David Stubbs, Moontime
Sehenswert!
Dienstag, 30. September 2008
Landschaftsbilder
Sonntag, 28. September 2008
Photokina 2008 - ein kleiner Nachruf
"Eigentlich ist der ahnungsvolle, gerüchteschwangere Zustand in den Wochen vor der Verkündigung doch die schönste Zeit."
Diese Zeit ist jetzt vorbei und wenn es nicht vorher schon so war, so treten wir jetzt mit Sicherheit in den Zustand der "nüchternen Trunkenheit" ein - oder ist es womöglich ein Zustand vollkommener Ernüchterung?
Wir haben viel gesehen, zuviel für mich, um allem gerecht zu werden.
Herausgreifen möchte ich zwei bemerkenswerte Entwicklungen in der Kameratechnik.
Zum Ersten:
die Frage nach dem "digitalen Filmformat", also nach der Sensorgröße, hat sich spätestens jetzt erledigt.
Neben dem "wirklichen" Mittelformat gibt es jetzt "Mittelformat light", einen 30x45mm Sensor in einem großen "Kleinbild"-Gehäuse - die Leica S2.
Sie wird zum Preis eines Mittelklasse-PKW ihre Käufer finden und ich bin mehr denn je davon überzeugt, dass auch bei Canonikon schon entsprechende Pläne auf dem Tisch liegen.
So gibt es jetzt also die ganz Kleinen und die ziemlich Kleinen.
Dann kommen die 2/3", die Four/Thirds, die APS-Cs, die APS-Hs, die FF oder FX-Sensoren.
Danach fängt dann das Mittelformat an etc. pp. …?
Zum Zweiten:
Combo-Kameras kennen wir schon seit langem.
Bei den sog. Point&Shoot-Kameras findet sich kaum eine ohne Videofunktion.
Nun ist die Konvergenz (oder ist es doch Konfusion?) zwischen Stil- und Videokamera auch bei den Profikameras angekommen.
Ob sie auch bei den Fotografen ankommt, wird sich erst noch zeigen.
Vorläufig müssen wir uns in Geduld üben und eine Flut von mehr oder weniger sehenswerten Videofilmchen über uns ergehen lassen.
Wenn sich die erste Begeisterung gelegt hat, sehen wir weiter.
Was war spannend?
Spannend finde ich das, was sich hinter dem Begriff "Micro Four Thirds" noch versteckt hält.
Was wir bis jetzt gesehen haben, wird eine ernsthafte Konkurrenz für sog.Bridgekameras, die kleinere Sensoren und eine Süperzoom haben.
(Eine Ausnahme bei der Sensorgröße war die Sony R1, wer erinnert sich noch?)
Ich wage jetzt schon zu behaupten, dass wir für diese Kamerasysteme bald auch die klassischen Festbrennweiten 28-40-90mm (bezogen auf den Sensor 14-20-45mm) sehen werden, als relativ lichtstarke und schnuckelig-kleine Optiken.
Wenn schon Leica nicht erkannt hat, welche Möglichkeiten in einer digitalen Leica CL/Minolta CLE liegen, wer weiß, vielleicht dann jemand anderes?
Nun ja, sie haben sich für den S2-Boliden entschieden und die M-Leica endgültig zur "Dentistenkamera" gemacht: wer bitte kann sonst so viel Geld in ein Kamerasystem stecken, das zu den richtigen Optiken die falsche Sensorgröße hat, den Kunden im nachhinein teure Upgrade-Programme zumutet und für 8000 € ein superlichtstarkes Objektiv, das Noctilux 1:0,95/50mm anbietet, das zwar Aufsehen erregt, dessen praktischer Nutzen aber mehr als fraglich ist?
… und dann ist doch nur anschauen erlaubt.beide Fotos von Hartmut Möller fotografiert in Edinburg, Schottland
Das soll's mal gewesen sein.
Die Gerüchteküche bleibt jetzt für einige Zeit kalt.
Aber keine Sorge, die PMA findet bereits Anfang März 2009 in Las Vegas statt, auch hier im Blog wird der Herd wieder rechtzeitig angefeuert.
So ein bißchen "nüchterne Trunkenheit" hat doch noch niemand geschadet - oder?
Samstag, 27. September 2008
Fundstücke - im promenadologischen Kontext
Wer gelegentlich hier im Blog herumstöbert weiß, dass das Spazierengehen, die Fähigkeit zum Flanieren, zum Herumstromern und -streunen eine wichtige Voraussetzung für das Fotografieren ist.
Der Straßenfotograf muss gleichzeitig Flaneur sein, Promenadologe.
Wie will er anders zu seinen Motiven, seinen Bildern kommen?
Deshalb ist auch der Zugang zur Promenadologie, zur Spaziergangswissenschaft, oder "strollology" wie die Engländer sagen, so wichtig.
Und diesen Zugang finden wir z. B. via Spaceflaneur.
… und zu guter Letzt kann man sich auch über diese Seite so seine Gedanken machen, während man - natürlich mit Kamera - am Wochenende in einem promenadologischen Kontext unterwegs ist.
Der Straßenfotograf muss gleichzeitig Flaneur sein, Promenadologe.
Wie will er anders zu seinen Motiven, seinen Bildern kommen?
Deshalb ist auch der Zugang zur Promenadologie, zur Spaziergangswissenschaft, oder "strollology" wie die Engländer sagen, so wichtig.
Und diesen Zugang finden wir z. B. via Spaceflaneur.
"Der Flaneur, was will er, was sucht er, was tut er da draußen auf den Straßen, durch die es ihn weht?"diese Frage wird auf neon.de sehr schön und tiefsinnig betrachtet.
"Auf dem Boulevard zu Hause ist der Flaneur, ein Typus, der Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Aufkommen der Boulevards entstand. Für ihn als Voyeur bot der Boulevard den Platz um zu beobachten, genauso wie dieser Ort für alle anderen Spielarten des Flaneurs die passende Umgebung bereithielt: für den Verdächtigen, den Melancholiker, den Süchtigen, den Einsamen, den Einfühlenden, den Unschlüssigen, den Müßiggänger. Er ist der Ausdruck der neuentstandenen Rolle des öffentlichen Zuschauers […]"schreibt in einer Arbeit über Internet und öffentlichen Raum eine AutorIn, deren/dessen Namen ich beim besten Willen nicht herausfinden kann.
"The born-again flaneur is a stubborn creature, noticing everything …"lese ich auf flaneur.de
"Fraternal greetings and welcome to The Flâneur, official website of La Société des Flâneurs Sans Frontières"wird uns hier gewünscht …
… und zu guter Letzt kann man sich auch über diese Seite so seine Gedanken machen, während man - natürlich mit Kamera - am Wochenende in einem promenadologischen Kontext unterwegs ist.
Freitag, 26. September 2008
Im Vorübergehen / En passant / Passing by - Edward Weston
Edward Weston schreibt an Ansel Adams:
"Fotografie muss Extrasehen sein; bloßes Sehen würde die Wiederholung von Tatsachen bedeuten - der Illustrator von Katalogen macht das.EDWARD WESTON, 1908-1958
Aber Fotografie ist durchaus nicht Sehen in dem Sinne, dass die Augen sehen.
Unser Gesichtssinn, das Sehen mit beiden Augen, befindet sich in einem ununterbrochenen Zustand der Veränderung, während die Kamera einen einzigen isolierten Augenblickszustand für immer und ewig (wenn die verdammten Abzüge nicht verblassen!) einfängt und festhält.
Wir benutzen dazu noch Linsen mit verschiedenen Brennweiten, um das Sehen absichtlich hervorzuheben und "korrigieren" oftmals aus demselben Grund die Tönungen übertrieben. Beim Kopieren treiben wir unsere vorsätzliche Tatsachenverdrehung noch weiter, indem wir kontrastreiches Papier benutzen, das ganz unterschiedliche Resultate von der Ansicht oder dem Gegenstand, wie er in natura war, ergibt.
Wir müssen uns einig werden, dass dies ein ganz legitimes Vorgehen ist; es ist nicht im buchstäblichen Sinne "Sehen", es geschieht aus gutem Grund, mit schöpferischer Fantasie."
Edward Weston berührt in diesem kleinen Briefauszug zwei wichtige Aspekte der Fotografie: den des "natürlichen" menschlichen Sehens und den der kreativen Interpretation des Gesehenen.
Weston gehört - wie Adams - zu den Vertretern der "pure photography", auch "straight photography", die in Europa ihre Entsprechung in der "Neuen Sachlichkeit" fand.
Trotzdem - oder eben deshalb? - unterscheidet er deutlich zwischen "Sehen" und "Wiedergeben".
Interpretation, schöpferische Fantasie steht für ihn offensichtlich in keinem Wiederspruch zur "straight photography", die vielleicht wegen des Wortes "straight" oder "pure" oft missverstanden wird als eine Richtung in der Fotografie, die verlangt, das Bild unverändert so zu belassen, wie es aus der Kamera kommt.
Wer an Edward Weston denkt, denkt vielleicht an seine "nudes", an die Landschaften von Point Lobos, aber auch an Muscheln, Seetang - und Paprika.Aber an ein WC?
"Ich fotografiere gerade unsere Toilette, dieses glänzende, porzellanene Gefäß von außerordentlicher Schönheit.EDWARD WESTON, Tagebucheintragungen 1924-1932
Man mag meinen, dass ich in einer zynischen Stimmung bin, wenn ich ein solches Sujet wähle, […].
Ich war aufs äußerste erregt! - hier stand jede Kurve der "göttlichen Form des Menschen" sinnlich vor mir, abzüglich aller Fehler. […]
Es bleibt ein Problem. […] Der hölzerne Deckel erscheint am oberen Rand gerade noch, […]
Auf eine so einfache Abhilfe wie den Deckel abzuschrauben kam ich nicht.
Als Entschuldigung kann ich nur anführen, dass ich alle diese [4] Negative unter gr0ßem Zeitdruck gemacht habe, jeden Moment fürchtend, jemand könne einem natürlichen Bedürfnis folgend die Toilette zu anderen Zwecken als den meinen benutzen."
nicht verpassen!
Edward Weston auf ARTE: Sonntag, 28. September, 20:15 bis 20:45
Wer ein Buch - oder etwas anderes - über einen der Amazon-Links auf der Seite kauft, verschafft dem Public Eye Blog eine kleine Provision bzw. es werden die Mühen des Blogautors mit einem kleinen Espresso belohnt ;-)
Donnerstag, 25. September 2008
Wald statt Photokina - Unheimliche Begegnung mit dem verborgenen Volk
Ich gehe nicht auf die Photokina.
Ich gehe lieber in den Wald.
Auf der Photokina hat es viele Menschen.
Im Wald weniger, dafür gibt es - Trolle.
Nur keine Angst, Trolle tun einem (meistens) nichts zuleide.
Die geheimnisvollen Wesen mit den großen Nasen sehen zwar furchteinflößend aus, sie treiben aber nur allerlei harmlosen Schabernack und sind nicht wirklich böse.
Ganz anders der Troll im Internet: er postet ohne wirklich Interesse am Thema zu haben, einzig und allein und nur, um wütende Reaktionen der Leser zu provozieren!
Ich habe niemals eine Troll-Post der flames wegen geschrieben und werde das auch in Zukunft nicht tun - großes Ehrenwort!
Aber über Kommentare freue ich mich natürlich, wie jeder Blogger … ;-)
Mittwoch, 24. September 2008
Fundstücke - Yellow Lines
Auf Colin Jagos Blog des "Glücklichen Drachens" gibt es unter der Rubrik "the places" den Link "Today's photo".
Colin postet dort im Moment eine Bilderserie "Yellow Lines", ein interessantes Projekt.
(Projekt, Projekt, da war doch mal was …?)
Wie es überhaupt immer wieder lohnt, den "Glücklichen Drachen" aufzusuchen und in seiner Höhle herumzustöbern.
Colin postet dort im Moment eine Bilderserie "Yellow Lines", ein interessantes Projekt.
(Projekt, Projekt, da war doch mal was …?)
Wie es überhaupt immer wieder lohnt, den "Glücklichen Drachen" aufzusuchen und in seiner Höhle herumzustöbern.
Krieg dem Krieg
Truppen raus aus Afghanistan: Demonstration am 20.09.08 in Stuttgart …
… und in Berlin
Dienstag, 23. September 2008
Photokina News - Sigma DP2

Sigma DP2 mit 2.8/24mm-Objektiv (2.8/40mm equiv. KB) und Foveon-APS-C-Sensor.
Dass es eine Ergänzung zur glücklosen DP1 geben wird, wurde erwartet.
Doch meiner Meinung nach wird der Micro-Four-Thirds-Standard den Sigma's das Wasser vollends abgraben, allein schon wegen der Wechselobjektive.
Montag, 22. September 2008
Photokina News - Leica S2
Ein Mittelformatsystem im Kleinbild-Outfit mit 30x45mm-37MP-Sensor …
…and there will be also a worldsensation from Leica in the megapixel sector, and some interessting new items from Novoflex.....
… und es stellt sich mal wieder von Neuem die Frage: gibt es eigentlich ein digitales Format?
Oder anders gefragt: wurde beim Übergang vom Film zum Sensor das Pferd von hinten aufgezäumt?
Jeder, der schon vor der Jahrtausendwende fotografiert hat weiß: "das" Filmformat existierte nie.
Von der Bedeutung her hatte das Kleinbildformat 24x36 zwar klar die Nase vorn.
Aber es gab alles: von Minox 8x11 über Halbformat (Olympus/Yashica) 18x24, die schnelle Robot mit 24x24, bis hin zu diversen Kassettenfilmen und endlich APS mit dem Format 16,7x30,2.
Von den unterschiedlichen Rollfilmformaten (4x4, 4,5x6, 6x6, 6x7, 6x9) ganz zu schweigen.
Warum wurde wohl ausgerechnet das APS-Format zum ersten Sensorformat?
Waren wirklich anfängliche technische Probleme bei der Wafer-Produktion der Grund?
Oder könnte nicht auch ein Grund gewesen sein, dass ein Sensor andere Ansprüche an Objektive stellt, als ein vergleichbares Filmformat?
Dass man Enttäuschungen und kritische Reaktionen über die Qualität des digitalen Films vermeiden wollte, indem man die Sensorgröße auf ein unkritisches Maß reduzierte?
Die Fragen nach einem originär "digitalen Format" haben sich wohl mit der Vorstellund der Micro-Four-Thirds und heute der Leica S2 - einer KB-Mittelformatkamera - endgültig erledigt.
Nachtrag:
http://dfarkas.blogspot.com/
Jeder, der schon vor der Jahrtausendwende fotografiert hat weiß: "das" Filmformat existierte nie.
Von der Bedeutung her hatte das Kleinbildformat 24x36 zwar klar die Nase vorn.
Aber es gab alles: von Minox 8x11 über Halbformat (Olympus/Yashica) 18x24, die schnelle Robot mit 24x24, bis hin zu diversen Kassettenfilmen und endlich APS mit dem Format 16,7x30,2.
Von den unterschiedlichen Rollfilmformaten (4x4, 4,5x6, 6x6, 6x7, 6x9) ganz zu schweigen.
Warum wurde wohl ausgerechnet das APS-Format zum ersten Sensorformat?
Waren wirklich anfängliche technische Probleme bei der Wafer-Produktion der Grund?
Oder könnte nicht auch ein Grund gewesen sein, dass ein Sensor andere Ansprüche an Objektive stellt, als ein vergleichbares Filmformat?
Dass man Enttäuschungen und kritische Reaktionen über die Qualität des digitalen Films vermeiden wollte, indem man die Sensorgröße auf ein unkritisches Maß reduzierte?
Die Fragen nach einem originär "digitalen Format" haben sich wohl mit der Vorstellund der Micro-Four-Thirds und heute der Leica S2 - einer KB-Mittelformatkamera - endgültig erledigt.
Nachtrag:
http://dfarkas.blogspot.com/
Photokina 2008: BIOS - Better Instead Of Smaller
40.000 Stück dieser Test-Chart im Format A0 werden auf der Photokina kostenlos an Interessierte abgegeben.
Dahinter steckt u. a. das Testlabor Image Engineering, auch bekannt durch sein Engagement gegen "Flut und Fluch der kleinen Pixel" (6megapixel.org.)
Wer nicht auf die Photokina kommt, kann diese Test-Chart auch unter
info(at)image-engineering.de
gegen einen Kostenbeitrag von 20 € zzgl. MWSt. bestellen.
Sonntag, 21. September 2008
Sex! Verboten! Durchfahrt! Gefahr! - Sinsheim!

Canon 5D mit 4.0/24-105mm L IS
Auf einer Fahrt in den Norden unseres "Ländle" in Sinsheim gesehen.
Sinsheim ist bundesweit bekannt …
- wg. der Staunachrichten von der Bundesautobahn A6,
- wg. seines Auto- und Technikmuseums, dessen Ausstellungsstücke direkt an der Autobahn immer wieder für Auffahrunfälle sorgen,
- und Sinsheim wird bald noch bekannter, weil ebenfalls direkt an der A6 die Rhein-Neckar-Arena gebaut wird, das Bundesligastadion für die von SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp gesponserte Aufsteigermannschaft TSG 1899 Hoffenheim.
Soviel fürs Erste zu Sinsheim … und jetzt schnell weiter ;-)
Samstag, 20. September 2008
Lightroom 2.1 erhältlich
Auf der Update-Seite gibt es eine Liste der Verbesserungen, bzw. bug-fixes.
Neue Kameras werde ebenfalls unterstützt, u. a. die Nikon D90
Das Update ist hier erhältlich.
Neue Kameras werde ebenfalls unterstützt, u. a. die Nikon D90
Das Update ist hier erhältlich.
Freitag, 19. September 2008
Im Vorübergehen / En passant / Passing by
Image&Nature Nr. 16 - kommt eine Canon 7D, oder ist alles nur ein Fake?"I am hugely disappointed because once again Canon engineers are dictated by their marketing department and had to keep up with the megapixel race. They have the technology to blow the competition away by adapting the new 50D sensor tech in a full frame format and just easing off a little on the megapixels. Although no formal testing has been done on the new model yet, judging by the spec and technology used, it just seems to be as good or as bad as the competition - not beating them by a mile which we used to."
"Ich bin sehr enttäuscht, weil wieder einmal den Canon-Ingenieuren durch ihre Marketing-Abteilung diktiert wurde, beim Megapixel-Rennen mitzuhalten.ein anonymer Canon-Angestellter
Sie hätten die Konkurrenz weggepustet, wenn sie die 50D-Sensortechnologie auf einen Vollformatsensor bei etwas geringerer Pixelanzahl hätten anwenden dürfen.
Obwohl das neue Model [die 5D Mark II] bisher keiner formalen Prüfung unterzogen wurde, wenn man ihre Spezifikation und Technologie beurteilt, so scheint es nur so gut oder so schlecht zu sein wie die Konkurrenz - und nicht meilenweit voraus, wie wir es eigentlich gewohnt sind."
Bei einer erster Betrachtung der neuen Canon Modelle, hatte ich sehr schnell das Gefühl, dass die 50D trotz ihres kleineren Sensors eigentlich die bessere 5D Mark II ist.
Eine verblüffende Parallele zur Berurteilung von Nikon D3 vs. D700 durch viele Fotografen.
Dabei spielt - neben der Kameratechnologie - natürlich nicht zuletzt auch das Preis/Leistungsverhältnis eine Rolle.
Donnerstag, 18. September 2008
Nüchterne Trunkenheit - Einige Worte am Vorabend der Photokina
Fotografiert mit einer 2-Generationen-alten-350-€-Amateurkamera - sie war auch mal eine Nachricht wert - JPG direkt aus der Kamera …Das fängt ja gut an - nüchterne Trunkenheit?
Wo wir doch beschwipst von Gerüchten, Gemunkel, von Fakes und News, ganz be"hype"t durch die Gegend taumeln?
Na ja, draußen dräut Frost, drinnen wärmt ein Feuer und der erste Grog, und vielleicht braucht es ja diesen Zustand einer "nüchteren Trunkenheit" um jetzt schon ein paar vorläufige Worte über die "Neuigkeiten" der Photokina zu verlieren.
Eigentlich ist der ahnungsvolle, gerüchteschwangere Zustand in den Wochen vor der Verkündigung doch die schönste Zeit.
Wenn dann der Vorhang aufgeht, wenn man dann weiß was Sache ist, wenn man dann die ihrer bunten Phantasiekleider entledigten Traumbilder unseres Verlangens leibhaftig und "nackt" vor sich sieht, tritt leider wieder Ernüchterung ein: a camera is a camera is a camera …
Und man stellt sich, angesichts all der herrlichen Geldanlagemöglichkeiten, vernünftigerweise vor dem Kauf doch noch ein paar Fragen:
- wie oft musste ich mit ISO-Zahlen jenseits der 800 fotografieren?
- wie oft hatte ich Probleme mit zu kleinen Dateien?
- wie oft haben sich die KollegInnen aus den Fotoredaktionen über meine verrauschten Bilder beklagt?
- und wann habe ich eine Videofunktion in meiner Spiegelreflexkamera wirklich vermisst?
War es nicht eher so,
- dass ich das schwarze Monstrum in meiner Hand am Abend unangenehm im Handgelenk spüre,
- dass ich merke, wie angsteinflößend diese Riesenapparate für diejenigen sind, die ich fotografieren will,
- dass ich mir oft einfachere und schlüssigere Einstellmöglichkeiten gewünscht habe, schnellere Reaktionszeiten, leisere, oder besser noch, keine Geräuschentwicklung beim Fotografieren etc. pp …
Um so mehr braucht es die Kameratester, die Laboringenieure, die pixel-peeper, die uns anhand von Tabellen und Messwertprotokollen weismachen wollen, dass die neue Kamerageneration tatsächlich alles in den Schatten stellt, von dem wir bisher glaubten, damit gut fotografieren zu können.
Aber die neue Canonikon DX II wird uns nicht davor schützen, dass der Kollege mit seiner abgenudelten Kamera neben uns, am nächsten Morgen sein Bild in der Zeitung hat - vielleicht sogar, weil er schon lange nicht mehr in die Betriebsanleitung schauen muss, während ich nicht mehr weiß, wie ich die Live-View-Funktion wieder ausschalten kann, auf deren Einschaltknopf ich versehentlich gedrückt habe.
Wer eine neue Kamera braucht, soll sich eine kaufen.
Wer allerdings glaubt, dass er mit einer neuen Kamera endlich die Bilder machen kann, die er bisher nie gemacht hat, der sollte aufhören zu träumen.
Wie gesagt: eine Kamera ist eine Kamera ist eine Kamera.
Wer' s nicht glauben will, in ein paar Wochen sind wir alle doch wieder eines Besseren belehrt.
P.S.:
ich blättere gerade in einem "Marokko-Merian" von 1975.
Ein ruhiger Blick auf die Farb- und S/W-Fotos hat therapeutische Wirkung.
Gute Reisefotografie, aber an "heutigen" Maßstäben gemessen technisch ungenügend.
Ich würde sogar behaupten, kein Foto im Heft hat die technische Qualität meines banalen Fensterfotos.
Was soll uns das jetzt sagen …?
Mittwoch, 17. September 2008
Vorhang auf! - Canon EOS 5D Mark II
21MP-Sensor mit Empfindlichkeit 100-3200 ISO, erweiterbar bis zu 25.600 ISO- Auto ISO von 100-3200 - endlich!
- Der neue CMOS-Sensor soll nahezu rauschfrei sein
- DIGIC 4 Prozessor
- 3,9 Bilder/sec.
- HD 1080 Videoaufnahmen
- Vignettierungskontrolle für bis zu 40 Objektive speicherbar (ich frage mich, ob das so wichtig ist?)
- Sensor Reinigung
- leider bleiben Verschlußverzögerung (73ms) und Blackout-Zeit gleich wie bei der trägen Tante 5D
- auch wurde das bessere AF-System der 40D/50D nicht übernommen
- Listenpreis ca. 2500 €
Vorgestellt wurde auch die neue Powershot G10 mit 2.8-4.5/ 28-140mm-IS-Optik, allerdings mit kleinem 1 1/7"-Sensor. Der untersützt aber weiterhin das RAW-Format.
Und zwei neue Bridge-Superzooms mit 2.8-5.6/28-560mm Optiken.
Alle Kameras haben neue Features zur Kontrast- und Bildoptimierung.
Dienstag, 16. September 2008
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