Sonntag, 29. November 2009

Ge Rüch tlein

Was Olympus mit der alten und neuen PEN recht war, ist Canon womöglich mit der Canonet GIII billig: nämlich eine digitale Nachfolgerin für die Messsucherkamera aus den 70ern - die Canonet GIII EVIL.

Geüchte sprechen von einer Kamera mit elektronischem Sucher - Electronic Viewfinder - und Wechseloptiken - Interchangeable Lenses = EVIL.

Über den Sensor weiß man nichts - also genau genommen so viel wie über eine neue Kamera.


Eine EOS 2000D wiederum ist wahrscheinlicher.
Bemerkenswertes Feature: endlich, endlich ein schwenk- und drehbarer Monitor!?

Schaun mer mal …


update

die neue 1Ds MK IV soll angeblich - wie die Leica S2 - ein neues Sensorformat bekommen.
Man hört von 35 x 35mm und ca. 40 MP …?
A das quatratische Format kann ich nicht so recht glauben, aber über Canon's Einstieg in's digitale Halb-Mittelformat wird schon länger spekuliert.

Spanndender finde ich eine neue xD (3D?) Vollformatkamera im Laufe von 2010.
Wird Canon sich an einer Neuauflage der augengesteuerten Schärfenachführung (man erinnere sich an die glücklose EOS 5) versuchen?

Sunday Morning Jokes

Etwas zum schmunzeln gibt es hier und hier.

Freitag, 27. November 2009

Dr. Photo's Wort zum Sonntag: Fotografische Exerzitien!

Wenn genug …

… einfach nicht mehr genügen will …

… dann wird es Zeit für …


Exerzitien.

Darunter kann man so allerhand verstehen, vor allem wenn man an diesen Hintergrund denkt.

Aber vom lateinischen exercitium leitet sich auch das englische Wort exercise ab und von dort geht es nicht nur stande pede zum workout, sondern auch zur Übung, zur Anwendung.

Übung brauchen wir um fit zu bleiben, auch im übertragenen Sinne, fit für das Sehen, für das Erkennen und Begreifen, aber auch fit für das Anwenden, das Umsetzen des Gesehenen via Fotoapparat und Software.

Auch in Zeiten, wo die Kreativität zu versiegen scheint, wo die Augen nichts sehen, wo man nicht mehr recht weiß, was das ganze eigentlich soll - auch in solchen Schaffenskrisen sollten wir in Übung bleiben.

Einfach "knipsen", die Fotos auf den Rechner laden, edieren und wenn wir auch sehen: Alles nix! trotzdem an einem Bild arbeiten, Kopf, Auge und Herz wieder in eine Linie zu bringen.

Fotografische Exerzitien heißt:
  • sich intensiv einer Aufgabe widmen, sich dafür Zeit nehmen, zur Besinnung kommen um neue Kraft zu schöpfen, auch in einer Zeit in der genug einfach nicht genügen will
  • und Erfahrungen zu sammeln, die man für sich nutzen, aber auch anderen weitergeben kann

das verschreibt euch (Achtung Privatrezept!) Dr. Photo
und wünscht ein schönes Wochenende


Foto mit GF1 und Makro-Elmarit 2.8/45mm

Donnerstag, 26. November 2009

Double PEACE

© Markus Spring


Markus schreibt zu seinem Projektfoto:
"Der Frieden in München ist recht ungleichmäßig verteilt:
weite Strecken sind optisch fried-los, aber hier gab's gleich zweimal "peace" mit einer Belichtung.
Und weil ich mein Faible für schönes Bokeh pflegen wollte, gibt's die Zerstreungskreise noch mit dazu."

Sonntag, 22. November 2009

Stille Tage im Kloster

GF1 mit Lumix 1.7/20mm


Kontemplation: das Sitzen in der Stille.

Ich habe - als "teilnehmender Beobachter" noch ein Motiv zum Thema "Mystik" gesucht, leider ist mir da nichts geglückt.

Ein andermal - bestimmt!



Freitag, 20. November 2009

Wir essen zeitig!



Rainer schreibt zu seinem Foto:
"Soll das ein neues Thema werden? Dann hab ich auch noch eins dazu ..."

Warum eigentlich nicht?
Arbeitstitel: "Aber subito!"

Wer Lust an einem neuen Projekt hat, bitte Foto an >thepubliceyeblog(ät)gmail.com<.

Donnerstag, 19. November 2009

HOW TO WIN PHOTO COMPETITIONS oder Guter Rat ist billig!

Exclude Unnecessary Elements


If you’re photographing a single person, don’t leave half another person standing nearby in the frame.

Pick a different angle or move your subject to a better position.


Photography is a form of communication and you should think what it is you’re saying with your photos.

If you’re saying this is a beautiful scene, make sure there isn’t rubbish lying around.

If you’re saying this is an amazing jump or dance move, make sure the background isn’t distracting.

Sometimes it’s a matter of making photographs really simple. Choose a lens that lets you isolate your subject, or change your viewpoint when taking the photograph.

Later, think about re-framing and cropping your image before submitting it for competition.

The subject's little sister is running behind and making the image busier than it needs to be. Either wait or pick another angle.


Get your entry in now only $9.00 for Amateur and $39.00 for Open entries.

Fantastic prizes, Global recognition, Prestigious merit awards

Judged by the best in the world


Hurry only a few days left to get your entry in.



Na, wer gewinnt wohl bei diesem Foto-Wettbewerb?



Jetzt aber schnell … Robben Ford hören!

GF1 mit Macro-Elmarit 2.8/45mm


Der Bildwitz ist so offensichtlich, da brauch' ich nichts dazu schreiben.

Weil ich aber heute Abend im Stuttgarter Jazzklub BIX eine Offenbarung erfahren durfte, schreibe ich jetzt einfach nur: Robben Ford, Robben Ford, Robben F0rd …

Wer Ohren hat zu hören, der höre! (Markus 4, 21)


Übrigens, bald ist Weihnachten!

Mittwoch, 18. November 2009

Staubwoche



Claudia schreibt zu ihrem Bild:
"Die Kehrwoche ist herrlich. […] Da musste ich direkt nach einem Pendant guckten. Das stammt allerdings aus Rimini. Hat mit Kehren auch nicht viel zu tun.
Eher mit entstauben."

Montag, 16. November 2009

Samstag


GF1 mit Macro-Elmarit 2.8/45mm


Die schwäbische oder korrekterweise württembergische Kehrwoche beruht auf einer Vielzahl von Erlassen, die seit Ende des 15. Jahrhunderts in Württemberg herausgekommen sind, um die Menschen zu Ordnung und Sauberkeit im häuslichen Umfeld anzuhalten.
Unterschieden wird zwischen einer kleinen Kehrwoche, welche das Putzen des Flurs und Treppenhauses zwischen Wohnungen auf einem Stockwerk regelt und der großen Kehrwoche, mit welcher das feinsäuberliche Reinigen des Trottoirs bezeichnet wird.
(Wikipedia)

Sonntag, 15. November 2009

Im Vorübergehen / En passant / Passing by - Andreas Gefeller

Tribüne einer Rennbahn • © Andreas Gefeller

"Ich glaube, viele [Kollegen] zäumen das Pferd von hinten auf.
Sie finden eine interessante Technik oder einen Filter in Photoshop und überlegen, was man damit machen könnte.
Die Idee sollte im Vordergrund stehen, erst dann kann man sich Gedanken über die Umsetzung machen, über die technischen Möglichkeiten.
Die digitale Technik ist Fluch und Segen zugleich. Sie macht alles möglich, aber die Verlockung, alles Mögliche mal auszuprobieren, ist für viele zu groß."
(in einem Interview mit dem Feuilleton der Jungen Welt, 13.11.09, S. 12)

Freitag, 13. November 2009

Heraus aus den Schubladen! - Dr. Photo's Wort zum Sonntag

… and they all get put in boxes,
Little boxes, all the same.
And there's journalists, and photographers
And artists, a
nd they're all made out of ticky-tacky …
...and they all live in little boxes and they all look just the same"

so oder so ähnlich ;-) sang Pete Seeger in seinem Lied Little Boxes (das der schwäbische Liedermacher Thomas Felder in: "Kloina Kischtla aufm Sonnaberg, kloina Kischtla ganz aus Betonnbabba ..." übertrug).


Andreas Trampe ist Bildchef beim STERN und antwortet auf die Frage von Bildwerk3:
"Was empfehlen Sie Nachwuchsfotoreportern, um heute Beachtung zu finden? Sind es besondere Themen oder ist es eine eindrucksvolle Bildsprache?"

"Ein eindeutiges Profil, dass aus exzellenter Bildsprache und möglichst einem Themenschwerpunkt besteht, so dass er /sie für bestimmte Inhalte/Bildsprache steht und somit für Agenturen, Zeitungen und Zeitschriften verlässlich einzuordnen ist."

Verlässlich einordenbar! Und möglichst nur mit einem Themenschwerpunkt! Das sind also - natürlich neben der exzellenten Bildsprache - die Primärtugenden des guten Fotojournalisten?

Ha! Das hätten sie gerne, die Damen und Herren Kunstdirektoren und Redaktors.

Aber nicht mit uns!

Wir bleiben Universalisten!

Und wenn wir wollen, vielleicht auch mit einem Spezialgebiet!

Aber wir fotografieren (fast) alles von "Sport bis Mord".

Wir machen das gut und wechseln unsere Themenschwerpunkte und unser Profil so, wie wir das Genre wechseln!

Wir lassen uns von euch "Bildverwertern" nicht in eure "little boxes" stecken!

Wir halten es mit vielen unserer großen Kollegen wie z. B. Garry Winogrand, der sich auch nicht in eine Schublade stecken lassen wollte. Auch nicht in die der "street photography".


Heraus aus den Schubladen! Kommt ins Offene, Freunde!


Donnerstag, 12. November 2009

Katzenblog? -Ein Augenblick für das Leica DG MACRO-ELMARIT 2.8/45mm

GF1 mit Leica DG Macro-Elmarit 2.8/45mm, Bl. 2.8, 1/500 sec., 160 ISO …




… RAW entwickelt in LightZone, 400 x 400 px (100%)




Ein paar Worte zu diesem Objektiv muss ich doch verlieren.
  • das Leica DG Macro-Elmarit hat mit 45mm Brennweite den Bildwinkel eines 90mm KB-Objektivs. Naheinstellung bis auf 15 cm, Fokussierung lässt sich mit Schalter auf 50 cm begrenzen
  • das Objektiv ist stabilisiert, Sucherbild wird dadurch sehr ruhig, Stabilisierung ist praktisch geräuschlos
  • das Objektiv und die GF1 bilden nach Größe und Gewicht eine geradezu ideale Einheit
  • trotz überraschend geringem Gewicht sehr solide und wertige Konstruktion
  • das Objektiv fokussiert auch bei Dämmerlicht schnell und zielsicher - gefühlt schneller als das 20er Pancake
  • das Objektiv ist für manuelles Fokusieren optimiert: sehr prominenter und griffiger Fokusring, im Gegensatz zum Pancake mit direkter Übertragung auf die Optik

Das Foto vom nachdenklichen Kater Ramon habe ich in LightZone entwickelt, es hat (Achtung Web-Bilder!) ein schöne Tonalität, weiche Verläufe, trotzdem Brillanz und hohe Schärfe.

Eine Referenz-Entwicklung in Photoshop CS4 ist erstaunlicherweise qualitativ abgefallen: natürlich ist es schwer, mit zwei völlig unterschiedlichen Programmen das gleiche Ergebnis zu erzielen.
Mir ist aber aufgefallen, das ich, obwohl Photoshop mein Brot und Butter Programm ist, Probleme mit Tonwertaufrissen nicht in den Griff bekam und dass ein (bei Bayer-Sensoren notwendiges) Nachschärfen schnell zu häßlicher Artefaktbildung an Tonwertübergängen führte.

Das in LightZone entwickelte Bild entspricht viel mehr meinen Vorstellungen, auch wenn in Bereichen ohne aufgelöste Strukturen eine feine "Kornstruktur" zu erkennen ist.

Ich meine, das Objektiv trägt den Namen Leica zu recht.


Montag, 9. November 2009

Ricoh GXR mit auswechselbarer Objektiv/Sensoreinheit




Endlich wagt jemand - natürlich Ricoh! - einen großen Schritt in die Zukunft!

Genau vor 2 Jahren habe ich hier geschrieben:
"Mittelfristig kann es aber richtig spannend werden!
Vielleicht wird sich dann auch die Frage nach Vollformat, APS oder Four/Thirds-Sensor erledigen.
Denn modulare Kameras mit austauschbaren Sensoren sind bereits in Planung!
Neue Bajonette werde alle Objektive von Vollformat über APS bis hin zu Four/Thirds aufnehmen.
Sensoren werden austauschbar sein wie früher Filme:
20MP Vollformat-Sensoren für das Studio gegen monochrome 6MP-Sensoren mit Anfangsempfindlichkeiten von mehrere tausend ISO für Available-Light-Fotografie.
APS-Sensoren für schnellste Bildfolgen in der Sportfotografie, Four/Thirds-Sensoren für kleine aber lichtstarke Objektive wie z. B. heute schon das Zuiko 2.0/35-150mm (eqiv. 70-200mm)."


Schaun mer mal …


update: das Video wurde offensichtlich entfernt!

Darauf zu sehen waren zwei auswechselbare Objektiv/Sensoreinheiten, die seitlich in das Kameragehäuse eingeschoben werden konnten.
Es handelte sich um eine 24-70mm Optik mit einem 10MP 1/1.7''-CCD-Sensor und um eine 50mm Makro-Festbrennweite, die mit einem 12 MP-APS-C-CMOS-Sensor kombiniert war.
Objektiv und Sensoreinheit waren staubdicht verschlossen und kommunizieren via elektrischer Kontakte mit dem Prozessor und der Steuerung in der Kamera.
Die Kamera selbst soll kleiner sein als die jetzt erhältlichen Micro-Four-Thirds.
Preise wurden genannt, kann ich aber leider nicht mehr wiedergeben.

update 2: Video läuft wieder
weiter Infos zur Kamera hier und hier

Der 9. November 1989…

… gesehen von Magnum-Fotografen.

Viele waren vor 20 Jahren in Berlin, u.a. Guy le Querrec, Thomas Höpker, Josef Koudelka und Raymond Depardon.

Unprätentiöser Fotojournalismus, überwiegend in Schwarzweiß.
Auch wenn die Bilder klein sind, aufmerksam anschauen lohnt.

Samstag, 7. November 2009

Eine Wahrheit über das Lumix G 1.7/20mm

GF1 mit Lumix 1.7/20mm, RAW in LightZone entwickelt


parallel fotografiertes JPG mit Verzeichnungskorrektur in der Kamera


Durch Zufall habe ich mit LightZone (interessant, ausprobieren!) einen RAW-Konverter gefunden, der die internen Kameradaten der GF1 bei der Bilddatenverarbeitun nicht - wie es z. B. Lightroom, Photoshop und SilkyPix tun - berücksichtigt, sondern das Bild so ausgibt, wie es auf dem Sensor angekommen ist.

Mal abgesehen davon, dass es mir zu aufwändig ist, das RAW völlig identisch mit dem parallel fotografierten JPG in Farbe, Tonwerten, Kontrast und Schärfe zu entwickeln:
die tonnenförmige Verzeichnung des Lumix G 1.7/20mm ist hier im Vergleich sehr deutlich zu sehen.
Deutlich zu sehen ist auch, dass auf dem RAW-Bild doch einiges mehr an den Ränder zu sehen ist, als auf dem JPG.
(siehe dazu auch hier)

Das ist ein weiteres Beispiel für eine unaufhaltsame Entwicklung in der Kameratechnik: SOFTware beats HARDware!

Trotz dieser Bildbeispiele bleibe ich weiter bei meiner Meinung, dass das Lumix G 1.7/20mm absolut auf Augenhöhe mit einer vergleichbaren Leica-Optik ist.
Da ich lange Zeit mit einem kompletten Leica-M-System fotografiert habe, meine ich das beurteilen zu können.

Außerdem, auch Leica nutzt eine Technologie (von DXO?) optische Fehler bereits in der Kamera zu korrigieren.
Damit die Kamera weiß, welche Optik angesetzt ist, muss das mangels elektrischer Kontakte via einer optische Kodierung bewerkstelligt werden.

The Magic Circle

GF1 mit Lumix 1.7/20mm


Hätten wir's gedacht?
"Ein sogenannter magischer Kreis, auch Schutzkreis, Bannkreis und Energiekreis, ist ein Kreis, der aus magischer Energie gezogen wird."

Lady spin your circle bright,
weave your web of dark and light,
earth, air, fire and water
bind us as one!


Richtig!
Das Bild steht auf dem Kopf, funktioniert nur so, meine ich.

Ich hatte beim Fotografieren gedacht, ich könnte daraus einen Beitrag From Outer Space machen … aber dazu ist der "magische"Reifen doch zu wenig technisch.

Donnerstag, 5. November 2009

(Un)möglichkeiten - oder nehmen wir mal an …

… Canon und Nikon würden 80% des Fotomarktes unter sich aufteilen.


Blieben für die Fujis, Leicas, Olympus, Panasonics, Pentax, Ricohs, Samsungs, Sonys etc. pp. also noch ungefähr 20% des Marktes.

Wir könnten also mit Fug und Recht davon ausgehen, dass all diese Marken nur noch Marktanteile im einstelligen Bereich für sich besetzen könnten.


Alle dieser Hersteller gingen davon aus, dass der Kauf eines (relativ preisgünstigen) Gehäuses auch den gewinnträchtigen Kauf von Objektiven und sonstigem Zubehör nach sich ziehen würde.

Auch wenn z. B. Olympus anerkannte Spitzenoptiken baut, wie viele BesitzerInnen eines Olympus-Gehäuses werden sich tatsächlich noch einige der lichtstarken und hochpreisigen Zuiko-Optiken oder einen Original-Olympus Blitz dazu kaufen?



Nehmen wir mal an, es gäbe in Deutschland ca. 1200 Fotofachgeschäfte.


Nun drängen Monat für Monat neue Kameras und neue Objektive auf den Markt und damit in die Läden.

Einige davon sind Kameras, die für die Käufer entweder schwer in ein Segment einzuordnen und/oder zwar durchaus interessant, aber sehr hochpreisig angesetzt sind.

Denken wir nur mal an die hochgelobte vollformatige Sony A900. Welcher Amateur kauft sich so einen Boliden und die Optiken von Sony/Zeiss dazu?

Und das Ende der Geschichte: Ausverkauf!


Oder ein anderes Beispiel: die Markteinführung einer Panasonic/Leica MFT-Makro-Festbrennweite für immerhin ca. 800 Euro.

Nehmen wir mal an, die Hälfte der Fachhändler würde das Risiko eingehen. eine so schwer verkäufliche Optik ins Schaufenster zu stellen.

Wie viele dieser doch ziemlich speziellen Linsen würden wohl zum empfohlenen VK-Preis des Herstellers aus dem Laden verkauft?


Oder, Olympus schiebt kurz nach der Markteinführung der EP-1 eine zweite verbesserte aber auch teurere EP-2 nach (Panasonic hat das mit der G1/GH1 vorgemacht).

Wer wird noch das erste Modell kaufen, das zwar billiger ist, aber - wie Olympus durch sein upgrade selbst bestätigt - einfach nur ausreichend gut ist?

Und wieviel der teureren Nachfolgekameras werden wohl tatsächlich verkauft werden?


Wie will Olympus, wie wollen all die anderen oben genannten so Geld verdienen?

Wie lange hält ein Hersteller, der sich mit vielen einen 20%igen Marktanteil teilen muss, diesen immensen Druck des Marktes durch?


Schaun mer mal, wer sich in fünf Jahren noch unter uns tummelt.

Von Zweien bin ich mir da ganz sicher.

Für einige der Anderen, die doch zu analogen Zeiten so gut dabei waren gilt: "Wer zu spät (wieder)kommt, den bestraft das Leben".


Wie gesagt, einfach nur mal angenommen, nur mal ganz unbedarft gefragt …


PEACE im Westend

© Markus Spring


Markus schreibt zu seinem Projektbeitrag:
"In München hat Peace keinen hohen Stellenwert, zumindest nicht unter dem Graffiti-Aspekt. Man muss wirklich suchen, um eines der seltenen Peace-Zeichen zu finden. Drauf gestossen bin ich schließlich auf der Tür einer Telefonzelle, hier im Westend. Das scheint mir einer der letzten Stadtteile zu sein, wo Linke überhaupt noch sichtbar werden - die DKP hat einen kleinen Versammlungsraum hier, und nur hier findet man auch noch SDAJ-Sticker."

Dienstag, 3. November 2009

57? - It's Only The Light …

GF1, Lumix 1.7/20mm


Ich bin kein Sammler von Emailhausnummernschildern an Gartentörchen.
Trotzdem bin ich hier nicht vorbeigekommen - einfach des Lichtes wegen.

Das tiefstehende Herbstlicht - man sieht es noch schwach durch die Blätter glimmen - ist Schuld an diesem Phänomen.
Die Sonne strahlt fast waagerecht auf ein Hauswand, ein Fenster. Das reflektierte Licht schießt als gebündelter Strahl auf ein Objekt, das urplötzlich auf geheimnisvolle Weise zu leuchten beginnt.
Dazu kommt noch, dass sich die kalte Farbe des Schattens mit dem warmen Licht der reflektierten Sonne kreuzt - ein schöner Effekt (wenn's nicht Werbung wäre: sunbounce!)

siehe auch hier

PEACE at Halloween

© Carl Weese • Waterbury, CT, 10/25/09

Carl schreibt unter seinen Projektbeitrag:
"Merchandise for sale at the Halloween party on the Waterbury Green."

Sonntag, 1. November 2009

Ten Years After

© Siegrist


Der Zufall hat mir diese Seite aus der Fellbacher Zeitung vom 23. Februar 1999 in die Hände gespielt.

Ein Kölle-Gartencenter hatte am Tag zuvor am Stadtrand von Fellbach eröffnet, durchaus ein bedeutendes lokales Ereignis.

Zuerst einmal fällt mir die für ein Nachrichtenfoto ungewöhnliche Perspektive auf: Klaus Kölle - der hier mit dem Rücken zu uns steht und redet - war offensichtlich gar nicht so interessant wie die herbeigeeilten Besuchermassen.

Und es ist auch diese besondere Perspektive, die mich mit ins Spiel bringt: ich war nämlich auch dort, um den Herrn über alle Kölle-Gartencenter zu portraitieren.
In wessen Auftrag? Das weiß ich leider nicht mehr.

Ist auch alles überhaupt nicht so spannend - erwähnenswert im Zusammenhang mit dem Modewort "Nachhaltigkeit" aber doch folgendes:
  • über meiner rechten Schulter trage ich eine Domke-Fototasche, mit der ich auch heute noch unterwegs bin
  • ich habe eine Winterjacke an, die noch heute im Kleiderschrank ungeduldig auf die ersten kalten Tage wartet
  • an der Kamera ist ein Zoom montiert, das mich auch heute noch mit seiner exzellenter Abbildungsqualtiät beeindruckt (die Kamera war natürlich analog)
  • an der Kamera ist auch ein Blitz montiert, der heute noch klaglos und zu meiner Zufriedenheit seinen Dienst verrichtet

Und das sind nicht die einzigen Gebrauchsgegenstände, die mir seit 10 Jahren oder noch länger gute Dienste leisten.

Allerdings, im "Digitalen Zeitalter" wird uns so einiges nicht einmal mehr 5 Jahre lang begleiten können.
Wer heute einen Rechner, bei den pausenlos steigenden Anforderungen immer größere Datenmengen zu verarbeiten, 4 Jahre lang halten kann hat Glück gehabt.
Und ob ich die Kamera, die ich mir heute gekauft habe in vier Jahren noch nutzen werde?
Schaun mer mal …

So, das war's eigentlich schon, was ich zu dem Foto und zum Thema "Nachhaltigkeit" sagen wollte … ja, das Gartencenter gibt es natürlich auch noch.