Samstag, 31. Oktober 2009

Herbstschilf

Canon EOS 7D, EF 2/100mm

Auch wenn ich der Meinung bin, dass die Pracht und Schönheit der Natur, eher für unsere Augen und für unser Herz und weniger für die Kamera bestimmt ist …



Donnerstag, 29. Oktober 2009

Dr. Photo goes Video - oder: "Mehr her! rufen die Gäste …



… bis der Wirt die Rechnung zeigt."
Dieser Spruch kam mir in den Sinn, nachdem ich meine erste Einführung in die schöne neue DSLR-Videowelt hinter mir hatte.
Ein großer Video-Hype ist ausgebrochen, seit wir mit preisgünstigen Kameras im "Kinoformat" filmen können.

Lassen sich die Kameras tatsächlich so ohne weiteres im Alltag einsetzen? Kann ich als Fotojournalist mit einer Kamera ohne Nachführfokus und mit geringer Tiefenschärfe wirklich so einfach nebenher "Nachrichten-footage" produzieren.

Tatsächlich können wir mit einer der aktuellen Combo-Cams sofort anfangen zu filmen (bitte um Nachsicht für ein Erstlingswerk, bei dem ich alle Fehler gemacht habe, die man nur machen kann) - nur …

  • … schön wäre es einen vernünftigen Sucher/Monitor zu haben (400 bis 900 Euro)
  • ein externes Mikrofon, vom Gehäuse entkoppelt, man hört sonst nur den Wind und die Kamera (200 bis 1000 Euro)
  • ein Kopflicht/Catchlight, verhindert z.B. "tote Augen" beim Interview (300 Euro)
  • die Matbox gegen Streulicht und für die Graufilter (30o bis 800 Euro). Macht Sinn, wir sollten mit langen Verschlußzeiten arbeiten können ohne abblenden zu müssen
  • eine Schärfe, zum scharfstellen während des Filmens (350 bis 700 Euro). Am Objektiv drehen geht nicht
  • dazu macht sich dann ein externer Akku für Licht und Monitor/Sucher nicht schlecht (2 x 200 Euro zzgl. 200 Euro fürs Ladegerät)
  • das ganze montiert auf ein Rig, ab 800 Euro in der Grundausführung für die Stativmontage und bis ca. 2500 Euro, wenn man die Kamera auf die Schulter nehmen will
  • und nach dem Filmen kommt noch die Postproduktion (Rechner ab MacBook Pro o. ä. vorausgesetzt): ca. 1000 Euro für eine vernünftige Software und nicht zu vergessen eine schnelle externe FW-Festplatte für die Video-Daten (durch die vielen Zugriffe bei der Postproduktion wird eine Festplatte sehr beansprucht, deshalb keine Systemplatte benutzen!)

Über ein Video-Stativ und externes Licht will ich gar nicht reden.

In der Werbung und bei der Produktion von Musikvideos haben die Combo-Kameras eingeschlagen wie eine Bombe.
Warum? Weil sich die Produktionskosten durch das sensationell billige Equipment drastisch senken lassen.
Dazu kommt wegen des Sensorformats (entspricht ungefähr super35) eine Bildsprache, wie sie sich mit Videokameras nicht oder nur kompliziert erzeugen lässt.

Im Nachrichten- oder Dokumentationsbereich werden die Stärken aber zu Schwächen.
Und der "günstige" Preis für die Kamera ist am Ende doch nur ein Posten unter vielen auf einer großen Rechnung.

Wenn wir auf youtube oder viemo all die wunderbaren Filme anschauen, gedreht mit einer Kamera, wie wir sie auch in der Fototasche haben, immer dran denken:
… bis der Wirt die Rechnung zeigt."


Dienstag, 27. Oktober 2009

(Oh Lord would you buy me) A Red PEACE Corvette

Waterbury, CT, USA, 10/25/09 • © Carl Weese


Carl schreibt zum PEACE-Projekt:
"Part of a Holloween party and parade at the town green, there was a contest for classic cars, including this unusually decorated Corvette."

Samstag, 24. Oktober 2009

PEACE in concrete

© Carl Weese


Carl schreibt zu seinem Projektbeitrag:
"Here's a weird photo from today. The name and the word peace had been pressed into the wet concrete of a narrow setback ledge on the side wall of a building in the center of town."

Mittwoch, 21. Oktober 2009

A Human Trace

Panasonic GF1, Lumix 1.7/20 mm, Bl. 1.7, 1/500 sec., 100 ISO


So unangenehm die ersten Frosttage im Herbst auch sind:
hier hat die ebenmäßig matt zugefrohrene Autoscheibe einen unerschrockenen Menschen eingeladen seine warme Hand auf das kalte Eis zu drücken und eine vergängliche Spur zu hinterlassen.

Dienstag, 20. Oktober 2009

Nikon D3s und Canon 1D MK IV - In resignativer Reife …

… habe ich zur Kenntnis genommen, dass sowohl Nikon mit der D3s als auch Canon mit der 1D Mark IV nun einen Empfindlichkeitsbereich von bis zu 102400 ISO anbieten.

Bei dieser Empfindlichkeit hätte ich z. B. meinen "Artisten" bei Bl. 1.7 mit 1/4000 sec., oder mit Bl. 4.5 mit immer noch 1/500 sec. fotografieren können.

Damit sehen - soweit ich das verstehe - beide Kameras besser als wir mit unseren unvollkommenen Augen.

Während Nikon sich dabei auf einen Vollformat-Sensor mit 12 MP verlässt, will Canon die Leistung aus einen APS-H-Sensor (1.3x) mit 16 MP herauskitzeln.

Das wird mal wieder ein lustiges "Ausschießen"!

Schaun mer mal …

Montag, 19. Oktober 2009

Meditation und Pixelpeeping - Panasonic GF1 + Lumix 1.7/20mm

Panasonic GF1, Lumix 1.7/20mm, Bl. 1.7, 1/30 sec., 800 ISO, handheld



Man kann auch als Fotojournalist die liturgischen Gesänge byzantinischer Tradition lieben und im Chor singen.
Was mich aber nie davon abgehalten hat, auch zu fotografieren!

Ein Byzantinisches Nachtlob beschloss um Mitternacht die stuttgartnacht in der Kirche St. Maria: Der Artist Carismo tanzte an Vertikaltüchern himmelwärts, dem neogotischen Kuppelgewölbe entgegen.



100% Ausschnitt, 400 x 400 px



Eine Leistung, die sie wahrsten Sinne des Wortes "sehen" lassen kann - die der GF1 aber auch.

Freitag, 16. Oktober 2009

Dr. Photo's Wort zum Sonntag - Fotografie vs. Fotokopie



Eine Fotokopie ist eine möglichst exakte Ablichtung einer Vorlage.

Eine Fotografie ist eine subjektive Interpretation eines Sujets, eines Motivs (einer Vorlage).

Häufig wird Fotografie aber mit Fotokopie verwechselt.

Zum zentralen Gegenstand der Fotografie wird eine möglichst naturgetreue Darstellung eines Sujets, wobei es weniger ums das Motiv selber, als um eine technisch optimale und naturgetreue Umsetzung geht.
Also eine gute Wiedergabe muss in erster Linie scharf sein, Farben und Tonwerte müssen nach der Natur sein, Eigenheiten der technischen Umsetzung wie Korn oder Rauschen dürfen die getreue Abbildung nicht verfremden
Leider bleibt die "Kopie" notwendigerweise immer unvollkommen, nicht zuletzt weil die Abbildung (noch) zweidimensional ist.

Fotografie - mit Licht malen - ist ein bildgebendes Verfahren, das in verschiedenen Zusammenhängen eingesetzt wird.
Im Bereich der Dokumentation durchaus auch in der Art der Fotokopie.

Fotografie ist aber in erster Linie eine Form der Interpretation.

Möchte ich etwas interpretieren, muss ich es vorher verstanden haben.
Wohlgemerkt mein Sujet muss ich verstanden haben, nicht den technischen Prozess der Abbildung.

„Die Photographie ist eine wunderbare Entdeckung, eine Wissenschaft, welche die größten Geister angezogen, eine Kunst, welche die klügsten Denker angeregt – und doch von jedem Dummkopf betrieben werden kann“ so Nadar 1856

Die handwerklich perfekte Reproduktion einer Vorlage ist eine Sache, die Umsetzung einer Idee aber eine ganz andere.

Wer sich heute in der "digitalen" Fotoszene tummelt, wird leider feststellen, dass technische Fragen die Diskussion beherrschen.
"Es ist wahr, dass ich eine Menge, nun, schlechter Bilder veröffentliche.
Bei der Prüfung einer Kamera oder eines Objektivs mache ich tatsächlich eine Menge wirklich schlechter, langweiliger Bilder, weil sie mir etwas Bestimmtes über die Leistungsfähigkeit des Produkts zeigen." schreibt ein Kollege, begnadeter Kolumnist, erfolgreicher Blogger in der internationalen Foto-Szene.
Erstaunlich die Selbstkritik einerseits was die Fotos angeht.
Viel erstaunlicher aber andererseits, dass man meint, die Leistungsfähigkeit eines Produkts durch schlechte Bilder beweisen zu können.

Das Werk macht den Meister. Und wenn es gut ist, ist damit auch hinreichend die Qualität des Werkzeugs bewiesen.

Ist es nicht so?


Ein kreatives herbstliches Wochenende wünscht
Dr. Photo





Donnerstag, 15. Oktober 2009

Ricoh GRD III - eine kleine Impression

GRD III, ISO64, 8sec, f7.1 • © Ulf Kanne


Ich danke Ulf für sein Foto.
Er schreibt dazu:
"Ich hatte grade für eine paar wenige Tage eine GRD III in den Fingern […].
Die GRD ist jetzt weg, aber ich werde wohl nicht lange ohne eine eigene bleiben können! Im Anhang eine Herbstimpression aus Zürich."

Tja, wär schon spannend …


Montag, 12. Oktober 2009

Aus meinem Fenster … / From My Window …

© Claudia Oberste-Hedtbleck



Claudia schreibt zu ihrem Bild "Aus meinem Fenster …" das auch ein Wetterbild sein könnte:
"Bezüglich der Fotografie überkommt mich ja gerade wieder die Lust, meine ganzen "Spielzeugkameras" wieder in die Hand zu nehmen.
Einen Teil meines Diploms hab ich damals mit der Holga fotografiert, dann befindet sich noch eine russische 6x6 Kamera in meinem Besitz … wäre auch eine schöne neue Rubrik für Projektbilder."

Sonntag, 11. Oktober 2009

Hidden PEACE

Panasonic GF1, Lumix 1.7/20mm, Bl. 2, 1/80 sec., 100 ISO


and the PEACE goes on and on and on …*


*die Projekte natürlich auch!
Und vielleicht kommt mir auch eine neue Idee …?



Freitag, 9. Oktober 2009

Klein und fein - Erfahrungen mit der Panasonic GF1






Panasonic GF1 mit Lumix 1.7/20mm, Bl. 4, 1/2500 sec., 100 ISO, JPG





Angeblich ist oft der erste Eindruck von ganz besonderer Bedeutung bei der Begegnung zweier Menschen und kann schnell zu einer "sich selbst erfüllenden Prophezeiung" werden.

Genau so ist es mir mit der Panasonic GF1 ergangen: schon das erste Foto war so überzeugend, hat mich so mit positiven "Vorurteilen" geimpft, dass es mir jetzt schwer fällt, völlig "gefühllos" und unvoreingenommen über die Kamera zu schreiben.

Aber bei aller Begeisterung über die exzellente Bildqualität (auch in technischen Reviews bestätigt), die sicher auch zu großen Teilen dem 1.7/20er Pancake geschuldet ist: nicht alles ist Gold was glänzt …

Schnappschuss - Snapshot

Panasonic GF1 mit Lumix 1.7/20mm, Bl. 1.7, 1/30 sec., 1600 ISO



Das Bild (hier ein Ausschnitt) zeigt - auf dem Web-Foto schlecht bis gar nicht zu erkennen - erste Schwächen.
Im Schärfebereich und in Zonen mittlerer Helligkeit ist alles Bestens.

Aber Schattenbereiche fangen an zuzuschmieren, in den dunkleren Hauttönen sind erste rötliche Zusammenballungen zu sehen.

Rauschen stellt noch kein Problem dar und ist vor allem in unscharfen Bereichen zu sehen.
Auch mit 1600 ISO ist die GF1 für die sog. "social photography" ohne weiters geeignet.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Für Pixelpeeper - Panasonic GF1 + Lumix 1.7/20mm

Das Bild: RAW und JPG parallel fotografiert - Bl. 1.7, 1/400 sec., 100 ISO, AWB, Fokus in Bildmitte, aus der Hand fotografiert.




JPG direkt aus der Kamera: keine vernünftige Nachschärfung mehr möglich bzw. nötig. Es werden sofort Artefakte sichtbar und das Bild wirkt überschärft.
Ich meine einen leichten Magentastich zu sehen.
Alles in allem - bezogen auf die tatsächliche Bildgröße* - ein gutes Ergebnis.

*der Betrachtungsabstand vom gedruckten Bild sollte mindesten die Bilddiagonale betragen,
in diesem Fall mindesten 50 cm.



RAW als DNG via Lightroom ins Archiv importiert, keine Veränderung (außer RAW-Engine) in Lightroom!
Nachgeschärft in Photoshop. Keine Artefaktbildung.

Das Bild wirkt plastischer, ist eine Idee neutraler, Tonwertverläufe im gesamten Bild weicher als beim JPG.
Ich finde, ein sehr gutes Ergebnis!



DNG ohne Schärfung


Die Abbildungsleistung der Linse kann durch moderates Abblenden (und ein Stativ!) noch etwas gesteigert werden.

Alles in allem habe ich den Eindruck, dass das Objektiv der Auflösung des 12 MP-Sensors mehr als gerecht wird, was man von vielen Zoomoptiken nicht unbedingt sagen kann.
Es bildet kontrastreich ab, selbst bei Gegenlicht.

Das Lumix 1.7/20mm ist uneingeschränkt offenblendentauglich, Kamera und "Pfannkuchen-Linse" bilden eine perfekte Kombination für die " available light photography".


Ein kleiner Erfahrungsbericht folgt noch.

Guitarplayer


Panasonic GF1, Lumix 1.7/20mm, Bl. 2, 1/160 sec., 100 ISO*




*Das Bild ist - wie üblich - bearbeitet und deshalb keine Referenz für Optik oder Kamera.

Dienstag, 6. Oktober 2009

Das brausende Leben

GF1 mit Lumix 1.7/20mm, Bl. 1.7, 1/640 sec., 100 ISO


Die Bundestagswahl ist vorbei - es kann entlassen werden.
Auch die Beschäftigten von KBA metalprint schauen in eine ungewisse Zukunft.
Kampf um die Arbeitsplätze oder Resignation und Hartz IV, das ist die Frage.


Ein Bild aus dem brausenden Leben, das auch die Tauglichkeit der Panasonic GF1 und ihrer lichtstarken Universalbrennweite (KB equiv. 40 mm) im alltäglichen Einsatz zeigt.

Samstag, 3. Oktober 2009

Bilder die lügen - Stuttgarter Zeitung



via BILDblog

Datura


GF1 mit Lumix 1.7/20mm



Zur Information: das Bild ist via Lightroom in Photoshop nachbearbeitet, u. a. habe ich "Störungen" hinzugefügt.
Das Bild taugt also nicht als Referenz.


Nachtrag: wenn man bedenkt, dass die Sonne unten rechts frontal in die Optik scheint, ist der Kontrast im Bild doch recht beachtlich. Keine Reflexe, Geisterbilder oder Schleierbildung zu sehen.

…when you consider that the sun shines into the bottom right frontal into the lens, the contrast in the picture quite considerably. No reflections, ghost images, or fogging.

Freitag, 2. Oktober 2009

Ein Augenblick - für die Panasonic GF1

Panasonic GF1 mit Pancake 1.7/20mm, Bl. 1.7 (!), 1/100 sec., 100 ISO


Es ist jetzt doch viel auf einmal - auch für mich.
Zudem bewege ich mit mit der Panasonic auf unbekanntem Gelände.
Ich werde also nichts übers Knie brechen, ein kleiner Bericht kommt nächste Woche.

Soviel kann ich aber jetzt schon sagen: wenn die Linse schon bei offener Blende so gut ist …!

Michael Reichmann konstatiert:
"… I found that it [Lumix 20mm/f 1.7] held up quite nicely against casual shots taken at the same time with a $3,600 Leica 50mm f/1.4 Summilux. No, not as good as – but very nice, and for $400 it offers excellent value for anyone shooting with a M4/3 camera, either one from Panasonic or Olympus."
Aufnahmesituation ähnlich wie mit der Canon 7D, die auch noch mit einem bei Bl. 2 (und 800 ISO!) weniger brilliant zeichnenden 1.8/28er (equv. 40mm KB, entspricht dem Bildwinkel der Panasonic) bestückt war
Der Bildausschnitt ist auch nicht ganz so groß.

Deshalb auf die beiden Fotos nicht zu viel geben, sie können keine Grundlage für eine Qualitätsvergleich abgeben.

Also, schaun mer mal …


update:
mein Erfahrungsbericht ist hier
Fotos mit der GF1 und Pancake 1.7/20mm bzw. Macro-Elmarit 2.8/45mm sind hier

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Von Allem das Beste - Ein Augenblick für die Canon 7D




Canon 7D, EF 1.8/28mm, Bl. 2.0, 1/40 sec., 800 ISO, JPG, Ausschnitt aus der weiter unten eingeklinkten Datei*
n

"Eine gute Paella sollte auf den Gast warten und nicht der Gast auf die Paella" sagen die Wirte in Spanien und möchten gerne, dass man diese Landesspezialtiät rechtzeitig vorbestellt.
Schließlich soll nicht nur von Allem etwas, sondern von Allem das Beste auf den Tisch kommen …