Donnerstag, 31. Juli 2008

Rat Pack

Nikon hat für alle Besitzer der "alten" D3 gute Nachrichten:
für schlappe $ 500 zzgl. Steuern (€ 500?) kann man den "D3 Buffer Memory Expansion Service" in Anspruch nehmen.
Die "alte" Kamera wird eingeschickt und kommt mit vergrößertem Buffer-Speicher zurück. Die Zahl der unterbrechungsfreihen Reihenaufnahmen wird dadurch ungefähr verdoppelt.
Ist doch eine tolle Sache, oder nicht?

Erinnert sich noch jemand an die Leica M8?
Gekauft, gefreut!
Und bei Leica haben sie sich hingesetzt und überlegt?
Der Verschluss ist zu laut und zu langsam, der LCD-Monitor verkratzt sofort, etc.pp.
Was tun?
Austausch auf Kulanz ist doch altmodisch, upgraden ist modern!

Und Leica drohte den "lieben Kunden":
"Während andere digitale Kameras nach kürzester Zeit veraltet sind und ausgemustert werden, ermöglicht unser innovatives Konzept den für die Marke Leica stehenden lebenslangen Werterhalt und Beständigkeit.
Nach und nach (!) werden wir neue Produkteigenschaften und Entwicklungen als optionale Aufrüstungsmöglichkeiten anbieten."

Für gutes Geld natürlich!
€ 1.200.-, so hoch ist der Einsatz für das erste Leica-Upgrade-Zertifikat.
Wer es erworben hat, kann ab August seine Kamera in der ersten Stufe "werthaltig und beständig" machen lassen.
Dagegen ist das Nikon-Angebot doch geradezu ein Schnäppchen?

Aber wartet nur, bis sie auf den Geschmack gekommen sind!

Fast jedes Produkt, das heute auf den Markt kommt, ist verbesserungswürdig.
Nur, bisher musste man damit leben, musste Jahre seines Lebens mit einem unvollkommenen Produkt verbringen.

Das werden wir ändern!
Aber nicht so wie Sie denken - nein - erst kaufen Sie die unfertige Ware, dann satteln wir nach und nach drauf, aufpreispflichtig!

Ach, übrigens, wir hätten da auch noch ein paar Verbesserungen an der Kamera-Firmware.
Zum Download einfach die Kreditkartennummer angeben.

Wie bitte, war doch früher umsonst?
Haben Sie sich doch nicht so!
"Der Wunsch, eine Leicanikon Digitalkamera mit einem gleich bleibenden lebenslangen Werterhalt - die Produkteigenschaft aller Leicanikon Produkte - zu besitzen, wurde von vielen Kunden an uns herangetragen. Nun hat Leicanikon die DCx konfiguriert, um Ihnen diesen Wunsch zu erfüllen. Mit dem heutigen Newsletter möchten wir Sie gerne vorab exklusiv über diese bedeutende Innovation hinsichtlich Ihrer geschätzten DCx informieren.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie zu den ersten Kunden gehören, die an unserem neuen Programm für den lebenslangen Werterhalt Ihrer DCx teilnehmen."



Nachtrag


Auch Michael Reichmann/Luminous-Landscape geht auf das Nikon-Upgrade-Programm ein und reisst einige Fragen an:
  • Er fragt, warum die Ankündigung direkt nach der Ankündigung der D700 kommt? Braucht Nikon eine größeren Differenzierung zwischen zwei sehr ähnlichen, aber preislich weit auseinander liegenden Kameras (die D700 als die bessere D3!)
  • Werden nun alle neuen D3's mit größerem Buffer ausgestattet, oder wird das ein sog. After-Market-Upgrade bleiben?
  • Ist es ein Vorgeschmack auf eine neue D3x? 20+MP brauchen einen größeren Speicher.

Luftschiff

Canon S3IS

Samstag, 26. Juli 2008

Im Vorübergehen / En passant / Passing by

"Der Photograph […] hat nur einen Augenblick zur Verfügung.
Er muss das Bild und den besten Ausschnitt im gleichen Moment erfassen. Dazu ist die Raschheit des Jägers nötig.
Es stimmt, dass ich nehme, aber ich stehle nicht und vergewaltige auch nicht.
Wenn ich jemanden vor meinem Apparat habe, versuche ich mit ganzer Seele, meine Pflicht ihm gegenüber zu erfüllen, indem ich nicht nur seine äußeren Züge aufnehme, sondern auch die ganze Größe seines inneren Ich."
EDOUARD BOUBAT 1923-1999



Edouard Boubat, gehörte zusammen mit W. Eugene Smith, Brassaï, Robert Doisneau, Willy Ronis u. a., zum großen Kreis der humanistisch geprägten, sozialdokumentarischen Fotojournalisten.

Für diese Fotografen standen immer Menschen im Mittelpunkt, ihr Leben, ihre Freuden und Leiden.
Und sie haben sich nicht nur als Dokumentaristen verstanden, sondern sich für die Anliegen der Menschen interessiert und ihnen über die Fotografie eine Stimme verliehen.

Boubat, der "Korrespondent des Friedens", war keiner der draufgehalten und viel "geschossen" hat. Er hat gewartet, geschaut und im entscheidenden Moment meistens "ins Schwarze" getroffen.

Seiner Fähigkeit zur stillen und unauffälligen Beobachtung, seiner Offenheit dem Vorgefundenen gegenüber verdanken seine Reportagen ihre stille Intensität.

Freitag, 25. Juli 2008

Listening To The Music

Ricoh GRD II

Hello, Sigma?

1998 called. It wants its camera back.

David Pogue spricht über die Sigma DP1.

Witzig und mit einer gehörigen Portion slapstick versehen, trifft er - wie andere Erfahrungsberichte auch - den Nagel auf den Kopf.

Ach, was für ein schöner Traum, Kamerabauer schöpfen aus dem Erfahrungsschatz der Fotografen.
Und die grauen Herren aus der Finanz- und Marketingabteilung müssten Erfahrungsberichte über die Kameras schreiben, die sie mitverbrochen haben.

Hey, Sigma! Das Jahr 1998 will seine Kamera wiederhaben!

Donnerstag, 24. Juli 2008

Ricoh GR Digital - Firmware Update

Die Firmware Version 2.10 ist hier erhältlich.

Die neue Firmware bringt vor allem eine Verbesserung im Weißabgleich und eine an die eingestellte ISO-Empfindlichkeit koppelbare Rauschreduzierung.

Die Funktion "Auto-ISO" zeigt jetzt die von der Kamera benutzte tatsächliche ISO-Einstellung in der Rückschau an.

Allerdings, es wurde bei der neuen Funktion "Automatische Blendenänderung" im AV-Modus bereits ein Bug festgestellt, der bei extremen hellem Licht und offener Blende u. U. zum Einfrieren der Kamera führt.

Mittwoch, 23. Juli 2008

Achtung Schnäppchenjäger!

Preissenkungen für folgende Canon-Produkte deuten sich an:
  • Canon EOS 450D mit Kit-Linse
  • Canon EOS 40D (weil ein 50D mit 14MP-Sensor kommen wird (könnte), die sich besser von der 450D absetzt)
  • Canon EF 70-200mm f/4.0L (nicht IS) soll angeblich ausverkauft werden und wird in den USA bereits für $600 statt $970angeboten. Kostet bei uns Stand heute ca. €600

Alle Angaben - wie immer - ohne Gewähr!

Und außerdem - ich bin doch nicht blöd - bin ich auch ganz arg gegen das dauernde rumspekulieren!

Aber ich gebe zu, dass ich in meine Überlegungen bzgl. einer neuen Investition die Photokina mit einfließen lassen werde.

Lost In Trainstation

Ricoh GRD II

Montag, 21. Juli 2008

Panasonic Lumix DMC-LX3 - der Wettkampf hat begonnen



Während ich noch in der dampfgeschwängerten Gerüchteküche herumtappe, kommt Panasonic/Leica bereits zur Sache.

Mit der Panasonic Lumix DMC-LX3 wird eine Kamera vorgestellt, die ihren Platz in den Kamerataschen der Profis finden will.
Und wer sich das Bild oben ansieht, wird sofort verstehen, wohin Panasonic zielt.
Optisch ist die Kamera die perfekte Synthese einer Leica und einer Sigma DP1.

Eine hochlichtstarkes Vario-Summicron, f2.0-2.8/24-60mm (equiv. KB) beleuchtet einen für die Kompaktklasse großen 1,63 inch, 10 MP-CCD-Sensor.
Mit der hohen Anfangslichtstärke knüpft Panasonic an die leider nicht fortgesetzten lichtstarken Linsen der ersten Canon-G-Powershots an.

10MP-Sensor heißt auch, Panasonic klinkt sich aus dem aberwitzigen Megapixel-Race aus. Bei allen angekündigten oder auch vermuteten Konkurrenten werden 12-13MP auf kleineren Sensoren erwartet.
Der große Sensor und die Begrenzung der Pixelzahl ermöglicht ca. 45% größere Pixel, als bei heute üblichen 10MP-P&S-Kameras.

Unter den unzähligen, teilweise durchaus spannenden Features fällt mir in der Kürze positiv auf:
  • eine Auslöse"beschleunigung" von 0,005 sec.
  • bis zu drei RAW-Bilder in Folge, 2.5 Bilder/sec.
  • eine Mehrfachbelichtungsfunktion - gab es vormals bei analogen High-End-Kameras - erlaubt bis zu drei Belichtungen auf ein Bild
  • und - hurra - ein Aufstecksucher!

So eine Kamera kann nicht billig sein.
Wenn sie allerding mit einem Preis von ca. 500€ (ohne Zubehör) in die Läden kommt, müssen sich Sigma, aber auch andere warm anziehen.

Wie schrieb Michael Reichmann im Schlußwort zu seinem Sigma DP1-Review so richtig:
"Hey Canon - wie wär's mit einer G10 mit einem 1,6-X-Sensor und einem menschenwürdigen optischen Sucher?
Nun, das wäre ein Killer-Wettbewerber, und ernsthafte Fotografen würden sich in Scharen diese Kamera kaufen."

Wenn Canon Gott wäre, wäre dann Reichmann sein Prophet?

Warten wir's ab …

Mehr Details und technische Spezifikationen zur LX3 hier.

"Bismarck"hering für den "Kartätschenprinz"

Hamburger Fischmarkt auf dem Stuttgarter Karlsplatz
unter dem Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I.
Ricoh GRD II

Sonntag, 20. Juli 2008

1.000 Fotos mit der Ricoh GRD II - Erfahrungsbericht

"A rose is a rose is a rose!"
Weiches Dämmerungslicht streift von oben, etwas Aufhellung durch weiße Hauswand
Ricoh GRD II, High ISO


Vorbemerkung

"Es ist wahr, dass ich eine Menge, nun, schlechter Bilder veröffentliche.
Bei der Prüfung einer Kamera oder eines Objektivs mache ich tatsächlich eine Menge wirklich schlechter, langweiliger Bilder, weil sie mir etwas Bestimmtes über die Leistungsfähigkeit des Produkts zeigen." schreibt ein Kollege, begnadeter Kolumnist, erfolgreicher, vielleicht sogar erfolgreichster Blogger in der internationalen Foto-Szene.
Und sein "Geständnis" bringt mich mitten hinein in ein Problem, dass mich umtreibt, seit ich selbst die eine oder andere Meinung zu einem "Produkt" öffentlich äußere …

Freitag, 18. Juli 2008

Im Vorübergehen / En passant / Passing by - W. Eugene Smith

 W.Eugene Smith 1918-1978 • Selbstportrait, 1968

"My station in life is to capture the action of life, the life of the world, its humor, its tragedies, in other words, life as it is.
A true picture, unposed and real."

"Meine Rolle im Leben ist, den Lauf des Lebens einzufangen, das Leben der Welt, seine Launen, seine Tragödien, mit anderen Worten, das Leben wie es ist.
Ein wahres Abbild, ungestellt und echt. "
W. EUGENE SMITH


Nun habe ich mir selbst eines meiner angepriesenen "Favoriten"-Bücher gekauft: W. Eugen Smith in der Aperture-Reihe Masters of Photography.

Das Buch zeigt einen Querschnitt der wichtigsten Arbeiten von Smith.
Zudem sind drei seiner Fotoessays "Country Doctor", "Spanish Village" und "Minamata", zwar in kleinerem Format, aber dafür komplett zu sehen.

Der kleine Band ist - wen wundert es - handwerklich erste Sahne, exzellent ediert und mit einem informativen Essay seines Biografen Jim Hughes versehen.

Hughes beleuchtet nicht nur Smith's von vielen Schicksalsschlägen durchwirktes Leben, er weiß auch zu berichten, dass das zentrale Bild der Reportage über "Dr. Albert Schweitzer: A Men of Mercy" ein Composing zweier Negative ist.

Smith überschreitet damit die Grenzen der faktischen Erscheinung, um sein Bild eines autoritären, ja durchaus auch rassistischen "Helden" Schweitzer mit dem Geheimnis seiner Religiosität und Humanität zu vereinen.
Ein Widerspruch zu seinem selbst formulierten Anspruch: "A true picture, unposed and real"?

Wenige haben, wie Smith, so viel an vorbereitender Recherche, an begleitender Dokumentation geleistet.
Und wenige waren wie er, der "mitleidende Zyniker", davon überzeugt, dass Fotojournalismus nicht nur dokumentiert, sondern auch einen Zweck erfüllen sollte: denen eine Stimme zu geben, die keine haben.

Während Henri Cartier-Bresson, dem passionierten Flaneur, viele seiner Motive "en passant" begegneten, entwickelte "Gene" Smith eine Vorstellung, ein Drehbuch.
Ja er wusste dank seiner akribischen Vorarbeiten genau was er wollte und konnte es auch beeindruckend umsetzen.

Er sagte in einem Interview, ein Jahr vor seinem frühen Tod:
"Das Geheimnis meiner Fotografie ist, dass ich die Fähigkeit besitze, vorauszusehen, wie eine Sache sich entwickeln wird, bevor ich es tatsächlich erlebe."
Das Ergebnis seiner - ihn im wahrsten Sinn des Wortes - verzehrenden Arbeit sind bewegende Reportagen von einer unglaublichen Dichte, bei denen in jedem einzelnen Bild die ganze Geschichte angelegt scheint.

Der Fotoband ist Empfehlung für alle, die sich mit Fotografie auseinandersetzen.

Wird das Buch - oder etwas anderes - über einen der Amazon-Links auf der Seite kauft, bekommt der Public Eye Blog eine kleine Provision bzw. werden die Mühen des Autors mit einem Espresso belohnt ;-)

Sonntag, 13. Juli 2008

Flieger


Canon S3 IS

Flieger grüß mir die Sonne!
Vom Nordpol zum Südpol
ist nur ein Katzensprung.
Wir fliegen die Strecke
bei jeder Witterung.
Wir warten nicht, wir starten!
Was immer auch geschieht,
durch Wind und Wetter
klingt das Fliegerlied:

Flieger, grüß mir die Sonne,
grüß mir die Sterne
und grüß mir den Mond.
Dein Leben,
das ist ein Schweben
durch die Ferne,
die keiner bewohnt!

Schneller und immer schneller
rast der Propeller,
wie dir's grad gefällt!
Piloten
ist nichts verboten,
Wenn es sein muß drum gib Vollgas
und flieg um die Welt!

Such' dir die schönste Sternenschnuppe
aus
und bring sie deinem Mädel mit nach
Haus!
Flieger, grüß mir die Sonne,
grüß mir die Sterne
und grüß mir den Mond!
Hoch oben im Äther,
da sind wir meist zu Haus!
Bei fünftausend Meter
sieht alles anders aus.
Da gibt's keine Grenzen!
Da gibt's keinen Paß!
Der Flieger fliegt und
fragt nicht: Wie und was?

Flieger, grüß mir die Sonne...

Es war einmal ein Flieger,
der jeden Flug gewann,
er flog um die Wette
mit einem Hurrikan.
Er flog mit fast vierhundert
zur Milchstraße empor,
der arme, alte
Hurrikan verlor:

Flieger, grüß mir die Sonne...



Donnerstag, 10. Juli 2008

Adobe Camera Raw versus DXO 5.2

aus ACR

aus DXO 5.2


aus ACR


aus DXO 5.2


Aufnahme mit einer Canon 5D und EF 70-200mm L bei 3200 ISO.

Die Bilder sind 400 x 400px Ausschnitte, stellen also exakt die 100% Bildansicht dar.

JPG ohne Weiterverabeitung direkt aus den RAW-Konvertern.
In beiden Programmen wurde keine Schärfung (USM) und keine Rauschminderung vorgenommen.


Meine Meinung:

DXO liefert ein detailreiches, besser aufgelöstes und schärferes Bild mit besserem Binnenkontrast.

Die höhere Schärfe führe ich u. a. auch auf die Korrektur von Objektiv"schwächen" durch Lens Softness zurück. Dahinter steckt ein Modul mit Korrekturalgorithmen für eine spezifische Kamera/Objektiv-Kombination.

Einen Vergleich mit abgeschalteter Lens Softness halte ich für nicht sinnvoll, weil gerade die individuellen Module zur Objektivkorrektur ein Kernstück der Software sind (wer sich erinnert: am Anfang mussten die Kamera/Linsen-Module noch einzeln gekauft werden).

Bei einem, mit ACR vergleichbaren Luminanzrauschen, liefert DXO ein Bild mit deutlich weniger Farbstörungen und hat damit auch hier die Nase vorn.

Übrigens: Rauschunterdrückung führt bei beiden Konvertern zwar zu glatteren Flächen, aber auch zu Detailverlusten und unschönen Verschmierungen in feinen Details wie Haaren, Gras etc.
Wenn unbedingt nötig, dann mit Vorsicht anwenden. Ich selbst habe mit Ergebnissen wie im DXO-Beispiel keinerlei Probleme.

Die Version 5.2 von DXO läuft stabiler als die Version 5.1, Abstürze gab es bisher* nicht.
Allerdings gibt es noch immer das Phänomen der verpixelten Bilder, vor allem beim Vergleich zwischen Original und bearbeitetem Bild.

DXO ist ein resourcenhungriges Programm, "untermotorisierte" Rechner wie mein Powerbook G4 haben ihre liebe Not damit.
Das "Entwickeln" einer Datei aus der Canon 5D dauert mit dem PB G4, 2GB RAM immerhin schlappe 3 Minuten! (ein neues Powerbook kann gerne bei mir abgeben werden ;-)

ACR ist dagegen geradezu ein Sprinter.

DXO empfiehlt sich für die Batch-Verarbeitung über Nacht.
Wer sich mit den Entwicklungseinstellungen für die Bilder etwas Mühe gibt, wird am nächsten Morgen mit versandfertigen Bildern belohnt.

DXO kann nicht mehr für sich in Anspruch nehmen, die einzige Software mit integrierter Korrektur von optischen Systemen zu sein.
Aber - ich höre nichts gegenteiliges - sie ist immer noch die Beste am Markt.

Canon und Nikon integrieren in der Zwischenzeit in ihre hauseigenen RAW-Konvertern diese Korrekturen auch - natürlich nur für die eigenen Objektive.

In Four-Thirds-Kameras werden Korrekturdaten für Linsenfehler bereits in der Kamera hinterlegt.

Auch eine P&S-Kamera wie die Ricoh GX 200 kann die optischen Verzeichnungen des festeingebauten Zooms bereits bei der Aufnahme korrigieren.

Uns kann es nur recht sein.
Aber DXO wird der Wind immer stärker ins Gesicht blasen.

Für heute gilt auf jeden Fall: DXO 5.2 ist (k)eine Empfehlung wert.*


*Nachtrag von 11.07.

Die RAW-Engine kann so gut sein wie sie will …
…nachdem ich heute an der Batch-Verbeitung von ca. 30 Fotos kläglich gescheitert bin, muss ich meine Empfehlung wohl revidieren.
Ich werde die Bilder im "guten alten ACR" verarbeiten und kann den Leuten von DXO nur ganz dringend empfehlen, schleunigst ihre Hausaufgaben zu machen, sonst heißt es nämlich bald: 6! Setzen!

siehe auch hier

Mittwoch, 9. Juli 2008

Adobe Camera Raw versus DXO 5.2 - wer wird High-ISO-RAW-Champion?

Morgen, gleiche Welle, gleiche Stelle.

DXO 5.2 - ein notwendiges Update

Lange haben wir Mac-User auf DXO 5.1 warten müssen.

Als es dann kam, war die Enttäuschung groß: die RAW-Konvertierung war zwar sichtbar besser als in der Version 4.
Bezahlen musste man diesen Fortschritt aber mit einer instabilen Software, mit ärgerlichen Bugs, z. B. beim RAW-Weißabgleich, mit Abstürzen bei der Batch-Verarbeitung einer größeren Anzahl von Bilder.

Nun ist die Version 5.2 als update erhältlich. Neben einem speziell für die High-ISO-Fotografie nochmal verbesserten RAW-Konverter, soll es im Vergleich zur Version 5.1 DxO Optics Pro v5.2 eine Reihe von Verbesserungen im Bereich der Stabilität und der Benutzeroberfläche sowie einige Bugfixes geben.

Zu den unterstützten Kameras neu hinzugekommen ist die Pentax K20D mit einer Anzahl von Objektiven, sowie die Sony Alpha700 und Alpha350.

Aus eigener Erfahrung und Vergleichen kann ich die versprochene Verbesserung der RAW-Konvertierung bestätigen.
Ich zitiere aus der Website von DXO: "… knackigere Details, mehr Klarheit, wirklichkeitsgetreuere Farben bei gleichzeitiger Reduzierung von Körnigkeit, Farbfehlern, Labyrinthmustern und anderen Artefakten, die bei hohen ISO-Einstellungen verstärkt auftreten."
Das kann ich so unterschreiben.

Allerdings muss man die Bilder schon sehr genau inspizieren (100 bis 200% Ansicht) um die Unterschiede deutlich zu sehen.

Ich bin gespannt, ob die Software nun auch vernünftiges und produktives Arbeiten zulässt.