Freitag, 1. April 2011

Radioaktivität erhöht Brechungsindex von Linsen!



Die japanische Kamerindustrie hat schnell und innovativ reagiert und versucht das Beste aus der Nuklearkatastrophe von Fukushima zu machen: im neu entwickelten Olympus Zuiko Auto-S 1:1,2/55 mm werden zur Erhöhung des Brechungsindexes schwach radioaktive Elemente (Lanthium oder Thorium fluoride) verwendet.

Diese neu gerechneten Linsen besitzen eine exzellente Abbildungsleistung bereits bei offener Blende.

Die verwendeten Gläser zeigen beim Durchschauen eine gewisse "Gelbfärbung", die aber nicht zu einem Farbstich führt, da der korrekte Weißabgleich durch das Objektiv ermittelt wird und dabei evtl. Farbstiche korrigiert werden.

Leichte radioaktive Strahlung ist nur direkt am Objektiv nachweisbar.
Gefahr für den Anwender tritt aber in keinem Fall auf.


Hier ein erster Schnappschuss mit einem mir zugesandten Testobjektiv:
die Brennweite beträgt an einer MFT-Kamera (hier an G1) 110mm. Diese Fernaufnahme in der Dämmerung ist wahrlich überzeugend!


Kommentare:

  1. Und ich hatte schon gedacht, der Anbau von radioaktivem Tee für die Türkei (http://bit.ly/dHY5a3) wäre die einzige positive Folge von Fukushima geblieben. Jetzt grüble ich, ob ich doch noch auf MFT umsteigen sollte, bei so einem strahlenden Objektivangebot...

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  2. Interessante Neuentwicklung, aber wenn ich mir das Foto so ansehe, könnte man meinen das das Ergebnis ein wenig pixlig ist, mag sein das die Strahlung an sich nicht gefährlich ist aber anscheinend doch noch eine Spaltung der Farbpigmente bei der Speicherung verursacht!?

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  3. Manfred Scharnberg02 April, 2011

    Radioaktivität erhöht nicht nur den Brechnungsindex sondern dummerweise auch den Brechreiz.

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