Sonntag, 29. Januar 2012

Die großartigsten Kameras aller Zeiten

Photography Monthly veröffentlicht eine Liste der großartigsten Kameras – nicht uninteressant!

Allerdings muss man sehen, dass die Kriterien, nach denen beurteilt wird, von Kamera zu Kamera ganz verschieden sind.
Manche stoßen die Tür zu einer neuen Technologie auf, andere wiederum stehen wegen ihrer massenhaften Verbreitung oder ihrer überrragenden Bildqualität auf der Liste.

Ich habe mit einigen der aufgeführten Kameras selbst fotografiert und tue es auch heute noch.
Während die Canon D30 und auch die 5D sicher mit Berechtigung auf der Liste stehen, verstehe ich nicht so ganz, warum die 7D – zweifelsohne eine gute Kamera – auf der Liste steht.

Dafür fehlen nach meiner Meinung z. B. eine Canon RT, eine Konica Hexar, eine Olympus µ-II, eine Ricoh GR1s/GR21, natürlich die Fuji X100 etc. pp.

Mir würde noch so einiges einfallen …


Sei's drum, hier die Liste:

Samstag, 28. Januar 2012

PEACE in juxtaposition

© Tyler Monson


Tyler schreibt zu seinem Projektbeitrag:
"For me, the interest is the juxtaposition [Nebeneinander?] of the two images, and I included the camera image names to show that they were sequential frames. It was all by chance. :-) "

Freitag, 27. Januar 2012

Objet trouvé

© Markus Spring
Markus schreibt zu seinem Projektbeitrag:

"This rabbit is *not* a victim of a traffic accident / Dieser Hase ist
*nicht* das Opfer eine Verkehrsunfalls."

Donnerstag, 26. Januar 2012

Analoge Morgenröte?


21.01.2012, Demonstration gegen Stuttgart 21 • beide Fotos mit Canon RT, EF 1.8/50mm auf Fuji Neopan 400

Dieser Versuchung konnte ich einfach nicht widerstehen: eine Canon RT, eine "Vitrinenkamera"war zu ersteigern.
Mit der Kamera wurde nie ein Film belichtet, nur ab und an eine Batterie eingelegt um den Verschluß zu betätigen.
Ich hatte Glück…

Die Canon RT war für mich vor der "digitalen Götterdämmerung" die Brücke vom Olympus OM-System zu Canon.
Von einem System, das zwar hervorragend war, aber leider nicht mehr weiter entwickelt wurde (tut sich da wieder was?), zu einer modernen Autofokus-Kamera mit (digitaler) Zukunft.

Ich erinnere mich noch sehr gut an den ersten "Erstfall", bei dem ich mir getraute, die Kamera (mit einem EF 35-80mm) einzusetzen – bei Gelegenheit wird das eine kleine Anekdote.

Nun habe ich also wieder eine analoge Kamera.
Schön, der Sucher ohne "Auszeit", die rekordverdächtige Reaktionsschnelligkeit.

Erstaunlich wie gewohnt sich alles anfühlt, Filmeinlegen, zum Belichtungsmesser der Kamera gelegentlich als Referenz einen Handbelichtungsmesser zu Rate ziehen.
Erstaunlich, wie wenig ich das "Mäusekino" zur Bildkontrolle vermisse, mich schon darauf freue, die Filme aus dem Labor zu holen.

Soll ich nach einer alten Jobo-Dose suchen, die Filme wieder selbst entwickeln…?


Ob und wie ich die Kamera in Zukunft einsetzen werde, wird sich noch weisen – schaun mer mal…


Montag, 23. Januar 2012

How Big Can You Go?

Carl Weese, Trees in fog, Woodbury, CT, 2012 (Lumix G3, 45–200mm)

hier gibt es einen interessanten Artikel von Carl Weese zum Tauglichkeit von  MFT-Sensoren für Fine-Art-Prints.

Mittwoch, 18. Januar 2012

Augenzeugen

Wir waren drin. Im heiß umstrittenen Bett der Polizei, als sie am vergangenen Freitag den Südflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs räumte.
Ein Kontext-Team (Fotograf und Reporter) wurde in einer Besprechung auf den Einsatz vorbereitet, wartete mit den Polizisten im Mannschaftsbus und eilte mit einer Hundertschaft durch den Bahnhof bis hin zum Südflügel.
Dort froren nicht nur die Demonstranten, sondern auch die anderen Kontext-Reporter, die sich vor Ort ein Bild machen wollten: eine ein- und ausgebettete Reportage.


Augenzeugen

Freitag, 13. Januar 2012

Stuttgart 21 – Südflügel




Mehr Unterstützung wäre dringend nötig gewesen.
So konnten die ca. 500 Menschen, die den Abriss des Südflügels des Stuttgarter Hauptbahnhofs verhindern wollten nur darauf warten, bis gegen 3 Uhr am Freitagmorgen eine Polizeiübermacht anrückte um die Blockade zu beenden.





Fotografiert mit Canon 7D/EF 1.8/50mm und Fuji X100

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Kontext:Wochenzeitung – Misstraue der Oberfläche




Wir leben in einer visuellen Welt.

Unzählige bunte Bilder buhlen um unser Hinschauen, versuchen, wie Animateure auf der Reeperbahn, unsere Aufmerksamkeit zu erregen, uns auf eine Seite, in einen Text zu ziehen. Auch wir, die Redakteurinnen und Redakteure der Kontext:Wochenzeitung, wollen nicht auf Fotografie als Türöffner und visuelle Ergänzung zu unseren Artikeln verzichten.

Bilder sollen nicht nur Appetit auf den dazugehörigen Text machen, sie sollen auch Glaubwürdigkeit und Authentizität von Inhalten untermauern. Idealerweise gehen Bild und Text Hand in Hand,
werden Termine gemeinsam von Fotografen und Redakteuren wahrgenommen, wie in unserer Serie "Gipfelgespräche". Aber auch bei Reportagen aus dem Land, wie z. B. "Im Kretschwald" "Der Stuttgarter D-Day", oder aber bei Porträts wie "Die Unbeugsame".

Wir bemühen uns um aktuelle Fotos. Immer lässt sich das nicht einrichten, es belastet auch ganz erheblich das sehr knappe Redaktionsbudget. Deshalb greifen wir öfter in die Archive, müssen Texte mehr oder weniger passend "nachillustrieren" – ideal ist das nicht.

Trotz des Wissens um die Manipulierbarkeit von Bildinhalten, trotz der Allgegenwart der synthetischen Werbebilder und obwohl Fotografie häufig nur noch die Vorlage für computergenerierte Fantasiewelten liefert, werden Fotos noch immer in hohem Maße als Dokumente der Wahrheit empfunden: "Es ist so gewesen".

Ist es wirklich so gewesen?
So, wie sich die RedakteurInnen der Kontext:Wochenzeitung nicht hinter einer vorgeblichen Objektivität verstecken, die Leser nicht über den eigenen Standpunkt im Unklaren lassen, so können und wollen wir Fotografen unseren kritischen Blick, unseren mitfühlenden Blick oder unseren ganz persönlichen Blick auf die "Wirklichkeit" nicht verbergen.

W. Eugene Smith, einer der großen amerikanischen Fotojournalisten, formulierte seinen Anspruch an Reportagefotografie so: "A true picture, unposed and real" – "ein wahres (Ab)Bild, ungestellt und echt". Und doch überschritt auch er die Grenzen der faktischen Erscheinung, weil er mit vielen anderen davon überzeugt war, dass Fotojournalismus nicht nur dokumentieren, sondern auch einen Zweck erfüllen soll, einer menschlicheren Welt verpflichtet sein muss.

Und nicht zuletzt gestattet ein unverstellter Blick auf unsere heutige Gesellschaft Einblicke in das öffentliche und private Leben, die so nicht jedem möglich wären.


Misstraue der Oberfläche!
Das ist nicht nur ein Leitsatz für uns Fotografen, für dieses Motto steht die gesamte Redaktion der Kontext:Wochenzeitung. Wenn Ihnen der Blick hinter die Kulissen, unter die Oberfläche, auf eine andere "Wirklichkeit" etwas wert ist, dann bitten wir Sie herzlich um Unterstützung unserer redaktionellen Arbeit. Ihr Abo, Ihre Spende ermöglicht, dass die Kontext:Wochenzeitung weiterleben kann. Kontext:ist's mir wert!


*Diesen Text habe ich für die aktuellen Ausgabe der Kontext:Wochenzeitung geschrieben.
Für mich ist die Mitarbeit in einer so qualifiziert besetzten Redaktion ein unerwarteter Glücksfall.
Und es ist ein völlig neue Erfahrung, nicht vermittelt über eine Bildredaktion, sondern direkt und als gleichberechtigtes Redaktionsmitglied eine (Online-)Zeitschrift mitzugestalten.
Ich hoffe sehr, dass wir es schaffen, nach einigen Monaten mit "Anfahrhilfe", auf eigenen Füße zu kommen und diesem unabhängigen Medium eine Zukunft sichern können.


Hier geht's zu den Kontext Fotogalerien.

Sonntag, 25. Dezember 2011

Zwei Weihnachtsengel



 Rechtzeitig zum Weihnachtsfest hat Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt die Bundesbürger zum Maßhalten aufgerufen und sich gegen den Ausbau sozialer Leistungen ausgesprochen:
"Ob Zuschussrente oder Erziehungszeiten im Rentenrecht, ob Betreuungsgeld oder erweiterte Pflegeleistungen: Das mag zum Teil wünschenswert sein, finanzierbar ist es nicht."




Und sein Hausphilosoph Sloterdijk diffamiert den Sozialstaat als institutionalisierte Kleptokratie, fordert sattdessen eine (mittelalterliche) "Kultur der Almosen" und sekundiert mit der Meinung, dass ein bisschen mehr soziale Kälte der Gesellschaft nicht schaden würde.

Zugegeben, Maria hat Jesus nicht auf Kassenleistung im komfortablen Bett eines modernen Klinikums entbunden, die heilige Familie bekam kein Betreuungsgeld, hing nicht am Tropf eines modernen Sozialstaats.
Und trotzdem haben sie etwas aus sich gemacht.

Das sollte uns doch zu denken geben…

Freitag, 23. Dezember 2011

Heute vor 10 Jahren

23.12.2001, Blick vom Blauen Weg auf Stuttgart-Heslach • Canon D30 mit EF 2.8/20-35 L

Ich schäme mich richtig …

Der letzte Blogeintrag stammt vom 11. Dezember und kam nicht von mir, sondern freundlicherweise von Carl Weese.
Das gehört sich nicht für einen braven Blogger!

Und aus lauter Verlegenheit habe ich mal im Archiv nach Bildern vom 23. Dezember geschaut.
Gefunden habe ich überraschend viele Winterbilder wie das oben stehende, aber auch eine Menge Fotos, denen man die winterliche Jahreszeit nicht unbedingt ansieht.

Warum ich dieses nicht gerade spannende Foto ausgesucht habe?
Nun, es ist mit der ersten digitalen "Volkskamera" – einer Canon D30 (…the D30 WILL go down in history books as a very important camera, breaking a price barrier and opening up the digital SLR market to a new wave of users.) – fotografiert.
Keiner würde sich heute mehr getrauen, Bilddaten in der Größe von 13x18 cm bei 300dpi an eine Redaktion zu schicken.
Aber "damals" war das kein Problem und die Qualität der Bilddateien (nicht die Größe) übertrifft auch heute noch so ziemlich alles, was aus den Consumer-Kameras mit den winzigen Sensoren und der gigantischen Auflösung kommt.

Die Kamera hatte natürlich auch ihre Mucken: ich erinnere mich z. B., dass bei längeren Bildfolgen der Akku so heiß wurde, dass die Kamera den Betrieb einstellte. Man musste die Kamera bei geöffnetem CF-Kartenslot einige Zeit abkühlen lassen, erst dann ging es weiter.

Aber: "A camera is a camera is a camera!"


Und für alle, die meinen man müsste bei jedem (Winter-)Wetter fotografieren, gibt es ein paar Anregungen hier und hier.


Frohe Weihnachten und entspannte Feiertage!

Sonntag, 11. Dezember 2011

Two PEACEful shop windows


both pictures © Carl Weese



Carl schreibt zu seinem Projektbeitrag:
"Two peaceful shop windows from New York. The first on Third Avenue, the second on Madison."

Montag, 28. November 2011

The Cameraman – und anderes…




Der kleine Film problematisiert ein ein höchst bedenkenswertes Phänomen: Ich habe damit – was passiert, wenn zwischen Dir und der Wirklichkeit ein Objektiv ist – so meine eigenen Erfahrungen gemacht, weiß aber keinen Weg aus dem Dilemma.



Eigentlich wollte ich eine kleine Rezension über das am 30. November veröffentlichte Update DxO Optics Pro 7 schreiben.
Allerdings waren die Ergebnisse eines ersten "shoot out" zwischen DxO 7 und Adobe Camera RAW so überraschend uneindeutig für mich, dass ich noch einige Erfahrungen sammeln möchte.

Mein erster Eindruck: DxO (endlich schnell geworden!) liefert – nicht überraschend – die "glatte" Oberfläche, hat lebhafte Binnenkontraste, weist aber eine etwas unregelmäßige Kornstruktur auf und wirkt, vielleicht weil sich das Auge nicht so gut "festhalten" kann, etwas verschwommen.

Ganz auffallend und keine leere Versprechung ist die Fähigkeit Zeichnung in stark gesättigten Bereichen zu erhalten.
Ist bei ACR von einer Leuchtreklame nur noch die weiße Kontur erhalten, liefert DxO volle Zeichnung und Farbe im Leuchtkörper – erstaunlich.

ACR hat deutlich prägnanteres Korn (was aber dem visuellen Schärfeeindruck keinen Abbruch tut) und wirkt wg. geringer Binnenkontraste "flacher".



"Ein Tag Deutschland"ist jetzt online.
Mein Beitrag dazu ist jetzt hier komplett zu sehen.



Und zu guter letzt, Weihnachten steht drohend vor der Tür, noch ein Musiktipp für alle, die keine Bayern- und Gefühls-Phobie haben: Hans Söllner, Mei Zuastand

Donnerstag, 24. November 2011

So sehen Sieger aus

11.12.1985. Wackersdorf, Taxölder Forst

Die Besetzung der Rohdungsstelle für die Wiederaufbereitungsanlage WAA ist gelungen.
Anspannung und Erschöpfung nach der Jagd durch den Wald zeichnen die Gesichter der Demonstranten.



Nun nahm die TAZ dem Atomausstieg zum Anlass, dieses Foto mit dem Titel "So sehen Sieger aus" am 30. Juni 2011 auf ihre Titelseite zu heben.

Und der tazblog nahm das wiederum zum Anlass, nach den abgebildeten Personen auf dem Foto zu suchen – immerhin mit einem Erfolg.

Ich habe die tazblog-Fahndung leider jetzt erst mitbekommen, deshalb die späte Erwähnung hier im Blog.













Und weil das hier ein Fotoblog ist:
fotografiert habe ich damals mit dem Olympus-OM-System auf Kodak Tri-X-Film.
Bei diesen winterlichen Ereignissen in Wackersdorf war es oft so kalt, dass ich mit Kohlestäbchen beheizte Taschenwärmer an den Rückwänden der Kameras befestigte, um ein reißen der Filme zu vermeiden.

Dienstag, 22. November 2011

Peace Along the Highway

State Route 52, Ellenville, New York • © Carl Weese


Carl schreibt zu seinem Projektbeitrag:
"Outdoor advertising—roadside billboards—is a relatively inexpensive way to reach fairly large numbers of eyeballs and so is quite popular here with advocacy groups. Mostly groups promoting an extremist fundamentalist-religious agenda. So I was surprised to see a series of billboards along a highway in eastern upstate New York advocating instead for world peace. So later I checked www.worldpeace.org and found that it's The World Peace Prayer Society, founded in Japan, with a number of international offices. A brief look at the site indicates that, far from fundamentalist, the Society appears to be mystical in orientation. But they've discovered the bargain of outdoor advertising."

Mittwoch, 16. November 2011

Peace at Wisconsin Dells

© Carl Weese

Carl schreibt zu seinem Projektbeitrag:
"As noted previously at my blog this town is about as touristy as a place can get without out much in the way of tastefulness in evidence, but even so the peace symbol made its appearance."

Sonntag, 13. November 2011

A Picture Postcard from Antalya

Fuji X 100, 120-Grad-Panorama, Hochformat

Dr. Photo hatte noch einen kleinen Sommer mitten im November – und hat bei dieser Gelegenheit die Panoramafunktion der Fuji X100 ausprobiert.
Erstaunlich, dass sich damit mit etwas Übung und ohne Hilfsmittel wunderbare Panoramen (120 u. 180 Grad) erstellen lassen.

Dieses Bild zeigt allerdings Schwächen (im ersten Viertel links): es gibt drei, von mir kaschierte, sichtbare Kantenverläufe von oben nach unten.
Wer die Kamera auf ein Stativ mit Videokopf stellt, kann mit dieser Funktion und einer weichen, ruckfreien und auf einer Ebene laufenden Bewegung hervorragende Panoramen ganz ohne Software erstellen.
Eine feine Sache.

Auf dem Bild blickt man über den Mermerli-Strand (wunderbar!) und den Hafen auf Teile der Neustadt von Antalya und das im Dunst liegende Taurus-Gebirge.
Nur als dünner schwarzer Streifen zu sehen der westlich von Antalya liegende 8 km lange Konyaalti Strand, ein langweiliger, grauer, aber riesiger Kiesstrand mit zahlreichen Bars, Restaurants und einigen Hotelkästen dahinter.

Die Altstadt liegt – hier leider unsichtbar – rechts.

Und wen's interessiert: die Tagestemperaturen lagen um die 24 Grad, in der Sonne gefühlt höher, Wasser ca. 21 Grad.

Samstag, 12. November 2011

AlbaStar





gesehen in Antalya, fotografiert mit Fuji X100, bearbeitet mit Snapseed.
Bei Klick auf das Bild sollte sich eine größere Auflösung öffnen.

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Artikel wurde auf einem iPad erstellt