma nach der "Misere" mit der DP1 an das zweite Modell gewagt hat, immerhin möchte man vermutlich nicht nur Beifall für die Leistungen von Optik und Sensor, sondern auch Geld verdienen.

Keine Frage, die Fotos, die Carl Rytterfalk uns vorstellt, sind ein exzellenter Auftritt für die neue Kamera und ihre 25mm/f2.8 Linse (KB equiv. 40mm).

Aber man kann nur hoffen, dass Sigma auch seine Hausaufgaben gemacht hat!

Moniert wurde bei der DP1 das Durcheinander im Menü, der langsame Autofokus, das Einfrieren des Sucherbildes nach dem Fokussieren, der nicht fixierbare manuelle Fokus, die Unmöglichkeit für Schnappschüsse eine Hyperfokaldistanz einzustellen, die schlechte Qualität des LCD-Bildschirms (der besser ins Jahr 2002 passt), die unausgereifte Software zur Entwicklung der Foveon-RAW's.

Aber wie es auch sei, der Foveon-Sensor wird sich auch in Zukunft nicht eindeutig gegen den Bayer-Sensor positionieren können, er wird, da bin ich mir sicher, auch weiterhin nur in Nischenprodukten zu finden sein.
Und das wiederum heißt, es wird in den verbreiteten RAW-Konvertern auch weiterhin kein Modul für die Konvertierung der Sigma-Daten zu finden sein.

Eine Kamera, ein System, dass sich nicht in einen gängigen Workflow einbinden lässt, ist ein Nischenprodukt und wird es - leider? - immer bleiben.

Ein Kommentator schreibt:
"This could be the ultimate digital street shooters camera (besides a M8 of course)…at an affordable price …"

Really???

Sonntag, 19. April 2009

Sprache der Wand

© Hartmut Möller

Ein Beitrag zum Projekt von Hartmut Möller.
Er schreibt:
"… habe unter meinen Negativen noch ein Bild zum Projekt Sprache der Wand gefunden.Aufgenommen 2005 in Wismar auf VR 400 Plus von Kodak."

Freitag, 17. April 2009

The Times They Are A-Changin' - 30 Jahre TAZ

Mein erstes(?) Foto in der TAZ, Franz Steinkühler, legendärer IG Metall Bezirksleiter in Baden-Württemberg


Die TAZ feiert ihren 30. Geburtstag und Freund wie Feind der siebtgrößten überregionalen deutschen Tageszeitung gratulieren aufs Heftigste.

Für mich war die Gründung einer selbstverwalteten Tageszeitung auch mit ein erster Schritt zum Fotojournalismus.
Es mussten allerdings noch 4 Jahre gefüllt mit Reisen und Orientierungssuche vergehen, bevor ich den Schritt in den hauptberuflichen Fotojournalismus wagte.

Heute bin ich erstaunt darüber, wie viele - heute vergilbte - Belegeexemplare der TAZ, von gewerkschaftlichen und alternativen Publikationen aus den Jahren 79-83 ich noch in meinem Archiv finde.

Schwerpunkte der TAZ - auch meines Interesses - waren Anfang der 80er Jahre soziale und politische Bewegungen:
wir erinneren uns an sehr aktive Friedens- (Nachrüstung) und Anti-Atom-Bewegungnen (Wackersdorf), an das Interesse an Befreiungsbewegungen der "Dritten Welt" (Nicaragua), den Kampf um die 35-Stunden-Woche, Arbeitskämpfe in der französischen Stahlindustrie (Longwy) aber auch Belegschaftskämpfe in Deutschland (Videocolor) und die Bewegungen gegen das wiedererstarken des Rechtsradikalismus (Aktion Nationaler Sozialisten ANS etc.).

The Times They Are A-Changin' - wir haben uns verändert, die TAZ hat sich gewandelt, ist heute eine Institution, eine "unabhängige Qualitätszeitung" geworden.

Wir gratulieren mit einem Song von Bob Dylan, der 1964 weitsichtig das Lebensgefühl der sogenannten 68er wiedergibt und uns auch heute zu denken geben sollte:

Come gather round people
Wherever you roam
And admit that the waters
Around you have grown
And accept it that soon
Youll be drenched to the bone.
If your time to you
Is worth savin
Then you better start swimmin
Or youll sink like a stone
For the times they are a-changin.

Come writers and critics
Who prophesize with your pen
And keep your eyes wide
The chance wont come again
And dont speak too soon
For the wheels still in spin
And theres no tellin who
That its namin.
For the loser now
Will be later to win
For the times they are a-changin.

Come senators, congressmen
Please heed the call
Dont stand in the doorway
Dont block up the hall
For he that gets hurt
Will be he who has stalled
Theres a battle outside
And it is ragin.
Itll soon shake your windows
And rattle your walls
For the times they are a-changin.

Come mothers and fathers
Throughout the land
And dont criticize
What you cant understand
Your sons and your daughters
Are beyond your command
Your old road is
Rapidly agin.
Please get out of the new one
If you cant lend your hand
For the times they are a-changin.

The line it is drawn
The curse it is cast
The slow one now
Will later be fast
As the present now
Will later be past
The order is
Rapidly fadin.
And the first one now
Will later be last
For the times they are a-changin.

Im Vorübergehen / En passant / Passing by - Robert Adams

© Robert Adams


"No place is boring, if you've had a good night's sleep and have a pocket full of unexposed film."
"Es ist nirgendwo langweilig wenn du ausgeschlafen bist und eine Tasche voll mit unbelichteten Filmen bei dir hast."
ROBERT ADAMS



© Robert Adams


Robert Adams, geboren 1937 in Orange, New Jersey, wurde bekannt als Teil des Projekts "New Topographics: Photographs of a Man-Altered Landscape".
Diese Bewegung (Stichwort auch Urban Landscapes), der Stefan Shore, Bernd und Hella Becher u. a. angehörten, hat seit 1975 einen großen Einfluß auf die zeitgenössische Fotografie.

Robert Adams hat dieses Jahr den Hasselblad-Preis für Fotografie erhalten - wir gratulieren!

Mittwoch, 15. April 2009

Appell.

Wir protestieren gegen die aktuellen Verträge für Fotoproduktionen des Jahreszeiten Verlages. Sie sind ein eklatantes Beispiel für den Versuch, die Rechte der Fotografen, Journalisten und Autoren zu beschneiden.

Wir wehren uns grundsätzlich gegen Rahmenbedingungen, die

  • die journalistische Freiheit und die Rechte von Autoren bedrohen
  • die Urheberrechte untergraben und die Übertragung von Nutzungsrechten nicht angemessen entlohnen
  • die wirtschaftliche Existenz von Fotografinnen und Fotografen gefährden
  • einen Angriff auf den Markt der Bild- und Fotoagenturen darstellen

Das Ergebnis kreativer Arbeit muss weiterhin den Urhebern gehören!


Gosse

Fotografiert im Ostseebad Eckernförde • © Hartmut Möller


… nicht nur "Im Vorübergehen" kann die Gosse einer Straßenpflasterung sehr ästhetisch wirken.

Sonntag, 12. April 2009

Im Vorübergehen / En passant / Passing by

Henri Bergson, fotografiert um 1910


"Das Leben kann nur durch Intuition erfaßt werden.
Erkenntnisse können nur in Bildern ausgesprochen werden."

HENRI-LOUIS BERGSON
, Philosoph, 1859-1941

Freitag, 10. April 2009

Im Vorübergehen / En passant / Passing by - Walker Evans

Walker Evans, 1937


"Whether he is an artist or not, the photographer is a joyous sensualist, for the simple reason that the eye traffics in feelings, not in thoughts."
"Ob er nun ein Künstler ist oder nicht, der Fotograf ist ein freudiger Genießer, aus dem einfachen Grund, weil das Auge mit Gefühlen in Verbindungs steht, nicht mit Gedanken."
WALKER EVANS



Allen Frohe Ostern!

Donnerstag, 9. April 2009

Langer Rüssel: Erfahrungsbericht Canon EF 4-5.6/70-300 IS USM

Der hübsche Elefant ist einer der vielen Wasserspeier am Ulmer Münster



Der Rüssel erhöht er die Reichweite des Elefanten gewaltig - eine lange Brennweite die Reichweite des Fotografen.

Vor einem halben Jahr ist mir mein lieb gewordenes Reise-Telezoom EF 3.5-4.5/70-210mm USM so unglücklich aus dem ungesicherten Lowe SlingShot gefallen, dass es (auch in Anbetracht seines fortgeschrittenen Alters) nicht mehr zu retten war …

Dienstag, 7. April 2009

Das ist doch die Höhe!

Canon 5D, EF 24-105 IS L


Blick vom Freiburger Hausberg Schauinsland (1284 m) auf den Feldberg, mit 1493 m der höchste Berg Baden-Württembergs.

Wann weichen Winterstürme dem Wonnemond?
könnte man auch hier und heute, am 5. April, fragen.

Sonntag, 5. April 2009

Das ist doch der Gipfel!


Mit einem quergestellten Omnibus wird aus Sicherheitsgründen die Sicht aus großer Distanz auf das "historische Ereigniss" verstellt.
Kehler Bürger erhaschen gerade noch einen Blick auf die Gipfelprominenz durch die getönten Busfenster: Obama und Merkel betreten die Passerelle, die Fußgängerbrücke, die Kehl mit Straßburg verbindet.
Heutzutage braucht der Kaiser/die Kaiserin kein jubelndes Volk mehr als Zeugen für die inszenierten Symbole.
Die Wirklichkeit entsteht auschließlich in und durch die Medien, die sie auf unsere Bildschirme transportiert.




Das ist die zweite Ebene der Wirklichkeit: ein Selbstportrait mit der Windrose, dem Symbol der NATO, auf der Passerelle, dem Ort, wo ein französischer Staatsmann die Nato-Delegationen auf ihrem Weg nach Frankreich begrüßt hat, soll die Fiktion zur Wirklichkeit machen: ich war da.

Doch: wir mussten leider draußen bleiben.

Donnerstag, 2. April 2009

Das ist das Horn von A …

Canon 5D, EF 4-5.6/70-300 USM


… nein, falsch, ich war da niemals da.

Aber ich bin über die A7 ins Allgäu gefahren, auf dem Rückweg vorbei an der Kunst-Raststätte Illertal Ost.

Das Horn ist ein Detail der Raststätte.
Übrigens der ersten und einzigen Kunst-Raststätte in Deutschland!

Und wie man deutlich sieht, geschärft ist das Foto natürlich mit XtraRazorSharp!

Und wer weiterhin "scharf" auf gute Tipps ist, schaut hier.

Mittwoch, 1. April 2009

… am Schärfsten - XtraRazorSharp XRS


Scharf!Schärfer!Am Schärfsten! - diese Artikelserie hätte ich mir glatt ersparen können, wenn Photoshop's neuestes PlugIn XRS bereits auf dem Markt gewesen wäre.

Das neuartige Schärfungstool - wie auch die Canon D500 nicht auf der PMA präsentiert - baut auf der PhotokitSharpener Technik auf, allerdings mit dem großen Unterschied, dass Bildtyp, -charakter und -struktur durch einen ausgefuchsten Algorithmus automatisch bestimmt werden.

Den Fotos wird ohne jeden destruktiven Eingriff wie Artefaktbildung, Tonwertaufsteilung bzw. -abrisse etc. und unabhängig vom verwendeten ISO-Wert ein völlig natürlicher Schärfeeindruck verliehen.

Weil gleichzeitig das Bildrauschen analysiert wird, soll es zu keiner Rauschverstärkung in dunklen Bildteilen (Bühnenfotografie!) kommen.

Angeblich soll das PlugIn sogar in der Lage sein, bis zu einem bestimmten Punkt defokussierte Bilder exakt zu refokussieren.

Mit einem modernen AF-System, Anti-Shake-Technik in Kamera oder Objektiv und dieser revolutionären Software ist die Heisenbergsche Unschärfenrelation endlich Geschichte, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Das XRS-PlugIn wird ab Mitternacht europäischer Zeit auf der Adobe-Website zur Verfügung stehen und für schlappe 249$ zu haben sein.

Als besonderes Werbeschmankerl - sicherlich ein Zugeständnis an die wegen der Wirtschaftkrise schleppenden Verkäufe von CS4 - werden 1000 XRS-PlugIns via Internet verschenkt.

Wer um Mitternacht Photoshop CS4 (funktioniert leider nur mit CS4!) startet und etwas Glück hat, kann erfreut zusehen, wie sich das XRS-PlugIn über Softwareupdate automatisch installiert.
Aber eben nur bei den ersten 1000!

Versuchen schadet nichts - wer weiß …?