Dienstag, 20. Februar 2007

Die Rückkehr der "50er"?

Vielleicht ist es ja eine längst überfällige Reaktion?

Jahrelang haben wir die Standard-Zooms auf unsere Gehäuse geschraubt, das 16-35er, das 28-80er und 70-200er.

Da musste es doch irgendwann irgend jemandem auffallen: war da nicht noch was?

Oder ist doch der Linsenspezialist Mike Johnston der wahrhaft Schuldige, der in seinem Artikel "The Elusive "Normal" and the Myth of the Fifty" die, wie er es nennt, "Chamäleon-Eigenschaften" der Normalbrennweite beschreibt. Je nach Einsatz kann es sowohl einen leichten Tele-, als auch einen leichten Weitwinkeleffekt haben.

Eine angenehme Überraschung erlebt, wer sein 50er - wir erinnern uns, das "kleine Schwarze" im Schrank - auf die Kamera setzt.
Heller Sucher, genauer Focus, das spezielle Boukeh bei offener Blende, höherer Kontrast und damit mehr Dreidimensionalität als bei Zooms, keine Verzeichnung etc. pp.

Und tatsächlich, die beschriebene "Chamäleon-Eigenschaft" gibt es. Mein Eindruck ist, dass im Hochformat der Tele-Effekt, im Querformat eher eine Weitwinkel-Tendenz zu sehen ist.

In meiner "kleinen Tasche" liegt seit einiger Zeit das 50er neben dem 28er.
Und obwohl ich ein Weitwinkel-Fotograf bin, mache auch ich die Erfahrung, dass es zwar selten gelingt mit dieser Brennweite ein Bild zu gestalten, dass bei diesen seltenen Gelegenheiten dafür aber oft etwas Außergewöhnliches herauskommt.

Also, Courage, und einfach diese Herausforderung an die eigene Kreativität annehmen!

Wer mehr lesen will:

The 50mm Lens and Metaphysical Doubt

Johnston's lens ramblings

und natürlich noch vieles mehr.
Wer sucht, wird finden!

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