Freitag, 19. Oktober 2007

Canon 1Ds Mark III - Erste Eindrücke


Michael Reichmann schreibt über seine ersten Erfahrungen mit der Canon EOS 1Ds MK III:
Kurz zusammengefasst, die Canon 1Ds MKIII ist Canons beste Kamera für alle, die nicht speziell schnellere Bildfolgen für Sport oder ähnlichen Themen brauchen.
Die Kamera verfügt über eine hervorragende Bildqualität, deutlich verbesserte Features und Benutzeroberfläche, eine viel besserens Akku-System, schneller Bildwiederholrate, usw. usw.

Der Fotograf im Winter

Klamme Finger, abfallende Ohren und eine weiße Haube über unserem Lieblingsplätzchen sollten uns allen eine Warnung sein: der Winter kommt!

Fotografieren wird jetzt sehr schwer bis unmöglich.
Die Ergebnisse sprechen für sich!

Deshalb: Schönwetterfotografen und Ofenhocker wie ich einer bin, sollten jetzt ihre Akkus noch mal aufladen und dann zusammen mit der ganzen Kamera-Ausrüstung staubdicht und feuchtigkeitsgeschützt verpacken.

Nicht vergessen: noch etwas Kaminholz holen und viel heißen Kräutertee trinken.
Ich empfehle den Guten-Abend-Tee von Alnatura.

Der Winterschlaf kommt dann wie von selbst.

In ganz hartnäckigen Fällen: einen Löffel Honig in eine große Tasse stelle, mit 2-4cl Whisky, Cognac, Grappa etc. übergießen, mit heißer Milch auffüllen, umrühren - und GUT is!

Wer es trotzdem nicht lassen kann:

Vorsicht! im Schnee nicht zu kapp belichten! auf das Histogramm achten! Weißabgleich auf 5200K (Tageslicht), sonst kommt das fahle, eisblaue Winterlicht nicht zur Geltung!


Bilder werden in der Kälte zwar nicht schärfer, dafür rauscht ein eiskalter Sensor um bis zu 2! Blenden weniger.






Und die 2 Blenden werdet ihr brauchen!



Die ersten 2 Fotos mit der Canon Powershot Pro 1, Gott hab sie selig.
Das letzte Foto aus dem Artikel: Das Geheimnis des whow!-Faktors

Off topic …

… oder, ich kann es einfach nicht lassen!



WERDE EIN VORLIEGENDER MANN!
VERWUNDERE IHRE FRAU!


Versuchten Sie das neue Preparat Cialis, das die Potenz erheht noch nicht?
Sie konnen nicht sogar vorstellen, wie gut ist es, ein vorliegender Mann ins Bett zu sein!
Wenn Sie haben der konstant Steifen,
Sie konnen es machen wenn Sie wollen.
Cialis im Unterschied von Viagra gibt den Effekt auf 36 Uhr!
Jederzeit konnen in Lauf die 10 Minuten - Sie beginnen, den Sex zu machen,
Und das Meer der Vergnegen an sich zu liefern... Und das Wesentliche das Vergnügen an ihre Frau zu liefern.
Cialis kann man mit dem Alkohol ubernehmen.


Donnerstag, 18. Oktober 2007

Olympus E-3


einige Links für interessierte Olympianer:

Bilder gibt es hier, hier und hier.

Einen "hands-on" gibt es hier.

Eine Website ist hier.


Viel Vergnügen beim peepen!

Canon EOS 1D Mark III - AF-Problem bald gelöst?

Rob Galbraight schreibt:

Wir hören von einer wachsenden Anzahl von Fotografen, dass das Canon-USA-Kundenzentrum EOS-1D Mark III-Eigentümern mitteilt, dass eine Lösung für die Kamera AI Servo Autofokus Probleme in etwa zwei Wochen angeboten werden soll.

Dabei soll der Sub-Spiegel ersetzt werden (ein Spiegel hinter dem Haupt-Spiegel, der Licht an das Autofokus Sensor-Modul weiterleitet).

Der Canon Kundenservice nimmt Kontaktinformationen von den Kunden auf, die benachrichtigt werden möchten, wenn die Behebung des Problems zur Verfügung steht.

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Gute Nachricht - schlechte Nachricht

Fangen wir mal mit der schlechten Nachricht an:

Das Fräulein Julie Paradise hat ihren wunderbaren Blog (vorläufig?) eingestellt.
Woher, bitte, soll ich jetzt die guten Artikel bekommen?


Die gute Nachricht:

Für Straßenfotografen (und solche, die es werden wollen) hier eine wirklich sehenswerte Website, die sich ausschließlich mit "street photography" beschäftigt:
seconds2real.

Anschauen!

A propos … Zahlen

InfoTrends befragte kürzlich 1026 professionelle Fotografen in Nordamerika, welche Software sie für die Verarbeitung von RAW-Dateien einsetzen.

Das Ergebnis:

66,5% arbeiten mit dem Photoshop Camera Raw Plug-in
23,6% mit Adobe Lightroom
5,5% mit Apple Aperture

Um fair zu sein,muss man im Verhältnis Aperture/Lightroom die Windows-Nutzer herausrechnen, da Aperture nur auf dem Mac läuft.

Aber auch bei den Macianern wird Lightroom immer noch fast doppelt so viel genutzt wie Aperture (26,6% gegenüber 14,3%).

Wen wundert's?

Olympus E-3 vorgestellt


Als alter "Olympionike" freut es mich, dass Olympus wieder auf den rechten Weg gefunden hat.

Es war für mich damals doch sehr befremdlich, dass eine Firma mit einem großartigen Kamerasystem (OM-Kamerasystem) und einer Menge herausragender Objektive sich so sang und klanglos aus dem Profigeschäft verabschiedet hat.

Warum Olympus damals den Übergang zur Autofokus-Technik nicht geschafft hat, ist mir auch heute noch unklar.

Sei es wie es will, Olympus ist zurück, wenn auch ausschließlich im Four/Third-Segment.

Über die zukünftige Rolle dieser Sensorgröße/Kamerasysteme wage ich keinerlei Prognose.
Zudem nehme ich staunend zur Kenntnis, dass trotz kleinerem Sensor, die E-3 deutlich größer ist als z. B. die Canon EOS 40D.


Allerdings: der Pentaprisma-Sucher der Olympus soll größer sein und - da macht Live-View endlich! Sinn - sie verfügt über einen allseitig schwenkbaren Monitor.


Ein erster Erfahrungsbericht ist auf imaging-resource zu lesen.

Dienstag, 16. Oktober 2007

Die Wiedergeburt einer Legende


Eine der Canon-EF-Objektiv-Legenden war und ist das EF200mm f/1.8 L USM.
Eine exzellente Optik mit Leistungsdaten jenseits von Gut und Böse.

Neidvoll haben wir den Kollegen hinterhergeschaut, die es - mit salatschüsselgroßer Sonnenblende - am Einbein lässig über der Schulter trugen.

Wer immer wieder enttäuscht in die Schaufenster mit der Kommissionsware geschaut hat, wer sich vergeblich bei ebay Hoffnungen gemacht hat, der kann jetzt mit Zuversicht (und einer vollen Brieftasche!) in die Zukunft schauen!

Canon wird die kurze-lange Lichtkanone als EF 200mm f/2L IS USM wieder aufleben lassen!

Das Objektiv wird zusammen mit dem neuen Canon EF 800mm f/5.6L IS USM noch im Oktober auf der PhotoPlus Expo in New York vorgestellt.

Nacktbackverbot?

Nacktbackverbot - das gibt's doch überhaupt nicht.
Natürlich! Das heißt Nachtbackverbot!
Für Bäcker gibt es ein Nachtbackverbot.
Und für uns Fotografen?

Aber immer wenn ich Nachtbackverbot sehe, lese ich Nacktbackverbot.
Immer wenn ich Atomtod sehe, lese ich Atemtod.

Ich schweife ab …

Eigentlich wollte ich über ein Nachtarbeitsverbot für Fotografen schreiben.
Und darüber, dass einem heutzutage die moderne Software die schwere Nachtarbeit abnehmen kann.

Ich finde ja, dass der erste Fototermin nicht vor 11 Uhr (in Ausnahmen auch mal um 10 Uhr) beginnen sollte.
Die reguläre Arbeitszeit sollte dann um 15 Uhr, spätestens 16 Uhr enden.
Danach ist noch Zeit, die Bilder zu machen und zu versenden.

Ca. 5 Bilder sollten eigentlich reichen.
Gedruckt werden im Schnitt 1,17 Bilder.
Also sollten ca. 3 bis 5 Bilder ewig reichen.
Manchmal tut's auch eines.

Die Damen und Herren Redaktors!
Na ja, sitzen den ganzen Tag im Büro, von nichts eine Ahnung, aber dann, kurz vor Feierabend: warum nur quer? warum nur 4 Bilder? warum dies? warum das?

Aber ich schweife ab …

Zurück zum Nachtarbeitsverbot.

Am liebsten arbeite ich in trockenen und geheizten Räumen.
Zum Beispiel im Landtag.
Es gibt ordentliche Toilettenanlagen eine Garderobe und Warmgetränke.

Natürlich mache ich - wenn es die Umstände erlauben - auch Außentermine.

Und wenn ich dann ins Büro komme, brauche ich nur noch die Fotos in mein Lieblings-Batch-Fotoverarbeitungsprogramm zu stecken und am nächsten Morgen - punkt 11 Uhr - ist alles aufs Versandfertigste.

Den Tipp wollte ich einfach mal so an euch weitergeben!

Montag, 15. Oktober 2007

Im Vorübergehen …

14.10.2007, Flohmarkt Boxhagener Platz, Berlin Friedrichshain © Detlev Schilke


14.10.2007, irgendwo Ecke Berlin-Friedrichshain © Detlev Schilke


… fotografiert von Detlev Schilke.

Ein Bild mit Situationskomik - das andere ein eher grimmiger Spass.

Trachten / Costumes

© Joachim E. Röttgers

Irgendwo in Vietnam.

Somewhere in Vietnam.

Samstag, 13. Oktober 2007

Mach doch mal’n Foto

Während die Menschheit offenen Auges blind auf den Abgrund zutappert, schaue ich wenigstens ab und an mal auf den Boden.
Und - hast Du's nicht gesehn - schon wieder ein Goldstückchen gefunden!

Geschrieben hat es das wunderbare Fräulein Julie Paradiese.

Und nicht nur das.
Mildtätig beschenkt sie die Armen, so auch The Public Eye Blog und seinen bedürftigen Leserinnen und Leser.

So leset denn!


Mach doch mal’n Foto

Für manche Menschen sind Fotoapparate ja nur das: Ein Ding, mit dem man knipsen kann.

Nun würde ich mir selbst auch nicht allzu fortgeschrittene Fähigkeiten beim Fotografieren zuschreiben, aber einfach so drauflosknipsen ist nicht mein Ding. Folglich kam es beim Ostseeurlaub (je länger ich darüber nachdenke, umso fürchterlicher waren die paar Tage!) wiederholt zu kleineren Konflikten mit dem Schwiegervater. Sticheleien bin ich ja gewohnt, gegängelt zu werden aber kann ich gar nicht leiden. Also habe ich immer nur gute Miene zum bösen Spiel gemacht, wenn es wieder hieß:

Mach doch mal’n Foto! (betont fröhlich)

Dabei wurden wahllos Umstehende kumpelhaft umarmt, die Tauchklamotten ins Bild gehoben oder Grimassen geschnitten. Das Dumme an Spiegelreflexkameras aber ist (nicht, daß mich das je stören würde, ist halt keine Sekundenknipse): So schnell ist die nicht. Also, theoretisch schon, aber praktisch vergeht doch mehr als die halbe Sekunde, bis man wirklich soweit ist. Zuerst einmal muß das gute Stück aus der Tasche gehoben werden, dann kommt der Schutzdeckel vom Objektiv, danach schalte ich sie an, stelle den Riegel zurück auf Autofokus, wähle ein Programm und — da geht das Gezeter auch schon los:

Das machst Du mit Absicht, wer soll denn so lange stillehalten!? (beleidigt-wütender Ton)

Ähm, ja, Fräulein Hoffotografin hat ja auch sonst nichts zu tun als zu springen, wenn jemand einen Mucks macht. Stets zu Ihren Diensten!

Und dann die anderen Motive, oh Graus!

Wenn Schnappschüsse von Personen oder Erinnerungen an den peinlichen Anblick fünfer ungelenk zum Zwecke des Tauchens ins Wasser watschelnder älterer Herren gewünscht sind, bitteschön. Wenn ich darauf hingewiesen werde, daß dieser (für mich ja sehr durchschnittlich gefärbte) Sonnenuntergang für die Nachwelt festgehalten werden muß, hmjaa, aber bei einem Spaziergang auf der Promenade Fifis mit Burberry-Kappen fotografieren zu müssen, zur allgemeinen Erheiterung … auch ich habe meinen Stolz, kaum zu glauben aber wahr! Am Ende habe ich die Töle doch geknipst, kurz bevor die Stimmung kippte und ich wieder als kompliziert und undankbar zum Außenseiter geworden wäre, aber einen Beweis davon gibt es hier mit Absicht nicht zu sehen.

Dieses und all die anderen bekloppten Fotos habe ich gelöscht, und ihr glaubt ja gar nicht, mit welcher Genugtuung mich dies erfüllte!

© Julie Paradise


Danke Julie!

Scharf - schärfer - noch schärfer!

Artikel zu diesem Thema stoßen immer auf das allerschärfste Interesse.
Also, weiter im Takt!





Mit einer handvoll (450$) Dollar, ein bisschen Wagemut und einer Kamera lässt sich so einiges anstellen.

Wer es mal mit echt scharfen Fotos versuchen will, nimmt seinen Mut zusammen und schickt Geld und Kamera zu MaxMax nach Amerika.


Ausschnitt aus dem Foto oben: Canon EOS 5D, links die modifizierte Kamera

Zurück bekommt man dann ein verschärftes Gehäuse.

Und macht dann - endlich! endlich! - scharfe Fotos, die denen einer Leica M8 in nichts nachstehen sollen.

Freitag, 12. Oktober 2007

Nachtsicht


So …


… oder so?



Canon EOS 5D, EF 1.8/28mm USM, Bl. 1.8, 1/30 sec., ISO 400
RAW in DxO, S/W-Umsetzung mit Convert to b&w

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Kleine Anekdote …

… aus einer Zeit vor der Digitalen Götterdämmerung.




"Ein Fotograf ohne Film, ist wie ein Scheißer ohne Klopapier." sagt eine alte DPA-Weisheit.

Heutzutage müsste man wohl eher sagen: "Ein Fotograf ohne Speicherkarte ist …"

Oder auch: "Ein Fotograf ohne einen vollen Akku ist …"



In Zeiten proprietärer Lithium-Ionen-Akkus ist es ja nicht mehr möglich, im Notfall an der nächsten Straßenecke einfach ein paar Akkus nachzukaufen.

Im Zweifelsfall steht (hockt) man dann leider "ohne" da.



Völlig vergessen ist, dass das vor ein paar Jährchen noch anders war.

Die Kameras hatten nicht nur elektronische Belichtungsmesser, sondern bereits auch elektronisch gesteuerte Verschlüsse.

Aber es gab eine Lösung für den Fall aller Fälle: die Blitzsynchronisationszeit war (in der Regel) batterieunabhängig mechanisch gesteuert.

Man konnte also, völlig ohne Strom, mit 1/60 sec., bei den flotten Modellen sogar mit 1/90 sec., gar bis zu 1/250 sec.! fotografieren.

Mit "Blende 8, die Sonne lacht!" war zwar allein noch nicht geholfen.
Aber mit der Faustregel im Kopf: "Mittags in der Sonne 1/ISO bei Blende 16 ", ein bisschen Erfahrung und Rechenarbeit, war alles möglich.

Die mechanische Synchronisationszeit war eine echte Notfallversicherung.

Im Internet finden sich noch heute ausgetüftelste Tabellen, die ausgedruckt in der Jackentasche, das Belichtungsmessen völlig überflüssig machen.

Auch in Zeiten der Digitalen Götterdämmerung!

Ausprobieren - staunen!

Mittwoch, 10. Oktober 2007

With a little help from…?

Möchte jemand einen kleinen Erfahrungsbericht (hands-on) über die Canon G9 schreiben?
Möglichst mit RAW-JPEG-Vergleich.

Möchte jemand einen kleinen Erfahrungsbericht (hands-on) über die Canon EOS 40D schreiben?
Vielleicht mit Bezug auf 20D/30D.

Hat jemand ein (lustiges?) Foto von einem Fotoamateur mit Digi-Knipse, in typischer Haltung aufs Mäusekino guckend?

Hat jemand ein Foto von einem schwer mit Equipment behängten Fotografen?

Und würde das (die) Bild(er) für einen kleinen Spaß zur Verfügung stellen?
(die Urheberrechte an den Fotos müssen eindeutig sein!)


Wenn ja, dann bitte an >martin.storz at gmail.com<

10.0 - 10.0 - 10.0




slgear.com
testet das neuen Canon EF 16-35mm 1:2.8 L II USM.

Ich höre schon die armen Sparschweine quieken!

Nachtsicht


Canon EOS 5D, EF 1.8/50mm, Bl. 2.2, 1/60 sec., 400 ISO (Bildausschnitt)


Stuttgart, Tagblatt-Turm

Dienstag, 9. Oktober 2007

Nachschlag …

Jazzdor , Jazzfestival Strasbourg - Berlin

Nikon D2X, Nikkor 2.8/80-200mm, Bl.4, 1/40 sec., 800 ISO - © Detlev Schilke

ERIC LEGNINI TRIO - am Schlagzeug Franck Agulhon

Montag, 8. Oktober 2007

Die beste Kamera …



… ist die, die man dabei hat.

Das habe ich vor einiger Zeit hier in großer Naivität geschrieben.

Jetzt weiß ich es besser, denn ich habe "Ten New Camera Recommendations" von Mike Johnston gelesen.

Für Leute, die sich immer noch unentschlossen vor den Schaufenstern einschlägiger Fotogeschäfte herum drücken mag das vielleicht eine Entscheidungshilfe sein.



Aber, ob so eine Hit-Liste hier unter den Blog-Lesern genau so aussehen würde?

Des Kaisers neue Kleider …

… oder die Angst des Fotografen bei so einem Pressetermin.


In dem Märchen von Hans Christian Andersen geht es um den schönen Schein und um die unkritische Akzeptanz dessen, was angeblich ist oder sein soll.

Während dagegen Peter Handke bestimmt nicht an die gelegentlichen Nöte von Fotojournalisten gedacht hat.


Die Umbenennung von DaimlerChrysler zu Daimer AG soll (laut Stutgarter Zeitung) ca. 70 Millionen Euro kosten.

Ob darin wirklich alle Kosten enthalten sind?

Tausende Beschriftungen müssen ummontiert, Briefpapiere, Visitenkarten und Prospekte neu gedruckt, Datenbanken umprogrammiert werden.

Eine Lachnummer am Rande ist, dass Ford (!) 14 Millionen Euro bekommt, um den Namen nutzen zu dürfen - denn Jaguar gehört zu Ford und Jaguar nennt seine Edelmodelle - ja wie? - natürlich ‘Daimler’!

(zitiert nach circulus)


Fotos mit der Canon EOS 20D, EF 10-22mm, 800 ISO

Sonntag, 7. Oktober 2007

Another Perfect Day



07.10.07, Schwäbische Alb
Fotos mit der Canon S3 IS, 72mm (equiv. 420mm) Bl. 4, 1/400 bzw. 1/250 sec., Auto ISO

Samstag, 6. Oktober 2007

Zukunft der "Adobe"-Fotografie?

Heißt die Zukunft "computational photography", zu deutsch: computergestützte Fotografie?

Bei Adobe ist man dieser Meinung und präsentiert hoffnungsfroh Gedanken zur Zukunft der Fotografie.

Nach dem "Healing-Brush" den es nur bei Adobe gibt, könnte bald der "Focus-Brush" kommen.

Allerdings: eine neue Optik ist auch nötig.

Ein kleiner Blick in die Sterne auf audioblog.fr.

(Keine Sorge, die Seite ist zwar aus Frankreich, der Film aber auf Englisch.)

Im Vorübergehen / En passant / Passing by



Für mich ist W. Eugene Smith ein Vorbild.

Nicht nur, dass er ein ganz großer Fotojournalist war.

Er hat sich auch auf eine ganz außergewöhnlich intensive Weise mit den Themen befasst, die er fotografiert hat.
Nicht nur durch das Fotografieren selbst, sondern auch indem er versuchte, sich durch Schreiben seinen Themen zu nähern.

Immer präsent ist mir seine Reportage über Albert Schweitzer, die ihre Kraft aus der persönlichen Auseinandersetzung mit Schweitzer bezieht.
Oder die harten und düsteren Fotos von "Spanish Village", mit denen es ihm eindringlich gelang, Francos Spanien in Bilder zu übersetzen.

Und natürlich seine Minamata-Reportage, mit der er das Leiden der durch die Einleitung von Quecksilber in Meer erkrankten Menschen dokumentierte. Und die für die Chemie-Firma so bedrohlich wurde, dass sie Smith durch gedungene Schläger krankenhausreif prügeln ließen.

Zu dem Foto, dass seine Minamata-Reportage auf den Punkt bringt, sagte Smith in einem Interview:


I could see the picture building in what I was trying to say.
I found it emtionally moving, and I found it very difficult to photograph through my tears.
However, I made that photograph.

Ich konnte zusehen, wie das Bild sich zu dem entwickelte, was ich zu sagen versuchte.
Es war bewegend, und es war sehr schwer, durch meine Tränen hindurch zu fotografieren.
Wie auch immer, ich habe das Foto gemacht.

Freitag, 5. Oktober 2007

From Outer Space

Canon EOS 20D, EF 10-20mm, zusammengesetzt aus 2 Fotos*, 1/125 sec., 800 ISO


Aliens versuchen seit geraumer Zeit, die Erde zu erobern, da die Fremden fürchten, die Menschheit könnte mittels einer Solarbombe das ganze Weltall vernichten.

Außerirdischen Soldaten werden zur Erde geschickt.

Die Außerirdischen landen mit ihrem Ufo in einem einsamen Waldstück im Schwarzwald.

Einem Fotografen, der zufällig in dieser einsamen Gegend unterwegs war, gelingt es, das Ufo zu betreten und Kontakt mit den Außerirdischen aufzunehmen.

Dabei erläutert ihm der Kommandant genau, wie die Solarbombe funktioniert, obwohl die Menschen diese auf keinen Fall bauen sollen, um das Weltall nicht zu vernichten.

Der Fotograf verspricht, diese Informationen an die Menschheit weiterzugeben.



Endlich habe ich das Foto, auf das ich so lange gewartet habe!

Es steht exklusiv zum Verkauf!

1 Million Euro - keine Diskussion!


*Das Foto ist ein Arme-Leute-HDR.

Zwei unterschiedliche Belichtungen, in Photoshop öffnen.
Dunkle Variante: "alles auswählen, "Copy", schließen.
In die helle Variante per "paste" einfügen.
Die dunkle Variante erscheint als Ebene 1 (helle ist Hintergrundebene)
Ebenenmaske hinzufügen (drittes Icon von links in der Ebenenpalette)
Pinsel auswählen und die helleren Bildteile der Hintergrundebene dort freilegen, wo gewünscht.

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Jazzdor Strasbourg-Berlin

Jazzdor Strasbourg-Berlin

Noch bis 6. Oktober in Berlin!


Nikon D2X, Nikkor 2.8/80-200mm, Bl.4, 1/80 sec., 640 ISO - © Detlev Schilke

Die französische Band Zakarya - Foto von DETLEV SCHILKE - verbindet jüdische Musik mit modernen Dance-Rhythmen und jazziger Improvisation.

Das Ergebnis ist vertrackt anspruchsvoller Jazz Rock, der vor Energie nur so strotzt und dennoch direkt in die Beine geht.

Die Gruppe ist heute abend 21:00 - B-flat Jazzclub noch einmal zu hören.

3 Farben + Luminanz = Histogramm?

Die LCD-Monitore der Kameras werden immer größer (und immer bruchgefährdeter)!

Worin liegt der Nutzen? Ist größer auch informativer?

Nicht unbedingt.
Für eine vernünftige Prüfung der Bilder ist das Mäusekino nicht geeignet.

Ist das Bild, das wir darauf sehen auch tatsächlich das, was wir später auf unserem (kalibrierten) Monitor vor uns haben?

Ich meine nein!

Aber eine wichtige Information finden wir doch, egal wie klein unser Mäusekino auch ist - das Histogramm.

"Expose to the Right": wo soviel Spielraum im Dynamikumfang der Kamera vorhanden ist …


Eine Rückschauzeit von 4 Sekunden sollte genügen, um gelegentlich einen kurzen Blick auf das Histogramm zu werfen.

… kann man ruhig "nach rechts" belichten. Den Schatten tut's gut, die Lichter sind nicht in Gefahr.
Aber Achtung: wie sieht das RGB-Histogramm aus?


Wenn auch die Regel "Expose (to the) Right" ihre Berechtigung hat - sie kann helfen, das digitale Rauschen in den Schatten zu reduzieren - so muss man doch bei ihrer Anwendung größte Vorsicht walten lassen.

Bei vielen Kameras bekommen wir nämlich leider nur ein Luminanz-Histogramm zu sehen, und das basiert ausschließlich auf dem Grün-Kanal.


Bild wurde durch Bearbeitung "verschlimmbessert".


Motive am Morgen, am Abend, im offenen Schatten, also Motive mit hoher Farbdominanz, können ein ganz vernünftiges Luminanz-Histogramm darstellen.

Und wie man sieht, Luminanz- und Grünkanal sind praktisch identisch.


Aber sobald man in die einzelnen Farbkanäle blickt, sieht man den Salat.


Die Übersättigung im Rot (Abendsonne!) ist noch nicht so tragisch.


Die Übersättigung im Blau (Himmel wirkt wie ein offener Schatten!) ist aber schon heftiger


Hier das gleiche Bild mit noch akzeptablem Histogramm.

So kam das Bild aus der Kamera, Blichtung nahe am Ideal.


Wer in RAW fotografiert, hat damit keine Probleme.
Belichtung und Farbtemperatur können bei der Konvertierung perfekt eingestellt werden.

Wer mit JPEG' s arbeitet muss besondere Vorsicht walten lassen.
RGB-Histogramm, soweit vorhanden, genau anschauen.

Beim Luminanz-Histogramm bei auffallenden Farbdominanzen "rechts" lieber etwas Sicherheitsreserve lassen.

Und möglichst mit dem Weißabgleich arbeiten (Tag 5400K, Kunstlicht 3400K), den man nachher im Bild auch sehen will.
Er wird in das JPEG eingewirkt, und ist nicht mehr vernünftig zu korrigieren.

Und immer bedenken: Werte von 255 (rechte Begrenzung des Histogramms) enthalten keine! reproduzierbaren Daten mehr!

© Foto: Volker Türck - Danke für den Informationsaustausch!


Für Anregungen oder Wünsche zum Thema "Grundlagen der digitalen Fotografie" bin ich immer offen.
Wer (Problem-)Bilder schicken möchte, bitte möglichst direkt aus der Kamera.

Hanoi im Regen

Hanoi 03.10.2007 Altstadt von Hanoi bei Regen - (c) Joachim E. Roettgers / Graffiti

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Olympus Zuiko-Objektive an Canon EOS: ein Erfahrungsbericht

Vor einer Zeit habe ich über meine Erfahrungen mit einer an das Canon EF-Bajonett adaptierten Olympus Zuiko-Linse geschrieben.
Von Volker Türck kam darauf der Hinweis, dass es diese Adapter auch mit elektronischer Übertragung gibt, die es ermöglicht, mit manueller Scharfeinstellung, den Schärfeindikator (Aufleuchten des Fokusfeldes) der Kamera zu nutzen.
Ich freue mich, dass Volker einen Erfahrungsbericht geschrieben hat, und hier im Blog veröffentlicht.




Also, ich habe das Ding (AF-Confirm-Adapter) seit gut einem Monat und muss sagen, dass die Verarbeitungsqualität nicht besonders gut ist.

Ich habe bislang den Adapter von Kendai/Camera Quest benutzt, ein sehr anständiges gefertigtes Teil mit geringen Toleranzen, aus Messing, mit mattschwarzer Oberfläche.

Der neue Adapter aus China ist ein billiges Teil aus Aluminium, ohne jedes Oberflächenfinish, mit ziemlich schlechter Fertigungsgenauigkeit.
Ich musste die als Klemmfedern ausgebildeten Stege des Bajonetts weiter aufbiegen, damit das Objektiv einigermaßen fest sitzt.
Der Chip ist auf einer kleinen Platine untergebracht, die ihrerseits mit Kunstharzkleber in den Adapter eingeklebt ist. Beim Aufsetzen auf die Kamera kann es passieren, daß der Kontakt zwischen Chip und Kamera nicht richtig zustande kommt und die Kamera dann total spinnt.

Wenn der Kontakt stimmt, zeigt die Kamera permanent Blende 2.0 an.
Sie denkt also ab diesem Moment, dass am Objektiv Blende 2.0 eingestellt ist.
Ich weiß nicht genau, warum gerade dieser Wert, vielleicht, weil die Kamera dann keine Korrekturen an der mit Offenblende gemessenen Belichtungszeit vornimmt.

Canon EOS 350D, Zuiko 21/3.5, Bl. 3.5, 1/60 sec., ISO 200 - © Volker Türck

Was man als positiv vermelden kann ist, daß die Entfernungsmessung tatsächlich funktioniert. Allerdings ist der Schärfebereich erstaunlich klein und wird selbst bei abgeblendetem Objektiv nicht größer.
Das Fokus-Ok-Lämpchen blitzt also meist nur ganz kurz auf und es bedarf sehr viel Feingefühl am Fokusring, um das Lämpchen dauerhaft zum leuchten zu bringen. Der Fokus stimmt dann aber auch 100%.

Meine Zusammenfassung ist, dass dieser Adapter für den Preis - ich glaube etwa 29 Euro mit Porto - ganz ok ist.
Ob das Fokuslämpchen wirklich so hilfreich ist (gegenüber dem Schnittbildindikator, den ich mir habe einbauen lassen) sei dahingestellt. Vermutlich ist es eine sehr preisgünstige und einfache Art, für ein Objektiv mit manueller Fokussierung ein Feedback von der Kamera zu bekommen, denn der Sucherumbau ist teurer.

Allerdings wichtig: der Adapter funktioniert nicht an der EOS 5D.
Da soll irgend ein Detail am Objektivbajonett etwas anders aussehen, so dass der Chip nicht richtig passt.

© Volker Türck

Montag, 1. Oktober 2007

Angekündigt: DXO Optics Pro v5


Die Ankündigung einer neuen Version der von mir sehr geschätzten Software (Artikel dazu gibt es hier, hier, hier, hier und hier) wäre allein nicht unbedingt eine Meldung wert.

Diesmal scheint es aber um mehr zu gehen, als um ein Funktions-Upgrade oder das Hinzufügen neuer Kamera- und Optikmodule.

Bei der Auflistung der neuen Funktionen:
  • RAW-Konverter der neuen Generation
  • neue Rauschunterdrückungstechnologie für RAW-Bilder
  • Werkzeug für Staubentfernung
  • neue Benutzeroberfläche
  • mehr Geschwindigkeit, mehr Kameras
versteckt sich wohl hinter dem ersten Punkt die entscheidende Verbesserung:

DxO kündigt mit dem Versionswechsel eine völlig neue RAW-Engine an.

Es geht um den zentralen Punkt der RAW-Konvertierung, um die Rekonstruktion eines Farbbildes mit Hilfe der Bayer-Farbmaske - um das Demosaicing.

Es ist nun mal leider so, ein Sensor nimmt nicht "das Bild" auf, sondern speichert Informationen, aus denen dann mit Hilfe von Software - der sog. Demosaicing-Engine - ein dem "Original" möglichst ähnliches Bild wiederhergestellt werden soll.

Und diese Rekonstruktion ist die Quelle (fast) aller Übel im digitalen Bild: es ist nachgezeichnet, interpretiert, rekonstruiert mit Hilfe mathematischer Algorithmen.

Im Gegensatz zu den uns bekannten RAW-Konvertern rekonstruiert der neue Konverter nicht nur aus lokalen, direkt um einen Pixel herum angeordneten Informationen, sondern bezieht jetzt auch das weitere Umfeld mit ein.

Das wiederum soll die bei Digitalfotos als störend und unnatürlich empfundene Artefakte reduzieren.

Ein Vergleich (an einem 100% Bildausschnitt) mit bekannten RAW-Konvertern wie Apple Aperture, Adobe Camera RAW 4.1, Nikon Capture NX, SilkyPix, PhaseOne v4 Beta und Bibble ist hier zu sehen.

Auf Knopfdruck werden die Ergebnisse verglichen - durchaus überzeugend.


Man kann gespannt sein!

Kunstherbst Berlin 07

Leider nur noch wenige Tage - bis 7. Oktober - der Kunstherbst in Berlin.

Art Forum Berlin 2007 , About Beauty , Kameras von Oliver van den Berg , © Detlev Schilke


Fotografie sieht man u. a.:

in der Cicero-Galerie für politische Fotografie ab 28. September 2007
„... more than 1.000 words – no-win situation in the Israeli Palestinian-conflict“ von Ziv Koren
Unter dem Titel „... more than 1.000 words – nowin situation in the Israeli Palestinian-conflict“ hält der preisgekrönte israelische Fotojournalist Ziv Koren den Alltag des Nahostkonfliktes auf eine einzigartige Weise fest. Der 1970 geborene Fotograf arbeitet unter extrem gefährlichen Umständen und veröffentlicht seine beeindruckenden Bilder in internationalen Magazinen.

im Martin-Gropius-Bau
Eugène Atget Retrospektive
Anlässlich des 150. Geburtstages des französischen Fotografen Eugène Atget (1857–1927) wird ab 28. September 2007 eine große Retrospektive seiner Arbeiten im Martin-Gropius-Bau Berlin zu sehen sein. Die Ausstellung wurde von der Bibliothèque nationale de France zusammengestellt. Aus dem großen Oeuvre Atgets wurden 350 Werke ausgewählt.

C/O Berlin, The Cultural Forum for Photography
Stripped Bare. Der entblößte Körper
Fotografien aus der Sammlung Thomas Koerfer


Der nackte Körper ist eines der ältesten und faszinierendsten Motive in der Kunst. Künstler früherer Jahrhunderte fühlten sich bei der Darstellung des unbekleideten Körpers den Konventionen des Idealschönen verpflichtet. Im 20. Jahrhundert lösen sich mehr und mehr die traditionellen akademischen Posen – aus klassischen Akten werden Nackte. In der zeitgenössischen Kunst und besonders in der Fotografie hat sich der lebensechte Körper mit seinen Bedürfnissen und Trieben zur Projektionsfläche des künstlerischen Gedankens entwickelt.
Namhafte Künstler wie Nobuyoshi Araki, Nan Goldin, Andy Warhol, Robert Mapplethorpe oder Cindy Sherman liefern ein Panorama des nackten Körpers – zart und pornografisch, abstoßend und lustvoll.



Hingehen!