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Dienstag, 15. Februar 2011

Castortransport - oder Helden des Alltags



From Outer Space?
Man kann sich so einige Phantasien machen beim Betrachten des Bildes…

… aber hier liegen 4 von ca. 10 Greenpeace-Aktivisten auf dem Zufahrtsgleis zur ehemaligen Wiederaufbereitungsanlage in Karlsruhe um einen Castortransport mit baden-württembergischen Atommüll ins "Seebad" Lubmin zu verhindern.

Die Arme sind unter den Gleisen in Rohren festgemacht. So harren sie von 5 Uhr morgens bis zum frühen Nachmittag auf dem Bauch auf einer Schiene liegend bei Kälte und Regen aus (was hier wie die Morgensonne aussieht ist Scheinwerferlicht!)
Das ist das brausende Leben!

Letztendlich mussten - um den Weg für die Castoren frei zu bekommen - die Gleise zerschnitten und demontiert werden

Auch wenn sie in Folie verpackt sind, so sehen Helden des Alltags aus!

Samstag, 12. September 2009

Twin Towers? - Vernebelte Risiken

Kühltürme des AKW Philippsburg • Canon EOS 5D, EF 28-70/2.8 L, Bl. 5.6, 15 sec., 400 ISO
Acht Jahre nach dem 11. September 2001 gibt es noch immer keine ausreichenden Schutzmaßnahmen gegen terroristische Angriffe auf AKW. Aus internen Dokumenten unter anderem des Bundeskriminalamtes geht hervor, dass die Sicherheitsbehörden das Risiko eines Terroranschlags aus der Luft auf ein deutsches AKW nicht mehr ausschließen. Gleichzeitig ist die bisherige Abwehrtaktik, das AKW im Falle eines Angriffs zu vernebeln, gescheitert. Darin sieht selbst das Bundesumweltministerium ...keine wesentliche Verbesserung der Sicherheit der Kernkraftwerke...
Greenpeace

Das Thema ist etwas "off topic", aber ich kann wenigstens - hab' gerade sonst nichts in petto - einen Ausschnitt aus meinem"brausenden Arbeitsalltag" in den Blog einbringen.

Das Foto ist allerdings weniger journalistisch als ästhetisierend und so wertfrei, dass es sowohl in einer Image-Broschüre der EnBW, als auch in einer Veröffentlichungen von Atomkraftgegner erscheinen könnte.

Obwohl die Kühltürme eines AKW mit Sicherheit eher die harmloseren Teile solch einer Anlage sind, haben sie doch eine starke symbolische Wirkung: allein ihre Dimension wirkt furchteinflößend und der unaufhaltsam entweichende Dampf könnte als Synonym für die unkontrollierbaren Gefahren der Kernenergie gelten.

Bald ist Bundestagswahl und neben wichtigen Themen wie Wirtschaftskrise, Soziales und Afghanistan können durch die Wahl auch wichtige Entscheidungen zur gesamten Problematik der Kernenergie beeinflusst werden.

Wir FotografInnen sind zwar oft nur ein "Arsch mit Finger", aber ein Kreuzchen an der richtigen Stelle machen, das können wir doch allemal - oder?