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Sonntag, 6. September 2009

Sprache der Wand - Feel Free

Kamera: Yashica T5, Film: Rollei Redbird • © Stefan Bucher




Heute ein Beitrag von Stefan Bucher zum Projekt "Sprache der Wand".
Er schreibt:
 "Das alte BMW-Motorrad und der Spruch an der Wand wecken bei den Betrachtern vielleicht ihre jeweils ganz eigenen Vorstellungen von Freiheit."

Sonntag, 30. Dezember 2012

Sprache der Wand – Harry Gelb

Fuji X100 (durch Klicken vergrößern, man beachte das feine Signet unten)

Die Entdeckung eines neuen Spurenlegers – Harry Gelb – in Stuttgart: ein Grund, das Projekt "Sprache der Wand" wieder aufleben zu lassen.

Schon einmal, Anfang der 80er Jahre gab es einen Künstler, der seine Kunst auch an Stuttgarts Hauswänden und Mauern hinterlassen hat: Harald Naegeli, der Sprayer von Zürich.

Brassai schrieb: "Rette mich, nimm mich mit, denn morgen bin ich nicht mehr da!"

Bei Naegeli ist es leider zu spät, wenige Fragmente habe ich noch im Archiv.

Die Spur von Harry Gelb werde ich aufnehmen.


Samstag, 1. Dezember 2007

Brassaï - Stencil - Streetzen: die Sprache der Wand

Die beste Kamera …

Nein, nein, keine Sorge, den Spruch bringe ich jetzt nicht schon wieder.

Aber drei Dinge kommen heute morgen in meinem Kopf zusammen:

zum einen schaue ich mir gerade wiedereinmal das Buch "GRAFFITI" von Brassaï an.

Dazu kommt ein Hinweis von Detlev Schilke auf die sog. stencils, vor kurzem nochmal angestoßen durch ein Foto von Carl Weese.

Und heute morgen die neue (sehenswerte!) Bilderserie auf streetzen.

  • Bilder treten aus einer Mauer, aus einem Fenster, aus einer Fassade.
  • Bilder, die einen Schöpfer haben, sei es die Natur, sei es ein Mensch.
  • Bilder, die gesehen werden wollen.
  • Bilder, die einem, wie Brassaï schreibt, zurufen: "Rette mich, nimm mich mit, denn morgen bin ich nicht mehr da!"

Im immerwährenden Hype um neue Kameras, wie findet man da wieder zurück zum Wesentlichen?

Zurück dazu, dass nicht die Kamera sondern das Bild das Wesen der Fotografie ausmacht?
Dass - und hier sind wir wieder beim Anfang - die neueste, beste Kamera nichts nützt, wenn man nicht in der Lage ist zu sehen?

Brassaï streifte durch Paris, fotografierte die "Sprache der Wand", fand die Geburt des Menschen, Masken und Gesichter, fand Tiere, Liebe, Tod und Zauberei, fand primitive Bildnerei.

Was finden WIR heute in unseren Städten?



Ich freue mich auf Beiträge!*




*wie üblich an thepubliceyeblogATgmail.com

Sonntag, 2. Dezember 2007

Projekt "Sprache der Wand" - ein Nachtrag

Im Nachhinein noch ein Vorschlag zum Projekt:

  • flanieren gehen mit ganz einfacher Kamera (Festbrennweite?)
  • spricht ein gesehenes "Motiv" zu mir?
  • Licht? (erste Entscheidung für Farbe oder Schwarzweiss)
  • Motiv isolieren oder in ein Umfeld stellen?
  • Auswahl: spricht das Bild immer noch zu mir? wo ist sein Potenzial? muss ich nochmal hin?
  • bearbeiten oder "straight" aus der Kamera?
  • Format: hoch/quer/quadratisch
  • Farbe oder S/W?
Abschicken!


Hauswand in der Stuttgarter Reinsburgstrasse

Bei Brassaï würde so ein Motiv unter die Überschrift: "Die Wand als Anregerin" fallen.
"Irgend ein Bild entziffern, herausschälen aus verworrenen unbestimmten Andeutungen."

Serge Poliakoff sagt dazu: "Gemälde an der Wand - gut; aber aufgepasst, dass die Wand selbst nicht schöner ist…!"

Freitag, 31. Oktober 2008

Sprache der Wand …

Heute ein Beitrag von Klaus Gruber zum Projekt "Sprache der Wand":
"Was wäre das Leben ohne die Liebe?"
© Klaus Gruber
Übrigens: selbstverständlich sind alle Projekte im Blog weiterhin offen für Beiträge.

Sonntag, 19. April 2009

Sprache der Wand

© Hartmut Möller

Ein Beitrag zum Projekt von Hartmut Möller.
Er schreibt:
"… habe unter meinen Negativen noch ein Bild zum Projekt Sprache der Wand gefunden.Aufgenommen 2005 in Wismar auf VR 400 Plus von Kodak."

Dienstag, 11. November 2008

Sprache der Wand

A contribution to the project Sprache der Wand from Michael Carrithers.

Brassaï said: "Save me, take me with you, because tomorrow I am no longer there!"
To Michaels photo he would say: "… in a few minutes I am no longer there."


© Michael Carrithers

Dienstag, 25. August 2009

Sprache der Wand

Mauer einer Bananenfinca, La Rincon, Tenerife, Spain • Ricoh GRD II


Bin noch nicht ganz da, komme noch nicht zum Fotografieren - deshalb noch ein Teneriffa-Nachschlag und ein weiterer Beitrag zur "Sprache der Wand".



Sonntag, 16. August 2009

Sprache der Wand

Berlin Ostkreuz, S-Bahn Bahnhof • © Olivier Six


Ich freue mich, wieder etwas von Olivier zu sehen.
Er schreibt zu seinem heutigen Beitrag:
"Da Du «revivals» zu genießen scheinst (ich mag das letzte "Schwarz! Rot! Gold!), schicke ich Dir einen Beitrag für das Projekt «Sprache der Wand.»"



Samstag, 14. Februar 2009

Does Every Photographer Need A Project? - eine Zwischenbilanz

“Does every photographer need a project?”

Diese Frage stellte ich mehr zum Spaß erst mir, dann, während der Rencontres de la Photographie, auch "dem Projektfotografen" Martin Parr.
Dessen Antwort, wie nicht anders zu erwarten: "Yes!"

Seitdem gab und gibt es sieben Projekte hier im Blog mit insgesamt 120 (!) Bildbeiträgen.
Und wie ich finde, vielen sehenswerten und interessanten Fotos.

Spannend finde ich aber nicht nur die Bilder, sondern ebenso das gemeinsame Umrunden eines Themas und die daraus entspringende Vielfalt der Umsetzung in eine Bildidee.
Spannend, weil zwei Arbeiten zu ein und demselben Thema eben nicht zum gleichen Ergebnis kommen.

Projektthemen waren und sind:


Der Versuch eine Art fotografisches Ping-Pong-Spiel zu inszenieren, ist ohne Reaktion untergegangen.

Gescheitert ist bisher auch der Versuch, über das präsentieren eigener Arbeiten hinaus, zur Bildbesprechung/Bildkritik zu animieren.
Ich weiß, das ist heikel.
Man möchte niemand kränken bzw. selbst ungern kritisiert werden: ein heißes Eisen, dass man nur ungern anfassen möchte.
Arbeiten wir daran!


Wenn auch hier im Blog die Themen mit eher technischen Inhalten häufiger gelesen werden, so wird unsere Kamera doch erst durch das Fotografieren wirklich zu einer Kamera.

Und nur durch das Fotografieren bekommt das technische Equipment seinen adäquaten Platz zugewiesen: den eines Handwerkzeugs, das uns im besten Falle bei unserem kreativen Tun unterstützen kann, mehr nicht.



The Public Eye Blog
wünscht ein kreatives Wochenende!

Dienstag, 28. Juni 2011

Sprache der Wand

Krk • @ Markus Spring

Markus schreibt zu seinem Projektbeitrag:
"Anrufungen einer weiblichen Figur sind vermutlich seit der Erfindung der Schrift auf irgendwelchen öffentlichen Flächen angebracht worden, legal oder illegal. Mit den Schmerzen des "Anrufers" korrespondiert der Name der Angerufenen, Dolores.
Probably since the invention of written language, calls to a female idol were installed in public spaces, legally or not. With the pain (lat. dolor) of the caller, the name of the called nicely corresponds: Dolores."

Freitag, 25. April 2008

Sprache der Wand

Pentax K10D, DA* 2.8/50-135 mm • © Olivier Six

Olivier Six fand diese interessante Mischung aus Graffiti und Stencil.

Hier spricht die Wand direkt zu uns.
Und fordert uns auf, auf "both sides", auf beide Seiten zu schauen.

Die Blickrichtung wechseln, hinter die Fassade schauen, auf doppelbödiges, auf Widersprüche achten, Ursache und Wirkung unterscheiden …


… und hier ist zu beschmunzeln, was so ein Wechsel der Blickrichtung für unerwartete und unerwünschte Assoziationen hervorrufen kann.

Montag, 22. März 2010

Sprache der Wand - What the hell …

Canon EOS 5D mit EF 4/24-105 L, Blitz von rechts, Winkel ca. 30°


Ich finde es enorm witzig und sehr kreativ, wie der Künstler die schmutzigen Schlieren, die aus der Klappe oben austreten, in seiner Bildidee aufgegriffen hat.
Das kleine undefinierbare Tier, das so empört nach oben schaut, meine ich in Stuttgart schon öfter gesehen zu haben.

Auch diese Betonstütze einer Hochstraße wird bald abgerissen werden, und das Bild ruft uns zu, wie es Brassaï gesagt hat: "Rette mich, nimm mich mit, denn morgen bin ich nicht mehr da!"

Es ist so vieles wert, festgehalten zu werden.


Dienstag, 6. Mai 2008

Sprache der Wand

Stuttgart, Gesicht einer Wand • © Martin Storz



Berlin, typ ohne worte © Detlev Schilke

Dienstag, 15. Januar 2013

Samstag, 14. Mai 2011

Sonntag, 18. September 2011

Ich saz ûf eime steine …

Panasonic GH-2 


…und dahte bein mit beine.
dar ûf satzt ich den ellenbogen,
ich hete in mîne hand gesmogen
daz kinne und ein mîn wange…



Fuji X100

Von Walther von der Vogelweide über Gottfried von Neifen (oben) bis heute zur Sprache der Wand… Nachdenken über die eigenen Existenz, woher komme ich, wer bin ich, wohin gehe ich…

Montag, 28. April 2008

Sprache der Wand

© Olivier Six


Olivier Six ist ein Bildersammler, ein Flaneur.

Als "Archiviste du superficiel, de l’inutile, de l’éphémère, et du fragile", so beschreibt er sich, als Archivar des Vordergründigen, des Unnützen, des Kurzlebigen und des Vergänglichen.
"Berlin ändert sich pausenlos. Sehr schnell. Ich muß die Bilder sofort aufnehmen, weil ich nicht weiß, ob sie am nächste Morgen noch da sind."
Und so sammelt er, dokumentiert, ein Franzose in Berlin, die "Berlin walls".

Wo, wenn nicht in Berlin sprechen die Wände so laut, findet man solch kreativen Reichtum an Graffiti und Stencils?

Mehr als 200 Bilder allein über die "Berlin walls" finden sich in seinem Archiv.

Ein spannender Ausflug in die Welt des "Aufstands der Zeichen".