Montag, 5. Februar 2007

Ist weniger mehr?

Stuttgart, Gebelsbergstraße, Canon 5D, EF 28mm 1:1.8 USM, 160 ISO


"Understanding Aspect Ratios and The Art of Cropping" heißt ein Essay von Michael Reichmann, auf den ich gerne - auch mit diesem Beispiel - hinweisen will.

Während z. B. Stephen Shore immer sehr betont, seine Fotografien nie zu beschneiden, setzt sich Reichmann mit der "Tyrannei des Formats" auseinander und zeigt an Beispielen, wie sehr Beschnitt, Format und Bildaussage in Verbindung stehen.

Um was geht es bei diesem Foto, und was möchte ich damit sagen?

Mit einem 28er Weitwinkel habe ich versucht, so viel wie möglich von der grafisch gestalteten Haussfassade zu zeigen. Ich wollte im Bild den plakativ-farbigen Eindruck wiederfinden, den man im Vorübergehen hat.

Dass das ohne einen Vordergrund nur eine zweidimensionlae Reproduktion wird, war mir schon beim Fotografieren klar. Den Gegensatz zu anderen konventionellen Hausfassaden konnte ich technisch nicht herstellen.

Aber erst beim Bearbeiten und dem Versuch, in den Kern des Bildes vorzustoßen, habe ich gemerkt, wie extrem ich schneiden muss, um das Bildkonzept wieder zu finden, das ich beim Fotografieren hatte.



In diesem Fall ist weniger viel mehr, oder?

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