Mittwoch, 21. Oktober 2009

A Human Trace

Panasonic GF1, Lumix 1.7/20 mm, Bl. 1.7, 1/500 sec., 100 ISO


So unangenehm die ersten Frosttage im Herbst auch sind:
hier hat die ebenmäßig matt zugefrohrene Autoscheibe einen unerschrockenen Menschen eingeladen seine warme Hand auf das kalte Eis zu drücken und eine vergängliche Spur zu hinterlassen.

Dienstag, 20. Oktober 2009

Nikon D3s und Canon 1D MK IV - In resignativer Reife …

… habe ich zur Kenntnis genommen, dass sowohl Nikon mit der D3s als auch Canon mit der 1D Mark IV nun einen Empfindlichkeitsbereich von bis zu 102400 ISO anbieten.

Bei dieser Empfindlichkeit hätte ich z. B. meinen "Artisten" bei Bl. 1.7 mit 1/4000 sec., oder mit Bl. 4.5 mit immer noch 1/500 sec. fotografieren können.

Damit sehen - soweit ich das verstehe - beide Kameras besser als wir mit unseren unvollkommenen Augen.

Während Nikon sich dabei auf einen Vollformat-Sensor mit 12 MP verlässt, will Canon die Leistung aus einen APS-H-Sensor (1.3x) mit 16 MP herauskitzeln.

Das wird mal wieder ein lustiges "Ausschießen"!

Schaun mer mal …

Montag, 19. Oktober 2009

Meditation und Pixelpeeping - Panasonic GF1 + Lumix 1.7/20mm

Panasonic GF1, Lumix 1.7/20mm, Bl. 1.7, 1/30 sec., 800 ISO, handheld



Man kann auch als Fotojournalist die liturgischen Gesänge byzantinischer Tradition lieben und im Chor singen.
Was mich aber nie davon abgehalten hat, auch zu fotografieren!

Ein Byzantinisches Nachtlob beschloss um Mitternacht die stuttgartnacht in der Kirche St. Maria: Der Artist Carismo tanzte an Vertikaltüchern himmelwärts, dem neogotischen Kuppelgewölbe entgegen.



100% Ausschnitt, 400 x 400 px



Eine Leistung, die sie wahrsten Sinne des Wortes "sehen" lassen kann - die der GF1 aber auch.

Freitag, 16. Oktober 2009

Dr. Photo's Wort zum Sonntag - Fotografie vs. Fotokopie



Eine Fotokopie ist eine möglichst exakte Ablichtung einer Vorlage.

Eine Fotografie ist eine subjektive Interpretation eines Sujets, eines Motivs (einer Vorlage).

Häufig wird Fotografie aber mit Fotokopie verwechselt.

Zum zentralen Gegenstand der Fotografie wird eine möglichst naturgetreue Darstellung eines Sujets, wobei es weniger ums das Motiv selber, als um eine technisch optimale und naturgetreue Umsetzung geht.
Also eine gute Wiedergabe muss in erster Linie scharf sein, Farben und Tonwerte müssen nach der Natur sein, Eigenheiten der technischen Umsetzung wie Korn oder Rauschen dürfen die getreue Abbildung nicht verfremden
Leider bleibt die "Kopie" notwendigerweise immer unvollkommen, nicht zuletzt weil die Abbildung (noch) zweidimensional ist.

Fotografie - mit Licht malen - ist ein bildgebendes Verfahren, das in verschiedenen Zusammenhängen eingesetzt wird.
Im Bereich der Dokumentation durchaus auch in der Art der Fotokopie.

Fotografie ist aber in erster Linie eine Form der Interpretation.

Möchte ich etwas interpretieren, muss ich es vorher verstanden haben.
Wohlgemerkt mein Sujet muss ich verstanden haben, nicht den technischen Prozess der Abbildung.

„Die Photographie ist eine wunderbare Entdeckung, eine Wissenschaft, welche die größten Geister angezogen, eine Kunst, welche die klügsten Denker angeregt – und doch von jedem Dummkopf betrieben werden kann“ so Nadar 1856

Die handwerklich perfekte Reproduktion einer Vorlage ist eine Sache, die Umsetzung einer Idee aber eine ganz andere.

Wer sich heute in der "digitalen" Fotoszene tummelt, wird leider feststellen, dass technische Fragen die Diskussion beherrschen.
"Es ist wahr, dass ich eine Menge, nun, schlechter Bilder veröffentliche.
Bei der Prüfung einer Kamera oder eines Objektivs mache ich tatsächlich eine Menge wirklich schlechter, langweiliger Bilder, weil sie mir etwas Bestimmtes über die Leistungsfähigkeit des Produkts zeigen." schreibt ein Kollege, begnadeter Kolumnist, erfolgreicher Blogger in der internationalen Foto-Szene.
Erstaunlich die Selbstkritik einerseits was die Fotos angeht.
Viel erstaunlicher aber andererseits, dass man meint, die Leistungsfähigkeit eines Produkts durch schlechte Bilder beweisen zu können.

Das Werk macht den Meister. Und wenn es gut ist, ist damit auch hinreichend die Qualität des Werkzeugs bewiesen.

Ist es nicht so?


Ein kreatives herbstliches Wochenende wünscht
Dr. Photo





Donnerstag, 15. Oktober 2009

Ricoh GRD III - eine kleine Impression

GRD III, ISO64, 8sec, f7.1 • © Ulf Kanne


Ich danke Ulf für sein Foto.
Er schreibt dazu:
"Ich hatte grade für eine paar wenige Tage eine GRD III in den Fingern […].
Die GRD ist jetzt weg, aber ich werde wohl nicht lange ohne eine eigene bleiben können! Im Anhang eine Herbstimpression aus Zürich."

Tja, wär schon spannend …


Montag, 12. Oktober 2009

Aus meinem Fenster … / From My Window …

© Claudia Oberste-Hedtbleck



Claudia schreibt zu ihrem Bild "Aus meinem Fenster …" das auch ein Wetterbild sein könnte:
"Bezüglich der Fotografie überkommt mich ja gerade wieder die Lust, meine ganzen "Spielzeugkameras" wieder in die Hand zu nehmen.
Einen Teil meines Diploms hab ich damals mit der Holga fotografiert, dann befindet sich noch eine russische 6x6 Kamera in meinem Besitz … wäre auch eine schöne neue Rubrik für Projektbilder."

Sonntag, 11. Oktober 2009

Hidden PEACE

Panasonic GF1, Lumix 1.7/20mm, Bl. 2, 1/80 sec., 100 ISO


and the PEACE goes on and on and on …*


*die Projekte natürlich auch!
Und vielleicht kommt mir auch eine neue Idee …?



Freitag, 9. Oktober 2009

Klein und fein - Erfahrungen mit der Panasonic GF1






Panasonic GF1 mit Lumix 1.7/20mm, Bl. 4, 1/2500 sec., 100 ISO, JPG





Angeblich ist oft der erste Eindruck von ganz besonderer Bedeutung bei der Begegnung zweier Menschen und kann schnell zu einer "sich selbst erfüllenden Prophezeiung" werden.

Genau so ist es mir mit der Panasonic GF1 ergangen: schon das erste Foto war so überzeugend, hat mich so mit positiven "Vorurteilen" geimpft, dass es mir jetzt schwer fällt, völlig "gefühllos" und unvoreingenommen über die Kamera zu schreiben.

Aber bei aller Begeisterung über die exzellente Bildqualität (auch in technischen Reviews bestätigt), die sicher auch zu großen Teilen dem 1.7/20er Pancake geschuldet ist: nicht alles ist Gold was glänzt …

Schnappschuss - Snapshot

Panasonic GF1 mit Lumix 1.7/20mm, Bl. 1.7, 1/30 sec., 1600 ISO



Das Bild (hier ein Ausschnitt) zeigt - auf dem Web-Foto schlecht bis gar nicht zu erkennen - erste Schwächen.
Im Schärfebereich und in Zonen mittlerer Helligkeit ist alles Bestens.

Aber Schattenbereiche fangen an zuzuschmieren, in den dunkleren Hauttönen sind erste rötliche Zusammenballungen zu sehen.

Rauschen stellt noch kein Problem dar und ist vor allem in unscharfen Bereichen zu sehen.
Auch mit 1600 ISO ist die GF1 für die sog. "social photography" ohne weiters geeignet.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Für Pixelpeeper - Panasonic GF1 + Lumix 1.7/20mm

Das Bild: RAW und JPG parallel fotografiert - Bl. 1.7, 1/400 sec., 100 ISO, AWB, Fokus in Bildmitte, aus der Hand fotografiert.




JPG direkt aus der Kamera: keine vernünftige Nachschärfung mehr möglich bzw. nötig. Es werden sofort Artefakte sichtbar und das Bild wirkt überschärft.
Ich meine einen leichten Magentastich zu sehen.
Alles in allem - bezogen auf die tatsächliche Bildgröße* - ein gutes Ergebnis.

*der Betrachtungsabstand vom gedruckten Bild sollte mindesten die Bilddiagonale betragen,
in diesem Fall mindesten 50 cm.



RAW als DNG via Lightroom ins Archiv importiert, keine Veränderung (außer RAW-Engine) in Lightroom!
Nachgeschärft in Photoshop. Keine Artefaktbildung.

Das Bild wirkt plastischer, ist eine Idee neutraler, Tonwertverläufe im gesamten Bild weicher als beim JPG.
Ich finde, ein sehr gutes Ergebnis!



DNG ohne Schärfung


Die Abbildungsleistung der Linse kann durch moderates Abblenden (und ein Stativ!) noch etwas gesteigert werden.

Alles in allem habe ich den Eindruck, dass das Objektiv der Auflösung des 12 MP-Sensors mehr als gerecht wird, was man von vielen Zoomoptiken nicht unbedingt sagen kann.
Es bildet kontrastreich ab, selbst bei Gegenlicht.

Das Lumix 1.7/20mm ist uneingeschränkt offenblendentauglich, Kamera und "Pfannkuchen-Linse" bilden eine perfekte Kombination für die " available light photography".


Ein kleiner Erfahrungsbericht folgt noch.

Guitarplayer


Panasonic GF1, Lumix 1.7/20mm, Bl. 2, 1/160 sec., 100 ISO*




*Das Bild ist - wie üblich - bearbeitet und deshalb keine Referenz für Optik oder Kamera.

Dienstag, 6. Oktober 2009

Das brausende Leben

GF1 mit Lumix 1.7/20mm, Bl. 1.7, 1/640 sec., 100 ISO


Die Bundestagswahl ist vorbei - es kann entlassen werden.
Auch die Beschäftigten von KBA metalprint schauen in eine ungewisse Zukunft.
Kampf um die Arbeitsplätze oder Resignation und Hartz IV, das ist die Frage.


Ein Bild aus dem brausenden Leben, das auch die Tauglichkeit der Panasonic GF1 und ihrer lichtstarken Universalbrennweite (KB equiv. 40 mm) im alltäglichen Einsatz zeigt.

Samstag, 3. Oktober 2009

Bilder die lügen - Stuttgarter Zeitung



via BILDblog

Datura


GF1 mit Lumix 1.7/20mm



Zur Information: das Bild ist via Lightroom in Photoshop nachbearbeitet, u. a. habe ich "Störungen" hinzugefügt.
Das Bild taugt also nicht als Referenz.


Nachtrag: wenn man bedenkt, dass die Sonne unten rechts frontal in die Optik scheint, ist der Kontrast im Bild doch recht beachtlich. Keine Reflexe, Geisterbilder oder Schleierbildung zu sehen.

…when you consider that the sun shines into the bottom right frontal into the lens, the contrast in the picture quite considerably. No reflections, ghost images, or fogging.

Freitag, 2. Oktober 2009

Ein Augenblick - für die Panasonic GF1

Panasonic GF1 mit Pancake 1.7/20mm, Bl. 1.7 (!), 1/100 sec., 100 ISO


Es ist jetzt doch viel auf einmal - auch für mich.
Zudem bewege ich mit mit der Panasonic auf unbekanntem Gelände.
Ich werde also nichts übers Knie brechen, ein kleiner Bericht kommt nächste Woche.

Soviel kann ich aber jetzt schon sagen: wenn die Linse schon bei offener Blende so gut ist …!

Michael Reichmann konstatiert:
"… I found that it [Lumix 20mm/f 1.7] held up quite nicely against casual shots taken at the same time with a $3,600 Leica 50mm f/1.4 Summilux. No, not as good as – but very nice, and for $400 it offers excellent value for anyone shooting with a M4/3 camera, either one from Panasonic or Olympus."
Aufnahmesituation ähnlich wie mit der Canon 7D, die auch noch mit einem bei Bl. 2 (und 800 ISO!) weniger brilliant zeichnenden 1.8/28er (equv. 40mm KB, entspricht dem Bildwinkel der Panasonic) bestückt war
Der Bildausschnitt ist auch nicht ganz so groß.

Deshalb auf die beiden Fotos nicht zu viel geben, sie können keine Grundlage für eine Qualitätsvergleich abgeben.

Also, schaun mer mal …


update:
mein Erfahrungsbericht ist hier
Fotos mit der GF1 und Pancake 1.7/20mm bzw. Macro-Elmarit 2.8/45mm sind hier

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Von Allem das Beste - Ein Augenblick für die Canon 7D




Canon 7D, EF 1.8/28mm, Bl. 2.0, 1/40 sec., 800 ISO, JPG, Ausschnitt aus der weiter unten eingeklinkten Datei*
n

"Eine gute Paella sollte auf den Gast warten und nicht der Gast auf die Paella" sagen die Wirte in Spanien und möchten gerne, dass man diese Landesspezialtiät rechtzeitig vorbestellt.
Schließlich soll nicht nur von Allem etwas, sondern von Allem das Beste auf den Tisch kommen …

Mittwoch, 30. September 2009

Ara Güler- Das Auge Istanbuls

Ara Güler • Warten auf Arbeit

Der große türkische Fotograf Ara Güler (geb. 1928 in Istanbul) wurde für seine Werke mehrfach ausgezeichnet: 1961 bezeichnete ihn das „Photography Annual" als einen der sieben besten Fotografen weltweit, 1962 wurde er zum „Master der Leica" gekürt und 1968 vom Museum of Modern Art, New York zu den „Zehn Meistern der Farbfotografie" gewählt. In der Türkei gilt er als "Fotograf des Jahrhunderts". Ara Güler ist Mitglied der Agentur Magnum Photos.

In seiner Karriere als Fotojournalist arbeitete er weltweit für große internationale Zeitschriften wie TimeLife, Paris Match oder Der Stern. Aber ganz wichtig war Ara Güler immer seine Heimatstadt, die er über Jahrzehnte ablichtete. Die Ausstellung konzentriert sich auf die Bilder, in denen er sein Istanbul porträtiert. Seine Fotografien zeigen vor allem eines: Menschen. „Die Menschen sind meine Welt", sagt Ara Güler. Sein Fokus liegt häufig auf kleinen Details des einfachen Lebens. Einfühlsam zeigt er uns melancholische Momente aus dem Alltag, trübe wie auch fröhliche, die Straßenhändler, Fischer, Frauen und Männer, Kinder und Alte. Immer stehen bei ihm die Menschen im Zentrum. "Wenn ich die Hagia-Sophia fotografiere, ist für mich am wichtigsten der Mensch, der an ihr vorbeiläuft". Daher nennt man ihn auch "das Auge von Istanbul".

Ara Gülers Blick für das Menschliche im Alltag machte den Magnum-Fotografen zur Legende.


Die Ausstellung eines großartigen Fotografen über eine großartige Stadt ist zu sehen bis zum 22.11.2009 im

TREFFPUNKT Rotebühlplatz
vhs-photogalerie 3. und 4.OG
Rotebühlplatz 28
70173 Stuttgart

Abendhimmel

Ricoh GRD II

Montag, 28. September 2009

Form und Formfaktor

Canon S3 IS
Fruchtbildung an einer Magnolie: die Form ist außergewöhnlich.
Warum ich immer mal wieder zu einer Kamera greife, die so gar keine "professionellen Eigenschaften" hat?
Ich denke, weil der sog. "Formfaktor" stimmt: sie ist klein und leicht, liegt perfekt in (meiner) Hand, hat einen universellen, relativ lichtstarken und stabilisierten Brennweitenbereich, Schutz- und Polfilter mit 52er Gewinde sind einsetzbar, der Monitor ist dreh- und schwenkbar und sie wird von 4 AA-Zellen versorgt.
Aber - sie hat eben nur einen winzigen Sensor, der auch "nur" JPG's produziert.
Der elektronische Sucher reicht gerade so zur Motiverkennung, sie ist langsam beim fokussieren und in der Bildfolge und "plastikfantastik" (wenn auch robust).
Ob ich bei den Micro-Four-Thirds wohl ein stimmiges Gegenstück finde, das ich genauso gerne in die Hand nehme?

Freitag, 25. September 2009

Im Vorübergehen / En passant / Passing by - Willy Ronis

"La nue provencal" • Willy Ronis, 1949

"Ich bin niemals ohne meine Kamera aus dem Haus, selbst wenn ich nur zum Bäcker gegangen bin."

Donnerstag, 24. September 2009

Canon 7D - ein Erfahrungsbericht


Michael Reichmann beschreibt seinen "Erstkontakt" mit der neuen Canon EOS 7D.

Er schreibt:
"Diese Kamera ist ein signifikantes Upgrade gegenüber allen ihren Vorgängern, einschließlich der 20D, 30D, 40D, 50D, 5D MKII, sogar gegenüber Funktionen der 1Ds-Serie. In der Tat scheint sie mehr Gemeinsamkeiten in Bezug auf Qualität zur 1er-Serie, als zur xxD- Serie zu haben."
Er lobt die Videofunktionen, kritisiert aber (zu Recht!) das fehlende schwenkbaren LCD-Display und fragt Canon:
"Also, warum fehlt es bei der 7D, die möglicherweise die beste Video-DSLR aller Hersteller ist?"
Er fasst zusammen:
"Wenn die Serienkameras so gut sind wie die Bauqualität der Kamera, dann wird Canon insgesamt einen Sieger in dieser Kategorie und in diesem Preissegment haben. Die 50D lies einen etwas sauren Geschmack im Mund einiger Leute zurück. Hoffen wir, dass, wenn die 7D ausgeliefert wird, Canon stolz sein kann."


update vom 1.Oktober: mein Erfahrungsbericht über die 7D ist hier

After Midnight


Metrostation Sol, Madrid, Spain • Ricoh GRD II


After midnight, were gonna let it all hang down …

Lynsey Addario, Photographer

Beeindruckend!

Dienstag, 22. September 2009

Madrid, Du wunderbare … ein kleiner Bilderbogen

Madrid, das ist …




die Vuelta kommt nach Madrid, Plaza de Cibeles, im Hintergrund: El Palacio de Comunicaciones

unverhüllte Macht und Pracht, Selbstdarstellung und Show …



Cafeteria/Cerveceria in der Calle del Conde Duque

eine kleine Cerveceria, wo man bei einem Glas Cruzcampo für immer sitzen bleiben möchte …


klassische Kultur und alternative Kreativität



auf der Gran Via

und ab und an ein Rest von altem spanischen Großbürgertum.


alle Fotos mit einer Ricoh GRD II

Jetzt geht es um die Wurst

Schön, dass wir nicht immer nur über den Ozean blicken müssen, um kreative und gut produzierte Anwendungen digitaler Technologien sehen zu können.

Anna Jockisch war im Lande unterwegs und hat den Wahlkampf von Angela Merkel und ihrem Herausforderer Frank-Walter Steinmeier fotografiert und eine sehr sehens- aber auch höhrenswerte "Tondiaschau" produziert.

Das ist Fotojournalismus heute.



Passt dazu und kontrastiert: Andreas Herzau sieht Angela Merkel.


Samstag, 19. September 2009

Madrid, Du wunderbare …


Museo Reina Sofia, Guernica, Picasso • Ricoh GRD II



Madrid heißt auch wieder sehen lernen: das Licht, die Schatten, die Augen, die Augen, immer wieder die Augen …


Mittwoch, 16. September 2009

Krater-Rand-Notiz

abendlicher Blick über die Caldera auf den Pico del Teide, Tenerife, Spain • Ricoh GRD II


Werde meine Aktivitäten für einige Tage ins europäische Ausland verlegen - hoffentlich mit Internetanschluss.

Samstag, 12. September 2009

Twin Towers? - Vernebelte Risiken

Kühltürme des AKW Philippsburg • Canon EOS 5D, EF 28-70/2.8 L, Bl. 5.6, 15 sec., 400 ISO
Acht Jahre nach dem 11. September 2001 gibt es noch immer keine ausreichenden Schutzmaßnahmen gegen terroristische Angriffe auf AKW. Aus internen Dokumenten unter anderem des Bundeskriminalamtes geht hervor, dass die Sicherheitsbehörden das Risiko eines Terroranschlags aus der Luft auf ein deutsches AKW nicht mehr ausschließen. Gleichzeitig ist die bisherige Abwehrtaktik, das AKW im Falle eines Angriffs zu vernebeln, gescheitert. Darin sieht selbst das Bundesumweltministerium ...keine wesentliche Verbesserung der Sicherheit der Kernkraftwerke...
Greenpeace

Das Thema ist etwas "off topic", aber ich kann wenigstens - hab' gerade sonst nichts in petto - einen Ausschnitt aus meinem"brausenden Arbeitsalltag" in den Blog einbringen.

Das Foto ist allerdings weniger journalistisch als ästhetisierend und so wertfrei, dass es sowohl in einer Image-Broschüre der EnBW, als auch in einer Veröffentlichungen von Atomkraftgegner erscheinen könnte.

Obwohl die Kühltürme eines AKW mit Sicherheit eher die harmloseren Teile solch einer Anlage sind, haben sie doch eine starke symbolische Wirkung: allein ihre Dimension wirkt furchteinflößend und der unaufhaltsam entweichende Dampf könnte als Synonym für die unkontrollierbaren Gefahren der Kernenergie gelten.

Bald ist Bundestagswahl und neben wichtigen Themen wie Wirtschaftskrise, Soziales und Afghanistan können durch die Wahl auch wichtige Entscheidungen zur gesamten Problematik der Kernenergie beeinflusst werden.

Wir FotografInnen sind zwar oft nur ein "Arsch mit Finger", aber ein Kreuzchen an der richtigen Stelle machen, das können wir doch allemal - oder?

Freitag, 11. September 2009

Dr. Photo's Wort zum Sonntag

Schade - wegen Serverüberlastung war es eine etwas verunglückte Vorstellung der Leica M9 und der Leica X1.
Eigentlich haben wir ja schon alles gewusst, aber allein des "geschliffenen" Englisch wegen hat sich das Reinschauen doch gelohnt, oder?


Leica hat vor gut 3 Jahren mit der M8 den glücklosen Versuch gemacht, sich mit der klassischen Messsucherkamera den Platz im "digitalen Zeitalter" zurück zu erobern, den sie in der "analogen Zeit" so erfolgreich inne gehabt hatten.

Was dann allerdings folgte, war eine Geschichte aus Kompromissen und Pannen.
Darüber konnten weder die nachgeschobene aufgemotzte M8.2 noch die etwas peinlichen Sondereditionen hinwegtäuschen.
(Wer Lust hat darüber nachzulesen: hier sind gesammelte Artikel dazu aus diesem Blog)

Keine Frage, die Leica M9 ist endlich die kompromisslose und würdige Nachfolgerin der analogen M-Leica.

Kompromisslos vor allem, weil das Messsucherprinzip seine Stärken im Bereich Weitwinkel bis zur Normalbrennweite hat. Da ist die manuelle Scharfeinstellung schnell und sehr präzise und da besticht auch die Möglichkeit mehr als den von der Optik erfassten Bereich zu übersehen und so den "decisive moment", den entscheidenden Augenblick kommen zu sehen.
Eine Messsucherkamera mit "eingebauter" Brennweitenverlängerung wie die M8 es war, ist schlicht und einfach widersinnig.

Und wir sind alle darauf gespannt, ob die M9 mit ihrem 18MP-Kodak-CCD-Sensor und dem Verzicht auf ein Anti-Aliasing-Filter (dient hauptsächlich zur Minderung von Moiree-Effekten, verursacht aber Unschärfen, die später korrigiert werden müssen) die Bildqualität aktueller DSLR's erreichen bzw. toppen kann.

Ob sie ihren Preis wert ist, kann allerdings jeder nur für sich selbst entscheiden.
Wer noch einige Leica-Objektive in der Vitrine hat, wird für das nackte Gehäuse mit ca. 5500 Euro zur Kasse gebeten, das entspricht dem Preis einer aktuellen High-End-DSLR und erscheint mir nicht unangemessen.

Teurer wird es allerdings für den, der eine oder gar mehrere Optiken dazu kaufen möchte.
Ein "günstiges" Summarit 2.5/50mm als Einstieg schlägt z. B. mit gut € 1000 zu Buche.
Wer in lichtstärkere Sphären vorstoßen will - immerhin eine Domäne der M-Leica - braucht allerdings schon eine enorm dicke Brieftasche.


Etwas schwerer fällt es mir, die Spezies der ebenfalls vorgestellt Leica X1 im schier undurchdringbaren Dschungel digitaler Kameras einzuordnen.

Irgendwie ist sie nicht Fisch noch Fleisch.

Auf der einen Seite weist der APS-C-Sensor in das Segment kleiner aber feiner Kameras, zielt vor allem auf die MFT-Modelle von Olympus und Panasonic.

Auf der anderen Seite nimmt das fest verbaute Objektiv der Kamera doch einiges an Charme und Potential, wäre doch mit zwei, drei Wechseloptiken mit Leichtigkeit eine digitale Leica CL daraus geworden.

Ich verstehe natürlich: Leica will den Markt für die M9 nicht selbst kaputtmachen, nicht mit eigenen Produkten "kannibalisieren".

So wird die X1 ihre Käufer dort finden, wo man sich den "roten Punkt" etwas Kosten lassen will (immerhin knapp 1600 Euro, opt. Sucher ca. 270 Euro, Handgriff ca. 90 Euro) und mit einer Festbrennweite (die 24mm haben den Bildwinkel vergleichbar einem 35er KB-Format) gut auskommt.

Vielleicht hat es Leica ja geschafft, aus der Kombination von großem Sensor und festeingebauter Linse mehr an Bildqualität herauszukitzeln, als die (erstaunlich gute!) MFT-Konkurrenz?

Schaun mer mal …








Mittwoch, 9. September 2009

Geschichte wird gemacht! … und wir waren nicht dabei!

Live Webcast on 9/9/2009 - The next Generation of Leica Cameras
ich glaube, die Server sind zusammengebrochen.
Na denn …
Wenn jemand einen funktionierende Link weiß, bitte in den Kommentar schreiben!


Als Entschädigung zwei aktuelle Links:
Leica M9
Leica X1


Canon folgt Ende September mit der 1D MK IV bzw. der 3D ("During this fall, Canon will make one of its largest and most important launches in the company’s history …")
Mal sehen, ob es dann besser klappt.

Dienstag, 8. September 2009

… und es hat Zoom gemacht! - 1000 Beiträge in The Public Eye Blog

Eigentlich bin ich ja der Meinung, dass mit Blogangelegenheiten bzw. Artikel über die Befindlichkeit des Bloggers Leser eher genervt werden - der hat wohl nichts mehr auf der Pfanne?

Aber es gibt Ereignisse, da kann auch ich es mir nicht verkneifen etwas über den Blog zu schreiben.

Und so ein Ereignis ist jetzt der 1000ste Blogbeitrag.

Als ich im Dezember 2006 mit dem bloggen begann, hatte das vor allem "therapeutische" Gründe.
Ich hatte wenig Aufträge und suchte eine Möglichkeit am Fotografieren dranzubleiben, mich zu motivieren und damit auseinanderzusetzen, nach dem Motto: kein Tag ohne ein vorzeigbares Bild.
Dafür schien mir ein Blog das richtige Vehikel zu sein.

Natürlich entwickelt die Bloggerei im Laufe der Zeit ihr Eigenleben.
Man freut sich über jede Leserin, jeden Leser, hat den Ehrgeiz, sie zu halten, mehr dazu zu gewinnen.
Jeder Kommentar, jeder Diskussions- oder Bildbeitrag, der angeflogen kommt, ist eine Freude.

Aber im Lauf der Jahre spürt man Ermüdungserscheinungen, kommen Zweifel:

  • Ist nicht schon alles geschrieben (nur noch nicht von allen)?
  • Wiederhole ich mich bereits zum X-ten Mal?
  • Vertrete ich in der Gemeinschaft der "Photophilen" zu konservative, zu abseitige Ansichten?
  • Wird der Blog deshalb nicht öfter aufgerufen?

OK, man muss akzeptieren, die deutsche Lesergemeinde (mich eingeschlossen!) besteht wohl eher aus "stillen Genießern".

Natürlich, ich bin kein so begnadter Kolumnist wie z. B. Michael Johnston von TOP.
Und natürlich kann ein deutschsprachiger Blog keine so große Zahl von Menschen ansprechen, wie ein englischsprachiger (meine anfänglicher Versuch, zweisprachig zu schreiben, scheiterte einfach am größeren Zeitaufwand).

Trotzdem, ich habe fest vor, nicht nur im Dezember die drei Jahre komplett zu machen, sondern tapfer und unverzagt weiter zu schreiben, mich über jede neue Leserin, jeden Leser, über jeden Beitrag und jede Rückmeldung zum Blog zu freuen.

Es ist einfach schöner, seiner Leidenschaft nicht im stillen Kämmerlein frönen zu müssen, sondern Lust und Liebe an der Fotografie mit anderen "Photophilen" zu teilen.

In diesem Sinne …!

Montag, 7. September 2009

A Picture of a Perfect Day

So?
Oder so?
Fotos mit der Ricoh GRD II



Hochfläche der Schwäbischen Alb zwischen Hayingen und Zwiefalten.

Sehr zu empfehlen ein Ausflug zum Loretto Ziegenhof.
Es gibt einen Hofladen mit eigenen Bioprodukten, Vesper und Kaffee und Kuchen - wunderbar!

Von dort aus ist eine schöne 3 stündige Rundwanderung via Wimsener Höhle, der einzigen befahrbaren Wasserhöhle Deutschland, entlang der glasklaren und fischreichen Aach und über Zwiefalten zurück zum Ziegenhof möglich.


siehe auch hier, hier und hier

Sonntag, 6. September 2009

Sprache der Wand - Feel Free

Kamera: Yashica T5, Film: Rollei Redbird • © Stefan Bucher




Heute ein Beitrag von Stefan Bucher zum Projekt "Sprache der Wand".
Er schreibt:
 "Das alte BMW-Motorrad und der Spruch an der Wand wecken bei den Betrachtern vielleicht ihre jeweils ganz eigenen Vorstellungen von Freiheit."

Es ist gewiss! - Leica M9


The Leica M9, which will "cost as much as a small car."




Und hier kann eine englische Broschüre zur M9 heruntergeladen werden: m9_brochure_english_RZ_low.1.pdf